gründe inflation, deflation

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2 Antworten

1. Kaufkraftanalyse - die Erforschung der Kaufkraft von Populationen, bestimmten Personengruppen oder Marktsegmenten. Bei der direkten Kaufkraftanalyse werden dabei neben dem Einkommen vor allem auch die fixen Zahlungsverpflichtungen (Mieten, Kreditzinsen usw.) berücksichtigt. Die indirekte Kaufkraftanalyse schließt dagegen von typischen Kaufkraftindikatoren auf die jeweilige Kaufkraft der Personen. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Der Vorteil der direkten Kaufkrafterhebung liegt in deren Exaktheit. Nachteilig wirkt sich dagegen die teilweise mangelnde Bereitschaft aus, über Vermögens- und Einkommensverhältnisse Auskunft zu geben. Ebenfalls nicht erfasst wird die Konsumbereitschaft der Personen. Der Vorteil der indirekten Kaufkraftanalyse besteht vor allem darin, dass besonders die tatsächliche Konsumbereitschaft berücksichtigt wird. Nachteilig hingegen ist, dass die ökonomisch rationale Kaufkraft nicht berücksichtigt wird. Daher kann es bei der Prognose der Kaufkraft mittels dieses Verfahrens zu Interferenzerscheinungen kommen. Kaufkraftanalysen erfolgen regional differenziert, um bestimmte Zielgebiete auf deren Markteignung hin zu testen.

2. Kaufkraft -Geldwert der Maßstab für den Wert des Geldes. Die Kaufkraft des Geldes gibt an, welche Gütermenge mit einer Geldeinheit oder einem bestimmten Geldbetrag gekauft werden kann. Die Preise der Güter verändern sich jedoch ständig. So wird z. B. Heizöl im Winter teurer, während andere Güter wie Fahrräder oder Computer im gleichen Zeitraum billiger werden. Die Kaufkraft des Geldes kann deshalb nur in Bezug auf bestimmte Güter gemessen werden. Dazu wird ein Warenkorb zusammengestellt, der die typischen Güter enthält, die von einem Haushalt gekauft werden, und der bei der Berechnung des Verbraucherpreisindex zugrunde gelegt wird.

Ist der Preisindex der Lebenshaltung gestiegen (gesunken), hat sich die Kaufkraft des Geldes in Bezug auf die Güter des Warenkorbs verringert (erhöht). Die Kaufkraft des Geldes ist also gestiegen (gesunken), wenn für eine Geldeinheit mehr (weniger) Güter als zu einem früheren Zeitpunkt gekauft werden können. Geldwert und Preisniveau verhalten sich also umgekehrt. Wenn die Kaufkraft bei gleich hohem Nominaleinkommen sinkt, wird von Geldentwertung oder Inflation gesprochen. Steigt die Kaufkraft des Geldes bei gleich hohem Einkommen, spricht man von Deflation.

Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man auch das verfügbare Einkommen einer Person oder Personengruppe als Kaufkraft.

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