Gottesvorstellung alles bestimmende Wirklichkeit. HILFE

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Eine alles bestimmende Wirklichkeit, das ist eine Umschreibung, die man verwendet, weil es sehr schwer ist, über Gott irgendetwas zu sagen, - zumal wenn es der andere dann auch noch zumindest ungefähr richtig verstehen soll.

Man kann einige Bilder als Vergleich nehmen. Wenn zwei Fische im Meer sich treffen und der eine den anderen fragt, was Wasser ist. Dieses Wasser ist für die Fische überall um sie herum, es bestimmt sozusagen alles, aber doch können die Fische nicht genau sagen, was Wasser eigentlich ist. Sie erleben nur, dass Nicht-Wasser für sie den Tod bedeutet. Für uns können wir das selbe in bezug auf die uns umgebende Luft sagen.

Oder nehmen wir den Begriff "Leben". Wir können gut definieren, was ein Lebewesen ist. Wir können ebenso definieren, wann ein Mensch lebt und wann er tot ist. Aber das Leben selber ist nirgendwo greifbar. Alles, was wir er-leben ist gerade das Leben, aber dieses am-Leben-sein bestimmt uns total, so dass wir nicht sagen können, was das Leben für sich allein genommen, also ohne ein Lebewesen dazu, eigentlich sein soll.

Oder, wenn wir uns ein Bild von der Welt machen und eine Vorstellung von Gott, dann will der Ausdruck "alles bestimmende Wirklichkeit" sagen, dass mit dem Begriff "Gott" nicht eine bloße Person gemeint ist, die sich irgendwo im Weltall befindet. Wenn man eine solch kindliche Vorstellung von Gott hat, kommt man als Erwachsener mit Recht zu dem Schluss, dass es "Gott" nicht gäbe. Nun ist aber mit Gott nicht ein bloßes Etwas oder ein bloßer Jemand gemeint, das oder der irgendwo sitzt, sondern was auf alles und jeden Einfluss hat.

Ein Beispiel aus den Naturwissenschaften: Jede Materie, Gegenstand oder Lebewesen besteht aus Atomen. Atome wären in dem Fall eine Wirklichkeit, die überall ist. Oder die Schwerkraft, sie gilt auf dem gesamten Planeten, ist also auch alles bestimmend. Dies sind natürlich nur Beispiele, die ihre Grenzen haben, und die man nicht eins zu eins übertragen kann.

Für einen gläubigen Menschen bedeutet "alles bestimmende Wirklichkeit" darüber hinaus ganz persönlich, dass man, sofern einem Gott wichtig ist, sein gesamtes Leben auf Gott ausrichtet. Man kann dann nicht nur wie ein Hobby einen bestimmten Lebensbereich für Gott reservieren und im übrigen Leben nichts mit Gott zu tun haben wollen. Das wäre genauso unmöglich wie "ein bisschen schwanger" - da gibt es auch nur die Alternative: entweder ja oder nein.

Vielleicht hilft folgender Artikel, in dem es um die Eigenschaften Gottes geht, diese Frage zu beantworten: http://www.gotquestions.org/Deutsch/Gottes-Eigenschaften.html

''Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.''

Johannes 3, 19-21

Nicht eine Vorstellung ist die Wirklichkeit, sondern das, was hinter dem steckt, was die Bibel mit einem Licht gleichsetzt, was alles aufdeckt und erhellt und die reine Wahrheit ist. Und das ist der biblische Gott! Man kann auch eine zwanghafte Vorstellung von etwas haben. Wer die Finsternis mehr liebt als das Licht, wird aufgrund von Voreingenommenheit auch solche Zwangsvorstellungen bekommen und ihnen erliegen. Der Teufel fördert dies, denn es ist in seinem Interesse. Jesus ist das Licht der Welt (Johannes 8,12) und er war ohne Sünde (Hebräer 4,15). Sünde ist Trennung von Gott, der Wahrheit und dem Leben. Der Unglaube ist Sünde.

Wir können vor Gott nur in der Wahrheit stehen und wandeln oder in der Lüge. Gerechtigkeit und Wahrheit bekommen wir durch den Glauben an das Evangelium Jesu Christi aus Gnade und ohne Verdienst geschenkt. Die Ungerechtigkeit und die Lüge verdienen wir uns selbst. Wir sollen die Wahrheit regelrecht ''kaufen'' (Sprüche 23,23). Und zwar in dem Sinne, daß wir Gott zeigen daß wir ernstlich daran interessiert sind, der Lüge und Ungerechtigkeit dieser Welt zu entfliehen. Durch den Glauben an die Vergebung der Sünden "kaufen" wir quasi durch den Glauben (sonst nichts) die Wahrheit die vor Gott gilt. ER und sein Wort ist der Maßstab. Wenn es Gott gibt, dann ist er in Person diese alles bestimmende Wirklichkeit. Und der Glaube ist das Mittel damit in Verbindung zu treten (Johannes 14,6).

Grob soll das wohl heißen, dass wenn du eine Gottesvorstellung hast, also an einen Gott glaubst, dass diese Vorstellung, dieser Glaube das ist wonach du alles richtest. Dieser Glaube bestimmt 'deine ganz eigene' Wirklichkeit. Für dich ist der Glaube an Gott die Wirklichkeit, nach der du dich vollkommen richtest. So würde ich das interpretieren!

Das universellen Bewusstsein, auch Gott genannt, ist alles was es gibt. Aus diesem entsteht die Welt, das Meer der Moeglichkeiten. Da unser idividuelles Bewusstsein Teil des Absolutem ist sind wir auch Schoepfer des Universums, also schaffen wir es durch unsere Gedanken immer wieder neu, bis wir unsere wahre Identitaet wieder entdecken und erkennen unseren Ursprung im Absolutem. Das universelle Bewusstsein ist wirklich, alles andere Materielle nur Illusion, das wir erschaffen, um uns wieder zu erkennen. Das kann eine Weile dauern, aber wir haben die Ewigkeit dazu Zeit. Alles Gute!

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