Grenzwert für Pilze im Leitungswasser?

1 Antwort

In der TrinkwV gibt es Grenzwerte für bakterielle Verunreinigung (Koloniezahlen). Pilze sind hier wahrscheinlich deshalb nicht gesondert aufgeführt, weil sie in der Regel nicht unter/im Wasser wachsen. Es können aber Sporen enthalten sein, die dann auf einem Nährboden gedeihen können.

Stellt sich die Frage wie die Sporen ins Wasser gelangen? - es müsste sich dabei um Oberflächenwasser handeln, da ich nicht glaube, dass Pilzsporen den Versickerungsprozess des Grundwassers überstehen, sondern in den Erdschichten verbleiben.

Können die Sporen aus den Leitungsrohren gelangen? Wenn ein Pilznährboden (Biofilm) sich in den Wasserleitungen festgesetzt hat, werden dann die Sporen mit dem Wasser rausgespühlt? Die Wasserprobe wurde aus den Wasserleitungen des Hausen entnommen ca. 1 L und nicht aus dem Trinkwassernetz der Stadtwerke. Es existiert eine Druckwasserleitung und nach der oberen Ausssage wachsen doch Pilze nicht unter Wasser.

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@verreisterNutzer

Aussagekräftige Untersuchungen sollten von einem akkreditierten Labor durchgeführt werden. Proben müssen von einem Probenehmer mit Schulung nach VDI 6023 durchgeführt werden.

Alles andere dürfte nicht wirklich "richtig" sein.

Selbstbeprobung und Auswertung mit Messstreifen können keine ausreichende Information liefern und sind oft Fehlerbehaftet.

Z.B. Kein richtiger Entnahmehahn, Entnahmehahn nicht abgeflammt, kein sauberes Gefäß/ saubere Finger etc. ungeeignetes Nachweisverfahren...

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@taunide

Meine Laborpraxis für Mikrobiologie hat wohl nur Trinkwasser auf Bakterien untersucht.

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@verreisterNutzer

Institute wie Hessenwasser oder Umwelthygiene Marburg geben gerne Auskunft über Prüfumfang und Methoden.

Wenn Zweifel an der Qualität hinter der Wasseruhr (also der Hauseigenen Installation für die der Betreiber/Eigentümer verantwortlich ist) besteht können ggf. die Leitungen durch ein Heizungs-/Sanitär-Fachbetrieb thermisch desinfiziert werden. Dabei wird mind. 70°C warmes Wasser durch die Leitungen gespült. Bei Warmwasserleitungen kein Problem - wird nur die Temperatur im Warmwasserbereiter kurzfristig angehoben und gespült.

Etwas aufwendiger wird es bei Kaltwasserleitungen. Auch hier können sich bei Stagnation und/oder schlechter Isolierung "Biofilme" (Bakterien,E-Coli, Legionellen etc.) in der Leitung bilden. 

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@taunide

Ein Probenehmer mit Schulung nach VDI 6023 sagte, dass
die Trinkwasserverordnung keine Grenzwerte für Pilze hat.

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