Gott verzeiht?

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26 Antworten

Gott vergibt gerne, wenn man sich an die Vorschrift hält.

http://www.bibel-online.net/buch/dual/luther_1912/3_mose/16/luther_1912/3_mose/16/

Und also soll er denn den Farren seines Sündopfers herzubringen und sich und sein Haus versöhnen und soll ihn schlachten 12 und soll einen Napf voll Glut vom Altar nehmen, der vor dem HERRN steht, und die Hand voll zerstoßenen Räuchwerks und es hinein hinter den Vorhang bringen 13 und das Räuchwerk aufs Feuer tun vor dem HERRN, daß der Nebel vom Räuchwerk den Gnadenstuhl bedecke, der auf dem Zeugnis ist, daß er nicht sterbe. 14 Und soll von dem Blut des Farren nehmen und es mit seinem Finger auf den Gnadenstuhl sprengen vornean; vor den Gnadenstuhl aber soll er siebenmal mit seinem Finger vom Blut sprengen.

Das geht noch eine ganz Weile so weiter. Viel Spaß beim Studieren.

Lies mal Johannes 3 Vers 16. Oder 1. Johannes 1 Vers 19.

By the way. Er hat dir bereits alles Vergeben wegen Jesus. Du warst der Grund, warum Jesus sich aus freiem Willen kreuzigen ließ. Damit du Gott persönlich kennen und zu ihm eine Beziehung haben kannst. Das inkludiert Vergebung. Es werden sich noch viele Wundern wie gut Gott wirklich ist.

Also wenn du wirklich Interesse hast, Gott kennenzulernen, dann ist der Beste Weg, ihm das zu sagen. Bitte ihn im Namen von Jesus und du wirst dich wundern wie gut er tatsächlich ist. Die Bibel wird nach dieser Begegnung wie ein offenes Buch für dich sein.

Have fun.

Aus dem Stand fällt mir da als erstes die Geschichte des Propheten Jona und der Stadt Ninive ein, aber ich denke, man wird da noch viel mehr finden können.

Hallo jimithechainsaw,

in der Bibel gibt es einige Stellen, aus denen zu ersehen ist, dass er verzeiht und nicht will, dass irgendwer vernichtet wird.

Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie [es] einige [für] Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, #### daß alle zur Reue gelangen.  ####

(Neue Welt Übersetzung 2. Petrus 3:9)

Gott will verzeihen, er ist ein barmherziger Gott, das sei nur an 2 Beispielen gezeigt: David und Manasse. David hatte nicht nur Ehebruch begangen, nein,
er war sogar indirekt der Mörder des Ehemannes der Bathseba, indem er ihn in die vorderste Reihe bei einem Krieg stellte, sodass er fallen musste.
Doch David hatte bereut und Jehova verzieh ihm, allerdings hatte er die Folgen zu tragen, die nahm ihm Jehova nicht ab.

Manasse ist ein besonders gutes Beispiel, denn dieser König tat sozusagen alles, "was Gott verboten" hatte. Was tat dieser Manasse? Er baut Altäre für den falschen Gott Baal, betet Sonne, Mond und Sterne an, lässt seine Söhne als Opfer für einen Götzen im Feuer verbrennen, fördert spiritistische Praktiken und vieles mehr (2. Chr. 33:1-6).

Beiden aber, David und Manasse, ist eines gemeinsam. Sie bereuten beide ihre Sünden, die sie begangen hatten. In 2. Chronika 33:12,13 kannst du nachlesen, wie sich Manasse um Vergebung bemühte.

Gruß Alfred

Ich würde dir vorschlagen die Bibel neu zu lesen, dann kannst du dir bei Unsicherheiten eine Gemeinde oder einen Pfarrer suchen und die werden es dir dann mit Sicherheit gerne erklären. Denn hier wirst du vielleicht keine Zufriedenstellende Antwort bekommen. Viel Glück und Erfolg beim lesen. Und ja es gibt auch schon Bibeln mit guten Untererklärungen, die auch für nicht so Bibelfeste Leser geeignet sind. Ich habe Begegnungen fürs Leben. Die Studienbibel für jeden Tag. Ob sie für dich auch gut ist weiß ich natürlich nicht. Das solltest du selber herausfinden. Viel Glück Brighet

geschoepf 10.06.2014, 10:22

So ein "Pfarrer oder eine Gemeinde" interpretieren die Bibel natürlich nicht unparteiisch. Das würde ja sonst ihren eigenen Interessen widersprechen, ist doch logisch.

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jimithechainsaw 10.06.2014, 11:00

Geschöpf hat natürlich recht. Auch brauche ich keine neue Bibel mit Erläuterungen, immerhin habe ich schon 3 verschiedene (Luther, Neue Welt, Einheitsübersetzung). Ich frage ganz gezielt ob jemand eine Bibelstelle kennt wo Gott (höchstselbst, nicht Jesus) irgendjemanden schon mal ein gröberes Vergehen verziehen hat. Bis jetzt keine gute Antwort dabei. Bis auf die Sache mit David, die muss ich noch überprüfen.

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joergbauer 13.06.2014, 08:49
@jimithechainsaw

Jesus ist Gott! Ich habe Jesaja 1,18 zitiert - da spricht Gott davon, daß er Sünden vergibt - egal welche! Genügt das nicht?

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rubicon66 15.06.2014, 16:28
@joergbauer

es blickt von euch gläubigen doch keiner durch, wer, wer ist, es ist aber auch verdammt schwierig, wenn man immer einen neben sich hat!!!....tzzzzzz

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Ich habe die Bibel zwar nicht gelesen, aber kann mich noch aus Reli erinnern, dass nicht viel über das Verhalten Gottes in der Bibel steht, da er eben für Menschen nicht "Fassbar" ist. Diese Aussage baut vermutlich auf dem "gütigem Gott" auf und an diesem üben tatsächlich viele Kritik, weil sich Gütigkeit, Allmacht und Verständlichkeit(von Gott) in dieser Welt nicht 100%ig vereinigen lassen (wegen Krieg, Leid etc.).

Kurz: Gut möglich, dass es keine Stelle gibt, in der Gott direkt verzeiht.

Rambo90 10.06.2014, 00:42

Wie bitte? Dann liess dir mal das Neue Testament nochmal genau durch.

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Moep1807 10.06.2014, 00:42
@Rambo90

Lies du dir meinen ersten Satz nochmal genau durch

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jimithechainsaw 10.06.2014, 07:55

Über grausame Taten Gottes steht viel im AT. Sintflut, Sodom und Gomorrah, Lots Frau, Kain, um nur ein par Sachen zu erwähnen. Ob sich Gottes angebliche Güte mit unseren täglichen Erfahrungen vereinbaren lässt? Vielleicht, Vielleicht nicht, mir egal. Ich wollte die Bibelstellen wissen auf die sich die Annahme Gott sei verzeihend gründet.

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tinimini 10.06.2014, 09:11
@jimithechainsaw

Gott hat Kain mit dem Kainsmal versehen, damit er nicht von den Menschen bestraft werden soll, das war ein Schutzzeichen, Gott hatte Kain verziehen, weil der gesagt hat, ist denn meine Schuld so groß, das ich sie nicht tragen kann ? Sodom und Gomorrah sollten umkehren und besser miteinander umgehen, als sie es taten . , Gott hat nicht mal verlangt, das sie ihn als einzigen Gott anbeten sollten. Denn sie taten grausames untereinander. Aber sie haben gelacht, daher der Untergang.Ihnen wurde die Chance gegeben umzukehren. Aber warum straft hier Gottangeblich den Menschen , die mit ihm eigentlich nichts zu tun haben, die sich doch an andere Götter wenden, die ihre eigenen Rituale haben, wie sie zu dieser Zeit im vorderen Orient üblich waren. Wieso schwingt sich dieser Gott zu einem Rächer über diese Menschen auf, die ja nichts anderes getan haben als das, was bei ihnen üblich war? Dies sagt uns die Schrift ausdrücklich: Diese Menschen werden nämlich ausdrücklich nicht bestraft wegen ihres Spottes gegenüber diesem neuen monotheistischen Gott. Nein, das ist hier keineswegs so. Dies gilt übrigens auch für andere Katastrophen wie z. B. die Sintflut: Auch hier werden die Menschen nicht dafür bestraft. Die Moral von der Geschichte ist nämlich, dass diese Menschen wegen ihres schlechten Umgangs miteinander bestraft werden. Das ist die entscheidende Lektion für uns Monotheisten: "Du kannst Gott nicht am Mitmenschen vorbei lieben!" Man kann also nicht auf den Mitmenschen pfeifen, ihm möglicherweise sogar böses antun, aber ansonsten sich für einen streng gläubigen Menschen halten.

