Götter und ihr Ableben?

13 Antworten

Eigentlich war es genau umgekehrt:

Ursprünglich gab es nur EINEN Gott. Davon berichtet die Bibel. Sie berichtet aber auch, dass die ersten Menschen sich von ihrem Schöpfer ab- und sich seinem Widersacher Satan zuwandten. 

Der Schöpfer gab sich in 2. Mose 3:15 selbst den Namen JAHWE:

„Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: JAHWE, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist mein Gedächtnis von Geschlecht zu Geschlecht.“ (EB).

In diesem Moment — als sich die Menschen von JAHWE abwandten — schufen sie falsche Religion. Die verbreitete sich über die ganze Welt. Ursächlich für diese weltweite Verbreitung der falschen Religion war auch die in der Bibel beschriebene von JAHWE verursachte Sprachverwirrung in Babel / Babylon.

Die Menschen nahmen ihre rebellischen Ansichten gegen den wahren Gott JAHWE — also ihre falsche Religion — mit in alle Welt.

Trotzdem gab es zu allen Zeiten auf der Erde Menschen, die den Gott der Bibel — JAHWE — anbeteten. Erst waren es die Hebräer (Juden). Als die schliesslich den Sohn Gottes als Retter ablehnten, schuf Christus im Auftrag Gottes etwas Neues — das Christentum. Hier betete man wieder JAHWE an und akzeptierte Jesus als den von seinem Vater JAHWE eingesetzten König.

Interessant ist, dass man damals die Urkirche des Christus als Sekte bezeichnete:

“Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest befunden, der unter allen Juden auf der ganzen bewohnten Erde Aufstände erregt, und als einen Vorkämpfer der Sekte der Nazarẹner,“ (Apg. 24:5)

Trotzdem verkörperte die von Christus gegründete Religion die wahre Religion. Lass Dich also nicht beeindrucken von dem Begriff „Sekte“.

Dann kam es wieder zu Abspaltungen vom wahren Glauben — genau, wie Christus es voraussagte:

“Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ (Mat. 7:15, 16)

Eine Abspaltung von der Urkirche wurde im 4. Jh. vom römischen Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erhoben — die römisch-katholische Kirche. Sie hatte wenig mit der Bibel gemeinsam und verbreitete mit Irrlehren (Hölle, ...) eine Schreckensherrschaft.

Im 6. Jh. kam der Koran dazu.

Dann kam es zur Reformation. Aber auch sie brachte nur eine weitere Zersplitterung der Christen in unzählige Sekten.

Trotzdem beten zu allen Zeiten Menschen weiterhin zu dem wahren Gott JAHWE / JEHOVA / JHWH (Tetragrammaton). Man kann also relativ leicht zwischen wahrer und falscher Religion unterscheiden.

Jesus nannte weitere Merkmale, woran man die wahre Religion erkennt. Hier einige:

— politische Neutralität: "Sie sind kein Teil der Welt, so wie ich kein Teil der Welt bin." (Joh. 17:16)

— sie beteiligen sich nicht an Kriegen: "Da sagte Jesus zu ihm: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen." (Mat. 26:52)

— weltweite Liebe: "Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“ (Joh. 13:35)

— sie machen den Namen ihres Gottes bekannt, so wie Jesus es tat: "Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht," (Joh. 17:6)

— sie anerkennen Jesus als ihren himmlischen König und Sohn JAHWES: 

"Deshalb sagte Pilạtus zu ihm: „Nun denn, bist du ein König?“ Jesus antwortete: „Du selbst sagst, daß ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ (Joh. 18:37)

JAHWE selbst sagte: "Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn!" (Joh. 17:5)

— sie predigen weltweit: "Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen." (Mat. 24:14)

— sie glauben an das gesamte Wort Gottes, und für sie ist die Bibel von Gott inspiriert: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit," (2. Tim. 3:16)

— sie versuchen, sich eng an bibl. Lehren zu halten, auch wenn heute einige meinen, sie würden nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen.

Das ist übrigens ein Argument für mich, warum ich an Gott glaube: weil seine Maßstäbe heute noch weltweit in allen Bevölkerungsschichten anwendbar sind.

Weitere Argumente sind die vielen detailliert in Erfüllung gegangenen Prophezeiungen. Auch die wissenschaftlich korrekten Aussagen der Bibel, die ihrer Zeit weit voraus waren (Embryonale Entwicklung, Wasserkreislauf, Kugelform der Erde, Erde hängt am Nichts, Unzählbarkeit der Sterne, Hygienevorschriften, ...).

