Grundherrschaft im Mittelalter?

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3 Antworten

Bitte unterscheide die Grundherrschaft in der Neuzeit (Leibeigene) von der Feudalherrschaft des Mittelalters.

In der Regel war der niedere Adel den übergeordneten Lehnsherrn zu Diensten, auch zum Kriegsdienst verpflichtet. Ob sie sich durch Dritte vertreten lassen konnten, hing vom Lehnsvertrag oder direkten Abmachungen ab, aber das Normale war die persönliche Heerfolge. Fast immer wurden dazu zusätzlich Reisige und Knechte aus dem Stand der Hörigen, also nicht an Grund und Boden Gebundenen, verpflichtet.

Normale Bauern waren nicht an Waffen ausgebildet und wurden etwa seit der Karolingerzeit nicht eingezogen. Das war allerdings ein Entwicklungsprozess: Aus der ursprünglichen Regel, dass mehrere Bauern einen Krieger zu stellen hatten, hat sich damals das Berufskriegertum (Ritterschaft) entwickelt.

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Aleqasina 30.11.2016, 15:29

Korrigiere: Die Hörigen waren an den Grundbesitz des jeweiligen Adligen gebunden, konnten aber für Kriegsdienst und andere Aufgaben rekrutiert werden.

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Meistens beides.

Offiziell war die Aufgabe der Grundherren seine Untertanen vor Gefahren zu schützen. deswegen wurden die meisten adeligen zu Rittern ausgebildet. Aber in richtigen Kriegszeiten bekamen die Lords vom König die Anweisung Männer mitzubringen. Diese wurden dann meist bei einer Art "Dorfturnier" vom grundherr ausgewählt und dann mitgenommen.

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Was ist das nur für eine seltsame Frage, als wenn ausgerechnet der Grundherr, also der Adlige für seine Leibeigenen kämpfte. Er berherrschte sie doch, wie kann er da sich für seine Ausgebeuteten einsetzen.

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