Grosse Umstellung?

5 Antworten

Gefühl beim Fahren, nicht nur beim Anfahren, braucht man immer.

Welche Erfahrung willst du denn hören? Ein Auto mit wesentlich mehr PS ist in der Regel schneller. Das heißt ja nicht, dass man auch schneller damit fahren muß.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Jetzt wollte ich mal wissen, inwieweit sich das fahrverhalten mit einem Wagen von 400 bis 600 PS ändert.

Je nach Fahrzeug gar nichts. Was viele immer wieder gerne übersehen: Die Fahrzeugmasse und der Luftwiderstandsindex sind genauso wichtig wie die Leistung. Deswegen beschleunigt eine Lotus Elise mit 136 PS exakt genauso schnell auf 100 km/h wie ein Mercedes G63 AMG mit 444 PS, und selbst in der Höchstgeschwindigkeit ist diese nur 6 km/h langsamer.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Man kann ein leistungsstarkes Fahrzeug ebenso "human" fahren wie ein Fahrzeug mit einem Bruchteil der Leistung, letztlich hängt es vom Fahrer ab wie sehr er das Gas betätigt.

Ich Fahre die meiste Zeit einen Mustang GT mit 430PS, hin und wieder aber auch mal etwas stärkere um die 600PS. Einen Unterschied erkennt man dazu schon ordentlich, zum einen weil der Mustang ein Sauger ist (was mir das liebste ist) und die anderen sind zwangsbeatmet was mir einfach nicht so zusagt. Die Kraftentwicklung ist da eine ganz andere und das muss man halt auch im Hinterkopf behalten.

Moderne Fahrzeuge mit hohen Leistungen sind so konzipiert das sie auch ein Idiot fahren kann, dass jedenfalls solange die ganzen Helferlein aktiv sind. Fährt man das Auto "roh" bzw. so "roh" wie es das Fahrzeug zulässt, dann erkennt man einen gewaltigen Unterschied und es wird deutlich anspruchsvoller das Fahrzeug in der Spur zu halten.

Wichtig ist halt immer zu beachten dass hohe Leistungen bei falschem Einsatz schnell auch den Flug aus der Kurve bedeuten können. Ich hatte letztes Jahr für ein paar Wochen einen Ferrari 488 GTB (der Innenraum von dem Karren ist ein Witz, das nur mal am Rande erwähnt - Fiat halt) mit ~670PS. Diese Leistung auf die Straße zu bekommen ist schon etwas ganz anderes als mit einem eher schwach motorisiertem Fahrzeug um die 200PS.

Es gibt genügend Videos im Internet die eine falsche Bedienung des Fahrzeuges zeigen, insbesondere bei feuchter und/oder kurviger Strecke. Wenn du in der Kurve schlagartig zu viel Drehmoment auf die Räder schickst können auch die Helferlein oft nichts mehr für dich tun.

Wenn du eine solche Umstellung vor dir hast fahre die erste Zeit mit Bedacht und nicht im Limit. Fühle dich Stück für Stück an das Fahrzeug heran, dann kommst du deutlich sicherer von A nach B. Das ist insbesondere dann anzuraten wenn du das Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr bewegst, hier gilt es umso mehr das Fahrzeug zu kennen um niemand anderen aufgrund Unfähigkeit/Unwissenheit zu gefährden.

Wenn du weist welches Fahrzeug du haben möchtest kannst du dich vorab bereits im Internet informieren wie das Fahrzeug so fährt. Das ist zwar nur theoretisch, aber die Erfahrungswerte anderer können dir durchaus auch helfen.

Am Ende zählt aber immer die eigene Vernunft, wenn du nicht wie ein Irrer auf dem Gas hängst kannst du jedes noch so starke Fahrzeug sicher von A nach B bewegen. Ob das Fahrzeug 50 oder 500PS hat, mit beiden kannst du dich um einen Baum wickeln oder unter einem LKW parken. Der Unterschied liegt hier darin das du mit mehr Leistung schneller in eine solche Situation kommen kannst, dies geschieht aber halt auch nur wenn du nicht weist wie dein Fahrzeug funktioniert.

Und was du früher oder später garantiert erfahren wirst ist die mangelnde Leistung. Je mehr du dich an die Leistung gewöhnst, desto mehr "langweilt" dich das. Es ist dann halt nichts besonderes mehr für dich und du hättest gerne mehr. Das geht jedem so, irgendwo muss dann aber auch der Kopf mal einsetzen der einem sagt "~400PS reichen auch". Auch wenn ich weis das 600PS deutlich mehr Spaß machen. :D

Mir hat ein alter Freund mal gesagt "Leistung macht gelassen". Was mich betrifft hat er damit recht, ich fahre mit meinem Mustang mit 430PS deutlich ruhiger/entspannter als mit einem Fahrzeug um die 150PS. Gut, das ist in der Saison auch mein Daily-Driver, aber ich hatte mit dem Fahrzeug nie das verlangen wie ein Irrer über die Straßen zu heizen. Klar macht es mal Spaß das Gas voll durch zu drücken und ich würde lügen wenn ich sage das mache ich nie, im großen und ganzen bin ich mit dem Fahrzeug aber deutlich entspannter unterwegs.

Mein Tag kann noch so besch...eiden gewesen sein, wenn ich mit dem Mustang los fahre komme ich schnell auf ein "normales" Level runter. Manch einer versteht das zwar nicht, aber ich mag es halt wenn ich höre und fühle wie die 5L Hubraum ihre Arbeit verrichten.

Naja, ich kann nicht von mir berichten, aber mein Kollege hat eine große Umstellung hinter sich. Ich würde sagen, am Anfang wirst du auf jeden Fall einen riesen unterschied merken so, aber du gewöhnst dich schnell dran. lass das alles einfach auf dich zukommen & du brauchst keine tipps von uns. Bloss pass auf, dass du nicht zu viel drückst. Spritkosten sind teurer geworden.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Danke. Ja das ist mir bewusst, dass hohe Kosten zwecks Sprit, Versicherung... entstehen. Denke auch das es am Anfang eventuell bisschen schwierig ist, denke man braucht halt viel Gefühl dafür.

1

Steig von einem Polo in eins deiner bisherigen Autos, das ist vergleichbar.

Klar wirst du dich etwas umstellen müssen, aber das geht schnell.

Mit entsprechender Fahrerfahrung sogar souverän.

Was möchtest Du wissen?