Gründe für Gott?

Ist das eine Frage die dich wirklich ernsthaft beschäftigt? Ich habe nämlich festgestellt, dass viele diese Frage rhetorisch stellen ohne wirklich nach Antworten zu suchen.

Ich bin kein Atheist, sondern Agnostiker. Demnach schließ ich eine Existenz nicht aus.

33 Antworten

Ich glaube an Gott, ich bin Christ. Es gibt meiner Meinung nach durchaus gute/überzeugende Gründe/Argumente, um an Gott zu glauben:

Ich glaube, dass diese Welt durchdacht und geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann wird das Wunder auch bestätigt. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet nach "Mädchen begegnet Jesus" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Ich habe auch Sachen erlebt, die meinen Glauben gestärkt haben.

Hallo HalloLeute52,

die Fragestellung suggeriert, dass es vielleicht irrational ist, die Existenz einer Gottheit anzunehmen oder zu vermuten.

Man kann sicherlich sagen, dass es künstliche Gottheiten gegeben hat und vielleicht auch noch gibt. Sie waren gerne geglaubt, um sich zu der Zeit nicht verstandere Phänomene zu erklären, Verantwortung für etwas, was unabdingbar war, zu tragen.

Auch waren Gottheiten gerne zur Stelle, wenn es darum ging, Unrecht, das nicht anderweitig bestraft wurde, zu bestrafen - und gegenüber einem Unrecht für die betroffenen Menschen einen Ausgleich bereitzuhalten.

Die Frage nach einer realen Existenz war da entweder nicht gestellt - oder die reale Existenz wurde postuliert. Nachweislich war die Existenz außerhalb von Glaubensinhalten nicht.

Das gab und gibt noch immer Anlass, diese Glaubensinhalte und Gottesbilder als irrational zu betrachten. Doch schauen wir mal über unseren Tellerrand hinaus und betrachten mal etwas, was sich aus Aussagen, die nicht aus unserer Welt stammen, ableiten lässt.

Wir modellieren mal ein raumzeitloses Sein. Da folgt aus der Raumlosigkeit, dass alle solche Seins, eins sein müssen. Es gibt keine Abstände, da der Raum fehlt.

Die Zeitlosigkeit bedingt die Abwesenheit jeglicher Prozesse, denn es gibt kein Vorher oder Nachher, das es bei Prozessen immer gibt. Alle Zustände Vorher und Nachher würden zusammenfallen. Dies bedingt auch die Betrachtung eines Seins - denn ein Leben würde Prozesse bedeuten.

Dennoch ist eine abstrakte Methodik des Seins möglich. Es geht von dem Sein nur etwas aus, etwas darf das Sein auch erreichen. Dabei sind keine Inhalte definierbar, nur, dass es diese Methodik gibt.

Wir fassen diese Aussagen zu dem Begriff der universalen Liebe zusammen - und verallgemeinern einen Begriff, der im Zusammenhang eines Ausdrucks dieser Liebe gebräuchlich ist.

Jetzt könnten wir Gott als ein solches Sein postulieren. Es gibt aber Anlass, sich selbst als ein solches Sein zu sehen. Und damit können wir in unserem Leben die Methodik des Seins in Prozessen und Ausdruck eröffnen. Das führt per eigener Entscheidung dazu zu einer Attitude, die ich gerne - in Anlehnung an dieses Postulat - Göttlich nenne.

Es ist jetzt zu beobachten, dass Menschen Gott in ihrer Gedankenwelt wahrnehmen - und das wäre dann in Göttlichkeit eine Manifestation der Liebe in Form einer solchen Persönlichkeit. Das Postulat ist dann nicht mehr notwendig - aber die Wahrnehmung mag sinnvoll erscheinen.

Was in der Gedankenwelt sein kann, ist aber rational - auch wenn vielleicht diese Wahrnehmung nicht überall Zustimmung finden mag. Und die universale Liebe ist keine Glaubensinhalt, sondern ein Modell, das anwendbar ist. Es ist ein gedachtes Modell - was viele Modelle sind - und es ist in der Wirkung beobachtbar. Damit ist auch das Modell wieder rational.

Wir haben keinen Grund für Gott darstellen können. Wenn wir Gott als eine Schöpferpersönlichkeit postulieren wollten, wäre sie entweder Teil der Raumzeit - und damit mit raumzeitlichen Mitteln erkennbar - oder sie könnte nicht als solches existieren, da raumzeitlos keine Prozesse existieren, ergo keine Schöpfung hatte stattfinden können. Gott fällt damit als Grund für die Existenz unseres Universums aus - und wir müssen weiter denken und forschen.

Es bleibt zunächst Gott z.B. im Sinne der genannten Wahrnehmung - oder historisch als etwas geglaubtes. Beides rational, da in der Gedankenwelt und vor einem rationalen Hintergrund.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – früherer Glaube - heutige Plausibilität vieler Dinge

Nicht innerhalb der beschränkten, menschlichen Erkenntnis- und Beweisbarkeit. Aber Gott kann einem persönliche Beweise liefern und das tut er auch.

Als Nichtgottgläubiger kann man von folgendem ausgehen: Wenn es einen Gott gäbe, der all das geschaffen hat, existiert er außerhalb unserer direkten Wahrnehmung und unserer Wissenschaft. Vielleicht können wir das mal erweitern, wer weiß. Aber wenn jemand da tätig und kommunikativ werden kann, muss es dieser vielleicht anzunehmende Gott sein, egal, in wievielen Dimensionen (ein schwaches Bild, das aber unserer Vorstellbarkeit entgegenkommt) er existiert.

Nicht innerhalb der beschränkten, menschlichen Erkenntnis- und Beweisbarkeit. Aber Gott kann einem persönliche Beweise liefern und das tut er auch.

Das wäre schonmal ein Widerspruch.

Als Nichtgottgläubiger kann man von folgendem ausgehen: Wenn es einen Gott gäbe, der all das geschaffen hat, existiert er außerhalb unserer direkten Wahrnehmung und unserer Wissenschaft. Vielleicht können wir das mal erweitern, wer weiß. Aber wenn jemand da tätig und kommunikativ werden kann, muss es dieser vielleicht anzunehmende Gott sein, egal, in wievielen Dimensionen (ein schwaches Bild, das aber unserer Vorstellbarkeit entgegenkommt) er existiert.

Sobald er kommunikativ oder tätig wird, hättest du jedoch eine Form von Interaktion mit unserer Welt. Davon abgesehen, es fehlt der Grund anzunehmen es gäbe eine Gott der all das geschaffen hat.

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Es gibt tatsächliche Beweise (1.Mose 1,26; Röm.1,20).

Woher ich das weiß:Recherche

Meiner persönlichen Erfahrung nach glauben Leute, die nicht an Gott glauben, in der Regel auch daran, dass ihr Handeln keine Konsequenzen für sie selbst haben würde.

In der Tat ist es aber so, dass sie immer belohnt oder bestraft werden; Und das zu Lebzeiten. So länger es dauert, umso größer werden die Konsequenzen ausfallen. Entkommen ist aber noch keiner.

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