Grundbucheintrag nach Scheidung und Tod?

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8 Antworten

Für Person A ändert sich rechtlich gesehen zunächst nichts, es sei denn, sie ist testamentarischer oder gesetzlicher Erbe.

Der oder die Erben von B erhalten den Anteil an der Wohnung, müssen aber auch die Restschuld von B übernehmen.  Wenn der Erbe von B die Restschuld nicht bezahlen kann oder will, kann er das Erbe ausschlagen und dann kommt es vermutlich zu einer sogenannten Nachlaßinsolvenz, bei der die Wohnung versteigert wird. Wie habakuk63 schon richtig bemerkte, kann man sich nicht die Rosinen raussuchen, sondern es geht nur alles oder nichts.

Aber auch wenn der Erbe von B die Erbschaft annimmt, kann er, wenn er sich nicht mit A einigt, die Teilungsversteigerung beantragen, mit seinem Erlösanteil die Schulden bezahlen und den Rest verjubeln. Natürlich kann auch A die Teilungsversteigerung beantragen. Um beurteilen so können, ob das möglich und sinnvoll ist, bräuchte man weitere Informationen.

Kommentar von Morelle
03.08.2016, 13:11

Ein kleiner Nachtrag:

Wenn A und B das Darlehen damals gemeinsam aufgenommen haben, ist A ebenfalls nach wie vor verpflichtet, für die Rückzahlung des Darlehens gerade zu stehen, unabhängig davon, wer die Raten in der Vergangenheit tatsächlich gezahlt hat.

Natürlich ist es nur gerecht, daß B als alleiniger Nutzer der Wohnung auch alleine die Raten gezahlt hat. Ich hoffe für A, daß die Erben von B ebenfalls diesen Gerechtigkeitssinn haben. Ansonsten bleibt nur die Teilungsversteigerung.

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Nein, erlassen wird da nichts.
Die Wohnung verkaufen wäre der Königsweg, dann ist an jeden gedacht.

Wer hat den Vertrag zur Finanzierung mit der Bank unterschrieben? Meist läuft dieser über beide Eigentümer, dann würde Person A natürlich auch für die Restschuld haften

Person A kann nicht erwarten, dass die Restschuld wegfällt.

Die Erben von Person B müssen die Schulden von Person B übernehmen oder auf das Erbe verzichten. Rosinen picken ist nicht möglich.

Also bleiben die Schulden von Person A bestehen. Im ungünstigsten Fall kommt die Wohnung  zur Zwangsversteigerung.

Grundbuchlich sind A und B gleichberechtigte Miteigentümer. Die rechtsnachfolgenden Erben der/s B können die offenbar im Innenverhältnis getroffenen Vereinbarung, wonach A keine Abzahlung leisten muss und im Gegenzug auf seine hälftigen fiktiven Mieteinnahmen verzichtet, widerrufen und fortan auf hälftige Kostentragung des A bestehen, da die Nutzung der/s B ja nunmehr entfällt.

Die Bank kann sich für die Hypothek auch allein und in voller Höhe an A wenden und die Wohnung bei Weigerung zwangsversteigern lassen. Den Rest des Erlöses bekämen dann die Erben der/s B.

G imager761


Hallo,

bei dieser Frage fehlt die Angabe, wie das Eigentum an der Wohnung und am Darlehn (nach Scheidung) geregelt wurde.

Da A Miteigentümer ist, gehört A die Hälfte der Wohnung, sofern nichts anderes vereinbart ist.

B ist gestorben, dessen Hälfte fällt an die Erben, sofern welche vorhanden sind. 

Wer das Erbe annimmt muß ggfs. auch die Schulden übernehmen. A und die Erben können sich jedoch einigen.

Da Beide im Grundbuch stehen/standen, wird nichts erlassen das heißt, entweder  den Rest bezahlen oder verkaufen.

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