Und natürlich überzeugt mich die Schöpfung selbst, dass es einen intelligenten Verursacher gibt — eben einen Schöpfer:

"Denn seine unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so daß sie unentschuldbar sind;" (Römer 1:20)

Ich glaube auch das, was die Bibel über den Tod und die Auferstehung sagt (Prediger 9:5, 10; Joh. 5:28, 29). Mit dem Tod sind wir nicht mehr existent. Gott kann sich jedoch an uns erinnern und wird uns wieder auferwecken.

Auch glaube ich daran, dass wir mal ewig und glücklich auf einer paradiesischen Erde leben werden:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." (Psalm 37:29)

"Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offb. 21:4)

Viel Erfolg und liebe Grüsse ...

"Ich kenne mich mit der Religionsgeschichte sogut wie nicht aus."

Stimmt. Man merkts. Das lässt sich aber ändern.

Der Wechsel vom Polytheismus zum Monotheismus fand in verschiedenen Kulturen zu verschiedenen Zeiten statt.

Im alten Israel waren dabei der König Ahab, seine Frau Isebel (eine phönizische Prinzessin) und der Prophet Elija entscheidend. Damals war die religiöse Welt dort recht bunt, und auch der Gott El bzw. JHWH galt nur als einer unter vielen. In Privatheiligtümern wurde er beispielsweise zusammen mit Astarte verehrt. In den Staatsheiligtümern des Königreichs Israels in Dan un BetEl wie auch im Zentralheiligtum des Königreichs Juda, in Jerusalem, war er allerdings der alleinige Hauptgott. Isebel wollte allerdings Baal, den Hauptgott Phöniziens, als Statsreligion etablieren und mit einer großen Schar von Staatspriestern Einfluss auf die Bevölkerung nehmen. Dagegen gab es einen Aufstand unter dem Propheten Elija. Er verkündigte JHWH als den einzigen Gott. Damit begann ein Prozess, der sich über mehrere Generationen erstreckte und schließlich unter König Josija mit der Vernichtung aller Stammes- und Privatheiligtümer endete. Der gesamte Opferkult wurde im Tempel des nunmehr einzigen Gottes JHWH in Jerusalem konzentriert.

Ein ähnlicher Prozess ereignete sich über ein Jahrtausend später in Südarabien unter dem Propheten Mohammed.

Soweit die Historie. Es gibt aber auch einen Göttermythos zu diesem Thema (Psalm 82). Danach gab es eine Götterversammlung unter der Oberhoheit Els. El klagt die Göttersöhne, also die Untergötter an, gegenüber den Menschen ungerecht und korrupt zu sein. Er macht kurzen Prozess, entmachtet die Göttersöhne und entzieht ihnen ihre Unsterblichkeit. Die nunmehr sterblichen Göttersöhne werden zu den Gründern irdischer Königsdynastien.

In anderen Kulturen hat sich nicht der Monotheismus aus dem Polytheismus entwickelt, sondern der Monotheismus wurde durch Mission oder auch Gewalt eingeführt.

Jesus ist übrigens kein Halbgott wie Herakles, sondern die Offenbarung des einen Gottes in einem Menschen.

"In welchem Jahrtausend wechselte der Glaube der Menschen von mehreren Göttern auf nur einen Gott?"

Kommt auf den Menschen drauf an die Juden begannen ca. 1 Jahrtausen vor Christus Geburt woraufhin sich das Christentum und danach der Islam gebildet haben. Das sind die drei größten Monotheistischen Religionen.

Allerdings nicht unbedingt die ersten:

Nach Ansicht der meisten Ägyptologen finden sich nachweisbare geschichtliche Vorformen des Monotheismus im 14. Jahrhundert v. Chr. im Alten Ägypten unter der Regentschaft von PharaoEchnaton (Amenophis IV.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Monotheismus

"Kann es nicht einfach sein, dass die Götter, die es heutzutage gibt nicht einfach eine art Zusammenfassung der vielen Götter früherer Zeiten sind?"

Einiges wurde übernommen anderes kam dazu, Zusammenfassung trifft es für mich nicht ganz.

Ich selbst Glaube an die Wissenschaft und wenn ich es mit Gläubigen Monotheisten zu tun bekomme nutze ich meine Definition von einem allmächtigen Gott = Alles = Universum = Allah = Jehova = Jahwe und Frage ob derjenige das Gleiche meint.

Der Grund für diese Definition ist, dass jede noch so kleine Masse seine eigenen Kräfte hat(z.B. Anziehungskraft welche bei der Summe von der Erde die Gravitationskraft ergibt) und für mich das allmächtige Wesen nicht allmächtig wäre wenn es nicht in Besitz aller Kräfte ist.

Bisher bin ich mit jedem mit dem ich drüber gesprochen hab auf den Nenner gekommen das wir das selbe meinen.

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