Großmutter verstorben, Anrecht auf private Sachen?

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12 Antworten

Wenn die Großmutter Euch aus welchen Gründen auch immer, nocht mochte, dann hat sie vermutlich auch ihren Nachlaß irgendjemandem "vermacht". Jetzt können Sie vortrefflich gegen den Willen der Verstorbenen Änwälte füttern, bis Ihnen selber die finanzielle Luft ausgeht. Die Oma im Himmel wird es amüsieren!

nochmal, es geht hier nicht um geld also spare dir deine kommentare. noch dazu wo du gar nicht weist warum sie keinen kontakt wollte, wir auch nicht. es geht um die PRIVATEN sachen mit denen ja die nun als erbin eingesetzte ohnehin nichts anfangen kann.

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@mac82

Wer fragt, der sollte auch Antworten akzeptieren, selbst wenn die nicht nach seinem falschen Verständis ausfallen und nicht plärrend an den Sparwillen des Kommentaors apellieren!

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Schlichte und einfache Antwort: Die Person, die Erbe Ihrer Großmutter geworden ist, ist nun Eigentümerin ihres gesamten Nachlasses. Sie allein entscheidet darüber, ob sie irgendwelche private Sachen an Sie herausgibt. Wenn sie sich weigert, haben Sie keine rechtlichen Ansprüche; "moralische" Ansprüche kann man nicht einklagen. Anders wäre es nur, wenn die Großmutter Ihnen bzw. anderen Personen per Vermächtnis bestimmte Sachen zugewendet hätte; die könnten sie dann sogar einklagen. Auch ein etwaiger Pflichtteilsanspruch würde Ihnen nicht zu den gewünschten privaten Sachen verhelfen; denn es handelt sich dabei um einen reinen Geldanspruch in Höhe eines bestimmten Bruchteils des Nachlasswertes, nicht um einen Sachanspruch auf Nachlassgegenstände. Ich hoffe, dass damit die Diskussion beendet werden kann !

DH für diese bislang einzig richtige rechtliche Bewertung der (Nicht-)Ansprüche des Sohnes!

Ich fürchte allerdings, der UP wird solange maulen, bis eine geneigtere Antwort - natürlich im Brustton fachlicher Überzeugung - sie weiter an das vermeindliche (An-)Recht und die Sinnhaftigkeit kostenintensiver Klagen glauben lässt - mit einem Stern als "Hilfreichste Antwort", versteht sich ;)

G imager

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Der Nachlass fällt dem Erbe zu, also deinem Vater, wenn nicht von der Erblasserin anders bestimmt. Darauf hat die Bevollmächtigte kraft Vollmacht jedenfalls keinen Zugriff.

Schwierig nur, nachzuweisen, was da alles sein sollte oder müsste.

Ich denke, die Bekannte zu bitten, doch bei der Durchsicht die privaten (und vermutlich wertlosen) Unterlagen für ihn aufzubewahren, wäre machbar.

Im Zweifel kann sie allerdings als Erbberechtigte leicht behaupten, nichts gefunden zu haben oder es ihm vorenthalten.

Und deine Entrüstung kann ich nicht ganz nachvollziehen: wenn offenbar kein Kontakt bestand, könnte die Oma ja durchaus deinem Vater das Erbe entzogen und verfügt haben, ihn nicht über die Beisetzung oder den Nachlass zu informieren.

Denn wer keine Gedanken an Lebende verschwendet, braucht der Gedenken mit persönlichen Sachen?

HTH G imager

Ist die Bekannte gesetzliche Erbin oder von der Omi als Erbin testamentarisch bestimmt?

Falls ja, habt ihr ihr gegenüber nur Anspruch auf den Pflichtteil in Geld.

Falls nicht, haben die Erben alleiniges Verfügungsrecht über alle Nachlassgegenstände. Wenn die Bekannte sie an sich nimmt, und ihr das beweisen könnt, macht sie sich strafbar (Unterschlagung) und muss die Sachen wieder herausgeben.

Falls sie ein entsprechendes Testament unterdrückt, ist das ebenso strafbar, aber das ist natürlich nur schwer zu beweisen.

HTH G imager761

Die Bekannte hat sicher im Sinne Deiner Großmutter gehandelt. Diese hat sich ja sonst auch immer gekümmert. Es wäre Deiner Großmutter sicher nicht recht, wenn ihr jetzt in ihren Sachen rumstöbern würdet. Für den Abbruch des Kontaktes hat es damals sicher einen Anlass gegeben.

stimmt, der anlass war, sie wollte nicht mehr mit uns reden nach dem tod ihres mannes. obwohl vorher alles normal war

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@mac82

kein wunder, wenn der sohn nach den tod des vaters von seiner mutter einen pflichtteil von dem in der ehe angesparten vermögen verlangt.