Der Gott Israels ist der Gott der ganzen Welt. Am Anfang der Genesisgeschichte schafft Gott die ganze Welt. Er ist also der Vater aller Menschen. Hiob oder auch die Einwohner von Ninive oder die Einwohner vieler anderer großer Städte, die in der Bibel vorkommen, sind ja keineswegs Juden oder Israeliten oder Judäer. Nein. Aber über viele von ihnen kommt immer wieder das Strafgericht Gottes, aber immer nur aus dem einen Grund, wenn sie miteinander schlecht umgehen. Das ist eine Mahnung. Und deswegen werden diese Sachen auch so ausführlich erzählt, denn das geht uns heute noch genauso an. Kommen wir aber zurück zu Abraham. Abraham sagt hier nämlich etwas, das mir sehr nahe liegt: Abraham in seiner großen Vision mit Gott spricht sich gegen die Kollektivschuld aus. Abraham sagt zu Gott: "Lieber Vater, das ist schon alles richtig, sie sündigen gegeneinander. Aber du wirst doch nicht den Gerechten wie den Ungerechten strafen?"
Es könnten ja auch noch ein paar Gerechte in dieser Stadt leben, ein paar Gerechte, die freilich immer weniger werden.
viel, viel später beim Propheten Habakuk. Auch dort ist es so: Der Gerechte wird nicht zusammen mit dem Ungerechten bestraft. Die Bösen werden jedenfalls sehr hart bestraft und manchmal erschrickt man schon vor diesem strafenden Gott. Aber das sollten Sie nicht, denn Sie sollten hier ein klein wenig umdenken. Man muss hier nämlich auch berücksichtigen, wo diese Stadt liegt, wo diese Menschen sich entschlossen haben zu wohnen. Sie leben deshalb dort, weil diese Gegend sehr fruchtbar und sehr reich ist. Sie hätten aber nicht zwangsweise dort siedeln müssen, denn diese Stadt liegt in einem sogenannten tektonischen Graben. Das heißt, das ist eine der fruchtbarsten, aber auch gefährlichsten Gegenden der Welt: Dies ist bis heute so geblieben. Dieser tektonische Graben reicht von der Türkei über Syrien, dasJordantal und das Tote Meer bis hinunter zum Roten Meer. Aufgrund dieses tektonischen Grabens gibt es in dieser Region andauernd Erdbebenund Erschütterungen. Darum geht es hier in dieser Geschichte meinerMeinung nach: Wer dort unbedingt Reichtum anhäufen will, der muss eben auch mit diesem Risiko leben können. Dies dürfen wir also ruhig mit einbeziehen. Übrigens ist die Gegend um Sodom und das Tote Meer auch der niedrigste Punkt auf der Erde, denn er liegt 400 Meter unterhalb des Meeresspiegels.
Denn Abraham hatte wohl bei diesem Herunterhandeln Gottes im Hinblick auf die Gerechten an seinen Neffen Lot gedacht. Er sagt ja dieses Wort: "Willst du den Gerechten, den"zadik", zusammen mit den Ungerechten strafen?" Damit ist, wie erwähnt, die Frage der Kollektivschuld angesprochen, die ich übrigens auch für unsere heutige Zeit genauso stark wie Abraham verneine. Denn es gibt ebenso wenig eine Kollektivschuld wie eine Kollektivunschuld. Ich denke daher schon, dass Abraham mit dem Wort "zadik", also dem "Gerechten", Lot gemeint haben könnte. Denn in Sodom gibt es ja außer der allernächsten Verwandtschaft von Lot keine weiteren Gerechten. Noch nicht einmal seine komplette Familie ist ja zu diesen Gerechten zu zählen.

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tinimini 10.06.2014, 09:14
@tinimini

Die Sodomiten und die Menschen aus Gomorra sind in einen solch schlechten Ruf geraten,weil sie sich den Fremden gegenüber so schlecht verhalten. Neben vielen anderen Dingen werden ihnen hauptsächlich zwei Vergehen angelastet. Das erste und das schlimmste Vergehen ist die Verweigerung von Mitmenschlichkeit und Asyl. Das ist die Hauptsünde. Die zweite Sünde wird ein wenig verklausuliert dargestellt. Die Ausleger sind darüber auch ein wenig zerstritten. Manche sagen, die Sünde wäre Homosexualität gewesen. Diejenigen, die das sagen, meinen das anhand folgender Stelle nachweisen zu können. Als dieser eine Engel, der Lot retten will, nach Sodom kommt, nimmt Lot diese Botschaft an und will nun seinerseits seine Mitbürger retten. Er schreit dem Mob, der draußen vor seiner Türe tobt, zu: "Ich gebe euch meine zwei jungfräulichen Töchter, wenn ihr dafür die fremden, die Asyl suchenden Menschen in Ruhe lasst!" Daraus folgern nun einige Ausleger, dass die Menschen in Sodom Homosexualität betrieben hätten. Wieder andere folgern, dass damit noch lange keine Homosexualität gemeint sein muss. Sie folgern vielmehr, dass es sich hierbei um Sodomie handelt. Das ist ja etwas, das wir ebenfalls aus der Bibel wissen: Die Urmenschen – und wir sind hier ja in der Anfangsgeschichte der Menschheit – haben eben noch Sodomie, also Sexualverkehr mit Tieren begangen. So ist es also nach Ansicht dieser Ausleger um die Menschen in Sodom und Gomorra bestellt.

Lot sitzt also vor dem Tor, zwei Männer kommen und der eine Engel sagt zu ihm: "Pack deine Sachen, gehe, nimm deine Verwandtschaft mit, denn dieser Ort wird zerstört werden, weil Gott beschlossen hat, dass er von der Erde getilgt werden muss." Lot überlegt dann eine Weile, eine ganze Menge von Gedanken schwirren ihm durch den Kopf. Zunächst einmal ist es aber so, dass er diese zwei Gestalten, die da zu ihm gekommen sind, für Fremde hält. Er bittet sie in sein Haus und bietet ihnen Nachtquartier an. Diese Männer sagen dann aber, dass sie lieber vor der Stadt im Freien übernachten wollen. Gott hat nicht mit einem einzigen Federstrich dieses Urteil unterschrieben. Denn es findet vorher – und das ist für uns sehr wichtig – eine ganz große Verhandlung mit Abraham statt. In dieser Verhandlung konzediert Gott Abraham Folgendes: "Wenn es in dieser fruchtbaren Ebene mit ihren 100000 Einwohnern 50 Gerechte gibt, dann will ich um dieser 50 Gerechten willen der ganzen Stadt vergeben, obwohl sie es nicht wert ist." Abraham antwortet ihm in diesem berühmten Gespräch mit: "Und wenn es nur 40 sind?" Gott sagt also nicht sofort: "Zack, diese Stadt wird vernichtet!"

Es wird dann aber letztlich dieser Stadt nicht vergeben. weil sie nicht umkehren. Es geht hier also um die Einladung, Umkehr zu tun. Diese Umkehr ist eigentlich recht billig zu haben, aber sie lachen nur darüber. es geht hier also nicht nur um diese zehn Gerechten, die in der langen Verhandlung zwischen Abraham und Gott letztlich übrig bleiben. Jeder Einzelne in Sodom hätte gezählt: Um nur zehn Gerechter willen wäre die ganze Stadt gerettet worden! Das ist eine essentielle Aussage, die fü ralle Zeiten Gültigkeit hat. Deswegen wird sie uns erzählt. Diese zehnGerechten finden sich aber nicht. Dieses Angebot an diese heidnischen Städte geht freilich quer durch die ganze Bibel. Es gibt jedes Mal zuerst das Angebot umzukehren. Bei Ninive war es doch das Gleiche.
Gott sagt: "Ihr könnt es ja anders haben, wenn ihr das nur wollt!" Lot bekennt sich also beim Umgang mit diesen zwei Fremden zur Gastfreundschaft: Er nimmt sie auf. Warum aber wollten sie im Freien schlafen? Weil sie voraussehen, was noch kommen wird. Sie wollen niemanden provozieren: Wie es sich für anständige Menschen gehört, wollen sie eben ihre Gastgeber nicht provozieren. Lot hat, nebenbei gesagt, eine Ehefrau und zwei bereits verheiratete Töchter mit Ehemännern aus dieser Stadt. Diese Schwiegersöhne sind allerdings genauso schlecht wie alle anderen Menschen dort. Darüber hinaus hat er noch zwei unverheiratete Töchter.

