Grundschuld einklagen?

5 Antworten

Die Grundschuld ist ein abstraktes Sicherungsmittel. Daher muss es auch einen Sicherungsvertrag geben, der regelt, welche Forderung die Grundschuld sichern soll. So wie es sich anhört, hatten deine Großeltern deinem Vater ein Darlehen gewährt, das an dich zurückzuzahlen war. Hierzu muss es weitere Unterlagen geben, mit denen du dies nachweisen kannst.

Aus der Grundschuld an sich kannst du theoretisch nach Fälligkeit (vorherige Kündigung in der Regel erforderlich) auf Duldung der Zwangsvollstreckung klagen. Sofern dein Vater sich damals dinglich der sofortigen Zwangsvollstreckung unterworfen hat, geht das auch schneller. Aber all dies könnte man nur mit Einsicht in die relevanten Unterlagen abschließend beurteilen. Daher kommst du hier nur mit einer Rechtsberatung vor Ort durch einen Rechtsanwalt weiter, wenn du die vermeintliche Forderung durchsetzen willst.

Die beglaubigte Kopie der Urkunde ist dann vermutlich die Bewilligung der Grundschuld evtl. in Form eines Erbvertrages. Von der Logik her würde ich mal tippen: Großeltern übertragen Vater ihr Haus und gleichzeitig wird zu deinen Gunsten eine Grundschuld eingetragen.

Jetzt kommt es auf die Bedingungen an, die zum Nachweis der Löschung in der Urkunde gefordert wurden, hat der Vater sich zu einer Ratenzahlung an dich verpflichtet, wie kann er den Nachweis erbringen, was und ob bereits gezahlt wurde.

Zum guten Schluss warst du vor 25 Jahren bereits volljährig?

Ich würde als erstes empfehlen mit der Urkunde zum Notar bzw dessen Rechtsnachfolger zu gehen.

Was im Grundbuch steht, das gilt.

Im schlimmsten Fall müsste er gegen Dich vorgehen. Damit die Eintragung überhaupt vorgenommen werden konnte, muss es ja einen Vorgang geben, welcher in der Regel beim Grundbuchamt liegt.

Du meinst, ich müsste mal beim Grundbuchamt anrufen? Das wäre schlau! Danke

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@Freyja1978

das Grundbuchamt erteilt dir nur Abschriften der Urkunde, macht aber keine Rechtsberatung.

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@kabbes69

Das ist mir durchaus bewusst. Ich habe angerufen und es gibt tatsächlich Urkunden, die mir weiter helfen hat die Dame gesagt :-)

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@Freyja1978

da melde dich doch, wenn du den Inhalt der Urkunde kennst :-)

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Vater ohne Wohnrecht will nicht ausziehen

Ich habe vor 20 Jahren ein Haus gekauft- Mein Vater bwohnt die unterste Etage und ich mit meiner Familie die beiden  Etagen darüber. 

Wegen unüberbrückbarer Differenzen möchte ich nun, das er auszieht. Er ist jedoch der Meinung, er habe ein Wohnrecht, was aber NICHT im Grundbuch eingetragen ist. Ein Wohnrecht ist also nicht vorhanden.

Bisher haben wir uns die Nebenkosten (Wasser und Strom) geteilt. Nun hat er eigenmächtig, ohne mir etwas zu sagen, alle Einzugsermächtigungen gekündigt. Ich stehe ganz schön da. Er möchte nun nichts mehr bezahlen. Ich stand ihn vor die Wahl, entweder bezahlt er ab jetzt Miete oder er sucht sich eine Wohnung. Er weigert sich standhaft auf irgendwas einzugehen. Er meinte, er hätte auch genug ins Haus gesteckt. Es stimmt, hier und da hatte er früher Bausparverträge abgeschlossen, die in die Renovierungen nach dem Kauf mit eingeflossen sind.

Welche Möglichkeiten habe ich nun? Kann er ein Wohnrecht einklagen? Damit hat er gedroht. Und kann ich ihn aus dem "Haus klagen - sollte er nicht freilwillig ausziehen? Rechnungen darüber, was er ins Haus gesteckt hat, sind nicht mehr vorhanden.

