Grundprinzip der Destillation

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4 Antworten

Wenn Du dazusagst, welchen Schulabschluss Du hast und für welchen Job Du Dich bewirbst, lässt sich Deine Antwort bewerten.

Falls Du Dich für einen Ausbildungsplatz als Chemikant bewirbst, ist die Antwort sehr gut.

Falls Du einen Job als studierter Chemiker suchst, solltest Du Dich besser ausdrücken können und mehr wissen.

Falls Du Dich für einen Ausbildungsplatz als Chemikant bewirbst, ist die Antwort sehr gut.

ME eher befriedigend, die Fachbegriffe sollte man schon korrekt wiedergeben können. (Das Problem, qualifizierte Lehrlinge für den Beruf zu bekommen, habe ich selbst erlebt.)

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@cg1967

Das Problem, qualifizierte Lehrlinge für den Beruf zu bekommen

... ist bekannt. Und deshalb muss der Fragesteller auch keine perfekte Antwort geben - Hauptsache, seine Antwort ist besser als die der anderen.

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@TomRichter

Das Problem, qualifizierte Lehrlinge für den Beruf zu bekommen

... ist bekannt

Damals, vor knapp 30 Jahren, als ich mich um so einen Ausbildungsplatz bewarb, gab es Quoten: Mein Ausbildungsbetrieb durfte 2 Jungen und 5 Mädchen aus dem Kreis Dresden ausbilden. Um die zwei Plätze konkurrierte ich mit über 100 Bewerbern, ich bekam einen der beiden Plätze.

Bei den Mädelz sah dies anders aus: Die aus dem Kreis Dresden waren noch ganz passabel (schafften die Anforderungen, welche die Lehre stellte), die aus dem ländlichen Raum umgelenkten waren zu 50% ungeeignet. Naja, was will man erwarten, wenn in einer Planwirtschaft jemand mit Mathe, Chemie und Physik Klasse 10 genügend in so 'ne Lehre geschickt wird.

Und deshalb muss der Fragesteller auch keine perfekte Antwort geben - Hauptsache, seine Antwort ist besser als die der anderen.

Logisch. Ich hoffe für ihn, daß seine Antwort besser als die anderen ist. Falls jemand aber schriftlich von Rashid- statt Raschigringen schwafelt unterstelle ich, daß dies nur quer angelesenes Wissen ist (immer noch besser als gar kein Wissen, zeugt zumindest von Interesse am Vertrag). Ein sehr gut ist dies nicht, ich bleibe bei meinem befriedigend. :)

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@cg1967

wenn in einer Planwirtschaft jemand mit Mathe, Chemie und Physik Klasse 10 genügend in so 'ne Lehre geschickt wird.

Das verstehe ich nicht - gab es keine Mädchen mit besseren MINT-Noten? Oder was durften/mussten die stattdessen lernen?

Um die zwei Plätze konkurrierte ich mit über 100 Bewerbern,

Das erklärt zumindest Deine - in meinen Augen für heutige Verhältnisse unerfüllbaren - Anforderungen an einen "sehr guten "Lehrstellenbewerber. Bei einer politisch gewollten Akademikerquote von 50% wird so jemand nicht Chemikant, sondern Bachelor der Chemie.

Ein sehr gut ist dies nicht, ich bleibe bei meinem befriedigend. :)

Streiten wir nicht um Worte ;-)

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@TomRichter

Das verstehe ich nicht - gab es keine Mädchen mit besseren MINT-Noten?

Doch, sehr viele.

Oder was durften/mussten die stattdessen lernen?

Die Berufe, welche von Mädchen überrannt wurden: Friseuse, Unterstufenlehrerin, Floristin etc.

Bei einer politisch gewollten Akademikerquote von 50% wird so jemand nicht Chemikant, sondern Bachelor der Chemie.

Stimmt. Aus meiner Abschlußklasse (24 Schüler) wurden 2 zum Abitur zugelassen: Der Offiziersbewerber und ein Mädchen mit einem Schnitt von 1,1.

