Große Angst vor Nabelbruch, wer kennt das?

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6 Antworten

Moin.

Nun, erstens würde ich mir an Deiner Stelle mal einen anderen Arzt suchen. Es gibt durchaus Nabelhernien, die sich nicht durch eine äußerlich sichtbare Beule äußern. Die Diagnose erfolgt dort dann in der Regel per Sonographie. Die sollte bei Dir erst mal gemacht werden. Dazu solltest Du statt zum Chirurgen, mit Deinen Beschwerden erst mal beim Gastroenterologen vorstellig werden.

Denn gerade bei kleinen Bruchpforten besteht das Problem, dass sie a) sich nicht durch eine sichtbare äußere Beule äußern, b) dass in der Bruchpforte Teile des Darm eingeklemmt werden, was diese Art Hernie sehr schmerzhaft macht und c) es dort bei längerer Verschleppung zu einer Inkarzeration kommen kann. Letzteres heißt, dass das dort eingeklemmte Bauchorgan, in der Regel der Darm, dort einen meist bösartigen Tumor ausbilden kann. Das soll Dir jetzt keine Panik machen. Aber es ist eben möglich. Und gerade deswegen ist eine zeitnahe, bildgebende Diagnostik bei Dir erforderlich.

Was die OP einer Nabelhernie angeht, erfolgt diese in den meisten Fällen als Laparoskopie, also als Bauchhöhlenspiegelung. Dabei werden zwei Operationsinstrumente und ein Sichtinstrument in Vollnarkose durch drei kleine Schnitte in die Bauchhöhle eingebracht und mittels diesen das eingeklemmte Organ aus der Bruchpforte entfernt und die Bruchpforte anschließend mit einem Netzimplantat aus Kunststoff verschlossen, welches mittel kleinen Kunststoffhaken in der Bauchwand verankert wird.

In der Folge der OP musst Du drei bis vier Wochen einen stramm anliegenden Bauchgurt tragen. Eine weitere Folge der OP, bei der Deine Bauchhöhle zum "Platz schaffen" mit CO2 "aufgeblasen" wird, ist das Du ersten 36 Stunden nach der OP leichte Schmerzen in der Schulter verspürst. Ansonsten ist das Operationsgebiet nach Ende der Narkose weitgehend Schmerzfrei und ein leichtes Sticheln der Haken in der Bauchwand. Wenn die nach 3 bis 4 Wochen konsequent getragenem Bauchgurt voll eingewachsen sind, spürst Du sie nicht mehr.

Was Deine Angst angeht, im Patientenzimmer nicht um Hilfe rufen zu können, ist diese völlig unbegründet. Denn heute muss niemand mehr rufen. Man drückt einfach den Klingelknopf und eine Schwester kommt.

Angst vor dem Duschen brauchst Du ebenfalls nicht zu haben. Du solltest es nur vermeiden, großen Druck auf den Nabel und die umliegenden 5 cm auszuüben. Schweres Heben solltest Du allerdings bis zu einer abschließenden Klärung unterlassen. Ein Grund mehr, schnell den richtigen Arzt aufzusuchen.

Ich für meinen Teil habe inzwischen zwei Hernien-OPs hinter mir. Der eigentliche Nabelbruch war bei mir auch eher klein, die Beule gerade mal Erbsengroß. Die ersten zwei Wochen war dies recht schmerzhaft, aber als ich nach drei Wochen endlich meinen Arzttermin hatte, waren die Schmerzen weg. Folglich wurde erst mal nichts daran gemacht. Zwei Jahre später, nach einem erneuten, schweren Heben, kamen die Schmerzen umso heftiger zurück und blieben, was zu meiner ersten OP führte.

Nach der Netzimplantation folgten drei Beschwerdefreie Jahre, bevor ein erneutes schweres Heben beim Umzug einem Kollegen (alte Miele Waschmaschine) zwei der Haken aus der Bauchwand riss. Danach wurde in der zweiten OP das Kunststoffnetz durch eines aus Titangewebe ersetzt und mit der doppelten Anzahl an Haken verankert. Seitdem habe ich Ruhe mit diesem leidigen Thema.

