Grosse Autobatterie gegen zwei Kleinere

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2 Antworten

Falls es tatsächlich nicht notwendig sein sollte, eine solch große Batterie zu verwenden, kannst du eine Kleinere nehmen und damit Platz für eine Zweite schaffen.

Sie über ein Trennrelais zum Laden parallel zu schalten ist möglich und die preiswerteste Lösung. Es gibt Leute, die behaupten, das würde problemlos funktionieren. In Wohnmobilen wird sowas angeblich erfolgreich angewendet.

Andere sagen, wegen der unterschiedlichen Ladezustände müsste für beide Batterien der Ladestrom getrennt geregelt werden. Auch Autohersteller, die zwei Batterien verwenden, schalten diese bei laufendem Motor nicht einfach parallel.

Eine Antwort darauf, welche Ladetechnik, auch im Hinblick auf die Lebensdauer beider Batterien, die bessere ist, habe ich nicht.

Andere sagen, wegen der unterschiedlichen Ladezustände müsste für beide Batterien der Ladestrom getrennt geregelt werden

Deshalb wird das Relais gesetzt, welches die Verbindung erst bei der Zündung erstellt und somit werden beide Batterien immer nur geladen und tauschen sich nicht aus.

Ich überlege aber auch gerade einen manuellen Schalter zu setzen, da ich die zweite Batterie wirklich nur auf dem Camping benötige. Also quasi nur 4 bis 5 mal im Jahr.

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@iVirusYx

Ob die Batterien über ein Relais oder über einen Schalter parallel geschaltet werden, spielt keine Rolle. Sie haben unterschiedliche Ladezustände und müssen daher mit unterschiedlichen Strömen geladen werden.

Die Lichtmaschine besitzt aber nur einen Laderegler. Wie teilt sich deren Ladestrom auf die beiden Batterien auf, die, sobald sie parallelgeschaltet sind, eine gemeinsame Spannung haben?

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@ronnyarmin

Das ist genau das was Du da sagst ... ein Laderegler kann keine zwei unterschiedlichen Batterien optimal versorgen... das reduziert dann auch die Batterielebensdauer.

Ich würde da eher über eine Lösung mit einer Solarzelle auf dem Dach und dazugehöriger Batterie im Fahrzeug nachdenken. Oder gar eine etwas verrückte Lösung ... die Batterie von dem Fahrzeug ist dafür ausgelegt, dass das Fahrzeug auch noch startet, wenn es eiskalt ist. Deshalb könnte man die ganz normale Fahrzeugbaterie so schalten, dass sie bis zu einem gewissen Entladungszustand, wenn das Fahrzeug steht, für Beleuchtung und anderes dienen kann. Zusätzlich wird sie dann noch per Solarpannel aufgeladen. Mit einer halb entladenen Batterie startet die Karre, im Sommer wahrscheinlich noch ohne grosse Probleme.          

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@ps6666

Also ich bin nicht der einzige der dies tun will, und es gibt Wohnwagen die ab Werk so verbaut werden. Oder nachgerüstet werden. 

Was anscheinend von äusserster Wichtigkeit ist, ist dass beide Batterien vom selben Hersteller und Alter sein sollten. Die angegebene Ah ist ja eigentlich nur die Kapazität. Schaltet man nun zwei Batterien von 60Ah zusammen, hat man 120Ah an Kapazität. Und die Kapazität muss nicht die selbe sein.

Die Batterien tauschen sich ja nur aus wenn kein Ladestrom vorhanden ist. Sobald Ladestrom, der normalerweise 14V beträgt, vorhanden ist, dann werden beide Batterie geladen. 

Ich müsste halt nur wissen auf was ich achten muss bei der Lichtmaschine. Wie kann ich herausfinden wieviel Batteriekapazität ich maximal laden kann? Oder auf was muss ich da achten, wenn meine Lichtmaschine zB 150A Leistung bringt.

Und dann müsste ich noch wissen ob die Batteriekapazität Ausschlag gebend ist um zu starten? Ich glaube hier ist der Kaltstrom wichtiger, denn dieser gibt an wieviel Maximal-Leistung die geladene Batterie über einen gewissen Zeitraum geben kann bevor die Spannung unter 9V fällt. Das heisst eine 60Ah Batterie müsste eigentlich im Stande sein das gleiche Auto anzukurbeln wie eine 110Ah Batterie, solange der Kaltstrom den gleiche Wert hat. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? 

