Gravitropismus/ Geotropismus: Wie und durch was merken pflanzen die erdanziehungskraft?

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2 Antworten

Hallo,

die meisten Pflanzen nutzen dafür sogenannte Statocyten. Das sind spezialisierte Zellen mit in Proteinkomplexe eingebetteten Steinchen / Kristallen, die aufgrund der Erdbeschleunigung zum Erdmittelpunkt beschleunigt werden. Diese Bewegung wird dann von Proteinkomplex, der Zelle und somit auch von der Pflanze registriert und sie kann über die Verschiebung von verschiedenen Hormonkonzentrationen eine Wachstumsbewegung in Richtung Boden / Erdmittelpunkt einleiten.

Ist simpler aufgebaut aber im Grunde das gleiche Prinzip wie bei unserem eigenen Gleichgewichtsorgan.

Gibt auch noch eine sehr spannende Doku, in der unter anderem auch deine Frage abgehandelt wird. Viel Spaß =)

Vielen Dank :D hat mir voll weiter geholfen :-D

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Geotropismus allgemein erklärt

Fähigkeit der Pflanzenorgane, unter Einfluss von Schwerkraft eine bestimmte Wuchsrichtung /Lage anzunehmen. Vom Tropismus = Krümmungsbewegung festsitzender Organismen (Pflanzen, sessile Tiere) oder Organen bei Einwirkung derselben Außenreize wie Taxien.

Die Organismen stellen sich in eine bestimmte Lage zur Reizquelle ein. Die Zuwendung zur Reizquelle hin (positiver Tropismus), die Abwendung vom Reiz weg (negativer Tropismus) oder die Einstellung der Organe in einem meist rechten Winkel zur Reizrichtung (transversaler Tropismus) werden ausgelöst durch Schwerkraft (Geotropismus), Licht (Fototropismus, bei der Sonne Heliotropismus), durch unterschiedliche Konzentrationen gelöster oder gasförmiger Stoffe (Chemotropismus), durch verschiedene Feuchtigkeitsgrade (Hydrotropismus), einseitige Berührung z.B. bei Ranken (Haptotropismus, Thigmotropismus), durch Einstellung bestimmter Pflanzenteile zur Strömungsrichtung einer Flüssigkeit (Rheotropismus), durch Temperaturunterschiede (Thermotropismus) oder einseitige Verwundung (Traumatotropismus).

Lit: Brockhaus Enzyklopädie

Hast du einen online-Brockhaus oder tippst du alles ab? Interessant auf jeden Fall. Ich weiß jetzt, dass ich stark thermotropistisch veranlagt bin.

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