Ich danke für hilfreiche Antworten.

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Berliner Testament, Pflichtteil, Hartz-4

Der Sachverhalt:

Die alten Eltern haben ein Berliner Testament gemacht, als beide noch lebten.

Der Vater ist nun verstorben. Die Großmutter als seine Ehefrau ist Alleinerbin.

Ein direkter Nachkomme der Beiden hat bis vor 2 Monaten Arbeitslosengeld 2

erhalten. Wegen Aufnahme einer beruflichen Beschäftigung meldete er sich

beim Jobcenter ab, als sein Vater noch lebte. Danach ist der Vater gestorben.

Der Erbfall trat also ein, als der Sohn NICHT mehr im Leistungsbezug stand.

Der Sohn hätte angeblich die Möglichkeit, jetzt einen Pflichtteil einzuklagen,

den er neben seiner Mutter, der Alleinerbin, bekäme, der allerdings deutlich

niedriger ausfiele als das später von der Mutter in Aussicht stehende Erbe.

Durch Einklagen des Pflichtteils würde er seinen Anspruch als Nacherbe

seiner Mutter verlieren, wenn ich das richtig verstanden habe. Er möchte

diesen Pflichtteil NICHT einklagen.

Die Frage:

Falls er innerhalb der nächsten Wochen seine Anstellung verlieren würde

und wieder Arbeitslosengeld 2 beantragen müsste, könnte das Jobcenter

ihn dann zwingen, gegen seinen Willen diesen Pflichtteil einzuklagen, bzw.

könnte man ihm das Arbeitslosengeld verweigern mit dem Hinweis darauf,

dass ein vorrangiger Anspruch bestünde, der ausgeschöpft werden müsse,

auch wenn ihm dadurch Nachteile entstünden, weil er dann als Nacherbe

nicht mehr berücksichtigt werden könnte. Der Erbfall ist in einem Zeitraum

eingetreten, als er NICHT im Leistungsbezug stand. Wenn er länger als

6 Monate keine Leistungen benötigt, könnte er danach einen Neuantrag

stellen. Wenn er aber vor Ablauf von 6 Monaten wieder Arbeitslosengeld 2

beantragen müsste, würde das als Antrag auf Weiterbewilligung gelten.

Spielt das eine Rolle? Erhält das Jobcenter Information über den Erbfall,

wenn dieser eingetreten ist, während der der Sohn voll berufstätig war?

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Was passiert mit Grundschuld bei Hausverkauf?

Angenommen, auf einem Haus, das 60000 Euro wert ist, sind 25000 Grundschuld eingetragen von einer Bank. Da wurde mal vor Längerem ein Kredit aufgenommen, bei dem das Haus als Sicherheit hinterlegt wurde.
Der rdit ist noch lange nicht abbezahlt, noch rund 22000 Restschuld übrig.

Nun sagen wir mal, muss der Hausbesitzer plötzlich ins Pflegeheim.
Geld muss also her, von daher kommt er um einen Hausverkauf nicht drumherum.
Sagen wir mal, es fände sich ein Käufer, der das Haus für 45000 kaufen würde.

Wie geht es nun weiter?
Insbesondere was passiert mit der Grundschuld?

Erhält der Verkäufer nun die 45000 und muss damit direkt die kompletten 22000 der Bank abbezahlen?
Die Grundschuld wird ja schlecht auch nach dem Verkauf draufbleiben können, der Kredit ist ja schließlich dem Verkäufer zuzuordnen.
wird da dann die grundschuld vor/beim Verkauf gelöscht und damit das Darlehen der Bank sofort fällig?

Oder wie läuft sowas ab?

B) Leicht andere Situation:
Situation wie oben, aber an Rangstelle 2 des Grundbuchs befindet sich noch ein Wohnrecht im Wert von 25000 Euro (von Gutachter oder sowas festgestellt, also sicher)

Wie läuft da dann der Verkauf und das rundherum ab?
Weil ja Grundschuld+Wohnrecht vom Wert her den Verkaufspreis übersteigen würden.
Wie wäre da die Situation?

