Griechenland identisch mit alten griechen?

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4 Antworten

Selbst die "alten Griechen" waren keineswegs ein homogener Volksstamm. Es gab mindestens 4 größere Einwanderungswellen in den Ägäisraum.

Was wir unter dem antiken Griechenland verstehen, beschränkt sich eigentlich auf Athen und noch ein wenig Sparta

Spätestens seit Alexander spricht man aber eher von den "Hellenen", Das ist ein Vielvölkergemisch

Das antike Griechenland reichte von der Ostseite der Ägäis (türkische Mittelmeerküste) über das heutige Griechenland bis nach Süditalien (Großgriechenland). Und natürlich hat sich in den letzten 2000 Jahren einiges verändert, wozu nicht zuletzt ein paar hundert Jahre Besetzung durch das osmanische Reich beigetragen haben.

Schau dir nur mal die griechische und die türkische Küche an, die sich sehr ähnlich sind - viel ähnlicher als zum Beispiel die griechische und die italienische.

Aber solche Veränderungen in so langer Zeit sind nichts besonderes, du findest sie bei allen anderen Völkern genauso.

Ja aber meine Frage ist: Wieso wird Griechenland trotzdem als Herkunft der Kultur, demokratie usw. betrachtet, als etwas das zu uns gehört und von dem wir abstammen?
Der Staat Griechenland wird immer als "unsere kulturelle Herkunft" gesehen. Andere Länder dieser Gegend, wie Albanien werden als "Orient" gesehen, Griechenland nie! Obwohl die türken da viel länger waren!

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@VielSpasDrinnen

Von den Griechen ist eben einiges schriftliches erhalten geblieben. Auch die römische Kultur baute weitgehend auf die griechischen Philosophen auf.

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@VielSpasDrinnen

Weil die Kultur des antiken Griechenland (von der sich die Römer reichlich bedient haben) tatsächlich die Grundlage der westeuropäischen Kultur darstellt. Spätere Einflüsse wie die türkische Besetzung im heutigen Griechenland und die christliche Kirche des Mittelalters in Europa haben diese Grundlagen zwar teilweise überdeckt, aber seit der Renaissance hat man sich wieder darauf besonnen.

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@Pangaea

Ach ja? Die Griechen hatten weder Weihnachtbäume, noch Frauenrechte (von wegen Demokratie) noch stammen unsere Märchen von da. Ganz vieles was NICHT von den Greichen kommt, von wegen "Grundlage der westeuropäischen Kultur". Als ob es hier vorher nichts gab!

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@VielSpasDrinnen

Weihnachtsbäume und Frauenrechte sind Erfindungen des 19. Jahrhunderts, da gab es das antike Griechenland schon lange nicht mehr.

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@VielSpasDrinnen

Auch wenn die Kultur des alten Griechenand die Grundlage des westichen Kutur ist, sind Weiterentwicklungen möglich und sinnvoll.

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Die meisten alten Griechen haben auf dem Territorium der heutigen Türkei gelebt. Sie sind dann von den Türken vertrieben worden.

Kern des antiken Griechenlands (400 v. Chr.) ist damals wie heute Athena samt Umgebung, nicht Türkei. Nur so nebenbei.

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Das stimmt doch gar nicht! Wenn dann waren das Perser, Kurden etc, aber keine GRICHEN!

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@VielSpasDrinnen

Ephesus, Myra, alles griechische Städte, die heute in der Türkei liegen. Viele griechische Tempel, ich habe viele von ihnen in der Türkei besichtigt.

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@VielSpasDrinnen

Die Westküste der Türkei (das damalige Ionien) wurde von den Griechen erobert und kolonisiert. Dagegen hatten natürlich die Perser etwas einzuwenden und haben das Gebiet mehrfach zurückerobert. Seit Alexander dem Großen (einem Makedonier, aber das damalige Makedonien ist nicht zu verwechseln mit dem heutigen Staat Mazedonien!) gehörte Ionien dauerhaft zu Griechenland. Die übrigen Kolonien in Italien, Spanien, Frankreich, Ägypten, am schwarzen Meer, in Albanien, usw. wurden zumeist kampflos gegründet. Dort fand eine Art Symbiose der alten und neuen Kulturen statt, die - zumindest in den Westlichen Kolonien - aber den deutlichen Stempel der Griechen trägt.

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Nenne mir ein Land, welches sich kulturell und territorial nicht verändert hat (innerhalb von über 2000 Jahren). Und geschichtlich ist es akzeptiert, dass Deutschland eng u.a. mit Frankreich verwandt ist, siehe Frankenreich. Man spricht auch von einer "Erbfeindschaft" von damals.

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