Grabsteinüberprüfung? Darf ein Grabstein aus Granit entfernt werden, wenn zwischen diesem und einem anderen Grab, mehr als zwei große Löcher sind?

4 Antworten

Der Nutzungsberechtigte einer Grabstätte.. Nutzer ist ein Toter.

Vertragspartner für die Friedhofsverwaltung ist der Auftraggeber der Bestattung, der Vertragsunterzeichner. Derjenige hat auch die Verantwortung und ist Kostenschuldner.

Wenn hier alle 3 Jahre Erdreich nachsackt, womit die Standfestigkeit eines Steines beeinträchtigt wird, würde ich - abhängig von der Restliegezeit nach Satzung- einen Termin mit dem Lieferanten bzw. mit der dem Setzen des Steins beauftragten Firma machen. Dann wurde offenbar das Fundament nicht richtig gegründet.

Solange das Grab nach Satzung noch nicht geräumt werden darf, bleibt die Kostenschuld beim Vertragspartner der Friedhofsverwaltung, alternativ bei den Erben des Toten.

Die Kosten der Grabräumung sind in der jeweiligen Satzung kommunal unterschiedlich geregelt.

Das wusste ich nicht. - Also hat man einen Fehler beim Fundament gemacht? Wie kann den sowas passieren. Jeder macht mal Fehler, ist ok. Was wird den in der Regel als Fundament verwendet?

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@Butter01blume

dies musst du mit deiner Friedhofsverwaltung klären. Hier hat auch jeder Friedhof seine eigene Vorschrift.

Kommt auch auf die Größe und Aufstellfläche des Steines an. Bei uns werden diese in ein Betonfundament gesetzt. Wie groß, wie tief... weiß ich auch nicht.

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Die Unfallverhütungsvorschriften sehen eine Drucklastprüfung mit einer Kraft von 0,3 kN in einer Höhe zwischen 0,5 und 1,2 m (möglicht an der Oberkante des Grabmals) vor. In der Praxis wird vom Friedhofspersonal bei der Standsicherheitsprüfung einfach mal kräftig gegen den Stein gedrückt.

Sollte die Standfestigkeit nicht mehr gegeben sein, wird der Nutzungsberechtigte der Grabstätte informiert. Er ist dafür zuständig den Mangel zu beheben.

Ohne Kenntnis des Nutzungsberechtigten kann die Friedhofsverwaltung den Stein nur entfernen wenn der Stein eine Gefahr für die Sicherheit auf dem Friedhof darstellt. Wenn der Stein wirklich zu kippen droht, ist das für andere Friedhofsbesucher möglicherweise lebensgefährlich.

Den Teil der Frage mit den großen Löchern verstehe ich nicht.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Bei einem Durchgang zwischen dem Grab und Nachbargrab sinkt ab und zu die Erde ein.

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@Butter01blume

In und um Gräber für Erdbestattungen kommt es oft zu Absackungen. Die Erde wird bei Beisetzungen durch das Ausheben aufgelockert und verdichtet sich dann allmählich wieder. Zu einem größeren Einsacken kommt es dann wenn das Deckblatt des Sarges nachgibt. Das sollte den Grabstein eigentlich nicht beeinflussen. Der verfügt ja über ein entsprechendes Fundament. Je nach Machart wird aber die Einfassung eines Grabes in Mitleidenschaft gezogen. Auf jeden Fall sollte man solche Stellen mit Erde auffüllen.

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@19Uhr30

wurde auch so gemacht, nur sackt es nach weniger als drei Jahren regelmäßig ein

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Wenn der Grabstein droht, umzukippen, wird er wohl neu stabilisiert werden müssen und bekommt ein neues Betonbett,Die Löcher werden wieder aufgefüllt und verfestigt vom Garten und Friedhofsamt. So war es bei einer Grabstelle, die ich " betreue" Stein war Marmor. Von Entsorgung war hier nicht die Rede.

Und leider kann ich zu " Entsorgungskosten " deshalb nichts sagen.

Wie kommt man dazu eine Grabstelle zu betreuen ohne das man Eigentümer ist?

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@Butter01blume

Wenn man jemanden kennt, der nicht mehr in der Lage ist, seine Grabstelle zu betreuen und dann die Pflege dieses Grabes incl. Kosten übernimmt.

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@Userhm

Hat dann derjenige, der es nicht mehr pflegen kann, dann einen Betreuer?

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@Butter01blume

Ist im Pflegeheim und nicht mehr gut zu Fuss., dazu weiter weg.. Ja, und " Betreuer" gibt es da auch reichlich. Darüber muss man sich nicht sorgen.

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@Userhm

na ja, so würde ich die Antwort nicht stehen lassen. Es mag sein, dass dies in deinem Fall so ist.

Nicht jeder Pflegebedürftige hat einen Betreuer innerhalb des Verwandten/Bekanntenkreis. Ein gesetzlich bestellter Betreuer übernimmt keine Grabpflege. Zumindest bei uns gibt es zunehmend mehr verwahrloste Grabstätten.

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@kabbes69

Nein- der gesetzliche Pfleger kümmert sich um die lebende Person- ich freiwillig um die " tote" Person- die läuft nicht weg, ich weiss immer, wo die sich " aufhält" und das bisschen zusätzliche Grab- Pflege 4 Reihen weiter, wo ich sowieso etwas pflege, ist auch nicht die Welt...

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@Userhm

:-). Schön, solche Menschen wie dich müsste es öfter geben. Ich hoffe die zu pflegende Person und deren Betreuer wissen dein Handeln zu schätzen und zu würdigen.

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@kabbes69

Wissen die sicher- kriege jedes Jahr dafür eine Erdbeertorte- daran sieht man, dass es gewürdigt wird und ist Dank genug - für mich..

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@Userhm

Vielen Dank an euch Alle, die mir antworteten. Ihr habt mir neue Erkenntnisse gebracht. Euch ein schönes Wochenende.

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