Griesgrämigkeit wegen Grießcremigkeit

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Das Ergebnis basiert auf 38 Abstimmungen

Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies: 44%
Lasst die Frau einfach immer mitkochen, dann beschwert sie sich nicht. 23%
Ihr gar nicht erzählen, dass wieder Nachmittagstee ist. Dann bleibt sie schön im Zimmer. 21%
Gesondert für sie backen, auch wenn die zusätzliche Zeit den anderen Bewohnern dann fehlen wird. 5%
Die Frau komplett vom Nachmittagstee ausschließen oder sie von Rest der Bewohner "isolieren". 5%

22 Antworten

Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

In einer ähnlichen Variante wie Pezzi würde ich Frau Griesgremigkeit mal zum feinsten Konditor der Stadt ausführen und ein Gespräch von galantem Mann zu hoch geschätzter Dame führen. Mal so über dies oder das plaudern und mal gucken, wo der Schuh drückt.

So ein Griesgram kann charakterlich bedingt sein, oft steckt da aber was ganz anderes dahinter. Vielleicht kommt sie von selbst ins Reden, vielleicht muss man sanft anstubsen. Und wenn sich dann so das Gespräch ergibt, dann kann man auch das Thema auf die im übertragenen Sinne Grießcremigkeit bringen. Wie deutlich man da werden kann, hängt von der Dame ab und vom Finger- ähhhh Krallenspitzengefühl des Finken ab :D

Gut ist immer ein Bereich, wo man sie ehrlich bauchpinseln kann. ICH hätte beim Thema Grießbrei einen tollen Einstieg. Ich finde Grieß aus Weichweizen bäh und schlabberig. Ich liebe den solchen aus Hartweizengrieß mit etwas Biss. Der soll dann zwar locker sein, aber dennoch nicht so schmecken, als ob er schon mal benutzt wurde... *flötendindieeckeverschwinde

Buchfink 06.06.2009, 12:44

Ein Machwerk von einer Antwort. Perfekt!

.

Wir verwenden allerdings ausschließlich Hartweizengrieß, nur hat er für sie immer noch zu wenig Biss.

Aber weil die Mehrheit gerne "weicheren" Grießbrei mag,

und sie, wenn man ihre Portion Grießpudding früher aus dem Topf entnimmt,

damit er noch Biss hat, schon mit ihrem Schälchen "naselangmachend" durch den Aufenthaltsraum spaziert,

kochen wir lieber "Einheitsbrei", der dann gemeinsam und mit identischem Biss serviert wird.

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Schotenknipser 06.06.2009, 17:16
@Buchfink

Die Methode, vorher einfach was abzunehmen, hätte ich jetzt auch noch vorgeschlagen. Wenn sie sich aber dann so verhält, wie du sagst, dann ist das ein Grund, ihr im Café das Stückchen Eierlikörsahnetorte vor die Nase zu halten und dann wegzunehmen. Und dann mit dem liebevollsten Buchfinklächeln zu sagen: So nich!..... Und dann habt ihr ein Gesprächsthema :D (Nachdem du ihr die Torte wieder hingestellt hast)

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Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

Wenn man mal drueber nachdenkt, was es fuer manch Menschen bedeutet, am Ende eines langen und selbstaendigen Lebens in einem Heim leben zu muessen, ohne Aufgaben, sich nach den Regeln anderer richten zu muessen. nie allein zu sein weniger Rechte zu haben, als frueher, und keine Aussicht auf Aenderung--ich denke, alte Menschen ein wenig Respekt und Nachsicht verdienen. Deshalb wuerde ich es mit einem freundlichen Gespraech versuchen.Und lasst sie doch mal erzaehlen, wie das nach dem Krieg war, und wie schwierig es damals war, sich und die Familie satt zu bekommen. Vielleicht sieht sie dann, dass es ihr trozt"cremigem Griessbrei "eigentlich gut geht. viel Glueck, ullabaerle

Buchfink 06.06.2009, 13:11

Auch Dir einen herzlichen Dank für diese ausführliche Antwort.

*

Mit sich reden lässt die allerdings nicht und auch die anderen Bewohner haben ein langes Leben hinter sich und sind nun Heimbewohner, ohne dass sie dass sie permanent nörgeln. Auch mit diesen Menschen gibt es Spannungen, aber die lassen mit sich reden und gerne hören wir sehr lange sehr gerne zu.

