"Gründe" von Antimsemitismus?

...komplette Frage anzeigen

15 Antworten

Der begriff antisemitismus ist im heutigen sprachgebrauch gleichbedeutend mit judenhass, aber man muss dazu sagen, dass auch araber semiten sind, daher ist judenhass oder antijudaismus als begriff preziser! Naja gründe gibt es viele, nur keine echten! In der antike wurden juden gehasst, weil es üblich war, dass völker die ein anderes volk besiegen diesen auch ihre götter mit aufzwangen, dadurch sollte der herrschaftsanspruch von dem einen volk über dem anderen legitimiert werden, juden lehnten fremde götter jedoch immer ab, was für damalige herrscher eine gefahr war. Eine andere form des judenhasses ist die religiös bedingte, so sind juden ja angebliche gottesmörder und haben jesus auf dem gewissen oder haben durch die ablehnung von jesus ihre auserwähltheit verloren und seien somit von gott verflucht worden! Aufgrund dieser religiösen ablehnung wurden juden aus der gesellschaft ausgegrenzt, man dichtete ihnen alle möglichen sachen an, zb seien sie für seuchen verantwortlich, oder würden brunnen vergiften! Dann gibt es den rassistisch motivierten judenhass, die juden werden dabei als eine minderwertige rasse angesehen, die sich zur aufgabe gemacht hat, andere rassen durch geldgeschäfte zu unterjochen! Juden wurden früher berufe überlassen, die als unchristlich galten, zb berufe im kreditwesen, so kommt dieses vorurteil zustande! Die nazis dichteten juden die beteiligung an dem versailler vertrag an, damit es deutschland besonders hart treffe, was natürlich quatsch ist und sie griffen auch alte verschwöru gstheorien auf, sowie erfanden neue, besonders ausgeprägt war die ablehnung der jüdischen rasse! Es gibt noch den arabischen judenhass, der judenhass unter den arabern ist das nachwirken der ns propaganda, denn die nazis wollten erreichen, dass die araber sich gegen die briten auflehnen und verhindern, dass juden in diese gebiete fliehen können, so brachten sie teils über radiosendungen ihre propaganda in den nahen osten und teils finanzierten sie juden und britenfeindlichen islamismus, die nazis sind jetzt vllt weg und die ganze welt schloss mit ihnen ab, jedoch nicht im nahen osten, wo ihr erbe weiter wuchs und aufblühte! Selbstverständlich sind diese verschwörungstheorien nichts als käse, auch wird judenhass oft als antizionismus getarnt, ist in wirklichkeit aber nichts anderes, sei also auf der hut! Ich selbst bin jude und wurde viel mit arabischem judenhass konfrontiert, etwas weniger mit religiösem und offt wurde mir von idioten gesagt, ich sei ein guter jude, aber die anderen sein "irgend eine Verschwörungstheorie an dieser stelle"... Bla bla bla... Lass dich nicht von menschen ködern, die einfache lösungen für hoch komplexe sachen anbieten! Lg

Der begriff antisemitismus ist im heutigen sprachgebrauch gleichbedeutend mit judenhass, aber man muss dazu sagen, dass auch araber semiten sind,

Das ist irrelevant, dass Araber auch Semiten sind.

Mit "Antisemitismus" ist ein Judenhassen gemeint, dem man sich durch Religionswechsel nicht entziehen kann, d.h. der sich nicht auf das Judentum als Religion sondern auf das jüdische Volk als "Ethnie" bezieht.

Dass das Wort "Semit" daran vorkommt, ist völlig irrelevant, wie es auch irrelevant ist, dass in "Autobus" die lateinische Dativ-Plural-Endung "Bus" vorkommt...

1

Historische Gründe sind beim Aufkommen des Christentums, als separierte Sekte aus dem Judentum, zu finden und der damit verbundenen Ablehnung des Judentums, dass Jesus Christus der prophezeite Messias wäre. Somit haben die nicht "konvertierten" Juden die Heillung der Welt, für die Jesus am Kreuz gestorben sei, nicht gefördert.

Aus den Gründen wurden sie von der späteren, christlichen Mehrheit unterdrückt und abgeweret und durften daher keine handwerklichen Berufe erlenen, waren also gezwungen auf kaufmännische Berufe auszuweichen, was bei einigen wenigen evtl. zu großem Reichtum geführt hat, welcher beim aufkommenden Bank- und Kreditwesen natürlich ein Vorteil war.

Der Rest ist Propaganda, Schuldzuweisung, Rassismus, Nationalismus und Dummheit.

Stimmt.

In Europa war Judenhass vor allem auf die Bemühungen der Christen zurückzuführen, diesen Hass zu fördern oder die Juden zur Taufe zu zwingen oder "judenfreie" Zonen zu schaffen... (da haben die Nazis an sich auch nichts neues erfunden...

1

Mit dem Antisemitismus ist es das gleiche wie mit Ausländerhaß:

Die eigenen Schwächen und Fehler werden auf "fremde" Gruppen projiziert. Das ist immer eine der Haupttriebfedern (neben einer allgemeinen Angst vor dem "Fremden", was aktuell wohl beim Antisemitismus nicht so stark ins Gewicht fällt). "Hass" von Minderheiten gibt einem das Gefühl, was Besseres zu sein.

Aktuell kann man einiges an der Politik Israels kritisieren. Da wird dann Kritik mit Religion in einen Topf geworfen.

Vor allem in Krisenzeiten eigenen sich Minderheiten als "Sündenböcke". Die Juden, die ihren Glauben und ihre Traditionen stark lebten, eigneten sich dafür besonders. 

