Grexit: Wie kann ein Grexit erfolgen, wenn eine Parallelwährung eingeführt wird?

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1 Antwort

Erstmal bedeutet Grexit nicht das Ausscheiden Griechenlands aus der EU, sondern der Eurozone.

Die setzt voraus, dass Griechenland eine eigene Währung einführt.

Parallelwährung kann man die nennen, wenn daneben auch noch der Euro im Umlauf ist.

Griechenland hätte damit wieder Zugang zum Kapitalmarkt, allerdings zu sehr schlechten Konditionen, d. h.  hohen Zinsen.

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Kommentar von enchino
28.05.2016, 17:55

aber wenn gr aus der eurozone rausgeschmissen wird, dann wird es doch auch von der EU rausgeschmissen oder?

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Kommentar von vitus64
28.05.2016, 17:58

Natürlich nicht. Die Einführung einer eigenen Währung kann ja auch übergangsweise mit Rückkehr zum Euro erfolgen.

Im Übrigen haben diverse EU-Länder (Dänemark, Großbritannien, ...) eigene Währungen.

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Kommentar von vitus64
28.05.2016, 18:12

Die Drachme wird dann ja einen Wert in Euro haben, der sich am Markt ergibt, wie bei jeder Währung.

Somit wäre zumindest theoretisch eine Rückzahlung der Schulden möglich.

Praktisch sehe ich hier jedoch schwarz.

Der sauberste Schnitt wäre meiner Meinung nach ein möglichst weitgehender Schuldenschnitt mit Wiedereinführung der Drachme.

Hiermit würde Griechenland ein Neustart ermöglicht. Neue Rettungspakete wären dann nicht mehr nötig.

Mit Euro ist Griechenland auf Dauer nicht wettbewerbsfähig.

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Kommentar von vitus64
28.05.2016, 18:31

Das kann man Parallelwährung nennen oder anders. Parallelwährung würde bedeuten, dass der Euro neben der Drachme im Umlauf bleiben würde. Und so würde es ja wahrscheinlich auch kommen, da die Leute rechtzeitig Geld abheben würden.

Denn wie in dem Artikel ja steht würde die neue Drachme schnell an Wert verlieren.

Aber dann hätte Griechenland wenigstens wieder Zugang zum Kapitalmarkt.

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