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Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

Ich glaub das diese Dame in Ihrem Leben schon so viel gesehen und erlebt hat das sie einfach immer und überall etwas auszusetzen haben wird. Warum macht ihr aus Euren Nachmittagen denn keine Themennachmittage? "Heute kochen wir mal wie 1945 * in den 60´gern, * in den 70 ´gern etc. "

Vorher alle gemeinsam Rezeptesammlung und Zutatenlisten aufstellen. Das müsste dann also quasi heute angekündigt (wegens der Überlegenszeit) und beim nächsten Treffen vorbereitet : Rezepte nennen und Einkaufsliste zusammenstellen bzw. erstmal abstimmen welche REzepte und dann beim nächsten Mal nach Thema gekocht.

So kann immer jeder was beisteuern und jeder vom Wissen der anderen Profitieren. von einem Teil stammen die Rezepte und Anweisungen und der andere Teil darf dies dann zubereiten

Manche Leute sollten um das EGo zu streicheln vielleicht das ein oder andere mal um rat gefragt werden (auch wenn du weißt wie es geht, lass es dir nochmal erklären).

Um dem ganzen noch ein wenig Pfiff zu geben kann ja der Teil der Gruppe der nicht am kochen bzw. backen ist, ja dem Thema getreu den Aufenthaltsraum dekorieren und Lebensgeschichten aus der betreffenden Zeit möchten dann bitteschön auch zum besten gegeben werden. -> wenn das von den alten Herrschaften angenomemn wird könntet ihr ja im nächsten Schritt (muss ja interessant bleiben) mal die Enkelkinder zum Themennachmittag einladen: die können dann gleich noch was lernen ;-)

Buchfink 07.06.2009, 09:33

Eine absolut schöne, einleuchtende und aufwendige Antwort.

Herzlichen Dank!

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Lasst die Frau einfach immer mitkochen, dann beschwert sie sich nicht.

Ständiges Meckern ist doch oft eine Beschäftigung, die ganz anderen Zweck erfüllt als das Angesprochene zu verbessern. Nachdem das kein unbekanntes Phänomen ist, gibt es doch sicher Bücher über Meckersucht im Alter, die Ursachen und wie man damit am besten umgeht. Trotzdem würde ich gefühlsmäßig sagen, mitkochen lassen, außer die Missgunst anderer Bewohner steht dagegen.

dasLabs 28.07.2009, 20:26

Ihren echten Namen hier zu nennen, wäre vielleicht nicht nötig gewesen.

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Buchfink 30.07.2009, 23:20
@dasLabs

Namen werden von mir grundsätzlich abgeändert - aus Gründen von Persönlichkeitsrechten.

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Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

nimm ihre Sicht der DInge durchaus auch ernst und als Grundlage zur Diskussion mit den anderen, komme so "vom hundertsten ins Tausendste" und vergleicht die Rezepte untereinander, "Frau XY, wie haben sie denn den Griesbrei immer gemacht? HAben sie auch Butter rangemacht?...und sie, Fr.ABC?" Spann die Fr. ERiksson mit ein, lass sie mal mehr machen, auch vor und nachbereiten, und vllt findest du Gelegenheit ihr "im Vertrauen" zu sagen, dass du es schön fändest, wenn sie grade heute mal schaut , dass Fr. MMM besser isst, mehr trinkt, mehr lacht usw/oder so ähnlich. Nimm sie ins Boot, hilft mehr als zu schimpfen, das hilft näml. gar nix!! Und: RESPEKT, kleiner Buchfink vor deinem Ehrenamt!!

Buchfink 05.06.2009, 20:52

Leider kann ich nur einen Daumen geben. Herzlichen Dank.

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moon73 05.06.2009, 21:09

Sehr schöne Antwort.

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Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

Wenn sie meckert das der Kuchen zu schokoladig ist einfach eine dose Milch drüber kippen, wenn der Grießbrei nicht körnig genug ist einfach ungekochten Grieß drüber geben. :-D Dann ging es ihr im Krieg wohl noch zu gut, würde ich ihr sagen sonst würde sie es zu schätzen wissen wie die anderen. :-)

Buchfink 05.06.2009, 20:52

Nicht etwas ruppig?

