Grundfreibetrag Kind als Steuerersparnis nutzbar?

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2 Antworten

wenn das Geld von den Eltern kommt, also Vater 400 und Mutter 400, wäre das der Betrag bei dem keine Schenkungssteuer anfällt. Nach 10 Jahren kann man das nochmal machen.

800k zu 0,3% angelegt, ergäben zur Zeit nur 2400 Euro Zinsen, die Kapitalertragssteuer kann man sich auch zurückholen, indem man eine Steuererklärung für das Kind abgibt .. da das Gesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag liegt (9000 Euro für 2018) das der persönliche Steuersatz dann NULL beträgt, werden dann auch die Kapitaleinkünfte zum persönlichen Steuersatz besteuert.

Zu beachten ist nur: es muss eine unwiderrufliche Schenkung sein, also man darf nicht mehr je nach Bedarf über das Geld verfügen -- man kann einen Schenkungsvertrag machen, nach dem das Kind erst voll verfügen kann nach Abschluss des Studiums oder mit 25 oder nach Eheschliessung. Aber es darf keine Möglichkeit geben, die Schenkung zu widerrufen. Ohne einen solchen Vertrag unterstellt das FA Steuerumgehung und rechnet das Einkommen dann trotzdem den Eltern zu. 

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PrincipessaCS 06.10.2017, 07:50

Vielen Dank, so habe ich mir es vorgestellt. Und es ist tatsächlich wahr.

Wenigstens wird das Zurückschenken eingeschränkt. Aber das der Grundfreibetrag so verwendet werden kann, das ist ja schon Missbrauch.

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juergen63225 06.10.2017, 10:23
@PrincipessaCS

warum soll das Missbrauch sein ?

Der so Beschenkte wird nie Hartz IV beantragen können wenn er keinen Job hat, nie Bafög, Wohngeld, seine Ausbildung ist gesichert auch wenn die Eltern sterben, er wird also der Gesellschaft nie zur Last fallen und wahrscheinlich dank guter Ausbildung auch mal Steuern zahlen.

Während vermögende Menschen, die ihr Geld verprassen oder verspekulieren, sehr wohl später die Gesellschaft in die Haftung nehmen können, z.B. wenn die Rente nicht ausreicht.

Also sind diese Neiddiskussionen (Reiche können Steuern sparen) Fehl am Platz. Für wirklich Reiche schrumpft der Vorteil auch: Kinder denen Millionenvermögen übertragen werden, fallen dann auch gleich in die höchste Steuerklasse und es fällt Schenkungssteuer an.

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PrincipessaCS 09.10.2017, 12:21
@juergen63225

Missbräuchlich weil das Geld sonst regulär beim Verschenkenden zu versteuern wäre. Oder eben auch beim Beschenkten.

Ich sehe hier keine Diskussion um Neid sondern eher eine Diskussion um die bekannte Schere, die weiter und weiter auseinander geht. Hier weil manche in wohlhabende Familien geboren werden und weitere Vorteile genießen (Es stimmt, das hat nicht nur Vorteile) und andere immer wieder bei Null anfangen.

Die Chancen dem Staat nicht auf die Tasche zu fallen weil man wohlhabende Eltern hat sind sicher geringer. Aber ausgeschlossen ist es z.B. durch einen kostspieligen Lebenswandel, schlechte Freunde oder Betrüger bei der Geldanlage keinesfalls.

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In deinem fiktiven Beispiel würde schon mal Schenkungssteuer anfallen, weil der Freibetrag überschritten wäre. Desweiteren dürfte man das verschenkte Geld nur noch in Vertretung verwalten, aber man dürfte es nicht mehr seinem eigenen Vermögen zurückführen und auch nicht missbräuchlich ausgeben. Selbst den Unterhalt des Kindes darf man nicht von den Geldern des Kindes bezahlen.

https://www.tagesgeld.org/tagesgeld-auf-kinder-uebertragen-der-nachwuchs-hilft-beim-steuern-sparen


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PrincipessaCS 06.10.2017, 08:03

Super Link. Vielen Dank.

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