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Mir käme es nicht in den Sinn einen Bewerber um einen Ausbildungsplatz als Chemikant oder Laborant, bei den marginalen Chemiekentnissen aus der Realschule, explizit nach dem Trennverfahren Destillation und Rektifikation zu befragen.

Wäre es ein ausgebildeter Chemikant dann würde ich nach den Faktoren fragen, die die Trennwirkung einer Kolonne beinflussen. Kommt mir hier der Bewerber als besonders begabt vor, dann würde ich die einfache Frage stellen, warum benutzt man bei der Berechnung einer Kolonne Molprozente und nicht Gewichtsprozente? Das wäre dann ein ordentlicher Pluspunkt bei der richtigen Antwort.

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@Karl37

Wäre es ein ausgebildeter Chemikant dann würde ich nach den Faktoren fragen, die die Trennwirkung einer Kolonne beinflussen.

Wozu? Ich meine, es schadet natürlich nicht, wenn der Chemikant weiss, was er da macht. Aber ich glaube nicht, dass es irgendwo zu den Aufgaben eines Chemikanten gehört, Verfahrensabläufe zu optimieren.

Ich würde ihn also eher fragen, ob er zu unbezahlten Überstunden, Nacht- und Wochenendschichten bereit ist und dazu, "zur Probe" erstmal für weniger als den Tariflohn zu arbeiten ;-)

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@TomRichter

Der Meinung bin ich ja auch nicht, allerdings ist es sehr hilfreich einen aufgeweckten Chemikanten als MA zu haben wenn es gilt eine Rektifizierkolonne in Betrieb zu nehmen und zu optimieren. Auch ist es hilfreich wenn der Chemikant weiß weshalb man bestimmte Parameter einstellt und man diese nicht verändern darf.

Solche Verhandlungen wie Entgelte, Überstunden usw. gehört nicht zu meinen Aufgaben und Kompetenzen. Ich würde es aber ablehnen ein solches Ansinnen überhaupt anzusprechen.

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Da sind reichlich Fehler drin. Es sind oft mehr als zwei Stoffe beteiligt. Die zu trennenden Stoffe haben unterschiedliche Siedepunkte. Letztlich kann jeder komplett verdampfen. Die Oberfläche spielt für die Reinheit der Produkte keine Rolle. Du hast die Destillation absolut nicht verstanden.

Eine Erklärung erfordert mehr, als ein paar Einzelheiten aufzuzählen. Zeige doch die Zusammenhänge auf:

  • der Leichtersieder reichert sich im Dampf an
  • Der Dampf strömt nach oben, die Flüssigkeit nach unten
  • Der Leichtersieder reichert sich nach oben hin an
  • Am Kopf wird kondensiert
  • Damit ein Flüssigkeitsstrom zustandekommt, wird ein Teil des Kondensats zurück in die Kolonne gegeben
  • Am Sumpf der Kolonne wird aufgekocht, um einen Dampfstrom zu erhalten
  • Es wird ein Kontakt zwischen Gas und Flüssigkeit benötigt, deshalb Böden oder Füllkörper
  • etc.

Erst wenn Du das einem Dritten erklären kannst, hast Du es verstanden.

Fehlt in Deiner Auzählung nicht die Diagramme mit Erklärung der Siedelinie, der Taulinie und der Verstärkerlinie und wenn man sich auf diesen Niveau unterhält, dann kommt die Troutonsche Regel zur Diskussion.

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@Karl37

Da kannst Du beliebig weit ins Detail gehen, das ist aber glaube ich gar nicht gefragt.

Für das Bewerbungsgespräch sollten aber die physikalischen Grundlagen halbwegs präsent sein - Unterschiedlicher Dampfdruck der zu trennenden Stoffe, Anreicherung des Leichtersieders im Gas, Trennung der Phasen, Gegenstromführung der Phasen, Erzeugung der Gasphase durch Aufkochen, Erzeugung der Flüssigphase durch Kondensation und Rücklauf eines Teils des Kondensats.

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Je mehr Oberfläche desto reiner ist das Endprodukt.

Je mehr Wärmeaustauschfläche. Stichwort: Theoretischer Boden

Rashidringe

Das Zeug heißt Raschigring.

Kolone

Kolonne.

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