Sie übernachten dann doch bei ihm und sofort rottet sich draußen vor der Türe die Menge zusammen.

Der Vorwurf lautet, Lot hätte Fremde in die Stadt gelassen! Das ist der Beweis: Das schlimmste Vergehen besteht also in Sodom darin, anständig zu sein und Fremden Asyl zu gewähren.

Wobei es sogar so ist, dass Lot noch einen Schritt weitergeht und sich sagt: "Ich muss hier Gastfreundschaft üben, auch wenn ich dafür einen sehr hohen Preis bezahlen muss." Denn er geht hinaus zu diesem Mob, wo ihmsofort die Forderung entgegenschlägt, diese beiden Fremdenherauszugeben. Er aber sagt, er müsse sie beschützen: Das seienFreunde, die er aufgenommen habe. An deren Stelle bietet er dem Mob seine beiden unverheirateten jungfräulichen Töchter an. Er sagt zum Mob: "Nehmt sie und macht mit ihnen, was ihr wollt!" Das ist ja eine für uns kaum begreifbare Situation.

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tinimini 10.06.2014, 09:17
@tinimini

Damals galt die Gastfreundschaft ganz offensichtlich mehr als das Recht der Töchter auf körperliche Unversehrtheit.

Nun ja, so einfach ist das alles nicht, denn die Bibel rechnet es ihm nicht so hoch an, dass er mit seinen Töchtern so umgeht.

Aber aus seiner Perspektive finde ich das auch ziemlich hässlich, weil er auf einmal im Alter, als Gefahr droht, der fromme Gerechte werden will. Er ahnt halt, was sich da zusammenbraut.
Er hat Angst.

und deswegen geht er so weit. Die Schrift sagt uns dann ja auch: Weiler seine Töchter derart in Gefahr gebracht hat, weil er sozusagen diese Prinzipien hat, passiert dann nachher auch diese Geschichte mit den Töchtern. Die Engel, die Männer, schlagen dann die aufgebrachte Menge mit Blindheit. Damit endet sozusagen diese Szene. Es gibt sicherlich Wunder und ich glaube auch an sie, aber nicht immer geht es hier gleich um Wunder. Selbstverständlich gibt es auch Wunder bei Elija, bei Moses und natürlich auch bei Jesus. Aber man sollte eben nicht immer gleich an Wunder glauben. Manchmal ist das nämlich auch gefährlich. Ich sagte ja bereits, dass die Gegend, in der Sodom und Gomorra liegen, von der Natur her eine gefährdete Gegend ist. Ich nehme also an, dass es irgendein großes Feuer oder so etwas gegebenhat.

Aber es heißt wörtlich, dass sie mit Blindheit geschlagen wurden. Irgendetwas passiert: ein schrecklicher Hagel, einschrecklicher Blitzschlag oder so etwas Ähnliches. Auch der Engel bei Hagar gräbt nicht mit hochgekrempelten Ärmeln einen Brunnen: Nein, stattdessen öffnet er ihr lediglich die Augen und es überkommt sie einegroße Ruhe. Die Engel wirken so, dass irgendetwas in der Natur geschieht: Das ist ihre Gottesgabe. Man kann also sagen, dass hier meistens eine Einflussnahme Gottes auf natürliche Art geschieht. Es hat also meinetwegen einen Blitzschlag oder so etwas Ähnliches gegeben. Im letzten Moment greift also Gott ein !

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kimy2j 10.06.2014, 12:40
@tinimini

tinimini, vielleicht machst du mal einen eigenen Blog auf oder so...

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Dummie42 10.06.2014, 13:26
@tinimini
"Du kannst Gott nicht am Mitmenschen vorbei lieben!"

Sehr schöner Satz.

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Hallo jimithechainsaw,

zwei tatsächliche Beispiele für Jahwes Langmut und Bereitschschaft zum Vergeben, sind die Berichte über Davd und Manasse:

1 Jahwe schickte Natan zu David. Der ging zu ihm und sagte: "Zwei Männer lebten in einer Stadt. Der eine war reich, der andere arm. 2 Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder. 3 Der Arme hatte nur ein einziges kleines Lämmchen. Er hatte es gekauft und zog es auf. Es wurde zusammen mit seinen Kindern bei ihm groß. Es aß von seinem Bissen, trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß. Es war für ihn wie eine Tochter.

4 Da kam ein Besucher zu dem reichen Mann. Doch der brachte es nicht übers Herz, eins von seinen Schafen oder Rindern zu nehmen, um es für den Wanderer zuzurichten. Darum nahm er dem Armen das Lamm weg und setzte es seinem Gast vor."

5 David wurde sehr zornig über diesen Mann und sagte zu Natan: "So wahr Jahwe lebt: Der Mann, der das getan hat, ist ein Kind des Todes! 6 Dazu muss er das Lamm vierfach ersetzen. Das ist die Strafe dafür, dass er diese Untat beging und kein Mitleid hatte."

7 Da sagte Natan zu David: " bist der Mann! So spricht Jahwe, der Gott Israels: ... 'Ich habe dich zum König über Israel und Juda gemacht. Und wenn das noch zu wenig war, hätte ich dir noch dies und das dazu gegeben. 9 Warum hast du das Wort Jahwes verachtet und getan, was ihm missfällt? Du hast Urija, den Hetiter, mit dem Schwert erschlagen, und dann hast du dir seine Frau genommen! Ihn selbst hast du ja durch das Schwert der Ammoniter umgebracht. 10 Darum wird das Schwert auch von deiner Familie niemals weichen. Denn du hast mich verachtet und die Frau des Hetiters Urija zu deiner Frau gemacht.' ...

13 Da sagte David zu Natan: "Ich habe gegen Jahwe gesündigt." Und Natan sagte zu ihm: "So hat auch Jahwe deine Sünde weggenommen, dass du nicht sterben musst. 14 Weil du aber den Feinden Jahwes durch diese Sache Anlass zur Lästerung gegeben hast, muss der Sohn, der dir geboren wird, sterben."

Obwohl Jahwe,Gott, dem David ganz unumwunden dessen schwere Sünden vor Augen führte,er ihn auch nicht ohne Strafe davonkommen ließ, verschonte Gott Davids Leben, weil er dessen von Herzen kommende Reue** bemerkte. So,wie der Text lautet: So hat auch Jahwe deine Sünde weggenommen, dass du nicht sterben musst.

Dem judäischen König Manasse, vergab Gott sogar noch schwerere Sünden:

2.Chronik 33:1 Manasse war bei Herrschaftsantritt 12 Jahre alt und regierte 55 Jahre lang in Jerusalem. 2 Er tat, was Jahwe verabscheute, und übernahm die schrecklichen Bräuche der Völker, die Jahwe vor den Israeliten vertrieben hatte.

3 Er baute die Höhenheiligtümer wieder auf, die sein Vater Hiskija zerstört hatte, er ließ Altäre für Baal und Pfähle für die Aschera aufstellen. Er warf sich vor dem Heer der Sterne am Himmel nieder, brachte ihm Opfer 4 und stellte ihm Altäre im Haus Jahwes auf, das dieser doch zur Wohnstätte seines Namens bestimmt hatte. 5 In beiden Vorhöfen des Tempels errichtete er Altäre zur Verehrung der Sterne.

6 Seine eigenen Söhne ließ er im Ben-Hinnom-Tal als Opfer verbrennen. Er gab sich mit Zauberei, Zeichendeutung und Wahrsagerei ab, ließ sich mit Toten- und mit Orakelgeistern ein.1 So tat er vieles, was Jahwe verabscheute, und forderte seinen Zorn heraus.

7 Er ließ auch ein Götzenbild anfertigen und im Haus Gottes aufstellen, von dem Gott doch zu David und seinem Sohn Salomo gesagt hatte: "In diesem Haus und in Jerusalem, das ich mir aus allen Stämmen Israels ausgesucht habe, soll mein Name für immer wohnen. 8 Ich will Israels Fuß nicht mehr von dem Boden entfernen, den ich euren Vorfahren gegeben habe, wenn sie mir nur gehorchen und die Gebote und Vorschriften meines Gesetzes befolgen, das mein Diener Mose ihnen verordnet hat."