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wenn dein vater mit einem pflichtteil abgefunden wurde, dann handelt es sich um den pflichtteil anlässlich des todes des opas.

das hat allerdings nichts mit dem tod der oma zu tun.

alles was oma vererbt, vermögen und schulden erbt der vorverstorbene sohn, also dein vater.

da er tot ist, treten seine kinder an seine stelle.

wenn jetzt oma ein testament gemacht hat, und eure familie quasi enterbt hat und alles der bekannten vermacht haben sollte, dann habt ihr nur einen geldanspruch in höhe des pflichtteils ( 1/2 des wertes des nachlasses) und die bekannte kann mit den sachen machen was sie will.

sollte oma kein testament gemacht haben, hat die bekannte überhaupt keinen anspruch auf irgendwas, es gehört nämlich alles euch.

natürlich müsst ihr aber entweder ganz oder teilweise die beerdigung bezahlen.

anders sieht die sache aus, wenn oma und opa ein berliner testament gemacht haben, dann hat dein vater und damit ihr, keinen anspruch mehr auf ein pflichtteil nach der oma.

Es wäre Deiner Großmutter sicher nicht recht gewesen, wenn ihr an der Beerdigung teilgenommen hättet. Ich verstehe nicht, warum Du wütend bist. Ihr hattet doch gar keinen Kontakt. Außerdem hätte die Bekannte gar keine Vollmacht bekommen, wenn das nicht von Deiner Großmutter so gewollt war. Ihr habt den Abbruch des Kontaktes zu Lebzeiten akzeptiert. Was soll das jetzt?

Ich verstehe deine Wut und kann sie nachvollziehen. Gerade die Tatsache, dass (egal was vorher passierte) ihr nicht einmal informiert worden seid, trifft einen schwer!

Die Sache mit dem Pflichteil an deine Oma verhält sich leider genau so, wie sergius geschildert hat. Nur wenn diese Bekannte gewillt ist, könnt ihr an privaten Nachlass rankommen. Ihr werdet ihr ja schwer nachweisen können, dass sie "Erbunwürdig nach §2339" ist... Dann wiederrum tritt die gesetzliche Erbfolge wieder in Kraft.

Es ist so schmerzlich, erst den Kontakt zu verlieren und dann Jahre später, auch alle Erinnerungsstücke aus der Zeit, als alles noch gut war.

Vielleicht findet ihr ja mit der "Bekannten" noch einen Weg, der sie einsichtig werden läßt.

Ihr könnt euch nur an die Bekannte der Oma wenden und fragen, ob ihr private Dinge, wie Bilder haben könnt.

wenn es verwandte gibt müssen die auch verständigt werden. ihr habt anrecht auf euer pflichtteil, was ihr davon haben wollt müsst ihr dann selber entscheiden.

das mit dem pflichtteil ist etwas kompliziert, da ja der vater bereits vor einigen jahren verstarb und mein vater, sein sohn also, dort einen teil ausgezahlt bekam. es geht momentan speziell um die wohnung die bald geräumt werden muss und um dort befindliche private sachen der familie. hat man kein anrecht dabei zu sein?

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@mac82

Dann ist dein Vater abgefunden und hat keinen Anspruch auf weiteres Erbe.

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@Schuhu

aber es geht ja gar nichts um geld? es ist uns wurscht ob die bekannte nun das erbe kriegt oder nicht. soll sie glücklich werden. wütend macht uns nur, das sie genau wusste wer wir sind und wo wir wohnen, es aber nicht für nötig hielt mal anzurufen. und das mein vater eben gerne etwas von den privaten sachen behalten würde wie fotoalben etc

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@mac82

und es macht ja schon ne merkwürdigen eindruck das sie sich nicht mal gemeldet hat deswegen...

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@mac82

Wahrscheinlich hätte das Deine Großmutter nicht gewollt und das wußte die Bekannte.

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@LisaHein

na ja, das sie sich nicht gemeldet hat hat ehr andere gründe...

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@mac82

ich denke ihr habt das recht , auch wenn der vater schon etwas von dem erbe bekommen habt. ausserdem wollt ihr ja nur sachen die einen symbolischen wert da stellen. wenn deiner großmutter tatsächlich nicht wollte das ihr etwas davon erfahrt usw. hätte sie es schriftlich festhalten müssen, so kann die bekante ja viel behaupten. ihr solltet euch wirklich an einen anwalt wenden.

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Der Pflichtteil besteht nur in Geld, nicht an bestimmten Sachen des Nachlasses. G imager

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na ja , als nächste verwandte solltet ihr mal omas grab besuchen, einen ordentlichen kranz niederlegen und euch nach dem beerdigungskosten erkundigen, die euch abverlangt werden könnten.

Da wird die MAc aber so richtig geldgeil ...

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