Also: Ab zum Gastroenterologen, dort Deine Beschwerden schildern und auf einer Sonografie bestehen. Und dann Deine leidige Angst vergessen. Die ist völlig unnötig. Nach einer Hernien-OP in Laparoskopie wirst Du keinen großen Schmerzen haben.

Nur mach das bitte zeitnah und vermeide möglichst weiteres schweres Heben, weil sonst eine ggf. schon vorhandene Bruchstelle weiter aufreißen kann. Und das tut dann richtig weh. Deshalb zeitnah zum Facharzt.

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ASRvw de André

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Kommentar von Eisenkoenig
23.10.2016, 01:06

Vielen dank Andre für deine Ausführliche Antwort,

Du meinst ich soll mit keine Sorgen machen?
Diese OP kann zu einer geringen Wahrscheinlichkeit tödlich enden, habe ich gelesen.

Zweitens habe ich noch ein paar Fragen,
wie war das mit der OP
Warst du auf Schmerzmittel?
Wie lange musstest du im Krankenhaus bleiben?
Hattest du direkt nach der OP schmerzen oder ein ziehen?
Wie bist du zur Toilette gegangen und hattest du da schmerzen beim Urinieren und beim Stuhl?
Wie geht es die heute?

Wäre echt toll wenn du mir diese Fragen auch noch beantwortest, denn das würde mir etwas Ruhe verschaffen.

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Kommentar von Eisenkoenig
23.10.2016, 06:09

Als du dann schmerzfrei warst, hattest du dann schmerzen?

Hast du kein Problem beim Urinieren?
Bei mir ist das nehmlich das schlimmste von allen.

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Wie wäre es wenn du dir einen anderen Arzt suchst, der dich nochmal untersucht und mit dir alles abklärt. Ärzte sind nicht feinfühlig, das sollte dir bewusst sein. Wenn du ihm schon beim vereinbaren deines Termins den Grund sagst, warum du den Arzt aufsuchst, kann er sich dementsprechend vorbereiten bzw. hat schon mal ein grobes Bild.
Ggf. solltest du dich vielleicht in psychologische Hände geben.

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Hast Du mit deinen Eltern schon darüber gesprochen?

Deine Symptome, die du bzgl. deinem Bauch und v.a. deinem Nabel beschreibst, halte ich schon für dringend abklärungs- und gründlich untersuchungsbedürftig. Einen Nabelbruch würde ich da nun nicht von vorneherein ausschließen, auch wenn keine Vorwölbung zu sehen ist, ist ein solcher dennoch möglich. Ich rate dir auch dazu noch mal zu einem anderen Arzt (evt. zuerst zum Hausarzt?) zu gehen.

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Nein ich habe solche Schmerzen nicht. Hältst du denn deinen Rücken gerade wenn du schwere Sachen hebst? Ich würde auch mal zum normalen Hausarzt gehen, der schickt dich dann sicher zu einem Facharzt. Denn Normal ist das nicht. 

Und was ist das für Arzt der keine Zeit hat? Ich würde mir einen anderen suchen.

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Kommentar von Eisenkoenig
22.10.2016, 23:55

Danke für deine schnelle Antwort, ja ich habe vergessen zu erwähnen das ich einen Rundrücken habe, mit Skoliose, es kann gut sein das es davon kommt.

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Geh am besten mal zu deinen Hausarzt. Der kann sich mehr Zeit für dich nehmen.

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Was sagt denn dein Hausarzt dazu ?

Den solltest du diese Frage einmal stellen und dann möglichst, dich stets daran erinnern, wenn du was Scheres tragen sollst und es am besten lässt .

Dann nimm du die Noten und nicht das Klavier, wie es so schön heißt .

Geh zu deinem Hausarzt !

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