Gott ist menschenverachtend, wenn er Menschen in der Hölle foltern lässt, und sie tötet. Sind Gläubige die damit drohen, nicht auch menschenverachtend?

10 Antworten

Gott ist menschenverachtend, wenn er Menschen in der Hölle foltern lässt, und sie tötet.

Alles Behauptungen, die deinen Vorstellungen entsprechen, aber nicht der Wahrheit entsprechen.

Gott ist Mensch geworden, nicht um zu richten, sondern um zu suchen und zu retten, was verloren war und darum ist er bemüht, so lange der Mensch lebt. Ist das menschenverachtend?

Ob der Mensch sein ewiges Ziel erreicht, hängt aber von ihm selbst ab. Gottes Gericht ist nur die Bestätigung der freien Entscheidung des Menschen. Und das hat mit Respekt vor der menschlichen Freiheit und nichts mit Menschenverachtung zu tun. Somit widerspricht die Hölle als Zustand der Gottesferne nicht der Liebe Gottes, denn sie ist ja gerade deren Ablehnung. Liebe wird ohnmächtig, wenn sie verneint wird – auch bei Gott, der keine Zwangsbeglückung will.

Gott tötet nicht, was er erschaffen hat, deshalb ist er auch der Ort der Gottesferne ewig.

Gott ist nicht weniger Liebe, wenn er gerecht ist. Die Botschaft Jesu Christi fordert eine Entscheidung und Umkehr. Wenn ein Mensch bis zum Tod Gott ablehnt und selbstherrlich nur seinen eigenen Begierden und Gesetzen folgen will, wird er zwar beim Eintritt in die Ewigkeit erkennen, was er verloren hat – aber trotzdem keine Reue empfinden. Die Bibel nennt es auch „Flucht aus dem Hause des Vaters“. Es ist sein eigener Wille und nicht der des liebenden Gottes.

Die Qual der Hölle wird nicht von Gott verursacht. Sie entsteht ganz einfach durch die Abwesenheit Gottes. Gott ist Liebe, Licht, Freude, Leben und Hölle als Abwesenheit Gottes Ist folglich Hass, Finsternis, Verzweiflung. Das „Feuer“ ist nichts anderes als das Grauen vor dieser völligen Sinnlosigkeit, Leere und Einsamkeit, wo es keine Liebe mehr gibt.

Sind Gläubige die damit drohen, nicht auch menschenverachtend?

Also mir hat noch niemand gedroht und ich habe auch noch nie "gedroht". Aber wenn du schon das Wort "menschenverachtend" so gerne benutzt, könnte man es eher auf gläubige Leute anwenden, die die "Frohe Botschaft" = Evangelium als einen automatischen Heilsautomatismus verkünden und kein Wort darüber verlieren, dass es auch ein ewiges Leben ohne Gott gibt. Es ist nicht egal, wie wir leben und das immer im Blick zu haben, ist eine weise Entscheidung. Es bedarf keiner Drohung, es bedarf aber sehr wohl der christlichen Verpflichtung, eine Glaubenswahrheit nicht zu leugnen oder auszuklammern. Deine eigene Entscheidung musst du schon selbst treffen.

Ellen G. White würde dir da zustimmen!

https://m.egwwritings.org/de/book/789.861

https://m.egwwritings.org/de/book/167.2416

"Es liegt außerhalb der Fähigkeit des menschlichen Geistes das Übel abzuschätzen, das durch die falsche Lehre von der ewigen Qual geschaffen worden ist. Die Religion der Bibel, die voller Liebe und Güte und überaus reich an Erbarmen ist, wird durch den Aberglauben verfinstert und in Schrecken gehüllt. Ist es verwunderlich, daß unser gnadenreicher Schöpfer gefürchtet, gescheut und sogar gehaßt wird, wenn wir bedenken, in welchen falschen Farben Satan das Wesen Gottes gemalt hat? Die entsetzlichen Vorstellungen von Gott, wie sie durch jene Lehren von der Kanzel herunter über die Welt verbreitet wurden, haben Tausende, ja Millionen von Zweiflern und Ungläubigen hervorgerufen. " 

Es geht nicht darum, Menschen zu drohen, sondern sie vor der Hölle zu retten!

Gott hat keine Menschen für die Hölle produziert und möchte, dass jeder gerettet wird (vgl. 1. Timotheus 2,4). Jeder Mensch hat einen freien Willen erhalten, Gottes Rettungsangebot anzunehmen oder auszuschlagen. Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler C. S. Lewis (u. a. Autor von Narnia) hat einmal geschrieben:

"Am Ende werden nur zwei Gruppen von Menschen vor Gott stehen - jene, die zu Gott sagen: "Dein Wille geschehe", und jene, zu denen Gott sagt: "Dein Wille geschehe". Alle, die in der Hölle sind, haben sie sich erwählt." - Die große Scheidung, 9. Kapitel

Dazu hat Lewis über die Hölle formuliert:

"Es gibt keine Lehre, die ich lieber aus dem Christentum tilgen möchte als diese – wenn es nur in meiner Macht läge. Aber sie wird sehr eindeutig durch die Heilige Schrift gestützt und vor allem durch die Worte unseres Herrn selbst; sie ist von der Christenheit niemals aufgegeben worden; und auch die Vernunft stimmt ihr zu. Wird ein Spiel gespielt, dann muss es auch möglich sein zu verlieren. Wenn das Glück eines Geschöpfes in der Selbsthingabe liegt, dann kann niemand sonst diese Hingabe vollziehen, außer das Geschöpf selbst (obwohl viele ihm helfen können, es zu tun); es ist aber auch möglich, sie zu versagen.

Ich würde alles darum geben, mit Überzeugung sagen zu können: »Alle Menschen werden gerettet.« Aber meine Vernunft stellt die Gegenfrage: »Mit ihrem Willen oder ohne ihn?« Wenn ich sage: »Ohne ihren Willen« – bemerke ich sofort den Widerspruch: Wie kann der höchste Akt des Willens, die Selbsthingabe, unwillentlich sein? Sage ich: »Mit ihrem Willen« – so entgegnet meine Vernunft: »Und wenn sie nicht wollen – was dann?«

– C.S. Lewis in „Über den Schmerz“, 119f."

Sorry, das stimmt nicht.

Er liebt uns (1.Joh.3,1).

Wer in die Hölle kommt, verbrennt sofort darin (Offb.20,15).

Nur bei Satan dauert es etwas länger (Offb.20,10).

Woher ich das weiß:Recherche

Die 24 Std Folter auf Ewigkeit ist ein solch verrückter Barbarismus, wie ihn nur bildungslose und skrupellose Stammesprediger vor 3000 Jahren erfinden konnten.

Diese Folter ist ja auch von daher völliger Irrsinn, weil NIEMAND davon profitieren würde: Die Menschen auf Erden sehen es nicht (zur Abschreckung), einem Gott nutzt das nichts und der Sünder kann nichts mehr ändern. Die Hölle würde den Gott als das rachsüchtigste Monster darstellen, das man ausdenken kann.

Die Sektierer, die trotzdem heute noch die Hölle propagieren, sind vor allem miserabel gebildet.

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