Großes Gebäude aus 5m Entfernung fotografieren?

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8 Antworten

Hallo

Die Problemkonstellation ist mit einer 550D Lösbar.

Messe (Schätze) aus wie gross (BREITxHOCH) das benötigte Aufnahmefeld (Gebäude) ist. Dann teilt man ein wieviele Bildfelder man aus der maximal möglichen Entfernung mit etwa 60 bis 75° Diagonalbildwinkel erzeugen muss und wo die Mittenlinien sind.

60° Bildwinkel ist im allgemeinen die Grenze zu sichtbaren Verzeerungen durch die Perspektive. Bei flächigen Motiven also zb Murials/Bilderwänden/Graffitys kann man problemlos 75°, evtl auch noch 90° Bildwinkel einsetzen aber sobald man Vorsprünge oder Fenster im Motiv hat gelten die Regeln der Zentralsperspektiv.

Man beauftragt ein Gerüstbauer ein Gerüst (zb das übliche Layer Blitzgerüst) am Grundstücksende aufzustellen oder man mietet sich eine selbstfahrende Arbeitsbühne (Evtl. von der lokalen Feuerwehr) und fährt die Aufnahmepunkte an/ab. Eine Wasserwaage und ein Senkblei am Kameraboden angeschraubt erhöht die Präzission ebenso Hilfslinen oder Stahlschienen am Boden und Laser Entfernungsmesser (Vor allem von fahrbaren Arbeitsbühnen).

Dann teilt man die Hausfassade in Einzelfelder ein und arbeitet die mit der dafür besten/tauglichsten Optik ab. 

Ich würde dafür das Zeiss Distagon 15/2.8 ZE empfehlen (Miet Tagssatz ab 100€, Neupreis um 2500€). Günstiger sind das Canon 14/2.8 (1800€) oder das Samyang 14/2.8 (350€).
Wenn man unbedingt ein Zoom haben muss/braucht dann das Tokina 12-24/4 oder das neue 12-28/4 (geringste bzw unkomplexeste Verzeichnung bei UWW Zooms für Crop-DSLR). Das Tokina 11-16/2.8, Sigma 10-20/4.5-5.6, Canon 10-22 oder das Canon 10-18 kann man im Mittenbereich benutzen. Danach "sticht" (von Stiching/Zusammennähen und nicht von Stechen) man das Bild zu einem Panorama zusammen.

Alternativen

- man verklopft die Canon und kauft sich das Sony F 10-18/4 OSS. Welche Sony Alpha Kamera der neueren Generation man da dran hängt ist nicht so wichtig aber zb. die a6000 ist gut und günstig aber auch die NEX6 ist OK. Die alte NEX7 hat mit dem 10-18 Randabfallprobleme bei JPEG OoC. Da hoffen viele auf ein Firmwareupdate aber bei RAW ist das im POSTProzess korregierbar.

Das SEL1018 ist zZ das "Beste" und "günstigste" UWW Zoom am Markt (OK das Fuji XC 10-24 ist ähnlich gut, kostet aber das doppelte). Grund ist das DSLR wegen dem Spiegelkasten aufwändige Retrofocuskonstruktionen sind und deswegen komplex Verzeichnen ("Schnurrbart", Mövenschwingen, Donauwellen) und immer massive Randabfallprobleme haben. Deswegen benutzen Profis seit 80 Jahren bevorzugt eine Messsucherkamera im UW/Weitwinkel-Bereich.

- man mietet sich eine Canon Vollformat mit den 17mm/TS und steigt auf eine ca 3 Meter hohe Bockleiter mittig im Bildfeld dort oben macht man 4 Bilder in 0-90-180-270 Rotation und sticht aus Aufnahmen das Gesamtbild. Wenn man Platz hat benutzt man einen 7,5 Tonner mit Kofferaufbau oder WoMo/Camper anstatt einer wackeligen Leiter (Aber Fotografen arbeiten schon seit 150 Jahren mit Leiterkonstruktionen, das gehört zum Handwerk)

- man versucht es mit einem Bird View Ballonset (benutzen Forensiker/Unfallforscher oder Archeäologen, Heliumcamsysteme werden aber überall wegen Drohen ausgemustert. Mein Arbeitgeber hat irgendwo noch einen KAP-Kite in der Rumpelkammer aber damit gehen nur Vertikalaufnahmen und man braucht Wind)

- man organisiert einen fahrbaren Jib/Boom/Kameragalgen/Ausleger oder einen Dollykran (findet man auf Filmsets oder bei Industriefotografen). Für Dollys muss aber der Boden topfeben sein oder man muss Schienen verlegen und zum Nivelieren unterbauen.