9 Aber Manasse verführte sie, mehr Böses zu tun als die Völker, die Jahwe vor den Israeliten beseitigt hatte. 10 Jahwe warnte Manasse und sein Volk, doch sie achteten nicht darauf. 11 Da ließ Jahwe die Heerführer des Königs von Assyrien gegen sie anrücken. Sie fingen Manasse mit Widerhaken, fesselten ihn mit Bronzeketten und brachten ihn nach Babylon.

12 In dieser Notlage wandte er sich an Jahwe, den Gott seiner Väter. Er flehte ihn an und demütigte sich tief vor ihm. 13 Als er so zu ihm betete, ließ Gott sich von ihm erbitten und erhörte sein Gebet. Er ließ ihn nach Jerusalem zurückkehren und weiter als König regieren. So erkannte Manasse, dass Jahwe Gott ist.

18 Was es sonst noch über Manasse zu berichten gibt, über sein Gebet zu seinem Gott und über die Worte der Seher, die im Namen Jahwes zu ihm gesprochen hatten, ist nachzulesen in der Chronik der Könige von Israel. 19 Sein Gebet und dessen Erhörung, alle seine Sünden und Treulosigkeiten, die Orte, an denen er Opferhöhen gebaut, Aschera-Pfähle und Götzenbilder aufgestellt hatte, bevor er sich demütigte, all das findet sich in der Chronik der Seher.

Fortsetzung folgt

kdd1945 10.06.2014, 15:17

Fortsetzung

Dazu passen die Verse aus Jesaja1:

16 Wascht und reinigt euch! / Schafft mir eure bösen Taten aus dem Weg! / Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun! 17 Lernt Gutes zu tun / und fragt nach dem, was richtig ist! / Weist die Unterdrücker zurück! / Verhelft Waisen und Witwen zu ihrem Recht!" 18 "Kommt her, wir wollen sehen, wer im Recht ist!", / spricht Jahwe. / "Wenn eure Sünden rot sind wie das Blut, / werden sie doch weiß wie Schnee; / und wenn sie rot wie Purpur sind, / werden sie wie weiße Wolle sein.

Oder aus Psalm 51:

1 1 Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von David. 2 Es entstand, als der Prophet Natan zu ihm kam, nachdem David mit Batseba geschlafen hatte.2

3 Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, / lösche meine Vergehen, weil du voller Barmherzigkeit bist! 4 Wasche meine Sünde ganz von mir ab, / reinige mich von meiner Schuld! 5 Ja, ich erkenne meine Vergehen, / meine Sünde ist mir stets gegenwärtig. 6 Gegen dich allein habe ich gesündigt, / ich habe getan, was böse vor dir ist! /

Darum hast du recht mit deinem Urteil, / rein stehst du als Richter da.3 7 Ja, schuldverstrickt kam ich zur Welt, / in Sünde empfing mich meine Mutter. 8 Du freust dich, wenn jemand ganz aufrichtig ist. / So lehrst du mich im Verborgenen, weise zu sein. 9 Entsündige mich, wie der Priester das mit einem Ysop-Büschel tut, dann werde ich rein, / wasche mich, dann bin ich weißer als Schnee. 10 Lass mich wieder Fröhlichkeit und Freude hören, / dann jubeln die Glieder, die du zerschlagen hast.

11 Sieh meine Sünde nicht mehr an / und lösche meine ganze Schuld aus! 12 Schaffe mir, Gott, ein reines Herz, / erneuere in mir einen festen Geist! 13 Vertreib mich nicht aus deiner Nähe / und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir!

14 Lass mir wiederkehren die Freude des Heils / und stütze mich mit einem willigen Geist! 15 Ich will die Übertreter deine Wege lehren, / dass die Sünder umkehren zu dir. 16 Herr, nimm die Blutschuld von mir, / Gott, du Gott meines Heils! / Dann werde ich laut deine Gerechtigkeit preisen. 17 Löse mir die Zunge, Herr, / dass mein Mund dein Lob verkünde!

18 Schlachtopfer gefallen dir nicht, ich gäbe sie dir. / Aus Brandopfern machst du dir nichts. 19 Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerbrochener Geist. / Ein zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.

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Abgesehen davon,daß Jesus ein Teil der Dreifaltigen Gemeinschaft "Gott" ist,hat Gott auch im Alten Testament verziehen.Natürlich wird dem menschen erst viel verziehen durch die Geschenke der leiden Jesu selbst-erst dadurch öffnete sich der Himmel wieder für die verstorbenen Seelen.Aus diesem Grund herrscht meiner Meinung im Alten Testament v.a.die Gerechtigkeit.Aber die Barmherzigkeit ist schon immer in Gott.Auch bezieht sich das Verzeihen in den Geschichten der Bibel ja "nur" auf das irdische Leben.Das Gericht (und damit die eventuelle Vergebung) kommt ja erst nach dem Tod.Und dann wird es in keinem Buch stehen.Das ist ja das Hauptanliegen Gottes-daß wir das ewige Leben erlangen.Außerdem vollzieht sich das Verzeihen von Gott zu Mensch persönlich und privat.Wenn Gott die Sünde vergißt,warum sollte der mensch es dann aufschreiben.Dies geschah sicher nur in besonderen Stellungen z.B.als König (König David),oder wenn ganzen Städten oder Völkern verziehen wurde. Schade,daß die Bibelfesten z.B.die Zeugen Jehovas keine Beispiele nennen. Ich kenne die Stelle,wo einer ganzen Stadt verziehen wird: Ninive,die der Prophet Jona zur Buße aufrief. Numeri 14,20 Jesaja 33,24: ist allerdings schon auf die Kirche Gottes bezogen

geschoepf 10.06.2014, 13:25

"...die Bibelfesten z.B. die Zeugen Jehovas ..." glauben aber nicht, "dass Jesus ein Teil der Dreifaltigen Gemeinschaft "Gott" ist ...".

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geschoepf 10.06.2014, 15:49
@alexander329

Ja. Das tut mir leid für dich. Jetzt bleibt die große Frage, wer denn nun tatsächlich "bibelfest" ist. Wahrscheinlich ist die Bibel so schwammig, dass man alles mögliche daraus konstruieren kann.

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Sturmwolke 10.06.2014, 21:32
@alexander329

@alexander329:
Jesus ist kein Teil einer Dreieinigkeit, aber er ist nicht "nur" ein Prophet, sondern der Sohn Gottes:

Lukas 3:21-22
21 Als nun alles Volk getauft wurde, wurde auch Jesus getauft, und als er betete, wurde der Himmel geöffnet,
22 und der heilige Geist kam in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme kam aus dem Himmel: „Du bist mein Sohn, der geliebte; an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“

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alexander329 10.06.2014, 21:36
@geschoepf

Mach dir um mich keine Sorgen.Wie schon Joseph Ratzinger im Buch "Gottes Projekt" schreibt,ist die Sprache der Bibel oft sehr Bildhaft,weil sie unendlich geistiges,ewiges und teilweise mit unserem verstand-erst recht nicht zu erfassen mit unseren Sinnesorganen- vermitteln will,daß wir uns doch geistig diesem Sinn nähern können. "Die menschlichen Worte,in denen sich der Glaube aussagt,fassen ihren ins Ewige hineinreichenden Inhalt niemals ganz.Der Sprachbefund des Glaubens ist vielfach Bildsprache,nicht Begriffssprache,er bietet sich zweitens in einer geschichtlichen Abfolge von Aussagen dar,in der die Grundspannung von Altem und Neuem Testament schon zeigt,wie sehr nur in der inneren Beziehung des Ganzen aufeinander,nicht in vereinzelten Formen,Wahrheit des Glaubens sprachlich zugänglich wird.Streicht man den Zusammenhang eines organisch die ganze Geschichte durchschreitenden,mit sich in ihren Wandlungen einig bleibenden Subjekts,so bleiben nur noch widersprüchliche Sprachstücke übrig,die in keinen nachträglichen Zusammenhang gesetzt werden können. Ich denke,dass es nützlich ist,an dieser Stelle wieder einmal einen kleinen Seitenblick auf die Naturwissenschaft zu werfen.Sie hat ihre großen Erfolge nicht durch eine frei schweifende Kreativität errungen,sondern durch die strengste Bindung an ihren Gegenstand.Natürlich muß sie ihn immer neu mit vorgreifenden Hypothesen umkreisen,nach neuen Weisen suchen,wie sie mit Fragen in ihn eindringt und ihn zum Antworten bringt.Aber keine von den einmal gefunden Antworten kann dabei einfach weggeräumt werden,im Gegenteil,je zahlreicher die Antworten werden,desto mehr neue Möglichkeiten des Fragens eröffnen sich,desto konkreteren Raum gewinnt wirkliche Kreativität,die nicht mehr ins Leere vorstößt,sondern Wege aufeinander beziehen und von da aufs Neue eröffnen kann und damit auch dem bisher Gefundenen,ohne es wegzuwerfen,neue Zusammenhänge und damit neue Bedeutungen gibt.Ich glaube,dass es in der Theologie letztlich ganz genauso ist.Gerade der Reichtum der Gestalten des Glaubens in der Einheit von Altem und Neuem Testament,von Schrift und altkirchlichem Dogma,von alledem zusammen und des fortgehenden Lebens und Glaubens der Kirche,lässt das Fragen immer spannender und reifer werden,weil es sich in immer vielfältigeren Perspektiven darstellt.So bleibt es aufregend,im großen und auch gegensatzreichen Gefüge der Geschichte des Glaubens die innere Einheit und die Ganzheit der Wahrheit zu suchen."

