Gott und die Freiheit?

22 Antworten

Schopenhauer hat den Unsinn mit der Willensfreiheit schon lange widerlegt, was dann auch durch neuere Forschungen belegt wurde. Er schrieb:

"Ich kann tun, was ich will: Ich kann, wenn ich will, Alles was ich habe, den Armen geben und dadurch selbst einer werden, - wenn ich will! - Aber ich vermag nicht, es zu wollen; weil die entgegenstehenden Motive viel zu viel Gewalt über mich haben, als dass ich es könnte. Hingegen wenn ich einen anderen Charakter hätte, und zwar in dem Maße, dass ich ein Heiliger wäre, dann würde ich es wollen können; dann aber würde ich auch nicht umhin können, es zu wollen, würde es also tun müssen."

(Aus "Preisschrift über die Freiheit des Willens")

Das Problem ist, dass das Prinzip der alternativen Möglichkeiten ("der Mensch kann sich entweder für "das Gute" oder aber für "das Böse" entscheiden) einen Riss im Kausalgefüge der Welt bedeuten würde:

für jeden materiellen Körper gilt notwendigerweise, dass identische Ursachen auch identische Folgen nach sich ziehen.

Wie also könnte sich ein Mensch zu einem beliebigen Zeitpunkt unter den genau zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden identischen Bedingungen einmal für die eine Alternative ("gut"), ein andermal für deren Antipoden ("böse") entscheiden??

Es ist also christlicher Erfindergeist, der ihrem Gott in die Hände spielen soll, damit der nicht arbeitslos wird und vlt. nichts mehr zu "vergeben" hätte, wenn plötzlich alle Menschen sich für "Gut" entscheiden würden.

Gerade die Behauptung, dass es Willensfreiheit gäbe (also u. a. auch die "Freiheit", sich über Naturgesetze zu stellen) gibt dem Ohnmachtsgefühl des Menschen Nahrung und damit dem Bestreben Vorschub, Verantwortung für eigene Entscheidungen höheren Autoritäten zuzuschieben (Gott, Führer, "Schicksal" u.a.).

Das oft zu hörende "Argument", ohne "freien Willen" wäre der Mensch eine Maschine oder Marionette, ist inhuman und unlogisch: der Unterschied zwischen Mensch und Maschine ist der, dass der Mensch überhaupt einen Willen hat!

Der Mensch braucht die Einteilung in "gut" und "böse" nicht! Die Menschen werden immer unterschiedliche Interessen haben.

Es wird aber immer nur wenige Menschen geben, die im Auftrag irgendeines nicht-existenten Gottes oder eines machthungrigen "Führers" daraus "gut" und "böse" machen!

Hallo anonym,

Ja, wir haben ein Stück Freiheit, uns entscheiden zu können. Aber so einfach ist das wieder auch nicht. Zum Einen ist oft nicht ganz klar, was Gut und Richtig ist, denk einfach einmal an den Spruch

"Recht aufs Äußerste getrieben kann größtes Unrecht sein!"

Aber genua so argumentieren die Verfechter der Bibeltreue, Andererseits können Regeln, wie sie in der Bibel stehen im realen Leben widersprüchlich sein, wie z.B. wenn die Eltern unrecht tun, dann ist es schwer sie weiter zu Achten und zu Ehren.

und so verstehe ich das dann: Du musst entscheiden, was für Dich das Wichtigere ist.

Aber so einfach ist es dann auch wieder nicht. Aus der Psychologie ist bekannt, dass durch schlechte äussere Umstände die menschen manchmal falsche Dinge tun und nicht anders können. Die Psychologie entwickelt auch Methoden, um den Menschen zu helfen, diese Barriere zu überwinden. Beispiel: in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Lerngesetze für soziales Lernen entdeckt und erst kürzlich durch das MIT (Massachusetts Institute of Technology) eindrucksvoll mit der Erweiterung bestätigt, dass Strafen praktisch wirkungslos sind. Das kann in der Erziehung zu der paradoxen Situation führen, dass Kinder immer dann durch Strafen Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie etwas falsch oder schlecht machen. Diese Kinder machen dann Falsches nur um die Aufmerksamkeit durch Strafe zu bekommen. Z.B. Schläge. Das läuft dann nicht bewusst ab, sondern unbewusst. Solche Menschen müssen dann erst Lernen, ihre inneren Impulse das Falsche zu tun, zu überwinden. Diese Menschen haben nicht die Freiheit zu entscheiden, sie machen das Richtige oder das Falsche. Strafe macht da auch keinen Sinn, denn die Strafe ist ja die Ursache dafür, dass dieser Mensch das Falsche tut.

Deshalb denke ich, dass das, was zu diesem Thema in der Bibel steht zu kurz greift, und Gott sehr wohl weiß, dass die Menschen anders gestrickt sind. Ich denke, die Bibel ist von Menschen in einer Zeit geschrieben worden, in der diese Zusammenhänge einfach nicht bekannt waren. Deshalb nehme ich die Bibel nicht wörtlich.

Es heißt auch, Gott schaut in die Herzen. Für mich bedeutet dies, er kann genau diese Feinheiten unterscheiden und wird entsprechend urteilen. Menschen können das oft nicht, sie sind viel zu oberflächlich und oft viel zu einfach gestrickt um das beurteilen zu können. Viele tun es aber trotzdem, und das ist falsch. Wie heißt es an Anderer Stelle deshalb?

