Grundlos von Polizei "auf Verdacht" festgenommen

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Und eine Sache interessiert mich brennend - Zivil-Bullen? Also wenn ich die Viecher auf Weiden herumstehen sehe, also die waren immer alle in Zivil, nicht ein solches Tier hatte jemals eine Uniform an.

Und wie um Gottes Willen passen 2 von denen in einen Passat? Ich stelle es mir schon schwierig vor, überhaupt nur einen dort rein zu bekommen. Und dann fahren die auch noch in der Gegend herum? Haben die überhaupt einen Führerschein? Und wo haben die das Auto her? Und dann packen Die Deinen Bruder auch noch in das Ding, nehmen diesen mit? Ja also das geht nicht, das dürfen nur Polizeibeamte, keine Bullen.

Fallst Du diese meintest (wie kann man das verwechsen, hatten die Hörner????), diese haben Deinen Bruder sicherlich nicht verhaftet.

Er wurde entweder sistiert oder festgenommen. Eine Sistierung ist eine freiheitsentziehende Maßnahme. Je nach dem wurde er auch festgenommen, wenn der Verdacht einer Straftat vorlag, jedoch verhaftet wird man mit dem Ziel, in den Bau zu wandern, ein Haftbefehl vorliegt. Es gibt dabei einige verschiedene Sachen, die einen gegen nur mir richterlichem Beschluß, andere entscheidet der Polizeibeamte selbst.

Grundlos auf Verdacht? Ein Verdacht ist rechtlich bereits Grund genug, also nicht grundlos. Bei Vorliegen eines Verdachtes bereits ist eine solche freiheitsentziehende Maßnahme möglich.

Man muß dann nicht erst dem Menschen etwas nachweisen können, es reicht für eine freiheitsentziehende Maßnahme bereits ein Verdacht aus.

Was das genau für ein Verdacht war, was da genau vorlag, das kann man sicherlich bei der Polizei hinterher erfragen. Es reicht z.B. bereits aus, dass eine Person, dessen Beschreibung mit der deines Bruders Ähnlichkeit hatte, zu diesem Zeitpunkt dort in der Gegend gesucht wurde.

Also stell Dir mal vor, da schubst jemand eine alte Dame vom Nachttopf und stiebitzt der auch noch gemeiner Weise den Geldbeutel, und flüchtet. Und der Zeuge ruft die Polizei an und sagt, so und so alt, so und so groß, Haarfarbe, Handwerkerklamotten. Und dann sucht man den in der Gegend und Dein Bruder sah dem eventuell ähnlich und schon ist man dabei, bei der Polizei (das reimt sich gar).

 

Und dann hat man mit den Personalien Deines Bruders mal die Datensysteme abgefragt und dabei kommt raus, dass der zudem noch kein Unbekannter ist - und schon wird der Verdacht erst einmal erhärtet, dass da was sein könnte, denn die Erfahrung zeigt doch, dass gerade Menschen mit einem ausgeprägteren Strafregister eher mal zu weiteren Straftaten neigen, als andere.

Auch das ist ganz normal und richtet sich nach der alten Volksweisheit, die man hier anwenden könnte, im übertragenen Sinne, die da lautet: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht ....".

 

Das ist eine ganz normale Vorgehensweise und deckt sich jederzeit mit geltendem Recht.

 

Den §1, den Du da ansprichst, Du meinst wohl Art. 1 GG? Die Würde des Menschen ist unantastbar.

 

Da steht erst einmal nichts drin mit Gleichbehandlung und die Würde gilt nicht als Verletzt, wenn man hoheitlichen Maßnahmen unterworfen wird. Sie könnte dabei verletzt werden, wenn das nicht richtig durchgeführt wird, aber nicht dadurch, dass es durchgeführt wird.

 

 

*ggg*

genial, gewitzt, frech und charmant,

da hab ich wohl den Richtigen an der Hand!

Vielen Dank für diese superklasse Antwort!

Zuallererst möchte ich mich für meine falsche Wortwahl bei der Fragestellung entschuldigen. Aber sagt man nicht im Slang "verhaftet"? Das hier so ins Detail gegangen wird, war mir nicht klar. Ist meine erste Frage...