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alexander329 10.06.2014, 22:39
@Sturmwolke

Ich sehe auch das Wort "Sohn" als Metapher für Folgendes: Die Barmherzige Liebe wird erzeugt aus der Gerechtigkeit.Es heißt ja auch:Der Sohn wurde gezeugt-nicht geschaffen.Ich galube,die Dreieinigkeit kann man nicht in drei unterschiedliche Personen trennen-eigentlich auch nicht in unterschiedliche Eigenschaften.Ich weiss nur,die Eigenschaft die die Dreieinigkeit verbindet oder besser,die Gott ist,das ist die Liebe.Und da sich niemand allein lieben kann-wäre ziemlich narzistisch-kann Gott nur "Gemeinschaft" sein.

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kimy2j 11.06.2014, 10:36
@alexander329
Wie schon Joseph Ratzinger im Buch "Gottes Projekt" schreibt,ist die Sprache der Bibel oft sehr Bildhaft,weil sie unendlich geistiges,ewiges und teilweise mit unserem verstand-erst recht nicht zu erfassen mit unseren Sinnesorganen- vermitteln will,daß wir uns doch geistig diesem Sinn nähern können. (...) Der Sprachbefund des Glaubens ist vielfach Bildsprache,nicht Begriffssprache...

Der Herr Ratzinger. Na da frag ich mich doch glatt, warum dann z. B. der Tarot durch die Kirche als Teufelswerk verurteilt wird, wo doch genau dieses Phänomen dort wiederzufinden ist. Der Tarot gibt in Bildern die archetypischen Begrifflichkeiten und die geistig-emotionale Entwicklungsreise des Menschen innerhalb seines Lebens wieder. Das wäre doch eigentlich die perfekte Paarung...

(Mal sehen, was da jetzt kommt...)

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alexander329 11.06.2014, 22:30
@kimy2j

ist das nicht genau entgegengesetzt?In der Bibel wird etwas übernatürliches mit Bildern und Begriffen beschrieben.In den Archetypen wird ein Bild durch unterschiedliche Menschen gleich gedeutet. weil man die Begriffe und Bilder der Bibel unterschiedlich auslegen kann-erst dadurch kommen doch die unterschiedlichen Meinungen zu Gott zustande.

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alexander329 14.06.2014, 20:54
@Abundumzu

Die Bibel ist immer interpretationsnötig!Sie spricht nunmal fast immer durch Bilder,Vergleiche usw.

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was denkst du, was es mit der geschichte von jesu kreuzigung auf sich hat?

DAS ist die Bibelstelle schlechthin, die zeigt, dass Gott jedem verzeiht. Wen hat er die Qualen ertragen lassen? Seinen geliebten Sohn. Seinen einzigen Sohn, der ganz ohne Sünde war. Diesen hat Gott geopfert, um uns Menschen von unseren Sünden zu erlösen. Um uns also zu verzeihen!

gottesanbeterin 12.06.2014, 19:22

Ganz so einfach ist es aber doch nicht; es wird alles vergeben, bis auf das, was GEGEN den "Heiligen Geist" gerichtet ist.

0

http://daily-message.de/archiv/archiv3885.php

Die Frage ist doch vor allem, was das Grundproblem des Menschen vor Gott ist? Das ist die Sünde? Was ist Sünde? Wer seine Schuld einsieht und sie im Glauben bekennt, dem kann grundsätzlich alles vergeben werden. Es gibt viele biblische Männer, die einerseits große Dinge für Gott taten, aber auch jämmerlich versagt haben (Mose, David, Paulus, Petrus). Daran erkennt man, daß Gott Sünde sehr ernst nehmen muss, aber auch ein Gott der Gnade, Liebe und der Wiederherstellung ist. Die Vergebung liegt in Jesus Christus!

Jesaja 1,18:

"So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden."

kimy2j 10.06.2014, 12:07

In der Schule hätte es jetzt früher geheißen: "Thema verfehlt - 6!"

3
kimy2j 10.06.2014, 13:57
@joergbauer

Schön, dass du Einsicht zeigst. Ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung.

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joergbauer 10.06.2014, 15:03
@kimy2j

Stimmt, aber vielleicht hast ja auch du da etwas falsch verstanden...;-)

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rubicon66 12.06.2014, 16:56
@joergbauer

@joergbauer, ist doch egal, hauptsache, du konntest etwas aus der bibel zitieren!

1
joergbauer 13.06.2014, 08:46
@rubicon66

Das kann ich immer auch ohne Aufforderung. Wenn ich als Christ etwas vertrete, muss ich es ja auch biblisch begründen, oder?

3
joergbauer 16.06.2014, 08:26
@rubicon66

Das war die Frage - oder nicht? Ich begründe meinen Glauben - biblisch. Darum nenne ich mich ja Christ, weil ich an Jesus Christus glaube und für mich die Bibel das Wort Gottes ist, was Jesus ist!

2
scatha 13.07.2014, 21:58
@joergbauer

Du müßtest es aus dem Neuen Testament begründen.

0

Wenn man die Bibel genau liest, wird man feststellen, dass die dargestellten Personen voller Fehler und Sünde sind (bis auf Jesus, der allein sündlos war) und trotzdem Vergebung und neue Chancen erhalten haben. Beispiele könnte man viele aufführen (Mose, Abraham, Jakob, die 12 Söhne von Jakob, Simson, Gideon, Saul, David, Salomo und andere Könige von Israel, die Jünger von Jesus usw.).

Sehr interessant ist beispielsweise die Geschichte von Jona, der die Stadt Ninive warnen soll. Jona will zunächst fliehen und hofft dann, dass Gott die Stadt trotz seiner Warnung dennoch vernichtet. Doch die Einwohner von Ninive tun Buße und bitten um Vergebung ihrer Schuld, Gott vergibt ihnen und zerstört die Stadt nicht.

Einige Bibelstellen zur Frage:

Nehemia 9,17b: "Aber du bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Güte, und du hast sie nicht verlassen."

Jesaja 55,7: "Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung."

Daniel 9,9: "Aber bei dem Herrn, unserem Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung."

Matthäus 26,28: "Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden."

Apostelgeschichte 10,43: Von diesem legen alle Propheten Zeugnis ab, daß jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden empfängt.

Epheser 4,32: "Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus."

Johannes 3,16: "Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat."

Spontan fällt mir dazu David ein.

Er gab sogar in gewisser Weise einen Auftragsmord. Eigentlich hätte David die Todesstrafe verdient. Weil David aber echt bereute wurde ihm verziehen.

Als das Volk Israel aus Ägypten auszog, erhielt Moses am Berg Ararat die 10 Gebote. Solange Moses weg war, machte sein Bruder Aaron auf drängen des Volkes einen Götzen, ein goldenes Kalb. Gott strafte alle beteiligten mit dem Tod mit wenigen Ausnahmen. einer davon war Aaron. Wieder wurde verziehen, weil Aaron (und andere) aufrichtig ihren Fehler bereuten.

Jehova hat auch mal einer ganzen Stadt vergeben. Jona warnte die Niniviter vor dem Strafgericht Gottes. Das Volk der Stadt aber bekam Angst und bereuten zutiefst und ehrlich. Daraufhin wurde die Stadt verschont.

Petrus hatte Jesus in der Nacht vor dessen (Jesu) Hinrichtung dreimal verleumdet. Es wurde ihm nie negativ angerechnet, als Jesus nach seiner Auferstehung auf Petrus traf, kamen keine Vorwürfe - es wurde nicht einmal erwähnt.

