“Gott ist tot" - was assoziiert ihr mit der Aussage?

37 Antworten

Ich glaube nicht dass Nietzsche verstehen kann wer nicht selbst auch psychisch gelitten hat. Mal abgesehen von den bereits hier aufgeschriebenen kritischen Auseinandersetzungen mit dem entsprechenden Text. Denn wenn der Narr, im Mittelalter jene Person welche dem Herrscher die Wahrheit ins Gesicht sagen darf als einzige Person, feststellt dass Gott tot ist dann sagt dieser Mensch dem Volk: "Ihr habt Euren Gott getötet!" Das ist ein sehr schwerer Vorwurf der angesichts von täglich 40.000 Toten durch Mangel an Wasser und Nahrung bewiesen wird in einer Welt die täglich bedeutend mehr an Wasser verseucht, also komplett unnutzbar macht auf nicht absehbare Zeit, und bedeutend mehr Nahrungsmittel täglich vernichtet. Alleine in D werden täglich Lebensmittel im Wert von 0,50 Cent pro Einwohner weggeworfen und dann kommen noch die durch politische Vorgaben begangenen Vernichtungen hinzu. 

Das bedeutet für mich

Gott ist tot

Es ist der Vorwurf an alle Kirchgänger die nicht gegen solche Missstände und sehr viele andere aufbegehren, sich weigern ihrer Christenpflicht als mündige BürgerInnen dieses Staates gerecht zu werden. Es vorziehen immer noch wo reinzukriechen, zu buckeln, nachzuplappern..... . 

Denn Gott lebt nicht durch irgendwelche Riten oder hirnlose Abläufe. Gott lebt im Alltag durch alltägliches Tun. Wer von sich behauptet gläubig zu sein im christlichen Sinne und sich nicht bemüht rund um die Uhr nach den Überlieferungen zu leben tötet Gott. Mit jeder Nichtbeachtung. 

Deshalb bin ich sobald möglich aus der Institution ausgetreten. Denn Gott ist keine Hu re,egal welches Gericht und welches weltliche Gesetz zustimmt dass die Möglichkeit auch nur besteht ihn oder seine angeblichen Vertreter kaufen zu können. 

Ich würde allen empfehlen, bevor sie mal wieder über ein aus dem Zusammenhang gerissenes Nietzsche-Zitat fabulieren, etwas mehr dazu zu lesen, z.B. das:

https://klausreitberger.files.wordpress.com/2009/03/vortrag-nietzsche.pdf

Und da 5. Die Lehre vom Tod Gottes ab Seite 6. Ich kann mir vorstellen, dass da mancher ins Nachdenken kommt. Denn Nietzsche betreibt eine Art Gedanken-Workshop. Auf den sollte man sich schon einlassen.

Wie Nietzsche meinen viele ausschließlich den monotheistischen Schöpfergott des Christentums, der - anders als im Judentum oder Islam - speziell im Christentum einen lebensfeindlichen Grundtenor verbreitet, wogegen sich Nietzsche heftig wehrt mit seiner Umwertung aller (christlichen) Werte. Wer weiß denn etwas über den LOGOS der Stoa? Wer kennt seine Weiterentwicklung bei Spinoza? Es gibt viele Gottesbilder, sehr bedenkenswerte, doch oft ist es so, dass die größten "Gott ist tot-Schreier" nicht mal das christliche Gottesbild richtig kennen. Falsche Kenntnis durch gar keine Kenntnis zu ersetzen, war noch nie eine gute Lösung.

Diese Aussage ist nichts anderes als der unerfüllbare Wunsch, für die eigenen zum Teil bewußt angestellten Schandtaten nicht geradestehen zu müssen.

Denn wenn Gott "tot" ist muss man sich vor ihm nicht mehr rechtfertigen und kann tun oder lassen, was man will...

Wohin das aber führt sieht man ja schon seit langem, da Gott sich zur Zeit noch tot stellt... Das weiß jeder, der sich ernsthaft mal mit dem Thema Glaube und Gott beschäftigt hat.

Glaube an Gott beinhaltet wesentlich mehr als das, was angeblich schlaue Ungläubige darunter verstehen wollen. Manche können das auch einfach nicht verstehen, weil sie nur glauben (wollen), was sie sehen oder gar anfassen können. 

Verstand kann man aber nicht mit den Augen wahrnehmen... Auch nicht mit den Ohren oder der Nase... Oder den Geschmacksknospen auf der Zunge...

Auch keine Kombination dieser Sinnesorgane ermöglicht die Wahrnehmung von Verstand.

Weil Verstand etwas geistiges ist. Das ist naturgemäß was anderes als das materielle... ;)

Ist schon witzig, wenn man sich mal die Antworten von eingefleischten (grins) Atheisten auf die Frage anschaut, was Verstand eigentlich ist... ;)

warehouse14

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