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@iVirusYx

Die Lichtmaschine ist für das Laden einer 110 Ah-Batterie ausgelegt. Die ist ja original eingebaut. Wenn du ansteller dieser großen 2 Kleinere einbaust, wirst du nie mehr als 110Ah zusammenkriegen. Die Lichtmaschine packt das also.

Zur Leistung der Starterbatterie: Es kommt auf die Kapazität und die den Kälteprüfstrom an. Eine kleinere Batterie hat einen geringeren Kälteprüfstrom.

Du brauchst zum Einen ausreichende Kapazität, damit die Batterie die Strommenge zur Verfügung stellen kann, die bis zum Anspringen des Motors bemötigt wird. Und gleichzeitig muss die Batterie in der Lage sein, einen ausreichend hohen Stromfluss zu gewährleisten.

Sobald beide Batterie parallelgeschaltet sind, werden beide geladen. Problematisch sind unterschiedliche Ladezustände: Angenommen, eine Batterie ist nahezu voll, die andere nahezu leer. Parallgeschaltet haben beide die gleiche Spannung. Wodurch wird erreicht, dass die fast leere Batterie für lange Zeit eine hohen Ladestrom erhält, und die fast volle Batterie für eine kürzere Zeit einen geringen?

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@ronnyarmin

Also ich kriege so langsam alles zusammen was ich wissen muss. Dank eurer Informationen (die nicht unbedingt richtig sind) weiss ich wonach ich suchen muss. Also...

Die Lichtmaschine ist für das Laden einer 110 Ah-Batterie ausgelegt. Die ist ja original eingebaut.

Das laden einer Batterie ist nur ein "Nebeneffekt". Wenn eine Lichtmaschine 150A bringt, werden vielleicht nur 3 bis 4A benutzt um die Batterie zu laden. Desto mehr Ah die Batterie hat, desto länger dauert es bis die Batterie voll ist. Die Lichtmaschine muss ja im Prinzip noch andere elektronische Geräte speisen. Werden die 150A der genannten Lichtmaschine voll ausgenutzt, dann wird auch die Batterie nicht mehr geladen.

TL,DR: Grössere Batterie = längere Ladezeit.

Zur Leistung der Starterbatterie: Es kommt auf die Kapazität und die den Kälteprüfstrom an. Eine kleinere Batterie hat einen geringeren Kälteprüfstrom.

Ich denke das habe ich auch so verstanden. Ich muss also meine Werkstatt fragen was das benötigte minimum für meinen Wagen ist. Ich denke nämlich dass die verbaute fette Batterie vom Vorbesitzer nachgerüstet wurde, also ich eventuell eine Kleinere verwenden kann.

Sobald beide Batterie parallelgeschaltet sind, werden beide geladen. Problematisch sind unterschiedliche Ladezustände: Angenommen, eine Batterie ist nahezu voll, die andere nahezu leer. Parallgeschaltet haben beide die gleiche Spannung. Wodurch wird erreicht, dass die fast leere Batterie für lange Zeit eine hohen Ladestrom erhält, und die fast volle Batterie für eine kürzere Zeit einen geringen?

Beide Batterie werden immer geladen, auch wenn eine voll ist. Normalerweise sollte, sobald der Motor läuft, bei neueren Autos immer eine Spannung von über 13,7V auf einer Autobatterie nachmessbar sein. Eine Batterie die voll ist zieht halt keine Leistung (Ampere) mehr.

Kann jemand der sich auskennt das so bestätigen?

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@iVirusYx

Ich denke nämlich dass die verbaute fette Batterie vom Vorbesitzer nachgerüstet wurde, also ich eventuell eine Kleinere verwenden kann

Das ist eine neue Information. Als Faustformel für die verwendbare Batteriegröße kannst du rechnen: A der Lichtmaschine entspricht grob den Ah aller Batterien. Abweichungen von ca. 20% nach oben und unten sind kein Problem.

Eine Batterie die voll ist zieht halt keine Leistung (Ampere) mehr.

Das ist der Knackpunkt. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob das auch dann so ist, wenn eine volle und eine leere Batterie parallel geschaltet sind. Der Spannung nach haben beide den gleichen Ladezustand.

Wie wäre es, wenn du eine 2. Lichtmaschine einbaust und damit die 2. Batterie lädst?

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