Abraham war es leid um die gerechten Menschen in Sodom und handelte Gott immer weiter runter. Er bat Gott die Stadt zu verschonen, wenn dort noch Gerechte zu finden sind. Das fing bei 50 an und ging runter bis 10 Gerechte. Doch es gab nicht einmal einen. Hätte es die gegeben, hätte Gott eine ganze Stadt verschont wegen einigen wenigen.

Zudem weiß Gott, dass der Mensch unvollkommen ist und immer wieder Fehler machen wird. Dafür jemanden zu bestrafen wäre unlogisch, lieblos und grausam. Da hätte keiner eine Chance.

Es kommt immer darauf, dass man seine Fehler wirklich bereut und Wiederholungen oder absichtliches Fehlverhalten vermeidet und auf die Rettung durch Gott und, ganz wichtig, dass man an das Loskaufopfer Jesu glaubt.

Überall in der Bibel ist von Buße und Umkehr die Rede ! Das 1 Gebot ! Du sollst keine andern Götter neben dir haben. Ein Beispiel, Samuel sagt: "Einen König wollt Ihr? Ihr werdet noch an mich denken. Er wird euch ausbeuten und ihr werdet dumm und dämlich Steuern bezahlen müssen. Eine goldene Nase wird er sich verdienen an euch! Eure Söhne wird er in den Krieg schicken, eure Töchter werden bei ihm im Palast arbeiten müssen und seine Konkubinen werden. Das wollt Ihr?" - "Ja, das wollen wir!" Da fügt er sich dann. Das hat etwas mit dem Selbstverständnis zu tun, das das Volk der Israeliten damals erreicht hatte: "Wir wollen sein wie andere Völker auch!" Samuel fügt sich , denn Gott sagt zu ihm: "Gib nach, Samuel!" Gott sagt an der gleichen Stelle so schön: "Beruhige dich, Samuel, mich haben sie doch beleidigt. Ich, der sie getragen hat, wie eine Mutter ihr Kind, der sie aus Ägypten befreit hat durchdas Wasser und das Feuer. Mich haben sie beleidigt. Was regst du dichalso so auf? Dich haben sie doch nicht verstoßen. Also gib ihnen ihren König." Gott kennt also unsere Schwächen, und verzeiht auch deswegen !

Noch ein Beispiel !

Sinn der Gleichnisse

Lk 4,17ff.: „ Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; / denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, / damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde / und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe ((und einen Tag der Rache unsers Gottes ; Jes 61,2))“ Mt 11,28 Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir;denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft und meine Lastist leicht! Lk: Die Gleichnisse vom Verlorenen Sohn. Am Eindrucksvollsten: der Verlorene Sohn! Wort: Der Inhalt der ganzen Botschaft Jesu zielt darauf, Gott als den darzustellen, der auf die Menschen zu geht, für die Menschen da ist. Insbesondere die Gleichnisse machen deutlich, dass Gottes Denken und Wollen ein anderes ist als das des Menschen in seinem starren Ver- geltungsschema. Wir sollen dieses „göttliche Denken“ uns aneignen: metanoeite, „Denkt anders, höher“ ist der Ruf des Neuen Testamentes. Die Übersetzung „Tuet Buße!“ verwischt die Neuartigkeit der Lehre Jesu. Handeln: Jesus kümmert sich um die Ausgestoßenen, die Sünder. Vor allem hält er Mahl mit ihnen, dem Zeichen der Endzeit. Zöllner, Frauen, Prostituierte, Kranke, Behinderte, „von Gott gezeichnete“ nimmt er in seinen Kreis auf. Er dokumentiert mit seiner Lehre und seinem Verhalten: Gott wendet sich den Menschen zu. Auch denn ein solches Verhalten auch im AT durchscheint. Dort ist es nicht eindeutig. Letztlich ist das Verhalten Gottes ambivalent: Der Gütige und Liebende und auf der anderen Seite der Richter und Rächer. – Hier zeigt Jesus den „unerbittlich“ liebenden Gott. Noch ein Beispiel , das Gottalle Menschen liebt und willkommen heißt !

Die Botschaft vom Berge Sinai ist offen für alle Menschen, sie ist ein Angebot. Denn die Rahab ist keine Jüdin und Israelitin. Dieses Motiv kommt sowohl auf der individuellen wie auf der völkischen Ebene vor. Nehmen wir als Beispiel die Stadt Ninive: Das sind keineswegs Israeliten und trotzdem ergeht das Angebot Gottes mit seinen zehn Geboten an sie, ohne dass sich z. B. die Männer beschneiden lassen oder sie zum Judentum übertreten müssten. Nehmen wir das Beispiel mit Sodom: Es gibt auch hier das Angebot, dass ihnen vergeben wird, wenn sie umkehren. Nehmen wir andere Einzelpersonen wie z. B. den Hiob: Auch er ist kein Jude oder Israelit. Nehmen Swir Jitro, den Berater des Moses: Auch er ist kein Jude. Bei Rahab ist das ebenfalls der Fall: Das Angebot des Monotheismus gilt auch für sie. Wer die Bergpredigt lebt und durch die Bibel, in der man die Stimme Gottes vernimmt ,der wird auch zu Gott finden. Die Taufe ist im Jüdischen Sinn nur dann gemacht worden, wenn man seine Sünden bereut ,geopfert und sich hat taufen lassen, um wieder umzukehren,um sich Gott zuzuwenden. Im alten und im neuen Testament ist immer nur von der Umkehr und der Buße,die Rede. Jeder der Gott annimmt kommt in den Himmel.Christen,die denken, das sie besser sind als andere .die nicht Christen sind, sind auf dem Holzweg.Das geben die Jüdischen Schriften nicht her. Und Jesus lehrte nur aus den Jüdischen Schriften. Er kannte keine Bibel.

Michael017 10.06.2014, 18:29

DH!

Das ist ein wichtiger Satz, tinimini, den Du da geschrieben hast!:

"Jeder, der Gott annimmt, kommt in den Himmel.Christen,die denken, das sie besser sind als andere, die nicht Christen sind, sind auf dem Holzweg."

2
Michael017 10.06.2014, 18:35
@Michael017

Und ausnahmslos ALLE werden letztendlich Gott annehmen. Sie verursachen sich nur selbst unnötiges Leid, je länger sie damit zögern.

Da es nur EINEN Gott gibt, der als Jesus Christus auf diese Erde kam ohne Seine Macht, d.h. brachte diese nicht zur Anwendung, nur mit Seiner Liebe, mit welcher ER eine ERLÖSUNG für ausnahmslos ALLE erbrachte, steht dieser Satz von IHM und da gibt es keinen Weg darum herum:

"Ich Bin der Weg die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch Mich"

Ist da jemand anderer Meinung? Das wird aber völlig unerheblich sein. Denn Gott wird SEINE WAHRHEIT nicht nach den Vorstellungen der Menschen verbiegen.

Und was wäre es denn, wenn ER als Jesus selbst lehrt, „Vater, Dein Wille geschehe", und wir erheben uns, wie ich kürzlich wieder gelesen habe als „Offen­barungs­wort", Gott müsse unseren freien Willen respektieren. Derjenige muss einen Willen respektieren, der unter dem Betreffenden steht. Ich glaube nicht, dass wir annehmen können, dass Gott unter einem Seiner Kindgeschöpfe steht. Und so ist es nicht, und damit ist Sein freier Herrschaftswille ein souveräner Wille, ein erster Wille, und in diesem Willensgehege, in dieser Umrandung, in dieser wunderbaren barmherzigen Führung, da drin leben wir!

Frei - innerhalb, aber nicht außerhalb!

1
Michael017 10.06.2014, 19:01
@geschoepf

Auch an Deinen Vorstellungen von Recht und Unrecht wird Gott Seine WAHRHEIT nicht umeinanderbiegen:-)

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geschoepf 10.06.2014, 19:08
@Michael017

Alle meinen, Gott genau zu kennen und dennoch haben sich so enorm unterschiedliche Auslegungen ergeben. Wie mag Gott das beurteilen??

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Michael017 10.06.2014, 19:37
@geschoepf

Die unterschiedlichen Auslegungen ergeben sich, weil, jeder erkennt Gott halt nach seiner Erkenntnis, der Prophet genau so, wie jeder andere und jeder ist aufgefordert, sich in der Erkenntnis weiter zu schulen, wodurch er Gott immer tiefer verstehen lernt. Wie ich Gott kennenlernte, wird Er es wohl verzeihen, wenn Menschen Ihn nach ihrem Maße ihres Verständnisses begreifen und sie weiterhin so lehren, dass Er ihnen nicht alles fertig vorgibt, sondern, dass sie in ihrem selbstständigen Denken angeregt werden und sich immer tiefere Erkenntnisse erarbeiten, die dann wirklich ihre eigenen geworden sind, wodurch sie immer lebendiger werden.