So, und Rindviecher warn's allemal, die zwei Herren vom Staat! Es geht mir doch darum, wie die mit ihm umgegangen sind. Warum sagt man dann nicht einfach, dass alles OK ist und er nur verwechselt wurde (was mir übrigens auch das einzig Schlüssige scheint), sondern lässt ihn dann auch noch, höchstwahrscheinlich aufgrund des BTM-Eintrages, pinkeln? Ist Eis in der Waffel seit neuestem ne Droge? Ach wart mal, ich glaub, das war die Sorte "Red-Bull".... Das is' es! Deswegen wurde er mitgenommen, jetzt ist mir alles klar!

Er kam sich letztendlich halt einfach falsch behandelt vor und fragt sich nun, wann das jemals aufhört und ob die auch irgendwann mal wieder normal mit ihm umgehen. Wann erhält er seine Würde zurück? Und somit bin ich beim Art. 1 GG doch nicht so verkehrt... Beim BGB schon, das gebe ich kleinlaut zu. Doch war es Groll, der aus mir sprach, ich hoffe, Ihr seht es mir noch einmal nach!

 

 

Hoheitliche Maßnahmen verlangen auch hoheitliches Benehmen!

 

 

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Die Polizei darf in der BRD auf Verdacht hin jemanden bis zu max 24 h festhalten, dann muß ein Richter entscheiden ob ein Haftbefehl ergeht od. er freigelassen wird.

Allerdingd muß man bei der Polizei nur seine Personalien angeben, ansonsden darf man die Aussage verweigern was auch sinnvoll ist , denn Di müssen es beweisen und nicht Du Deine Unschuld.

Wir Hafbefehl erlossen muß sofoert Hafbeschwerde eingelegt werden. Die kann man zwar ohne Anwalt tun, aber es ist besser spätestens jetze ien Anwalt einzuschalten.

Wichtig ist auch schon bei der Festnahme keine angaben zur Sache zu machen den Dir Polizei weird alles was er sagt gegen ihm verwenden.

Das ist Quatsch.

Zunächst einmal muss im Falle einer Gewahrsamnahme unverzüglich eine richterliche Entscheidung über Zulässigkeit und Fortdauer der Freiheitsentziehung herbeigeführt werden. Nur dann nicht, wenn anzunehmen ist, dass die Entscheidung des Richters erst nach Wegfall des Grundes der polizeilichen Maßnahmen ergehen würde.

Darüber hinaus ist die Person spätestens bis zum Ende des Tages nach dem Ergreifen, wenn nicht vorher die Fortdauer der Freiheitsentziehung auf Grund eines anderen Gesetzes durch richterliche Entscheidung angeordnet ist, zu entlassen.

Was genau heißt denn "alles, was er sagt, gegen ihn verwenden"? Wenn er eine Straftat zugibt, wird sie auch gegen ihn ein Ermittlungsverfahren einleiten, das ist richtig. Aber das bedeutet ja, dass er auch wirklich etwas ausgefressen hat.

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@Nils2

Naja um ein Ermittlungsverfahren einzuleiten reicht schon ein Anfangsverdacht , wenn er vorläufig festgenommen wurde ist dieser schon da. Um ein verfahrebn einzuleiten , kann schon reichen mit einem Dealer gesprochen zu haben od. eien Anzeige, dann wird ermittelt, kommt nichts dabei raus wird dies gem § 170 Abs. II eingestellt. Schweigen darf nicht als negativ gewerte werden, auch wenn ich nichts damit zu tun habwe würde ich zun Vorworf schweigen. wäre ja noch schöne denen ihre Arbeit zu machen.

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Also "verhaftet" worden ist Dein Bruder nicht, denn dafür hätte auch ein Haftbefehl gegen ihn vorliegen müssen. Wenn er dann auf dem Revier freiwillig gepinkelt hat, obwohl nichts gegen ihn vorgelegen haben kann, ist er selbst Schuld. Urin-Proben kann und darf man verweigern.

In aller Regel muss ein konkreter Anfangsverdacht gegen Deinen Bruder vorgelegen haben; möglicherweise ist er aber auch nur einer Verwechslung erlegen, weil er zum Zeitpunkt des Geschehens so ähnlich ausgesehen hat wie jemand, der gesucht wird.

Deine Stinkwut nützt Dir nichts. Zumal Du von dem Vorfall nicht direkt betroffen gewesen bist.

Na ja, war vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt! Er ist halt mit aufs Revier genommen worden, obwohl man nichts gefunden hat.

Mein Bruder war einfach zu perplex und da das ja nicht die erste negative Erfahrung mit denen war, hat er ganz einfach gemacht, was verlangt wurde. 

Das mit der Verwechslung scheint mir auch das einzige Schlüssige.

Danke für die Antwort 

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