GmbH Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer?

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3 Antworten

Fast richtig. Die §§ 8 folgende Im KStg. regelt die Körperschaftssteuer,
(Einkommensteuer) + Kirchensteuer  usw..
Die  Körperschaftssteuer ist eine Steuer die nur 1 x Jährlich zu Zahlen ist, Jedoch auch Monatlich oder 1/4 Jährlich mit Vorauszahlung vom Finanzamt

festgesetzt werden kann.

Bei der Gewerbesteuer wird das Kapital und der Gewinn  berechnet.
Das ist ein spezielles Verfahren, das ich so nicht im Kopf habe,
Bei den meissten Betrieben der "Kleinen " Art fällt Gewerbesteuer kaum  an.
Der Gewerbesteuermessbetrag wird vom Finanzamt festgesetzt .  der zu den Steuerämtern der Gemeinden übersandt wird.
Die Hebesetze der Gewerbesteuer setzt die Gemeinde fest, die den Messbetrag mit dem Hebesatz der Gemeinde x genommen wird.
Wenn Gewerbesteuer anfällt, sind für rückligende Zeiten nach 1 Monat fällig, die Vorauszahlungen jeweils am 15, 2 15, 5, 15, 8. 15.11. Jeden Jahres bis ein neuer Messbetrag kommt.
Rückzahlungen kann es auch geben, die innerhalb von 6 Monaten erstattet werden müssen, da sonst die Gemeinde nach einem Schlüssel auch Zinsen

erstatten muss.
Also das Eigenkapital wird auch berücksichtigt, So wird eine Dauerschuld

Also So mit   Dauerschulden dem Kapital, hinzugezogen , weil mit dem Dauerschulden  und Eigenkapital auch Gewinne erwirtschaftet werden
sollten.

Bley 1914

Die Steuer wird vom Gewinn abgezogen oder?

Grundsätzlich ja (§§ 8 ff KStG).

Die Steuer wird doch dann erst im folgemonat bezahlt also für den Monat Januar wird erst im Februar bezahlt.

Diese Steuern sind Jahressteuern. Das Finanzamt kann Vorauszahlungen festlegen.

Und bei einem Verlust dann nur die Gewerbesteuer bezahlen?

Die Gewerbesteuer ermittelt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz jeder Gemeinde und dem Messbetrag. Der Messbetrag ergibt sich aus dem Gewerbeertrag der ungefähr dem Gewinn entspricht.

Wurde kein Gewerbeertrag erwirtschaftet kann es auch keine Gewerbesteuerbelastung geben.

MrKnife 21.02.2017, 21:09

Also bei Verlust zahlt man keine Steuer? Es gibt nämlich ein online körperschaftsteuer und Gewerbesteuer berechner und er zeigt, dass wenn man Verlust erzielt hat, den Betrag mit Minuszeichen angeben muss. Also heißt es doch man muss trotz Verlust zahlen, je nachdem, wie hoch der Verlust ist oder lieg ich da falsch?

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Helefant 21.02.2017, 21:26
@MrKnife

Mir erschließt sich die Logik nicht: weil man negative Beträge mit einem Minuszeichen anzeigt ergibt sich daraus, dass auch negative Beträge zu versteuern sind? Nein, nur Gewinne werden besteuert (anderes System natürlich bei der Umsatzsteuer).

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Am besten die GmbH macht überhaupt keinen Gewinn. Dann fallen auch keine Gewerbe- und Körperschaftssteuer an - und bei dir als Gesellschafter auch keine Kapitalertragssteuer.

Natürlich sollte sie dabei aber wirtschaftlich arbeiten. Heißt: Gewinn wandert über das Geschäftsführergehalt an dich. Dieses passt du in Absprache mit dem Steuerberater an die Gegebenheiten an, damit es angemessen bleibt und du keine verdeckte Entnahme durchführst: 

https://anwalt-kg.de/newsbeitrag/gesellschaftsrecht/geschaeftsfuehrergehalt-das-sollten-sie-als-geschaeftsfuehrer-einer-gmbh-ug-wissen/

Verdient die GmbH zu viel, um den Gewinn als GF-Gehalt auszuzahlen, gründest du eine GmbH & Co KG.

https://anwalt-kg.de/gesellschaftsrecht/gmbh-co-kg-gruendung/

Hoffentlich hast du vorgesorgt und im Unternehmenszweck der GmbH die Komplementärsstellung bereits statuiert. Ansonsten musst du nochmal zum Notar.

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