Grab verschwunden, - Schadensersatz?

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4 Antworten

Anwalt für Zivil- bzw. Verwaltungsrecht einschalten. Der Friedhofsbetreiber (Kommune oder Kirchengemeinde) ist verpflichtet, den Schaden durch Wiederherstellung des vorigen Zustands auf eigene Kosten zu beheben. Dazu gehört ggfs. auch die Neuanschaffung einer Kopie der Grabplatte und des Grabsteins. Grabsteine wandern übrigens meistens nicht auf eine Deponie, sondern werden an Steinmetzbetriebe weitergegeben - es könnte also gut sein, dass der Stein sich noch in der näheren Umgebung bei einem Steinmetz auftreiben lässt!

Danke für die Antworten. Der Stein ist laut Friedhofsverwaltung weiterverwendet worden und nicht mehr vorhanden.

Urbanessa, das Grab war ja nicht verwildert, ich selbst war gar nicht da und eine Bekannte hat sich zwischendurch um das Grab gekümmert. Es war nur eben nicht so gepflegt, wie gewohnt, mit weniger Aufwand. Die Friedhofsverwaltung hatte ja unrechtmäßig gehandelt, was sie auch zugegeben hat. Die Begründung war, daß es eine allgemeine Renovierung gegeben habe und dieses Grab sozusagen mit zum Opfer gefallen sei. Schlüssig klingt das nicht... Außerdem muß das Grab nicht regelmäßig komplett gepflegt werden - solange es bezahlt ist (in diesem Fall noch 15 Jahre), darf es nicht beseitigt werden. Allein deshalb war auch niemand verpflichtet, es der Friedhofsverwaltung mitzuteilen.

Die Friedhofsverwaltung möchte es nun neu gestalten, soweit hat sie sich darauf eingelassen. Nur eben ohne Stein und ohne den schönen Baum.

Uns wurde gesagt, daß die Särge noch im Grab liegen würden, aber wir können natürlich nicht nachvollziehen, ob das auch stimmt.

In diesem Fall (Stein nicht mehr vorhanden) keine weitere Diskussion mehr, sondern der Friedhofsverwaltung Frist setzen zur Wiederherstellung inkl. Platte und Grabstein, andernfalls Klage vor dem Verwaltungsgericht. Es handelt sich schlichtweg um Sachbeschädigung aufgrund grober Fahrlässigkeit, das ist ein Fall für die Versicherung der Kommune bzw. Gemeinde. Gegebenenfalls stünde Deiner Mutter sogar Schmerzensgeld zu (psychische Belastung). Falls ihr eine Rechtsschutzversicherung habr, Police prüfen und ab zum Anwalt. Versierte Anwälte nennt Dir die zuständige Anwaltskammer.

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Einen Tipp kann ich nicht geben, aber ich verstehe nicht, wieso man ein Grab so verwildern lassen muss. Hättest Du Deiner Mutter da nicht mal aushelfen können bzw. hätte nicht ein Nachbar alle paar Wochen mal fünf Minuten aushelfen können? So viel Arbeit macht ja ein Grab nicht. Ansonsten hätte man die Friedhofsverwaltung über die Krankheit in Kenntnis setzen können - wer ein Grab pflegt, der kennt ja gemeinhin die Friedhofsregeln und sollte sich daran halten bzw. sollte zumindest die Verwaltung benachrichtigen und nach einer Interimslösung suchen, wenn so etwas wie die Krankheit dazwischenkommt.

was du gehört hast stimmt er muss es bezahlen an sonsten könnt ihr die friedhofverwaltung verklagen

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