Gott oder Evolution?

37 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

An Gott zu glauben ist einfacher, wenn man sich denkt, dass alles "Intelligente" einen Schöpfer braucht, z.B. Uhrmacher. Dann schließt man vom Menschen der die Uhr gemacht hat, zum Gott, der das Universum gemacht hat.

Das traditionelle Schöpfungsverständnis, wonach Mensch und Tier geschichtslos aus wahlweise Erde, Blut oder sogar Holz ,,erschaffen" wurden, verlangt einem bei genauerem Hinsehen ein gerüttelt Maß an Glauben ab. Aber die Gesellschaft hat sich über die Jahrhunderte so sehr daran gewöhnt, dass es zuweilen gar als einzig legitimes Schöpfungsmodell betrachtet wird.

Andererseits bedienen Evolutionsvorstellungen das ,,Äffische" im Menschen. ,,Follow your instincts" - dem geben sich insbesondere Männer aus der Ersten Welt gerne hin. Keine Verantwortung, keine Moral, nur noch eigene egoistische Begierden spielen eine Rolle. Ganz zu schweigen vom gewaltigen Potenzial der Evolution/Natur als Projektionsfläche. Hier kratzt diese nicht, wie oft befürchtet, an der Hoheit des Menschen. Sondern sie liefert Rechtfertigungen und erlaubt es, die eigene Identität akzeptabel ins große Ganze einzubetten. Nicht umsonst sind die ,,Theorien" der populären Evolutionspsychologie so erfolgreich. Zumal sich damit jeder Hans und Franz mal als ,,Experte" fühlen darf und in der Position, andere zu gängeln. Denn wer würde sich schon gegen die ,,Natur" stellen? Manche Kreise haben sich daraus einen regelrechten, dem kreationistischen Schöpfungsmythos gar nicht unähnlichen Gründungsmythos zurechtgezimmert.

Woher ich das weiß:Recherche

Gott kann durch Glaube und Vernunft erkannt werden. Aus meiner Sicht ist daher der christliche Glaube vernünftiger als der Atheismus.

Nicht alle evangelikalen Christen vertreten den Kreationismus (es gibt verschiedene Richtungen innerhalb des Kreationismus), sondern manche auch die theistische Evolution.

Ein bekannter Vertreter der theistischen Evolution ist der Genetiker Francis Collins, der das Humangenomprojekt leitete. Für Collins sind christlicher Glaube und Evolutionstheorie vollständig miteinander vereinbar.

evangelikalen Christen

wobei es Kreatonisten auch bei Katholiken und Orthodoxe gibt. Also überall.

1
@wilmaed
  • wobei es Kreatonisten auch bei Katholiken und Orthodoxe gibt. Also überall.

... auch im Islam und Judentum.

0

Wir reden hier gar nicht vom Atheismus, sondern von der Evolutionstheorie, welch viele Gläubige gar nicht verwerfen, sondern als die Umsetzung der schöpferischen Aktivitäten ihres Gottes erkennen/betrachten.. Nachweislich war und ist alles einer Entwicklung unterworfen und ich habe vor Gläubigen, die diesen wissenschaftlichen Blick auf das Ganze in ihren Glauben einbeziehen, den größten Respekt.

Nur extrem Einfaeltige glauben, dass es da ein omnipotentes Wesen gibt, das nur mit den Fingern zu schnippen brauchte, um Leben auf der Erde zu schaffen.

Dagegen spricht schon allein die Tatsache, dass die Erde - lange bevor der Mensch auf dem Plan erschien - von monstreusem Getier wie Dinosauriern, Flugexen etc. occupiert war.

1
@Sterntaler927
  • Dagegen spricht schon allein die Tatsache, dass die Erde - lange bevor der Mensch auf dem Plan erschien - von monstreusem Getier wie Dinosauriern, Flugexen etc. occupiert war.

Du bist die ideale Gesprächspartnerin für Kurzzeitkreationisten. :)

0

Hallo Eddy888!

An die Evolutionstheorie kann man nicht "glauben". Es ist eine wissenschaftliche Theorie, welche bereits in der Vergangenheit vielfach belegt wurde.

Das hat aber nichts mit dem Gottesglauben zu tun und ist völlig unabhängig davon. Aus diesem Grund gibt es auch viele gläubige Naturwissenschaftler. Diese beiden Dinge schließen sich nicht aus und können gleichermaßen respektiert werden.

Biologische Evolution im Rahmen einer göttlichen Schöpfung entspricht der Ansicht der allermeisten gläubigen Personen.

Viele Grüße
ScienceBuster

Für mich schließt sich Beides nicht aus.

Die Evolution hat nicht so stattgefunden, wie von Darvin angeblich dargelegt, aber warum soll Gott sich nicht der Evolution bedient haben, um die Universen entstehen zu lassen? Man kann es auch anders formulieren: Die Evolution ist ein Teil des Göttlichen.

Irgendwie muss sich das, was wir Seele nennen und was in einem physischen Körper hier immer wieder inkarniert, entwickelt haben Es gibt eine materielle und eine geistige Welt. Du beziehst Dich sehr wahrscheinlich nur auf die materielle.

Um an das Göttliche zu glauben, muss man den Verstand eher ausschalten, als ihn zu benutzen.

Gruß Matti

Was möchtest Du wissen?