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user50 05.06.2009, 21:36
@Buchfink

Manchmal bewirkt sowas wunder. Und nur weil eine Person, sag ich mal zwanzig Personen schlechte Laune vermittelt, ist es nicht ruppig. Aber wenn Du jedes Angebot hier ablehnst, was schlägst Du vor? Es ist ja nicht so, dass sie kein Kuchen bekommt, sie kann ja es sich nochmal anders überlegen, und vielleicht schmeckt ihr der ja doch und möchte lieber ohne Milch den kuchen genießen. ;-)

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Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

egal für was du dich entscheidest, sie ist und bleibt ein "Alter Griesgram" und es gefällt ihr

Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

Vielleicht mal 1:1 mit ihr reden und sie darauf hinweisen wie sie bei den Anderen ankommt,ich glaube kaum das sie der Miesepeter vom Dienst sein will.Das ganze natürlich ganz ruhig und sachlich.

LG Sikas

Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

ihr macht ihr eine eigene Portion (z.B. steinharten Grießpudding) und bei Beschwerde bekommt sie den Anderen vorgesetzt. sollte das nicht wirken bin ich für GELB

Buchfink 05.06.2009, 20:49

Das ist eine schöne Idee.

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Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

Da hilft nur eins: Humor! Lacht allesamt darüber, wenn sie wieder meckert, aber passt auf, sie nicht auszulachen. Es geht ja wirklich nur darum, dass sie stets das Gegenteil heranzieht, um meckern zu können. Außerdem kehrt man so am besten die Stimmung um.

Buchfink 06.06.2009, 08:44

Wir (die Freiwilligen) können darüber lachen. Aber die anderen Bewohner sind genervt, weil die Dame ihnen die Stimmung verhunzt.

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Was für ein hübsches „Wortspiel“: Grämigkeit - Cremigkeit, lach!

Gegen Spielverderber und notorische Meckerziegen ist leider kein Kraut gewachsen.

Bring die alte „Dame“ doch mit dem sympathischen Herrn aus Dänemark zusammen, der so ein Faible für deutsche Sprichwörter hat. Der alte Herr scheint ja ein sonniges Gemüt zu haben. Vielleicht kann er charmant die „Meckerziege“ ein wenig in seinen Bann ziehen und ablenken, damit sie beim Essen nichts zu bemängeln hat, sondern ihm ihr volle Aufmerksam schenkt. Ältere Frauen sind von jeher sehr eitel, und einem Kavalier der alten Schule müsste es doch gelingen, mit Komplimenten und einem interessanten Gesprächsstoff dem Gezeter ein Ende zu setzen. (Hoffen wir‘s ;o)).

Buchfink 06.06.2009, 15:33

Bei dieser Dame hat kein Charme eine Chance.

Weder der Däne, noch meine Wenigkeit vermögen es sie zufrieden zu stellen.

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Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

Ich würde ihr zusätzlich erklären, daß Du ehrenamtlich da bist und Dich auch nicht aufregst und dass die anderen da sind, um ihre Arbeit zu machen und kein Müllkübel für ihr Gezeter (oder Raunzerei, wie wir sagen!)

Buchfink 05.06.2009, 20:49

Klare Worte gehen bei dieser Dame unter. Mit Rationalität darf ich ihr gar nicht erst ankommen.

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Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

Ich habe mir sagen lassen, dass sich im Alter sowohl die schlechten, als auch die guten Charakter-Eigenschaften verstärken.

Was hat die alte Dame denn für eine gute Eigenschaft? Ist sie vielleicht hilfsbereit? Dann pack sie genau da an den Kragen und lass Dir ihre Rezepte aus der guten alten Zeit geben. Dann werden halt Waffeln à la Eriksson gebacken und körniger Kriegs-Griesbrei gekocht.

Mal sehen, ob die „Meckerei“ dann endlich aufhört, und der Frieden wieder hergestellt ist ;-))

Buchfink 06.06.2009, 08:44

Außer... nein Moment.... vielleicht ihre...

....nein, Frau Eriksson hat einfach keine gute Eigenschaften.

