Großer Hund (Schäferhund) für Anfänger?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe zwei Bekannte, die einen DSH besitzen.

Meine Arbeitskollegin hat einen ausgemusterten Hund von einem echten Schäfer, der seine Hunde selbst züchtet, ohne VDH und so ein Gedöns. Sam konnte er aber nicht für die Herde gebrauchen. Dieser Schäferhund ist heute 4 Jahre alt und hat keine gesundheitlichen Beschwerden. Er lebt mit seinem Frauchen und Herrchen idyllisch in einem Einfamilienhaus, darf Hof und Garten bewachen, ist ansonsten aber mit im Haus. Der Hund liebt Kinder und ist zu jedem Menschen freundlich. Nur mit manchen Rüden verträgt er sich nicht. Sie waren mit ihm in der Welpengruppe, ansonsten keine Hundeschule. Manchmal läuft er mit am Fahrrad oder an den Inlinern. Das wars.

Der Schäferhund von unserem Kumpel ist jetzt 1,5 Jahre alt. Er stammt von einem Züchter des VDH´s. Ist für mein Empfinden sehr groß und hat schon den typischen Eiergang, so nenn ich das mal. Bis jetzt zeigt er noch keine gesundheitlichen Beschwerden. Vom wesen her ist er sehr unsicher. Schon als Welpe hatte er vor allem Angst. Er ist sehr gut erzogen, doch fremden gegenüber sehr zurückhaltend. Er stellt sogar Besucher mit lauten Gebell und läßt diese nicht rein. Es ist nun schon zweimal vorgekommen, dass er Radfahrer angebellt hat und diese nicht vorbei gelassen hat. Gut, man könnte dies auf die Erziehung schieben, aber unser Kumpel hat wirklich Ahnung von Schäferhunden, ist Odin nicht sein erster.

Mein erster Hund war eine Schäferhündin, auch von einem Züchter. das ist aber nun 17 Jahre her. Meine Hündin ist 14 Jahre alt geworden, hatte nur im Alter mit HD zu kämpfen. Ich war mit ihr in der Hundeschule, sie wuchs in einer Familie mit Kindern auf und war eine ganz brave.

Doch heute würde ich mir niemals einen Schäferhund holen. Außer er kommt aus dem Tierheim. Aber niemals mehr vom Züchter. Wenn ich mir so manche Internetseiten anschaue, wo geworben wird, dass sie den Schäferhund einen geraden Rücken züchten, man sich dann aber die Bilder der Hunde ansieht, kommt man sich schon veräppelt vor. Und dann haben die meisten Züchter nicht nur einen Zuchthündin, manche glänzen mit 5, 6 bis 8 Hündinnen. Das zeigt mir, wie sehr es ums Geld geht.

Aber zu Deiner Frage: Ja es ist möglich würde ich sagen, wenn man genug zeit hat, genug herz, genug Geld für den Tierarzt. Und genug Verstand, um den richtigen Hund zu finden.

An sich schon, und wenn Du schon ein bisschen Erfahrung hast wieso nicht. Wir haben eine Hündin, also Schäferhund! Und da würde Ich Dir eine Hündin empfehlen, die sind eigentlich leichter zu führen und werden nicht so groß und kräftig wie Rüden:) Aber da Schäferhunde gerne was "arbeiten" wollen würde Ich dir raten wenn du die Zeit hast in einen SV zu gehen da kann man sich dann auch viel Hilfe holen, und helfen dir bei der Erziehung. Unsere Hündin haben wir zum Schutzhund ausbilden lassen und hat dort auch Prüfungen gemacht wo es um Ihre Gehorsamkeit ging, so das auch Ich mit Ihr Gassi gehen kann. Also Ich wünsch Dir viel Glück und hoffe du kannst dir deinen Traum erfüllen:)

