Grüße... was für "Spezialfälle" gibt es da alles?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Skifahrer grüßen sich mit "Skiheil"; Bergleute mit "Glück auf"; Schornsteinfeger mit "Gut Ruß"

Aaaah, stimmt, die hatte ich glatt vergessen...

Aber andere Sportler unter sich müssten doch eigentlich auch was auf Lager haben... Kletterer wünschen sich doch bestimmt auch irgendwas, bevor sie in die Wand steigen... Bühnendarsteller, da fällt mir gerade das Toi-toi-toi ein... Hmmmmmm, da gibts bestimmt noch viel mehr!

0

Busfahrer heben die Hand zum Gruß. Ahoi sagt der Matrose. Bei Schiffen gibt es das Horn. Unter tage sagte man Glück auf.

Dankeschön! :-)

0

Verbal geäußerte Grüße sind zum Beispiel „Guten Tag!“, „Tag!“, „Hallo!“, „Grüß Gott!“, „Grüß dich!“ bzw. „Grüß Sie!“, „Grieß Eahna!“ im bairischen sowie „Grüezi!“, „Grüessech!“ (in Teilen der deutschsprachigen Schweiz), „Servus!“, „Salve!“, „Heil!“, „Ave!“, „Moin!“, „Ahoi!“ „Willkommen!“, „Mahlzeit!“, „Glück auf!“, „Gude!“, „Peace!“, „Salut!“, „High five“ oder „Hi!“. Auch das aus dem Italienischen stammende „Ciao!“ hat sich im deutschen Sprachbereich eingebürgert, ebenso wie das französische Adieu, wenn auch in anderer Bedeutung, nämlich fast ausschließlich als Abschiedsgruß, etwa wie Tschüss.

Ist der Gruß tageszeitabhängig (z.B. „Gute Nacht!“), spricht man von einem Tagesgruß. Im Lötschental und im Goms (Kanton Wallis, Schweiz) wechselt der Gruß gleich viermal: Von Frühmorgens bis etwa 8 Uhr gilt „Güätu Morgu!“, danach bis um Mittag „güät Tag wohl!“. Nach dem Mittagessen bis ca. 20 Uhr wird man mit „Güätu Aabu!“ begrüßt. Später gilt „Güät Nacht wohl!“

Manche Grüße gelten sowohl für die Begrüßung wie auch für die Verabschiedung, so kann „Guten Abend!“ lokal auch bedeuten, dass man dem Gegrüßten bei der Verabschiedung eine gute Nacht wünscht. Ein weiteres Beispiel ist in Bayern und Österreich „Servus!“, das sowohl für die Begrüßung als auch für die Verabschiedung gebraucht wird.

In Mittel- und Norddeutschland verbreitet (und sich zunehmend auf Süddeutschland ausdehnend) ist „Tschüss!“ oder „Adschüs!“, im Rheinland „Tschö!“.

In Norddeutschland einschließlich Berlin ist morgens ein schlichtes „Mojen!“, tagsüber „Tach!“ und zur Abendszeit „Abend!“ (oder auch „'n Abend!“ für „einen schönen guten Abend!“) gebräuchlich. Die standarddeutschen („hochdeutschen“) Begrüßungsformeln finden allerdings auch hier immer breitere Anwendung.

In Friesland und weiteren norddeutschen Gebieten ist „moin!“ oder auch in der verdoppelten Form: „moin-moin!“ eine den ganzen Tag über gültige Begrüßungsformel (möglicherweise eine Kurzform von friesisch „moi morn!“ - wörtlich übersetzt: „schönen Tag!“).

In der Schweiz, Österreich und in Altbayern gibt es die Gruß-Formel „bhüeti!“ oder „bhüeti Gott!“ („behüte dich Gott!“), in Österreich und Altbayern "pfüet di!", "pfiat di!" oder "pfiat di Gott!" ausgesprochen. Parallel dazu auch „pfiat ina (Got)!“ („behüte Sie Gott!“), und „pfiat eich (Got)!“ bzw. „pfiat enk (Got)!“ („behüte euch Gott!“). Sonderformen [Bearbeiten]