Besonders paradox, das Christentum, eine jüdische Sekte, warf den Juden vor , Jesus Christus (Jahrhundert nach dessen Tod),getötet zu haben. Dabei ist Jesus als Jude geboren, lebte als Jude und stark als Jude. Die Mörder waren die Römer. Paradox ist der Vorwurf auch deshalb, weil die Christen eigentlich den Juden danken müssten, wenn sie ihn tatsächlich getötet hätten. Denn die Rettung, durch Jesus, den Sohn Gottes, kann ja man ja nach christlichem Verständnis nur durch dessen Tod erlangen. 

Durch den Zwang der Christen, war es den Juden im Mittelalter nicht erlaubt, alle Berufe zu ergreifen. Ein Beruf, den sie ausüben mussten, war der Handel mit Geld. Die Fertigkeit behielten  bis heute. Auch wenn in allen Zeiten arme und reiche Juden gegeben hat, so blieb doch der Neid auf reiche Juden. Wenn reiche Christen durch unsaubere Geschäfte zu Gewinn kamen, dann war das in der Regel eine Randnotiz wert, waren es Juden so blieb es in den Köpfen haften.

Die Nazis hatten eine unglaublich raffinierte Art, den Menschen ein negatives Bild der Juden zu vermitteln. Durch die Zeitungen, in der Schule, durch die Reden der Nazi-Größen, durch Plakate und Ausstellungen machte man auf perfide Art Stimmung gegen diese Menschengruppe. Noch heute wirkt diese Propaganda. 

Die Ueberlebenden des Holocaust in Europa mussten ihre Heimat wollten oder mussten ihre Heimat verlassen. Die Weltgemeinschaft hatte für sie als Zuflucht ihre ehemalige Heimat im Nahen Osten auserwählt. Da gab es am wenigsten Proteste dagegen. Durch diverse Kriegshandlungen, wobei in der Regel nicht die Juden damit begannen, wurden Ortsansässige Leute, die Palästinenser, zu Flüchtlingen. 

Zuerst war Europa für Israel, den jüdischen Staat eingestellt. Seit einigen Jahren berichteten die Medien immer kritischer über die jüdische Regierung und das hat zu einem Meinungswechsel geführt. 

Für die Muslime und die Christen sind die Juden eine Konkurrenz um die Heiligtümer im Nahen Osten (vor allem Jerusalem). Reiche arabische Staaten finanzieren die Waffen den Palästinenser. So bleibt die Gegend ein ständiger Unruheherd. Die USA unterstützen meist Israel und drücken vor allem beim Siedlungsbau in der Westbank ein Auge zu. Damit werden Juden und Palästinenser zu einem Spielball in den Strategien der Großmächte, der arabischen Staaten und des Westens. 

Der Judenhass ist sehr alt. 

Er führt auf die gesellschaftlichen Vorteile der Juden zurück, die es schon im Mittelalter gab.

Juden waren oft gebildet und/oder beherrschten ein nützliches Handwerk. Sie waren außerdem sehr geschickt im Handeln, weshalb viele den einen oder anderen bescheidenen Reichtum aufbauen konnten. Das sorgte bei der restlichen, oft einfachen, recht wenig gebildeten Bevölkerung schon mal für eine ordentliche Portion Neid.

Zweiter Punkt: Den Christen war es meist von weltlicher und kirchlicher Macht verboten, mit Geld zu handeln (Bankwesen). Die Juden hatten damit kein Problem. Sie gründeten Banken, verliehen Geld und nahmen Zinsen ein. Der ein oder andere hatte so schon einen Berg Schulden bei solch einer Bank. Doch einem Verbrecher, Verzriebenem oder gar einem Toten schuldet man nichts.

Dieser Neid und Hass ballte sich zusammen, anfangs zu Gerüchten und übler Nachrede: Juden würden klauen, rauben, betrügen und wären ja auch sonst in jeglicher Art missgünstig und habgierig.

Irgendwann war eine Stimmung dann so aufgeheizt, dass es zum fatalen Umsturz kam: Juden bekamen Rechte abgesprochen (allein schon aufgrund ihrer Religion), mussten in Ghettos wohnen, durften keine Christen heiraten usw. usw. Die immense Abneigung entlud sich dann, wenn etwas Schlechtes passiert war, auf die Juden. Man hatte jetzt einen Feind, für den man alles verantwortlich machen konnte. So wurden die Juden auch für die Pest schuldig gemacht.

Dann kam es meist zur Eskalation: Lynchmord, Judenverbrennungen, Vertreibungen, Hetzjagden.

Doch auch in Friedenszeiten hielt siche der Judenhass wie eine gärende Wunde.

Im Hitler-Regime wurde die alte Sache bloß wieder aufgewärmt und in schreckliche Dimensionen aufgebläht.

Gruß

JM

Er führt auf die gesellschaftlichen Vorteile der Juden zurück, die es schon im Mittelalter gab.

Das glaube ich eher nicht, dass das der Hauptgrund war, zumal auch arme Juden immer wieder der Verfolgung ausgesetzt waren.

Der Grund in Europa war, dass die Christen seit über 1'000 Jahren konsequent gegen Juden hetzen, weil es sie aus theologischen Gründen stört, dass Juden keine Christen sind...

0
@Zynamit

Natürlich waren nicht alle Juden reich bzw. gebildet. Bloß hat sich natürlich der Hass nicht ausschließlich auf bestimmte Juden gerichtet, sondern auf die gesamte Bevölkerungsgruppe.

Die Religion hatte natürlich auch großen Einfluss.