Richte nicht, auf dass Du nicht gerichtet werdest!
Liebe mich oder du kommst in die Hölle

Ja, manchmal wird Gott in der Bibel dargestellt, als sei er ein Narzisst. Das glaube ich auch nicht. Das dient nur dazu den Menschen Angst zu machen. Auch das wurde meiner Meinung nach vn Menschen Gott zugeschrieben, die offensichtlich einen Gott nach ihrem Ebenbild geschaffen haben, und nicht umgekehrt, wie es manche behaupten.

Ich versthe die Freiheit deshalb so, dass Du nach Deinen Möglichkeiten versuchst Dein Möglichstes zu tun, dass Du das Richtige tust. Das wird Dir nicht immer gelingen. Du bist ein Mensch. Also verzeihe Dir Deine Fehler und versuche, sie nicht zu wiederholen. Mehr kann ein Mensch einfach nicht leisten, und Hüte Dich vor der Einstellung meiner Schwiegermutter, die mir einmal antwortete, als ich sie fragte, ob das denn ein Guter Christ machen dürfe: "Kann man Beichten!"

LG

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Hallo anonym300300300,

Freiheit ist eine Konsequenz von Gottes Liebe, die sich auf alle Lebewesen mit Bewusstsein (z.B. uns Menschen) gleichmäßig ergießt. Niemand ist damit zu Gunsten eines anderen eingeschränkt - weder im Denken noch im Handeln.

Was Gut und Schlecht ist, liegt im Ermessen einer einelnen Person in dieser Freiheit. Wir können allenfalls zwischen geistlich orientiert und nicht geistlich orientiert in einer Lebenseinstellung, die unser Handeln und Denken bestimmt, unterscheiden. Dass Maß dafür ist die Liebe. Gott zwingt uns hier zu nichts, nicht zur Liebe, nicht zum Gegenteil.

Es hat sich aber eingebürgert, das Geistliche das Gute oder Gerechte zu nennen. Und so können wir die Begriffe in dem Kontext sehen.

Liebe kennt keine Bestrafung: das wäre gegen Freiheit und Fülle. Wir dürfen aber wieder Belohnung mit der Fülle assoziieren (auch wenn ein Verdienen wegen der Liebe entfällt).

Mit einer geistlich orientierten Einstellung eröffnet sich uns Gott und der Himmel. Mit dem Gegenteil davon verwähren wir uns den Himmel. Sozusagen hätten wir uns damit selbst "bestraft": geistlich tot.

Somit ist es nicht Gott, sondern wir sind's, die das Heft in der Hand haben.

Mit vielen lieben Grüßen

EarthCitizen

Woher ich das weiß:
Hobby

Bibel und Sexualität?

Hallo,

ich bin gläubiger Christ, habe jedoch ein Problem gegenüber der Sexualität. Ich möchte meine Sexualität an mir ausleben. Dabei möchte ich mich weder Frauen als Sexobjekt ansehen, noch es zur Sucht werden lassen (da ich bestimmen kann wann ich es will und wann ich es lieber lassen sollte). Auch fokussiere ich mich nicht mehr auf mich. Bei der SB sollen die Gefühle für mich sein, und ein gutes Gefühl hervorrufen, aber trotzdem will ich meinen Mitmenschen immer helfen und nicht immer auf mich schauen.

Ich habe aber viel gelesen, das die Bibel SB nicht gut findet. Unter anderem auch anhand dieser Verse: Mt.,5, 27-28, 2.Tim.2 - 22, 2.Tim.1 -7, Römer 13 - 14, 1.Kor.6, 19

Ich möchte Gott lieben und ehren und mit Jesus Christus mein Leben leben. Ich bin auch viel glücklicher wenn ich SB mache, da es für mich eig. nichts schlechtes ist. Jedoch habe ich eine innere Einstellung das es nicht richtig ist und ich denke mir, weil ich ein gläubiger Christ bin, das es der heilige Geist ist, der mich warnen will.

Es steht auch in der Bibel das man seinen Körper rein halten soll und ähnliches. Also weis ich nicht was ich tun soll. Ich liebe Gott über alles aber weiß nicht ob ich meinen Fetisch ausleben kann. Es wird sich auch nicht bezüglich meinen Glauben an Gott oder Jesus ändern weil sie immer an erster Stelle stehen werden.

Aber ich kann viel glücklicher sein wenn ich SB mache. Jedoch weiß ich nicht ob Gott mich dann verbannt weil ich ja die Wahrheit weiß, und die ist das SB Sünde ist, weil der Körper ja eig Gott gehört.

Können vielleicht ein paar Christen mit bitte sagen, was sie davon halten bzw. wie sie mit SB umgehen, falls ihnen das nicht zu intim ist? Man kann mir auch privat schreiben.

Ich habe auch voll Angst das das auf mich zutrifft:

19 Dabei verheißen sie ihnen Freiheit, obgleich sie doch selbst Sklaven des Verderbens sind; denn wovon jemand überwunden ist, dessen Sklave ist er auch geworden. 20 Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt und überwunden werden, so ist der letzte Zustand für sie schlimmer als der erste. 21 Denn es wäre für sie besser, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten, als dass sie, nachdem sie ihn erkannt haben, wieder umkehren, hinweg von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot. 22 Doch es ist ihnen ergangen nach dem wahren Sprichwort: »Der Hund kehrt wieder um zu dem, was er erbrochen hat, und die gewaschene Sau zum Wälzen im Schlamm.«

LG

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LG und danke wer es gelesen hat.

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