Als weitere Grußformen haben sich u. a. entwickelt:

als (beispielsweise kirchlichen) Segensgruß die ausgebreiteten nach vorn gestreckten Arme das Victory-Zeichen, gebildet durch den abgespreizten Zeige- und Mittelfinger. Es wurde durch Winston Churchill populär und zum Markenzeichen seines Siegeswillens im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland. die demonstrativ zum Kampfesgruß erhobene geballte Faust der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Nach ihrer Spaltung in Kommunisten und Sozialdemokraten haben – so wird überliefert – die Kommunisten mit der rechten, die Sozialdemokraten mit der linken Faust gegrüßt. Für Anfang der 1930er ist eine Unterscheidung belegt, wonach die Kommunisten den Arm im rechten Winkel hielten mit der Faust in Kopfhöhe, während Sozialdemokraten den Arm durchstreckten. Noch in den 1980ern trugen mehrere sozialdemokratische Parteien die Faust mit Rose als Symbol (beispielsweise die französischen Sozialisten bzw. die Jungsozialisten). Dieses Symbol wird auch heute noch von der Sozialistischen Internationale und sozialistischen Jugendorganisationen wie den Jusos in der SPD genutzt. Buchdrucker, Schriftsetzer, Lithographen und andere „Jünger der Schwarzen Kunst“ grüßten und grüßen sich bis in die Gegenwart sowohl mündlich als auch schriftlich mit dem Buchdruckergruß „Gott grüß die Kunst“, auf den „Gott grüße sie“ erwidert werden sollte. Beachtenswert ist, dass im Gegengruß das „sie“ klein geschrieben wird, denn es bezieht sich auf die Kunst, nicht auf den Grüßenden. Erstmals gedruckt wurde der einleitende Buchdruckergruß 1740 erwähnt.[2] Den Hitlergruß oder „Deutschen Gruß“ entlehnten die Nationalsozialisten dem Gruß des Faschisten Benito Mussolini, welcher wiederum seinen Gruß dem saluto romano entlehnte. Schmiedegesellen auf der Walz werden bei Betreten der Schmiede und beim Fragen um Arbeit mit „Katzenkopf?“ begrüßt. Die richtige Antwort des Gesellen („Stück davon!“) entscheidet dann, ob er ein wirklicher Zunftgeselle oder ein ‚windiger Bruder‘ ist, also über Aufnahme oder Abweisung.[3] Beim Gruß der Pfadfinder werden die drei mittleren Finger der Hand gestreckt, während der Daumen über dem kleinen Finger liegt. (Wiki)

Weiter bei Wiki:

Windsurfer (später auch Wellenreiter) grüßen sich mit ausgestrecktem Daumen und kleinem Finger („Hang Loose“) Rocker und Metal-Fans grüßen sich oft mit der Mano cornuta. Trekkies grüßen einander gern mit dem fiktiven vulkanischen Gruß: Die rechte Hand wird erhoben, die Innenfläche nach vorn, die Finger zwischen Mittel- und Ringfinger gespreizt. Der Nasengruß (Māori: Hongi) in Neuseeland ist eine traditionelle Begrüßung, bei der sich die Nasenspitzen der Personen berühren. In den östlichen Kulturen (Japan, Korea) ist die einfache Verneigung üblich, wobei zahlreiche regionale Varianten auftreten. Die Japaner legen die Hände auf die Vorderseite der Oberschenkel. In Korea werden die Hände an die Seiten gepresst oder nach hinten gekreuzt. In vielen südostasiatischen Ländern (z. B. in Indien – zusammen mit dem Wort Namaste – Sri Lanka, Thailand) ist die Begrüßung und Verabschiedung durch das senkrechte Nebeneinanderlegen der Handflächen üblich (Wai). Der arabisch gesprochene Friedensgruß salām wird von einer leichten Verneigung begleitet, wobei die rechte Handfläche auf die Stirn gelegt wird. In einigen Gesellschaften umarmen und küssen auch Männer einander, solche Gesten zeigen jedoch einen gewissen Grad der Intimität und werden nicht mit Fremden ausgetauscht. Alle diese Gesten werden ergänzt oder vollständig ersetzt durch den Händedruck in Bereichen, wo Begegnungen mit Vertretern des Westens erfolgen.

Hier noch mehr:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gru%C3%9F

0
@CarisAdnavi

Hui... viel zu lesen :-) Danke dafür. Wobei es sich hier ja meist um regionale Grüße handelt... mal weiterstöbern, was da noch für mich zu finden ist...

0

Was möchtest Du wissen?