0
@JustusMorgan

Ich glaube, die Verzerrung der Wahrnehmung ist die Folgende: es gibt einzelne Juden, die sehr erfolgreich oder sehr reich oder sehr intelligent sind.

Die Leute ziehen daraus einen verkehrten Rückschluss auf die Allgemeinheit der Juden: Weil die einzigen Juden, von denen sie hören Rothschild oder Einstein oder Zuckerberg sind, prägt das ihr Bild am vordringlichsten, so wie wir jetzt Dänemark mit "Dogma-Filmen" assoziieren, dabei sind keineswegs alle dänischen Filme Dogma-Filme, und vielleicht ist "Dogma" in Dänemark sogar weniger bekannt als bei uns...

0

oder beherrschten ein nützliches Handwerk.

sie durften gar kein Handwerk ausüben und auch keine Bauern sein.

0
@Dahika

sie durften gar kein Handwerk ausüben und auch keine Bauern sein.

Kommt darauf an wann und wo. Das war nicht allgemein so...

Es gab und gibt jüdische Bauern... in jeder Epoche der Geschichte...

Wenn man das in der Schule so lernt, dann ist es falsch, jedenfalls zu ungenau...

Ueberhaupt scheint die Schule in ihrem Unterricht viele allzu verallgemeinernde Unwahrheiten herauszuposaunen, besonders im Zusammenhang mit dem Judentum...

0

"Antisemitismus" ist mehr ein zum Unwort verkommener Begriff.

Semiten sind semitische Volksstämme und deren Nachkommen. Unter diesen gibt es diverse Glaubensrichtungen, die teilweise friedlich sind, die sich teilweise aber auch gegenseitig bis auf's Blut hassen und bekämpfen.

Unter diesen Menschen gibt es Juden, Moslem, Christen und auch noch eine weitere Glaubenrichtungen. Es gibt z. B. auch viele Juden, die Moslems hassen, und es gibt viele Moslems, die Juden hassen. Es gibt also Semiten, die andere Semiten hassen.

Will man diese Erscheinungsform mit "Antisemitismus" gleichsetzen, dann würde das zwangsläufig auch einen Selbsthaß der Semiten ausdrücken, was so sicher nicht zutrifft. Das alles berücksichtigt mit Blick auf das, was in Randbereichen auch in Deutschland abgeht, ist "Antisemitismus" dann immer der falsche Begriff.

Übrig bleibt da nur, daß bestimmte Religionen von einigen gehaßt werden.

Wenn du nicht verstehst, was der Hintergrund bzgl. der Juden ist, dann ist das nachvollziehbar. Unsinn entzieht sich nun einmal der Logik.

Du findest in jeder Religion auch solche, die andere Glaubensrichtungen penetrant hassen, und findet sich irgendwo ein entsprechendes Ventil, dann kommt es auch zu Gewalttaten.

Wenn man aber schon nach Hintergründen sucht, dann zeigt sich vorrangig, daß es geschichtlich schon immer vorrangig einen Streit darüber gab, welche von zwei Schwachsinnsideen die "alleinseligmachende Wahrheit" sein soll.

Wenn aber beide Kontrahenten ihren eigenen Schwachsinn nicht wahrnehmen, dafür aber umso schärfer den Schwachsinn des Gegners, dann hast du die gesuchte Haupterklärung auf dem Silbertablett vor dir.

Wenn du zusätzlich noch das Treiben diverser Schwachmaten mit berücksichtigst, die niemals aufhören, mit Sprechblasen die Welt erklären zu wollen und gleichzeitig auch noch den Spagat schaffen wollen, stets in das jeweils aktuelle größte A*loch zu kriechen, weil das die Profite sichert, dann liegst du mit den sich daraus ergebenden Schlußfolgerungen vielleicht auch noch nicht ganz richtig, aber du bist dann zumindest viel näher an der Wahrheit als viele andere.

"Antisemitismus" ist ein Begriff, den die Antisemiten erfunden haben, als Euphemismus für "Judenhass", bzw. um ihren Judenhass auch auf getaufte Juden auszuweiten...

Hat im Prinzip mit "Semiten" nichts zu tun, bzw. die einzigen Semiten, die da gemeint sind, sind die Juden. Die waren übrigens in dieser Zeit auch so ziemlich die einzigen "Semiten", die in der Region des "Antisemitismus" (Europa) angesiedelt waren...

1
@Zynamit

Lange bevor man in Europa überhaupt etwas von Semiten wußte, haben diese sich bereits in ihrer Heimat gegenseitig bekämpft.

Judentum (wie auch viele andere Religionen) hat es an sich, in sich in erheblichen Teilen isoliert zu bleiben (sich von vielem selbst fernhalten und auch vieles Externe nicht an sich heranlassen). Das verstärkt Fremdartigkeitsgefühle, die ihrerseits auch Teil der Erklärungen sind.

0
@Dxmklvw

Ich glaube nicht, dass "Isolationismus" das Hauptproblem war, da mit in den verschiedensten Gesellschaften ganz locker mit verschiedenen Bevölkerungsgruppen umgehen kann.

Da projizierst du jetzt wahrscheinlich Ideen der Aufklärung auf ein Zeitalter vor der Aufklärung.

Grundsätzlich hatte man vor der Zeit der Aufklärung kein Problem damit, dass verschiedene Völker verschieden leben, auch wenn sie sehr kleinräumig zusammen oder sogar durchmischt leben...

Das Christentum als Haupttriebfeder des Antisemitismus in Europa hatte aber immer ein Problem damit, dass das Judentum existiert, weil ihrer Meinung nach die Existenz des Judentums im Prinzip die Wahrhaftigkeit des Christentums in Frage stellt...