- man beauftragt jemand mit einer Drohne das Objekt streifenweise abzufilmen/scannen.

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Die verlinkten Artikel sind keine Objektive, das sind Vorsatzlinsen für Objektive, also die schlechteste nur denkbare Lösung.

Für Architektur eignet sich am besten ein Tilt-Shift-Objektiv, aber da nur eine Cropkamera zur Verfügung steht, wird selbst ein TS-E 17mm nicht weitwinklig genug sein.

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Kommentar von ratatatatu
22.09.2016, 12:27

Ich sehe, dass "echte" Objektive über 200 Euro kosten. Da die Kamera das Bild selbst beschneidet, wären diese Aufsätze wohl ausreichend und teuer genug? Welcher davon wäre der beste bzw. ist der für 19,99 genauso bzw. ähnlich zu empfehlen wie der für 39,99?

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Kommentar von LeBonyt
22.09.2016, 14:15

Das hat mir auch aufgefallen, ein wenig gewundert hat mich das schon, das der Fragesteller, das als Objektiv bezeichnet hat.

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nimm das mit der kürzesten Brennweite! Wesentlich günstiger wäre ein Teleobjektiv und eine größere Entfernung zum Objekt.

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Kommentar von ratatatatu
22.09.2016, 11:15

Geht nicht. Gebäude nur aus der Nähe zu sehen, sonst alles drumherum verdeckt von Mauern und anderen Gebäuden.

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Eigentlich wärst Du mit "Stiching" wohl besser dran: http://www.alles-foto.de/dyna/tipps/dyna-tipps.asp?aid=1&taid=132 Ultraweitwinkel verziehen doch recht stark. Dazu brauchst lediglich nen billigen Nodalpunktadapter für dein Stativ.

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Kommentar von ratatatatu
22.09.2016, 12:06

Gut, das habe ich verstanden. Sind di o.g. Objektive schon hart an der Grenze zur Krümmung am äußeren Rand? Geht da noch etwas mehr Weitsicht ohne Verzerrungen? Welchen kann ich wählen wenn es nach Qualität ginge - die Werte sind fast gleich.

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Das wird schon mit professionellem Equipment nicht toll. Aber mittels Vorsatzkonvertern wird es das Grauen pur. Dann setz dich lieber hin und zeichne.

Vielleicht kommst du ja auch ins Treppenhaus oder auf das Dach eines Nachbarhauses um ein halbwegs vernuenftiges Foto zu machen?

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Warum willst du ein Objektiv kaufen, um ein einziges Gebäude zu fotografieren? Beauftrage einen Fotografen.

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Kommentar von ratatatatu
22.09.2016, 11:16

Später sollen auch andere Gebäude fotografiert werden. Aber auch in Innenräumen kann man sich nur innerhalb der Mauern bewegen und kann dadurch kein Teleobjektiv verwenden um möglichst viel vom Raum zu einzufangen.

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Das funktioniert aus der Entfernung nicht wirklich gut. Falls du alles aufs Bild bekommst, dann sind die geraden Kanten am Ende rund und sieht ungefähr so aus: http://wolfgang-paul-galow.de/wp-content/uploads/2015/05/fotograf_muenchen-architekturfotografie-119.jpg

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Kommentar von ratatatatu
22.09.2016, 12:04

Gut, das habe ich verstanden. Sind di o.g. Objektive schon hart an der Grenze zur Krümmung am äußeren Rand? Geht da noch etwas mehr Weitsicht ohne Verzerrungen? Welchen kann ich wählen wenn es nach Qualität ginge - die Werte sind fast gleich.

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