Gründe der Flucht und Vertreibung (um 1945)?

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3 Antworten

Fast jede Nation in Europa war nicht sehr begeistert von den Deutschen, die den 2.Weltkrieg begonnen hatten. Die vertrieben konnten nur nach Deutschland, da sie in keinen anderen Land geduldet worden wären.

Die Soldaten kämpften Monate an der Front und waren von ihren Familien getrennt, haben ihr leben riskiert, waren deswegen oft sauer und verbittert. Auf den eroberten Gebiet waren nur Zivilisten und vor allem Frauen, sodass sich die Männer oft ihren Frust und ihre Rache über den Kriegsdienst, an den zivilen Frauen ausgelassen haben und sie vergewaltigt haben.

Die Vertriebenen hinterließen in ihrer alten Heimat Besitz, Häuser und Felder, die nun den Siegern zustanden, sodass Soldaten und UdSSR Bürger dort wohnen und neuen Besitz erhielten. In Deutschland wollte man diese Vertriebenen nicht so gerne, da sie ja irgendwo wohnen mussten. So wurden sie auf die Häuser der dortigen Bewohner verteilt, doch diese hatten nach den Krieg sehr wenig sei es in Hinblick auf Essen, Kleidung, gute Hygiene etc. Auch hatten viele Männer und Söhne verloren, sodass eine Mutter, für bis zu 5 Familien kochen musste, von dem wenigen was sie zur Verfügung hatte, sie musste Waschen, vielleicht irgendwie ihr Haus wieder aufbauen, sich um die Landwirtschaft kümmern. Geld verdienen ging in dieser zeit schlecht, weil man alles erst wieder aufbauen musste etc.

ich hoffe ich konnte dir helfen:)    

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Der Hauptgrund für die Vertreibungen war Rache. Auf sowjetischer Seite gab es schätzungsweise 20 Millionen Tote. Das Hitler-Regime hat den Wind gesät und den Sturm geerntet. 

Die Soldateska war entfesselt - Churchill fragte einmal "sind wir alle Verbrecher?" 

Der Nationalsozialismus hat viele (auch auf alliierter Seite) zu Verbrechern gemacht. 

Fairerweise muss aber hinzugefügt werden- die rote Armee hat Ausschwitz befreit. 

Wenn Dir jemand Dein Haus anzündet - wie würdest Du reagieren?

Der zweite Grund war eher politischer Natur - Stalin wollte seine Gesellschaftsordnung den von ihm "befreiten" Ländern aufoktroyieren- da waren die Vertreibungen Mittel zum Zweck. 

Und wohin sollten denn die Vertriebenen - in Europa waren sie erst recht unerwünscht. 

LA


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Ich habe irgendwo was von Homogenität gelesen...Die Länder dachten wohl dass es keine Konflikte mehr geben würde, wenn alle gleicher Nation wären...meinst du das mit Stalin..?
Und wieso genau wollte diese Ordnung erreicht werden ? Und warum wurden die Menschen im Osten überhaupt als Feinde angesehen ?
Mir leuchtet das irgendwie noch immer alles nicht ganz so ein:/...

Aber vielen Dank auf jeden Fall:)

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Kommentar von Linuxaffiner
08.03.2017, 13:29

Stalin war paranoid veranlagt. Die Wolgadeutschen hatten mit dem Dritten Reich nichts zu tun, wurden aber deportiert. 

Das die Deutschen als Feinde angesehen wurden, ist dem Angriffskriegs Deutschlands geschuldet. 

Diese Friedensordnung nach den Vorstellungen Stalins konnte nur durch militärische Gewalt durch gesetzt und vor allem aufrechterhalten werden. Stichwort Prager Frühling 1968.

Das Bild der Sowjetunion in den 1940iger über die Deutschen - das sind alles Faschisten und unerwünscht. 

LA

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