0
@Zynamit

"Das Christentum als Haupttriebfeder des Antisemitismus in Europa hatte aber immer ein Problem damit, dass das Judentum existiert, weil ihrer Meinung nach die Existenz des Judentums im Prinzip die Wahrhaftigkeit des Christentums in Frage stellt..."

Ich sehe da mehr, daß oftmals Ursache und Wirkung verwechselt wird und/oder daß Ursachen falsch zugeordnet werden.

Deshalb berücksichtige ich mit, daß es nicht nur Ursachen für ein Antijudentum gibt, sondern auch eine Ursache dafür, daß da ein "Antisemitismus" so definiert wird, wie es zum erheblichen Teil getan wird.

Doch es würde zu weit führen, jetzt auch noch ellenlang über solche Gruppen zu diskutieren, die zweckgerichtet ein sehr starkes Interesse daran haben, daß der Begrif "Antisemitismus" verwendet wird und daß unbedingt das darunter verstanden werden soll, was sprechblasenartig immer wieder von diesen Kreisen gepredigt wird.

0
@Zynamit

Ich habe mit meiner Antwort verdeutlicht, daß ich die Dinge anders sehe als du. Solltest du damit nicht klar kommen, dann ist das dein Problem und nicht meins.

0
@Dxmklvw

Interessant, dass gerade die Leute, die auf die dümmsten, unrealistischsten Verschwörungstheorien unkritisch hereinfallen oft die sind, die von sich selber denken, dass sie am besten "kritisch denken" können...

Ich weiss nicht, woran das liegt...

Manipulation von den Verschwörungstheoretikern? Faulheit, die Sachen selber zu überprüfen? Dummheit? Mangelnde Bildung und daher mangelndes Gefühl dafür, was realistisch ist und was nicht? Mangelndes Hintergrundwissen? Trägheit, sich dieses Hintergrundwissen anzueignen? Snobismus, weil man so sicher ist, dass man recht hat und einer "Elite" angehört, genau wie damals die Nazis?

1
@Loqel

Ich meine, einiges davon läßt sich mit Bahnstrecken vergleichen:

Ein Lokführer, der von Berlin nach Köln fährt, ist von der Richtigkeit seiner Zwischenbahnhöfe ebenso fest überzeugt wie ein anderer, der von München nach Köln fährt. Doch daneben gibt es möglicherweise auch mal einen Lokführer, der Paris für die Hauptstadt von China hält und dann auch bzgl. seiner Überzeugung von der "richtigen Strecke" für weniger glaubwürdig gehalten wird.

Doch der Vergleich hinkt ein wenig, denn Glauben kommt ohne Vernunft aus, auch wenn Vernunft gelegentlich zunächst auf Glauben angewiesen ist, der dann aber ganz anders beschaffen ist als religiös-dogmatisches Denken.

0
@Dxmklvw

Dass die Bahnhöfe zwischen München und Köln anders sind als die zwischen Berlin und Köln lässt sich leicht in der Realität überprüfen, und nach Gesprächen kann man auch leicht herausfinden, dass man über zwei verschiedene Strecken redet, daher die Differenzen, und dass somit beide recht haben...

Der, der glaubt dass Paris die Hauptstadt von China ist, ist aber eindeutig falsch gewickelt...

1
@Loqel

"Der, der glaubt dass Paris die Hauptstadt von China ist, ist aber eindeutig falsch gewickelt..."

Das Problem liegt ja nicht darin, daß du, ich oder sonstwer es erkennt, sondern es tritt dann auf, wenn ein solcher "Lokführer" nicht wahrhaben will, daß er sich irrt.

0
@Dxmklvw

Was genau hast du eigentlich damit gemeint? Das klingt etwas kryptisch. Und worauf bezieht sich "solche Gruppen" und "diese Kreise"?

Doch es würde zu weit führen, jetzt auch noch ellenlang über solche Gruppen zu diskutieren, die zweckgerichtet ein sehr starkes Interesse daran haben, daß der Begrif "Antisemitismus" verwendet wird und daß unbedingt das darunter verstanden werden soll, was sprechblasenartig immer wieder von diesen Kreisen gepredigt wird.

0
@Loqel

Hinterfrage einfach mal ganz sachlich Teile der aktuellen israelischen Politik oder Teile jüdischen Brauchtums oder versuche, manches Verhalten palästinensicher Gruppen objektiv zu durchleuchten usw., und du wirst mit großer Wahrscheinlichkeit sehr schnell herausfinden, was da alles ganz schnell als angeblich antisemitisch oder auch als einseitig prosemitisch ausgelegt wird bzw. auch an den Haaren herbeigezogen wird.

Ich selbst ziehe es vor, solche Streitdiskussionen möglichst zu meiden.

0
@Dxmklvw

Hinterfrage einfach mal ganz sachlich Teile der aktuellen israelischen Politik oder Teile jüdischen Brauchtums

Kläre mich auf...

0
@Loqel

Ich kann nicht für dich denken. Das mußt du schon selbst tun.

0
@Dxmklvw

Auf welche "teile des jüdischen Brauchtums" beziehst du dich? Und was denkst du darüber?

0
@Loqel

Ich selbst ziehe es vor, solche Streitdiskussionen möglichst zu meiden.

0
@Dxmklvw

Zählst du vielleicht auch zu den Verschwörungstheoretikern, die sich für besonders "selbständig denkend" halten?

0
@Loqel

Nein. Ich bin einer von denen, die etwas gegen Trolle haben.