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Schotenknipser 06.06.2009, 17:21
@Buchfink

Doch, Schneckchen, sie hat.... sicher! Manchmal liegt so etwas arg im Verborgenen, aber sie hat.... Viel Spass beim Suchen B-)

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Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

Lass sie einfach reden und nehmt euch ihr Gezicke nicht so zu Herzen.

Gerade alte Leute sind zum Teil sehr zickig und finden einen Grund zum meckern ;-)

Und du weißt doch selbst: Man kann es nie allen Recht machen, einer meckert immer.

Guten Appetit und liebe Grüße an Frau Erikson, vielleicht hat sie den Grießbrei ja mit Milchreis verwechselt, der ist nämlich immer körnig :)

Buchfink 05.06.2009, 20:46

Mit ihrem Gemecker geht sie aber auch den anderen Bewohnern auf den Senkel. Die verdirbt die ganze Laune.

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moon73 05.06.2009, 20:50
@Buchfink

Dann fangt das nächste mal an , alle ein Lied zu singen, wenn sie wieder meckert.

So alte Volkslieder kann man ganz herrlich zusammen singen :)

Ihr müßt einfach lernen sie zu ignorieren, oder aber die direkte Ansprache üben:

Sagen sie mal Frau...sie verderben uns unsere schöne Laune und den Appietit mit ihrem Gemecker .

Oder: Frau...wenn Ihnen ihre Speise nicht schmeckt, dann lassen sie doch den Löffel liegen und gehen eine Runde spazieren?

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moon73 05.06.2009, 20:56
@moon73

Oder: Frau ..früher im Krieg hätte man aber nicht so über das Essen gemäkelt, da wäre man dankbar gewesen, dass überhaupt etwas auf den Tisch kommt.

Warum sind sie denn so undankbar, das wird den lieben Gott aber nicht erfreuen.

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Lasst die Frau einfach immer mitkochen, dann beschwert sie sich nicht.

vielleicht fehlt ihr auch die zuneigung und hat kein einfaches lebn

Lasst die Frau einfach immer mitkochen, dann beschwert sie sich nicht.

Offensichtlich bedarf sie erhöhter Zuwendung - die ist in dich verschossen!

Buchfink 08.06.2009, 16:36

Dass ältere Damen auf mich fliegen ist ja nicht neu.

Aber wieso zeigen die es mir dann nicht auf eine liebenswürdige Art?

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Sofaschalter 08.06.2009, 23:48
@Buchfink

Manche Männer verdienen, nur eine kalte Schulter gezeigt zu bekommen ;-)

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Buchfink 08.06.2009, 23:51
@Sofaschalter

Pah! Dann heirate doch Frau Eriksson, wenn sie Dir so gut gefällt!

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Sofaschalter 09.06.2009, 09:21
@Buchfink

Im Prinzip eine gute Lösung für dein Problem - Frau Erikson wäre befriedigt, Sofaschalter würde dich mit unnützen Kommentaren verschonen, sie Sonne würde wieder scheinen... aber halt: verflucht - Sofa ist sowas von hetero und sowas von glücklich verheiratet und soooo weit weg! Heirat Fr. Erikson doch selber zungerausstreck

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Ihr gar nicht erzählen, dass wieder Nachmittagstee ist. Dann bleibt sie schön im Zimmer.

brat ihr keine extrawurst dann hat sie gewonnen

Buchfink 05.06.2009, 20:45

Ist das nicht ein wenig unfair?

Ich meine, sie einfach im Zimmer zu lassen und ihr nichts vom Tee zu erzählen?

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Also, mein hochgeschätzter Buchfink, ich empfehle dies:

Einfach ignorieren,wenn sie mal wieder meckert.Mit dem Alter wird man seltsam.

Buchfink 05.06.2009, 20:44

Mit ihrem Gemecker geht sie aber auch den anderen Bewohnern auf den Senkel. Die verdirbt die ganze Laune.

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user50 05.06.2009, 20:44

Man wird nicht seltsam, sein Charakter wird ausgeprägter. :-D

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Lasst die Frau einfach immer mitkochen, dann beschwert sie sich nicht.

So sind manche Menschen nun mal, da kann man auch nichts ändern ;)

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