Grundschuld ablösen

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2 Antworten

Da bin ich aber ganz anderer Ansicht. Grundschuldzinsen verjähren laut Gesetz nach drei Jahren. Das heist daß die Bank immer nur für die letzten drei Jahre die Grundschuldzinsen fordern kann. Dazu können noch 5% einmalige Bearbeitungsgebühr anfallen. Maßgeblich hierfür ist aber was in der Zweckerklärung steht. Verlange von Deinem Nachbarn Einsicht in die Zwecherklärung. Einfordern kann die Bank immer nur den Grundschuldbetrag, in Deinem Fall 41.000,00 Euro, zuzüglich 16% für die letzten drei Jahre = 19.600,00 Euro + einmalig 5% Bearbeitungsgebür, wenn diese in der Zweckerklärung aufgeführt sind. Wenn Du das Grindstück kaufst bekommt die Bank max. 60.730,00 Euro. Mehr steht ihr nicht zu. Danach muß sie die Grundschuld löschen lasse. Den Rest der Kaufsumme bekommt der Verkäufer falls er nicht persöhnlich haftet. Das ist aber nicht mehr Deine Sache. Aber Vorsicht bei der Abwicklung. Ich würde empfehlen einen Rechtsanwalt einzuschalten. Oft kann er Einen Nachlass erwirken sodas die Kosten gedeckt sind. Auf jeden Fall Müssen die Zahlungen über ein Treuhandkonto abgewickelt werden. Das heißt Du Zahlst auf ein Treuhandkonto ein. Die Bank löscht die Grundschuld und bekommt dann im Gegenzug das Geld ausbezahlt. Nur so hast Du die sicherheit daß die Grundschuld gelöscht wird. Nun ran an die Arbeit, nicht einschüchtern lasse und vielErfolg. Banker rechnen immer mit der Unwissenheit der Kunden. Sie versuchen alle Tricks. Gruß Clausz1309.

Danke Clausz für deine Antwort. Wir sind auch der Meinung da braucht es einen Anwalt. Hab mal bischen recherchiert und hab jetzt auch rausgelesen, dass Grundschuldzinsen nach 3 (oder 4) Jahren verjähren. Wir werden mal sehen und ich berichte.

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Ich weiß nicht, ob ich es richtig verstanden habe. Die Bank will wohl über 100.000? Das könnte eventuell sein, wenn der Verkäufer die Grundschuld zur Absicherung aller seiner Bankverbindlichkeiten gegeben hat. Die Grundschuld ist i.Ü. soviel "wert", wie der Addition der Hauptforderung und der eingetragenen Zinsen entspricht. Ist die Grundschuld also vor 10 Jahren eingetragen, sichert sie 41.000 plus 10*16%, also plus 160% und damit 106.600. Wenn die Bank soviel zu beanspruchen hat und der Kaufpreis niedriger liegen soll, wird das nichts, wenn nicht die Bank auch den niedrigeren Preis zur Löschung akzeptiert.

Danke erstmal für deine Antwort. Die Nochinhaberin des Hauses, das wir kaufen wollen hat damals die Grundschuld für Ihren Nachbar aufgenommen. Verstehe ich das richtig, dass sie nun gar keine Chance hat durch Zahlung der Grundschuld + der bisher aufgelaufenen Kosten aus der Zwickmühle rauszukommen? Wer weiß wie lange das Insolvenzverfahren noch geht. Da hat sie ja keinerlei Einfluss drauf und die Grundschuld steigt und steigt. Da muss doch auch irgendwie der Bürge gesichert sein. Total blöd.

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