0

Antisemitismus ist fest im christlichen Glauben verwurzelt und damit eine latente Begleiterscheinung vor allem des Christentums.

Denen boten sich Juden als "Christusmörder" als idealtypischer Sündenbock und beliebig mit Gift und Galle füllbare Projektionsfläche der Ursachenerklärung für alles möglich Negative an.

Ferner waren Juden natürlich unmittelbare Konkurrenten um das Buhlen nach Rechtgläubigkeit beim eigentlich ja gemeinsam angebeteten Gott.

Und da Juden Geldgeschäfte tätigen durften, die für Christen als unschicklich galten, brachte es erhebliche pekuniäre Vorteile für viele, gelegentlich in einem Pogrom mit den Juden eben auch die Gläubiger abzuschlachten.

Während in der aufgeklärten, modernen Wissenschaft Nichtübereinstimmung als Quelle von Wissensfortschritt angesehen wird, wird in prämodernen, "urfaschistischen" Denkformen Nichtübereinstimmung immer zum "Verrat" hochgejazzt. Im christlich dominierten europäischen Mittelalter war eben der jüdische Glauben der unmittelbarste und präsenteste Ausdruck von Nichtübereinstimmung und folglich von "Verrat", zu dem sich dann eben auch noch die eine oder andere Häresie gesellte.

Von der Inakzeptanz gegenüber der Nichtübereinstimmung ist es ohne Toleranzgebot dann nur noch ein kleiner Schritt, sich kollektiv gegen "Verräter", "Eindringlinge" - allgemein: Störenfriede der Uniformität - zu wenden. 

Auch bei den Flüchtlingen erleben wir ja, dass der erste Apell politisch rechtsextremer Bewegungen sich immer gegen "artfremde Eindringlinge" richtet...

Das waren über Jahrhunderte halt "die Juden". 

Hauptsächlich wurde der Antisemitismus nach dem 1. Weltkrieg populär. Es gab Gerüchte, dass die Juden den Kriegsdienst verweigert hätten und auch die antijüdische Version der "Dolchstoßlegende". Die Juden waren dann auch politisch sehr in der Weimarer Republik engagiert, die ja scheiterte, weshalb den Juden auch die Schuld für den Untergang der demokratischen Verfassung gegeben wurde. - Schlicht und einfach suchte man Sündenböcke! Die "Juden" wurden dann auch schnell verallgemeinert und man brachte sie mit osteuropäischen Juden in Verbindung, die nach Deutschland flohen und so eine andere Kultur und Sprache hatten. Dann natürlich die Geschehnisse des 2. WK...

Empirisch alles falsch und ahnungslos. :-)

Antisemitismus war insbesondere im 19. Jahrhundert weit verbreitet und gehörte zum gutbürgerlichen Tonfall wie die Luft zum Atmen.

Antimesitismus wurde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts erstmal von Bismarcks Partei zu einer programmatischen Forderung in ihrem Parteiprogramm erhoben.

Die Nazis brauchten also in Gestalt der Juden gar nicht erst einen Sündenbock aufzubauen - sie mussten vielmehr auch antisemitisch agieren, um unter den rechtsextremen Organisationen überhaupt für voll genommen zu werden!

1
@atzef

Die Richtung stimmt, die Fakten im einzelnen wohl eher nicht.

Was wäre denn "Bismarcks Partei"?

Er wurde von mindestens zwei größeren Parteien und verschiedenen
Einzelabgeordneten gestützt. Er selbst war nicht Parteimitglied.

Falls du an die Deutschkonservativen gedacht haben solltest:
Die haben 1892 den Kampf gegen den "zersetzenden jüdischen Einfluss" in der Tat in ihr Tivoli-Programm aufgenommen. Da war Bismarck aber schon nicht mehr Kanzler; den antisemitischen Hofprediger Stoecker, der in dieser Partei erheblichen Einfluss hatte, hatte er zuvor noch aus dem Amt gedrängt.

Programmatischen Antisemitismus gab es schon vor 1892.
Schließlich wurde die Antisemiten-Liga 1879 gegründet.

0

Hey- ich kann dir mal die Gründe nennen wieso Hitler die Juden hasste! Juden waren schon früher erfolgreich. Sie waren sehr gute Künstler und Geschäftsführer! Viele Jüdische Menschen waren Professoren, Ärzte und Politiker. Hitler hatte Angst gehabt, dass sie den Deutschen ,,die Show stehlen" und da er selber Künstler war, und keiner seine Bilder gekauft hat, nahm er an, dass es an den Juden lag. Daraufhin hat er unzählige Anhänger gefunden, die seiner Meinung waren. Und nach dem Holocaust kam der Antisemitismus wieder zurück. Und heute gibt es wieder unzählige Menschen die dass glauben und auf die Straßen gehen und randalieren und sogar Menschen, die jüdischer Abstammung sind, töten. Mfg

Deine Interpretation stimmt nicht mit dem überein, was man historisch gesichert über die Sache weiss...

0

In letzter Zeit, lese ich viele Kommentare, dass Juden das schlimmste Volk von allen seien. Sie würden alles kontrollieren, Kriege herbeiführen, unschuldige Töten etc.

Das stimmt nicht. Judentum ist eine friedfertige Religion, wo Nächstenliebe, Mitleid mit anderen und Grosszügigkeit (Spenden, Gastfreundschaft) gross geschrieben werden.

Bei den Deutschen von 1933 bis 1945 war das nicht der Fall. Die waren raffgierig, sie haben erst die Juden im eigenen Land geplündert, dann nach und nach mehr Länder in Europa annektiert und geplündert: Österreich, Sudetenland, Polen, Dänemark, Norwegen, Belgien, Holland, Luxemburg, Frankreich, Jugoslawien, Griechenland, Balten, Weissrussland, Ukraine, Russland...

