Große Qualitätsunterschiede bei Mountainbikes?

5 Antworten

Nun um Höchstgeschwindigkeit geht es bei einem Mountainbike eher selten. Einsatz für das Mountainbike ist eben unwegsames Gelände. Fährst du dort nicht wirklich so sind etliche andere Fahrradtypen sinniger. Gerade in der Stadt macht sich vor allem die Beschleunigung bemerkbar, aufgrund von roten Ampeln usw., da ist dann weniger Gewicht Gold wert.

In so einem Preisrahmen kriegt man lediglich schwere Panzer mit billigsten Komponenten. Ggf. kriegst du für das Geld etwas gebrauchtes, ansonsten würde ich definitiv was am Budget machen. Preis/Leistungstechnisch fangen die Räder irgendwo bei 600-700 Euro an, dann hast du ein vernünftigen Rahmen, eine komplette Deore Gruppe inkl. funktionierenden Bremsen und eine Gabel mit der du länger als nen halbes Jahr Spaß hast.

Fährst du wirklich im Gelände ist ein Mountainbike das richtige. Reden wir von Stadt und Waldwegen dann bist du mit einen Crossbike oder einem Cyclocross besser bedient. Gerade ein Cyclocross ist etwas interessantes, meist etwas leichter, verschiedene Griffpositionen möglich, dank Dropbar. Generell eben ein etwas schnelleres sportlicheres Rad, gehen aber aufgrund der geringeren Verbreitung so um 900-1000 Euro los.

Irgendwann ist natürlich ein Bereich erreicht wo der Preis extrem hoch geht und sich die Qualität nur noch minimal unterscheidet bzw. das Gewicht minimal runter geht. Unter 600-700 Euro bei MTB/Crossbike und 900-1000 Euro für ein Cyclocross/Rennrad würde ich aber als Neupreis nix empfehlen, dann wie gesagt lieber gebraucht.

Deine Höchstgeschwindigkeit hängt am Ende von der Übersetzung bzw. der Entfaltung ab und den Kraft in deinen Beinen.

Die Höchstgeschwindigkeit hängt nicht von der Zahl der Gänge, sondern von der Übersetzung ab. Die Abstufung zwischen den einzelnen Gängen ist bei mehr Gängen einfach feiner.

Für so wenig Geld wirst du sicher kein gutes MTB bekommen. Zu dem Legnano kann ich nicht viel sagen, weil die Beschreibung bzgl. der Komponenten sehr dürftig ist.

Da bei der Gabel nichts steht, wird es wohl eine NoName Gabel sein, die kaum Federleistung hat. Da wird wohl sogar die Suntour vom Bulls besser sein.

Das Acera Schaltwerk ist für das Geld in Ordnung, besser als das Tourney beim Bulls.

Es sind Felgenbremsen verbaut. Die werden nicht so stark sein, aber bei Felgenbremsen kann man nicht so viel falsch machen. Einigermaßen sollten die taugen. Das Bulls hat mechanische Scheibenbremsen. Da drückt nur von einer Seite ein Bremsbelag, weshalb die Felgenbremsen wohl stärker sind. 

Wenn es nur für die Stadt sein soll, kannst du eigentlich beide nehmen. Das Bulls kannst du eben auch in einem Laden kaufen (z. B. Zweirad Stadler), sodass du bei Problemen (Reklamation, Garantie) einen direkten Ansprechpartner vor Ort hast.

Aber Ersatzteile könnte man für beide gleich gut finden? Oder sogar Einzelteile durch andere bessere Marken nachträglich ersetzen?

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@Nemadies

In beiden Rädern sind 7-fach Schraubkranznaben verbaut. Die taugen nur etwas für Damen- oder Jugendräder. Einem härteren Einsatz halten sie nicht stand. Willst du die austauschen gegen bessere, müsstest du entweder auf gebrauchte aus den 90ern bei ebay zurückgreifen oder gleich die komplette Schaltung plus Hinterrad wechseln. 

Ähnliches gilt für den Austausch der mechanischen Scheibenbremsen beim Bulls. Ja, man kann die gegen bessere tauschen, aber billig wird das nicht.

Schließlich die Federgabeln. Für den sportlichen Einsatz sind die gar nichts. Klar könnte man die wechseln, aber guck dich doch mal um, was eine gute Rockshox kostet!

Es geht also nicht. Sicher, ich bin auch nie mit einem Rad, so wie es angeboten wird, zufrieden und würde immer gern etwas tauschen oder verbessern, doch es muss eine gewisse Basis dafür da sein, also es muss ein Großteil schon ok sein, sonst lohnt es sich nicht, weil Einzelteile immer im Verhältnis sehr teuer sind. Bei den von dir ausgesuchten Rädern hätte ich schnell nochmal 300 ausgegeben, bevor ich damit zufrieden wäre. 

Wie nennt man Räder, die sehr gut aussehen aber nichts taugen?

Aber ok, wenn du nur ein paar Meter damit rumrollen und dich zeigen willst: bitte.

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Und ist es möglich mit 24 und 27 Gängen eine höhere Höchstgeschwindigkeit zu erreichen als mit 21 Gängen? Oder kommt das auf die Übersetzung an?

Das ist ziemlich irrelevant. Bei so vielen Gängen gibt es zwangsläufig Überschneidungen d.h. zwei "verschiedene" Gänge haben eine identische Übersetzung - faktisch hat man also eh nicht soo viele verschiedenen Gänge. Die Anzahl der Gänge ist also tatsächlich eher irrelevant für die Geschwindigkeit (da wäre das Gesamtgewicht des Bike deutlich entscheidender^^). Übrigens haben seit ein paar Jahren gerade die richtig teuren High-End Schaltungen wie Sram XX1 oder Shimano XTR immer häufiger nur 11 Gänge.

Ansonsten, da es dir ja wohl eh nur um's äußere geht, würd ich einfach das Bike nehmen, dass dir besser gefällt. Ansonsten würd ich zum Bulls tendieren, einfach weil das wenigstens ne halbwegs vernünftige Marke ist. Aber wirklich zum Mountainbiken taugen die beide nicht.

Habe mal die Entfaltung einiger Shimano Übersetzungen durchgerechnet, die Hersteller achten schon auf möglichst wenige Überschneidungen.

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