1
geschoepf 10.06.2014, 19:44
@Michael017

Du meinst, nach langer und tiefer Erkenntnisphase werden alle begreifen, dass Jesus Gott und der Erlöser ist??

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geschoepf 10.06.2014, 20:07
@Michael017

Das will ich erleben! Die Zeugen Jehovas, Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus und und und ... bekennen sich zu Jesus, dem Gott. Dann sagen selbst die Atheisten: "O.K. - wir sind dabei."

Ist das dein Ernst?

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Michael017 10.06.2014, 20:53
@geschoepf

Wir sind halt alle Geschöpfe des EINEN Gottes, ganz unabhängig irgendwelcher weltlichen Religionen, die sich die Menschen hier gemacht haben. So sollte man JESUS auch unabhängig vom Christentum betrachten. ER lässt sich nicht an eine bestimmte Religion binden. Du wirst es erleben, weil, es findet ja schon lange statt, dass sich die Völker in den Seelenreichen als ein Volk von Brüdern und Schwestern vor Gott begegnen. Wenn sich Deine geistigen Augen entsprechend öffnen, kannst Du das bereits im Erdenleben beobachten, ansonsten wirst Du es dann nach Deinem Erdenleben zur entsprechenden Zeit erleben.

Auf der Erde wird es nach den NWO-Täuschungsaktionen eines Scheinfriedensreiches auch solches auf der Erde eine lange Zeit geben. Nicht für ewig, denn die Materie kennt keinen Frieden.

1
geschoepf 10.06.2014, 21:02
@Michael017

Also für mich waren und sind Menschen immer Menschen. Religiöse Sichtweisen sind selektierend und widersprechen meinem ethischen Anspruch.

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Michael017 10.06.2014, 21:12
@geschoepf

Ja, das erlebe ich auch so, dass das, was in weltichen Religionen abläuft, eben viel menschliches begrenztes, selektierendes Denken beinhaltet. Religion an sich hat meist mit Gott ja auch so gut wie nichts zu tun, außer dem Äußeren.

1
geschoepf 10.06.2014, 21:21
@Michael017

Nun weiß ich gar nicht mehr, was so in deinem Kopf vorgeht. Was sind "weltliche Religionen" und wie unterscheiden sie sich von anderen? Es ist doch alles weltlich.

Für heute genügt es aber. Ich wünsche dir einen schönen Abend.

0
Michael017 10.06.2014, 21:28
@geschoepf

Ich Dir auch. Schlaf gut und träum was Schönes. Das sind die Religionen, die man hier halt auf der Erde antrifft, die sind menschengemacht. JESUS hat nie was davon gelehrt, das sowas wie z.B. die kath. Kirche installiert werden sollte.

2
joergbauer 13.06.2014, 08:57
@Michael017

...oder Allversöhnung...davon hat Jesus auch nichts gesagt - im Gegenteil!

2
Thomas021 16.06.2014, 00:07
@joergbauer

Oh je, natürlich hat ER das! Tinimi willst Du ihm das beantworten?

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tinimini 17.06.2014, 16:16
@Thomas021

Allversöhnung.

Die Botschaft vom Berge Sinai ist offen für alle Menschen, sie ist ein Angebot. Denn die Rahab ist keine Jüdin und Israelitin. Dieses Motiv kommt sowohl auf der individuellen wie auf der völkischen Ebene vor. Nehmen wir als Beispiel die Stadt Ninive: Das sind keineswegs Israeliten und trotzdem ergeht das Angebot Gottes mit seinen zehn Geboten an sie, ohne dass sich z. B. die Männer beschneiden lassen oder sie zum Judentum übertreten müssten. Nehmen wir das Beispiel mit Sodom: Es gibt auch hier das Angebot, dass ihnen vergeben wird, wenn sie umkehren. Nehmen wir andere Einzelpersonen wie z. B. den Hiob: Auch er ist kein Jude oder Israelit. Nehmen Swir Jitro, den Berater des Moses: Auch er ist kein Jude. Bei Rahab ist das ebenfalls der Fall: Das Angebot des Monotheismus gilt auch für sie. Wer die Bergpredigt lebt und durch die Bibel, in der man die Stimme Gottes vernimmt ,der wird auch zu Gott finden. Eine Allversöhnung setzt tollerranz voraus, und das ist in den Mosaischen Geboten verankert, und wurde auch gelehrt. Jesus hat über 400 mal aus der Torah zitiert, also hat er auch aus der Torah gelebt, und nach ihr gehandelt, denn er war ohne Sünde. Er aß mit Zölnern Hr-ren usw... Das ist doch der erste Schritt zur Allversöhnung, denn er hat nicht geurteilt, auch nicht über die Ehebrecherin. Haltet Frieden ! Wenn euch einer bittet eine Meile sein Gepäck zu tragen, dann tragt es zwei Meilen,das galt den Römern, Man sollte keinen Widerstand leisten,damit keine unschuldigen mit darunter leiden musten. Denn den Römern war es egal ob sie einen oder 2 oder einer ganzen Familie die Köpfe einschlugen !

1

Natürlich gibt es zahllose Beispiele, dass Jahwe allen, die an ihn glauben, alles vergibt.

Z.B. das Blutbad zu Sichem.

http://www.bibel-online.net/buch/dual/luther_1912/1_mose/34/neue_evangelistische/1_mose/34/

Ein Mädchen wurde verführt. Bei den damaligen Juden galt jede Verführung einer Jüdin durch einen Nichtjuden als Vergewaltigung. Das Liebespaar wollte heiraten, über die Glaubensgrenzen hinweg. Sagen Jakob und sein Sohn Levi: "Nichts da, ihr lasst euch alle beschneiden und werdet zu Juden, oder ihr kriegt unsere Tochter und Schwester nicht."

Vertrauensselig lässt sich die gesamte Familie des Bräutigams auf eine Beschneidung ein. 3 Tage später liegen sie im Wundfieber und sind wehrlos. Da werden sie von Jakobs Söhnen erschlagen und ihre Familien versklavt.

Da hat "Gott" keinen Mucks zu gesagt. Z.B. Levi wurde hoch gesegnet und zum Stammvater der Leviten, von denen bis zum heutigen Tag die jüdischen Tempeldiener abstammen.

P.S. Die Braut durfte natürlich zu allem nichts sagen, denn sie wurde ja nicht gefragt.

rubicon66 15.06.2014, 08:50

...und so ist's noch bis heute!!!

2
kdd1945 21.06.2014, 15:32

Dein Pamphlet strotzt nur so von Falschdarstellungen:

  • Das Mädchen Dina wurde nicht verführt, sondern vergewaltigt (Du liest wohl Deine geposteten Bibeltexte nicht ?).Deshalb sind die Begriffe "Liebespaar, Bräutigam und Braut" frauenverachtend.
  • Juden gab es seinerzeit noch nicht. Juda war einer der Brüder der Vergewaltigten Er wurde der Stammvater des Stammes Juda, eines der 12 Stämme Israels, die zu Jesu Zeiten als gesamtes Volk "Juden" genannt wurden.
  • Wo ist am "heutigen Tag" der Tempel, in dem jüdisch Tempeldiener amten? Es gibt weder den Tempel, noch Tempeldiener, noch Register, durch welche jemand seine Abstammung zweifelsfrei nachweisen könnte.
  • Und in 1.Mose 49 kannst Du lesen, wie Gott über die Handlung der Brüder dachte:

5 Simeon und Levi, die Brüder, Werkzeuge der Gewalt sind ihre Messer.3 6 Zu ihrem Kreis mag ich nicht gehören, mit ihrer Rotte vereinige sich nicht mein Herz. Denn in ihrem Zorn brachten sie Männer um, mutwillig lähmten sie Stiere. 7 Verflucht ihr Zorn, da er so heftig, verflucht ihr Grimm, da er so roh. Ich teile sie unter Jakob auf, ich zerstreue sie unter Israel.4

2
stefanbluemchen 20.02.2017, 23:17

Befahl Gott, dass dieses Blutbad angerichtet werden sollte? NEIN!