All diese Länder wurden von den gierigen Deutschen systematisch ausgeplündert, weil die Deutschen eben mit ihrem eigenen Geld nicht haushalten konnten und ständig kurz vor der Staatspleite stande.

Die Deutschen von 1933 bis 1945 zeichneten sich auch durch eine besondere Grausamkeit aus, indem sie z.B. systematisch unschuldige Männer, Frauen und Kinder ermordeten. Opfer wurden teilweise bei lebendigem Leib verbrannt, kleine Kinder mit dem Kopf gegen eine Wand oder auf den Boden geworfen, oder in die Luft geworfen und erschossen, zum Amüsement der SS...

Bei Erschiessungen wurden die Opfer vorher gezwungen, sich auszuziehen. Das ist nicht nur extrem demütigend, sie wurden auch im Winter bei -20° gezwungen, sich auszuziehen... Warum? Weil die gierigen Deutschen die Kleider der Ermordeten für sich behalten wollten.

Bevor die Opfer der Massenerschiessungen (bis zu 20'000 an einem Tag an einem Ort) sich auszogen, gingen deutsche Soldaten (SS-Männer) durch die Reihen und sammelten sämtliche Wertgegenstände ein.

Den Toten liessen die Deutschen dann, nachdem sie sie ermordet hatten, noch die Goldzähne ziehen, um diese auch noch zu verwerten.

In den Mord-Lagern wie Ausschwitz sammelten sich so in kürzester Zeit Reichtümer an: Haufen von Schuhen, Haaren (zur Wiederverwertung z.B. bei Filz), Kleidern, Gold, Geld, Edelsteine. Schliesslich ermordeten die Deutschen dort 10'000, manchmal sogar 20'000 Menschen pro Tag, da kommt schon einiges zusammen.

Grausam waren die Deutschen auch insofern, als sie keine Gnade kannten: niemand wurde von der Mordmaschinerie ausgenommen, keine Kinder, keine Frauen, keine Schwangeren, auch viele Leute, die hätten nützlich sein können nicht...

Also wenn du mich fragst, ob es ein Volk in der Welt gibt, das man als grausam bezeichnen kann, dann würde ich aufgrund der Realität des 20. jahrhunderts sagen: das deutsche...

Du bist meine Frage komplett aus dem Weg gegangen. Danke für garnichts.

0
@Woischderball

Juden leben seit ca. 2'000 auf die verschiedensten Länder der Welt verstreut, ohne Waffen, als Minderheit, sie können sich nicht wehren.

Sie wollen friedlich ihre Religion ausleben.

Die Merkmale eines Juden sind laut Talmud: "Schüchtern/schamhaft, grosszügig/hilfsbereit, mitleidig/empathisch", und das ist auch tatsächlich so.

Das Judentum zeichnet sich durch besondere Gastfreundschaft, Grosszügigkeit und durch besonderes Mitgefühl aus, und auch durch eine gewisse Resilienz, die vielleicht genau in diesen Faktoren der Religion angelegt ist.

Als Minderheit wurden die Juden oft verfolgt, aus verschiedenen Gründen, die aber immer letztlich auf Gier und Mordlust der Verfolger zurückzuführen sind.

Das zeigt das Beispiel von den Deutschen 1933 bis 1945 am deutlichsten, aber es war auch 1492 in Spanien so, oder zur Zeit der Kreuzzüge in Deutschland, oder bei den viel selteneren Fällen, wo Juden in islamischen Ländern verfolgt wurden, etc.

Wichtig ist einfach, dass du eines verstehst: du kannst alles lesen, was die deutsche Propaganda 1933-45 über Juden erzählt hat, und einfach "Juden" durch "Deutsche" ersetzen, dann stimmt es in etwa. Damit will ich sagen: die Deutschen haben einfach ihre eigenen schlechten Eigenschaften auf die Juden projiziert, und so ziemlich alles, dessen sie die Juden beschuldigt haben, haben die Juden zwar nicht gemacht, die Deutschen aber sehr wohl. Insbesondere die Attribute "grausam" und "gierig" sind vorbehaltslos auf die Deutschen von damals anzuwenden.

0

Dein Beitrag stimmt hinten und vorne nicht. Er ist pure antideutsche Nachkriegspropaganda. Schon die Behauptung "die Deutschen haben das und das gemacht..." ist reine Geschichtsfälschung. Das waren hitlerhörige SS-Männer, die Verbrechen an den Juden begingen. "Die Deutschen" wollten doch so 'was Verbrecherisches und Mörderisches nicht, die allermeisten
wussten davon nichts, und wenn sie dieses monströse Ausmaß gewusst hätten, was hätten sie tun können? Nichts! Bei der alles genau kontrollierenden und ausspähenden Hitlerdiktatur mussten sie "ihr Maul halten", andernfalls hätten sie (d.h. einzelne Tapfere) das Schicksal mit den Juden teilen müssen.

Dann: die Juden waren ja so lieb und friedfertig und gastfreundlich und und und... 

Hör mal, du willst wohl gutgläubige Menschen für dumm verkaufen!? Warum sind denn Juden durch die Jahrhunderte in allen Teilen Europas immer wieder verfolgt worden? Weil sie lieb und gut waren? Und die anderen, insbesondere die bösen Deutschen, waren abgrundtief schlecht, grausam und mörderisch, weil sie dauernd über das friedliebende jüdische Volk herfielen? Das glaubst du doch selbst nicht!