Hi, was möchtest du denn mit den Schäferhund dann machen?? Also welche Arbeit schwebt dir da vor?? Hängt meiner Meinung nach davon ab, ob eine gute Hundeschule in deiner Nähe ist, die du regelmäßig besuchst und ob dir auch bewußt ist das das kein Couchhund ist, sondern ein Hund der arbeiten muss, sonst setzt er seine angezüchtete Arbeit durch, die meist dann eher nicht gewollt ist. Sprich der Hund braucht eine Lebensaufgabe....den findet er bei Behörden (Zoll, Polizei und Co), als Rettungshund, als Suchhund und im Hundesport. Solltest also schon sowas in der Richtung dann auch vorhaben, wenn es ein Schäferhund werden soll... Zumal du da wirklich extrem auf die Zuchtlinie, den Züchter und den Gesundheitszustand des Welpen achten musst, da Schäferhunde leider immer noch die Problematik mit den krummen Rücken haben und an HD und vielen anderen Gelenkserkrankungen meist leiden. So eine Hüft-Op kostet mehrere tausend € und hat nicht grad die besten Chancen auf eine Lebesnverbesserung :(

Ich muss nur ab und zu mal ins Büro, ansonsten arbeite ich von daheim aus (Home-Office). Habe auch Leute die im Fall der Fälle mal aufpassen können. Hundeschule wäre für mich sowieso ein Pflichprogramm. Würde auch gern täglich mit dem Hund Fahrrad fahren oder joggen. Wie findet man denn einen guten Züchter?

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@Anton01

Fahrrad fahren oder joggen wird nicht reichen, der Hund braucht eine feste Aufgabe bei dir. Wenn ihr viel zuhause seit, würde evtl Servicetätigkeiten in Betracht kommen ;) So das der Hund wirklich vom Kopf her auch ausgelastet wird. Fahrrad und Joggen kann man mit den Schäferhund erst wenn er ausgewachsen ist, wegen der Gelenkproblematik. An den Gelenken bekommen die alle zu tun, daher muss man generell da Vorsicht walten lassen im jungen Alter. Die Auswahl des richtigen Züchters heißt da nur das er es möglichst spät bekommt und noch etwas von seinen Leben hatte. Kenne leider keinen einizgen deutschen Schäferhund ohne Hd, Bandscheibenproblemen oder Athrose :( selbst die die gesund wirkten, haben es dann im Alter von 5-6 Jahren vom Tierarzt bescheinigt bekommen :( Züchtersuche würde ich über den VDH machen, da wird ja immerhin auf die Gesundheit geachtet (sprich die Zuchthunde werden tierärztlich untersucht und bei Problemen von der Zucht ausgeschlossen) und es gibt einen Zuchtwart der den Wurf abnimmt und eben auch strenge Regeln zur Zucht und Schulungen für die Züchter, das die Hunde richtig sozialisiert werden :) Ach und Schäferhunde sollte man bei der Rasseproblematik ausschließlich ebenerdig halten, sprich nicht in einer Etagenwohnung wo der Hund jeden Tag Treppen laufen muss :)

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@jww28

Danke! Sehr hilfreich! :) Was genau verstehst du unter Servicetätigkeiten?

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@jww28

Auch wenn ich normalerweise auf den VDH schwöre ist das so eine Sache mit Gesund und so weiter. Der SV unterliegt dem VDH ist ja schön und gut.Aber ein Verein der es erlaubt das eine Hündin 2 Würfe im Jahr hat.DAs finde ich arm.Bei meinem Rasseverband müßen zwichen 2 Geburten mindestens 365 Tage liegen.Und je nach Wurfstärke darf die Hündin erst 2 Jahre später erneut werfen.Das ist korrekt. Deshalb nie einen Schäferhund.Ich unterstütze es nicht , das unter dem Deckmantel des VDH vermehrt anstatt gezüchtet wird

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@Hundetante

Hi Hundetante, von 2 Würfen im Jahr habe ich noch nie was gehört/ gelesen und ja da würde ich dir zustimmen das ist zu hefitg. Was ich dabei nicht verstehe in der VDH-Zuchtordnung steht es aber drin, das eine Hündin innerhalb von 24 Monaten nur 2 Würfe haben darf, also nur 1 Wurf pro Jahr und ich verstehe nicht so ganz warum das dann beim Schäferhund erlaubt ist??

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