Bliebe da für den Verkäufer überhaupt noch Geld übrig mit dem er sich das Heim leisten könnte bzw. die er in den ersten Monaten im Heim verleben könnte?

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Welche Möglichkeiten der Absicherung gibt es bei "NICHT" Eintragung ins Grundbuch?

Hallo zusammen.

Meine Verlobte und ich wollen ein Haus Kaufen ( Haus gehört noch dem Bruder und ist Erbe der Familie).

Abkaufen sollen wir für 120.000€ und es müssen noch ca. 100.000€ Investiert werden.

Sie bekommt von Ihrem Vater 80.000€ Dazu. Heißt zusammen müssen wir dann noch 140.000€ Aufnehmen. Soweit kein Problem.  

Jetzt kommt aber das blöde bei der ganzen Sache.

Da Es ihr Erbe ist, und Sie Ein Großteil von dem Vater an Geld bekommt, ist das mit dem Grundbucheintrag keine Frage.

Sie Arbeitet Halbtags und hat ein Kind. Könnte bei Trennung das Haus nicht halten weil sie mich nicht auszahlen könnte. Ich Sie allerdings schon, sodass Sie ( im schlimmsten Fall) IHR Haus verlieren würde und ich günstig an ein Haus  käme… Das will natürlich keiner. Ich für meinen Teil möchte aber abgesichert sein, wenn ich 70.000€ in ein Haus stecke, welches mir nicht mal zu Anteilen gehört.

Jetzt Kam die Idee auf mit Einer Erhöhten Grundschuld zu meinen Gunsten. Das Findet ihr Papa aber auch nicht gut, da die Grundschuld ins Grundbuch eingetragen wird. Ich weiß nicht genau wie das Funktioniert. Anscheinendwill man Partout nicht, dass mein Name irgendwo Steht was in Verbindung mit dem Haus ist um sich abzusichern.

Ich möchte aber auch nicht bei einer Trennung mein ganzes Geld für, im Enddefekt „nichts“ investiert haben.

Was für Möglichkeiten gibt es noch?  Wäre über Antworten sehr Dankbar. Vielleicht auch mit Links zum Nachlesen.

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Pflichtteilsansproch des 2. Ehepartners und Berliner Testament zugunsten Kinder aus 1. Ehe

1) allgemeine Situation: 1.a. Ehepaar mit zwei Kindern errichten ein Berliner Testament zu Gunsten der beiden Kinder ihrer Ehe. 1.b. Mutter stirbt und Vater ist Vollerbe. 1.c.Vater heiratet erneut. 1.d. Vater stirbt und die 2. Ehefrau bleibt zurück. 1.e Bei Ableben des länger lebenden soll das Vermögen an die Kinder der 1. Ehe gehen (so die Intention der Eltern bei der Errichtung des Testaments)

2) aktuelle Situation: 2.a. Vater vermacht der 2. Ehefrau Teile des Barvermögens aus der 1. Ehe durch Schenkung kurz vor Ableben. 2.b. Vater vermacht der 2. Ehefrau Wohnrecht an in 1. Ehe erwirtschafteter Immobilie durch Eintragung im Grundbuch 2.c. Vater vermacht der 2. Ehefrau Mobiliar aus der 1. Ehe ebenfalls durch testamentarischen Zusatz zum ursprünglichen Testament 2.d. Übriges Vermögen geht zu gleichen Teilen an die Kinder, es sind keine weiteren testamentarischen Verfügungen bekannt

3) Fragen: I. Können die Kinder gegen die Vermächtnisse ihres Vaters zu Gunsten der 2. Ehefrau vorgehen? Wenn ja gegen welche und auf welcher Basis? II. Kann die 2. Ehefrau einen Pflichtteil einklagen? Wenn ja, wie wird dieser ermittelt? Kann hier das Vermögen aus 1. Ehe des Vaters herangezogen werden? Wie werden die bereits getätigten Begünstigungen verrechnet (insbesondere das Wohnrecht - z.B. Jahresmietwert x statistischer Lebenserwartung)?

Vielen Dank im Voraus.

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