Die Juden sollten sich einmal mit der seriösen antisemitischen Literatur kritisch und selbstkritisch auseinandersetzen (die gibt es nämlich auch); die Vorwürfe, die dort gegen die Juden (teilweise sachlich) erhoben werden, können ja nicht alle dumm, idiotisch und verlogen sein. Unter dieser Voraussetzung könnten die Juden gewisse Verhaltensweisen bei sich eventuell abstellen; schon könnten sie mit den „Wirtsvölkern“ in besserer Harmonie leben.

Aber nein, die Schwarz-Weiß- Darstellung ist einfacher und
angenehmer, nach dem holzschnittartigen Muster: die bösen Antisemiten und die guten, arglosen Juden! Dieses letztere Muster muss man sich heute immer noch in den ständigen Doku’s im Fernsehen (zumindest indirekt) vorführen lassen. So wird das nichts mit dem guten Auskommen der Juden mit den (sog.) Wirtsvölkern. Ein neuer anschwellender Antisemitismus ist vorprogrammiert.

Offenbar sind die Juden alle fatalistisch eingestellt; denn einer sagte kürzlich: Wir wissen nicht, wann wieder gegen uns losgeschlagen wird, aber dass irgendwann wieder gegen uns losgeschlagen wird, wissen wir. Wie gesagt: wenn sie weiter ihre holzschnittartige Geschichtsdarstellung „unters Volk bringen, fürchte ich, dass dieser Jude Recht hat.

0
@Haldor

Oh, was du da nicht alles schreibst...

Hör mal, du willst wohl gutgläubige Menschen für dumm verkaufen!? Warum sind denn Juden durch die Jahrhunderte in allen Teilen Europas immer wieder verfolgt worden? Weil sie lieb und gut waren?

Ja, das ist tatsächlich so. Die Juden wurden verfolgt weil sie lieb und gut und wehrlos waren. Das machte es für die Beutejäger einfach, sie zu jagen..

Und die anderen, insbesondere die bösen Deutschen, waren abgrundtief schlecht, grausam und mörderisch, weil sie dauernd über das friedliebende jüdische Volk herfielen?

Ja, das war tatsächlich so. Das hat sich im Laufe der Geschichte immer wieder so zugetragen, oft waren es die Christen, denen es angeblich ein Dorn im Auge war, dass die Juden nicht zum Christentum konvertieren und somit quasi die Wahrhaftigkeit der christlichen Religion in Frage stellen. 

Die Deutschen waren bis jetzt tatsächlich die schlimmsten. Sie haben sich im Mittelalter, zur Zeit der Kreuzzüge, schon durch blutige Massaker an den Juden hervorgetan. Damals war das religiös motiviert. Im 20. Jahrhundert haben die Deutschen dann ein neues Konzept erfunden, nämlich die "Ausrottung der jüdischen "Rasse""...

Zu diesem Zweck haben sie jüdische Männer, Frauen und Kinder zusammengesammelt und in Massenerschiessungen erschossen, z.B. über 30'000 an zwei Tagen in Babi Jar, Kiev, und so ging es in Litauen, Lettland, Estland, Weissrussland, in der Ukraine mit den meisten jüdischen Gemeinden. Es gibt dort über 1'000 Massengräber von solchen Erschiessungs-Aktionen, von denen die meisten über 1'000 Ermordete enthielten, manche über 100'000, z.B. in Ponar und Babi Jar oder bei Kaunas...

..oder sie haben sie in Mordzentren deportiert und dort mit Gas ermordet. Siehe Chelmno, Belzec, Majdanek, Sobibor, Treblinka, Auschwitz.

In diesen Mordzentren akkumulierten sich Berge von Haaren, die die Deutschen den jüdischen Frauen vor der Ermordung abrasieren liessen und die sie verkaufen wollten, Berge von Schuhen, Berge von Kleidern, grosse Mengen von Schmuck, Bargeld, Gold, da die Leute ihren wertvollsten Besitz mitgenommen hatten, und es kamen Hunderttausende, ja Millionen von Menschen durch diese Lager.

Man darf nicht vergessen, dass die Deutschen die Juden schon ab 1933 systematisch ausgeplündert haben, ein Vermögen, dass ca. 3/4 des Jahresbudgets des Staates entsprach... Und mit dem plündern fuhren die Deutschen fort, als sie weitere Länder Europas eroberten. Dort plünderten sie allgemein die Länder aus, indem sie das Guthaben der Nationalbank, die Industrieproduktion, die Landwirtschaftsproduktion stahlen (= nach Deutschland "überführten"), aber insbesondere auch die Juden, die völlig entrechtet, geplündert, versklavt, und ermordet wurden.

0
@Haldor

Er ist pure antideutsche Nachkriegspropaganda.

  Das sind Tatsachen, das wird dir jeder seriöse Historiker bestätigen. Aber man muss sich dann halt schon die Mühe machen, diese Bücher zu lesen. Man kann natürlich auch selber in den Archiven forschen gehen, um das alles zu überprüfen. Dafür haben ja die seriösen historischen Werke so viele Fussnoten: dort belegen die Historiker, woher sie ihre Informationen haben, und man kann selber nachschauen gehen, wenn man es nicht glaubt. Aber das wäre noch mehr Arbeit. Und meistens sind Verschwörungstheoretiker deines Schlages keine Hartholzbohrer, sondern intellektuelle Leichtgewichte, denen Lesen a priori schon zu mühsam ist, geschweige denn so dicke Wälzer... 