0

Mir fallen dazu spontan Jesu Gleichnisse ein, z.B. das vom verlorenen Sohn, oder das vom Knecht dem die Schulden erlassen werden, der aber seinem Mitknecht nicht verzeiht.
Das Buch Hiob ist auch interessant in diesem Zusammenhang.

Sind natürlich alles keine echten Fallbeispiele.

Gibt es irgendeine Bibelstelle wo Gott jemandem tatsächlich verzeiht?

Selbst wenn würde das doch nicht im geringsten die Frage beantworten. Vielleicht sollte man erst einmal die Frage klären ob es den in der Bibel beschriebenen Gott gibt oder nicht.

Irgendwas Handfestes

Es ist Glaube, nichts Handfestes.

jimithechainsaw 10.06.2014, 11:02

Wieso? Wenn ich Frage ob in irgendeinem Harry Potter Buch eine Stelle vorkommt wo Potter jemandem irgendwas verzeiht, müssen wir dann vorher klären ob es den Typen wirklich gibt?

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LSdiethylamid 10.06.2014, 14:09
@jimithechainsaw

Wenn es Leute gibt die denken Harry Potter gibt es wirklich, dann sollte man die Frage nach der Existenz klären.

3

Du bist ein Gott, der vergibt, ... (Nehemia 9, 17) Doch wenn wir ihm unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns vergibt und uns von allem Bösen reinigt (1. Johannes 1, 9)

stefanbluemchen 20.02.2017, 23:21

Nur bekennen reicht nicht. Reue ist angesagt! Ohne Reue keine Vergebung! 

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Die Frage ist jetzt beziehst du dich auf das Alte Testament oder das Neue?

Im Grunde ist es in beidem der selbe Gott, nur die Juden streiten es ab, dass Jesus der Messias geschweige denn Gott war!

Nach dem Neuen Testament ist Gott dreifaltig ( vater,sohn und heiliger geist) und somit ist Jesus, ( der Sohn, ein Bestandteil des dreifaltigen Gottes, welches jeder der 3 Personen abhängig voneinander sind) Gott in Menschlicher Person! Jesus hatte immer von Verzeihung geprädigt und war sehr bekannt für seine Lehre der Nächstenliebe! Ein Beispiel als Ehebrecherin nach dem Gesetz der Thora gesteinigt werden musste, weil sie Ehebruch begangen hatte, wollten sie alle Steinigen und gingen zu Jesus, da sie ihn hiermit in einer Falle bringen wollten, da wenn er gegen der Steininigung widerspricht , würde es den Gesetzen der Thora keine Beachtung schenken. Doch er sagte: " Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein". daraufhin liessen alle ihre steine fallen und sind gegangen.

Eines der sehr vielen Passagen aus der Bibel im NT, indem Jesus Gnade vor Recht ergehen lassen hat.

jimithechainsaw 10.06.2014, 07:50

Ich meine Gott. Nicht Jesus, Gott.

1
jimithechainsaw 10.06.2014, 08:05

Und sowohl NT als auch AT, aber eben nicht Jesus.

2
kimy2j 10.06.2014, 12:39

Das mit der Dreifaltigkeit ist auch so eine dieser "Machenschaften" des Christentums, um die landläufigen Traditionen und Praktiken der "heidnischen" Bevölkerungder missionierten Lande davon zu überzeugen, dass die neue Religion sich ja wunderbar mit dem vereinbaren lässt, was man so an Gebräuchen pflegte und einem dabei noch ewiges Seelenheil garantiert.

Jungfrau, Mutter und Weise Alte - das ist die Dreifaltigkeit der wesentlich älteren matriarchalisch geprägten Welt- und Religionssicht, die lange vor dem Christentum und anderen jüngeren von Menschengeist und -hand erfundenen Ideologien das Leben der Menschen prägte.

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helmutwk 22.06.2014, 14:05
@kimy2j
Jungfrau, Mutter und Weise Alte - das ist die Dreifaltigkeit der wesentlich älteren matriarchalisch geprägten Welt- und Religionssicht

Das ist aber keine Trinität,. sondern eine Triade. Trinität ist was Anders.

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Abahatchi 10.06.2014, 23:05
Nach dem Neuen Testament ist Gott dreifaltig

Das haben irgendwann mal Menschen bestimmt, daß Gott dreifaltig sein soll. Hätten sie anders abgestimmt, wäre es heute halt anders.

So beliebig ist Glaube, so beliebig ist Religion, so beliebig sind Götter.

Alles Menschenwerk.

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stefanbluemchen 21.02.2017, 18:22
@Abahatchi

Nach dem neuen Testament  (den christlich griechischen Schriften) sind Jesus und sein Vater zwei verschiedene Personen. Und der wahre Gott ist nicht Menschengemacht! 

0
helmutwk 21.02.2017, 21:31
@stefanbluemchen

Nach dem neuen Testament  (den christlich griechischen Schriften)

Es gibt noch andere christliche griechische Schriften, z.B. Barnabas oder Ignatius.

Deshalb wird der Ausdruck "christliche griechische Schriften" meisz auf Schriften angewandt, die nicht zum NT gehören,

Aber ich finde es gut, dass du der Trinitätslehre insoweit zustimmst, dass Vater und Sohn zwei verschiedene Personen sind.

0

Gott ist die einzige perfekte selbstlose Liebe und Barmherzigkeit.

Es gibt unzählige Bibelstellen - vor allem im neuen Testament - die dies bezeugen

Die göttliche Verzeihung ist aber nicht "automatisch", sie setzt unsere Reue voraus. Diese kann z.B durch eine ehrliche Beichte zu Ausdruck bringen.

Wie war das noch gleich..? Gott schickte eine Friedenstaube und den Regenbogen zur Versöhnung nach der Sintflut.

jimithechainsaw 10.06.2014, 12:10

Ich bin nicht sicher ob das dein ernst ist. Immerhin waren da doch schon alle ertrunken, haben also weder Friedenstaube noch Regenbogen gesehen. Und falls doch ist das doch nur eine (sehr schwache) Entschuldigung. Hat mit verzeihen nicht das geringste zu tun.

3
geschoepf 10.06.2014, 12:24
@jimithechainsaw

Ich glaube, es ist eine ironische Anmerkung von Goodnight und sie soll uns die Absurdität der Bibel vor Augen führen.

2
Goodnight 10.06.2014, 18:22
@jimithechainsaw

Lies doch einfach bei Wikipedia nach. Bedenke, dass die Bibel eine Sammlung von Gleichnissen ist.

1
Goodnight 10.06.2014, 18:31
@geschoepf

Nein ist es nicht, ich würde mich hüten religiöse Werte, die anderen wichtig sind herabzuwürdigen. Ich hab mich so ausgedrückt, weil mir das von meiner Sonntagschulzeit noch so vage in Erinnerung war. Es geht um symbolische Werte, nichts weiter.

3
geschoepf 10.06.2014, 18:46
@Michael017

Was "töricht" ist und was nicht, obliegt den unterschiedlichen Betrachtungsweisen. Ich finde blinden Glaubensgehorsam töricht. Ich finde töricht, wenn jemand die Geschichtszusammenhänge nicht erkennt.

Aber was soll´s. Ich glaube, die hartnäckig Gläubigen von heute sind die Aussteiger von morgen.

2
geschoepf 10.06.2014, 18:50
@Goodnight

Vergleiche hinken immer und die in der Bibel sind so stark konstruiert, dass sie heutzutage im realen Leben nicht mehr vorstellbar sind.

2
Brighet 10.06.2014, 19:01
@Goodnight
Nein ist es nicht, ich würde mich hüten religiöse Werte, die anderen wichtig sind herabzuwürdigen.

DH Goodnight!

2
KaeteK 11.06.2014, 12:39
@geschoepf

Aber was soll´s. Ich glaube, die hartnäckig Gläubigen von heute sind die Aussteiger von morgen.

Du irrst, je länger ich auf dem Weg bin (fast schon 30 Jahr), je mehr fühle ich mich zu meinem Herrn hingezogen.

Psalm 119 162 Ich freue mich über dein Wort wie einer, der grosse Beute macht.

Und ich freue mich auf den Tag, wo Ich Ihn sehen darf, wie Er ist - ganz unvorbelastet, durch meine menschliche Schwachheit

Psalm 119 140 Wohlgeläutert ist dein Wort, dein Knecht hat es lieb.

1. Johannes 31 Sehet, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, daß wir Kinder Gottes heißen sollen! Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. 2 Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, daß, wenn es offenbar werden wird, wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist

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