Schon die Behauptung "die Deutschen haben das und das gemacht..." ist reine Geschichtsfälschung. Das waren hitlerhörige SS-Männer, die Verbrechen an den Juden begingen.
Das war der deutsche Staatsapparat, der bei legitimen Wahlen von den deutschen Bürger gewählt worden war, und der beim deutschen Volk auch Zustimmung fand.
"Die Deutschen" wollten doch so 'was Verbrecherisches und Mörderisches nicht, die allermeisten
wussten davon nichts, und wenn sie dieses monströse Ausmaß gewusst hätten, was hätten sie tun können? 

Sie hätten sehr viel tun können. 

Erst einmal hätten sie so eine offen anti-demokratische und antisemitische Partei nicht so massenhaft wählen müssen. Die rechtsextremen Parteien, NSDAP und KSWR haben 1933 locker die absolute Mehrheit der Reichstagssitze erzielt (340 von 647) und sind damit völlig legitim an die Macht gekommen.

Zweitens hätten sie 1933 z.B. gegen das erste antisemitische Gesatz, über das "Berufsbeamtentum" lautstark protestieren können. Oder 1935 gegen die Nürnberger "Rassegesetze". Oder jedes mal, wenn ein neues Verbot Juden diskriminierte oder plünderte: Nicht in den Park, nicht ins Schwimmbad, nicht in die Schule, Firmen abgeben, Wohnungen abgeben, Häuser abgeben, Bankguthaben abgeben, Autos abgeben, Fahrräder abgeben, Radios abgeben, Pelzmäntel abgeben.

Lautstarke Proteste haben in der Nazi-Zeit gewirkt, die Regierung hatte ständig Angst, den Rückhalt in der Bevölkerung zu verlieren. Siehe dazu den Abbruch der Aktion T4, siehe dazu auch den Umgang mit "Mischlingen", wo die Regierung die Reaktion der "arischen" Angehörigen fürchtete.

1
@Haldor

Die Juden sollten sich einmal mit der seriösen antisemitischen Literatur kritisch und selbstkritisch auseinandersetzen (die gibt es nämlich auch);

Nein. "seriös" und "antisemtisch" ist ein Widerspruch in sich. 

Und zwar deshalb, weil das Wesen des Antisemitismus darin besteht, irgendwelche Einzelfälle zu verallgemeinern, eigenartige Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Ein "Antisemit" hat ja von vornherein schon festgelegt, dass er findet, dass Juden "böse" sind, und im nachhinein sucht er dann Argumente, um das zu belegen.

d.h. nach seiner Weltsicht ist er von vornherein blind für Gegenargumente.

Da er aber nicht genügend Argument für seine Weltsicht finden kann, erfindet er etwas, meistens Projektionen auch seiner eigenen Persönlichkeit.

Wenn du die Nazis nimmst. Sie unterstellten den Juden, "gierig" zu sein. Wer war gierig? Die Deutschen, die ganz Europa im Allgemeinen und die Juden im Besonderen ausplünderten.

Sie unterstellten die Juden, "unehrlich" "verschlagen" "wortbrüchig" zu sein. Wer war unehrlich, verschlagen, wortbrüchig? Sie selber. Die Regierung des Deutschen Reiches hat ständig Verträge und Abkommen gebrochen, auch solche, die sie selber noch ein paar Monate vorher unterzeichnet hatte. Siehe dazu das "Münchener Abkommen" oder den Nichtangriffspakt mit der UdSSR. Aber das sind nur die Bekanntesten Beispiel. In Tat und Wahrheit haben die Deutschen ab 1933 fast jedes internationale Abkommen gebrochen, das bestand, das waren über 1600... Und sie waren stolz darauf. Sie fanden es lustig. Sie fanden es gescheit.

Sie unterstellten den Juden "grausam" zu sein. Wer grausam? Die Deutschen und ihre Handlanger, siehe oben.

Sie unterstellten den Juden, Deutschland vernichten zu wollen. Wer hat letztlich die Deutschen in die schlimmste Niederlage ihrer Geschichte geführt? Sie selber...

0

Im Mittelalter waren die Menschen extrem christlich und gegenüber nicht-christlichen Minderheiten ("Heiden") ablehnend eingestellt. Den Juden warf man zudem vor Jesus ermordet zu haben. Diese Ablehnung ging so weit, dass Juden nicht in Gilden aufgenommen wurden, in denen man damals sein musste, um ein Handwerk wie etwa Bäcker ausüben zu dürfen.

Viele Juden haben sich deshalb auf das Verleihen von Geld verlegt, das Christen verboten war. Und sie waren damit ziemlich erfolgreich. Wie das aber nun einmal so ist, gibt es zwischen Leiher und Leihendem oft Streit. So wurde ihnen von einfachen Leuten, die möglicherweise neidisch waren, Wucher vorgeworfen. Daher stammt möglicherweise auch das Bild vom geldgierigen Juden. Wenn jemand über viel Geld und damit Macht verfügt, unterstellen ihm viele zudem unlautere Manipulationen. Daher wohl auch die Theorie von der Weltherrschaft.

Wer weiss, Was du du so liest. Ich habe so was sehr selten gelesen, scheinst eher ne selektive Wahrnehmung zu haben.

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, in was für merkwürdigen Gruppen du dich herumtreibst.

Ich begegne solchen Kommentaren eigentlich nie, aber ich bin auch nicht in diesen Gruppen.

ich schon und ich treibe mich auch nicht in solchen gruppen rum!

0

Gründe von Antisemitismus ist vor allem Gier, Neid und Mordlust von Seiten der Antisemiten...

fanatismus

Was möchtest Du wissen?