Glyphosat....zählen Wirtschaftsinteressen und Geldgier mehr als die Gesundheit der Menschen?

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6 Antworten

Ja so ist es. Fast jeder von uns stellt seine persönlichen und wirtschaftlichen Interessen, über seine eigene Gesundheit. Man beachte die Verkaufszahlen von Billigfleisch, Brot aus dem Automaten oder ganz allgemein die Absätze von Nahrungsmitteln mit fragwürdigen Zusatzstoffen.

"Wozu haben wir Regierungen und Stimmen, wenn man uns überhört?"

Ein Merkmal einer parlamentarischen Demokratie ist, dass der Bürger eben kein Stimmrecht bei Entscheidungen hat. Wir wählen Volksvertreter, die für uns entscheiden was gemacht wird. Der Grund ist wohl, dass Verstand stets nur bei wenigen gelegen ist und dem normalen Bürger die Gesamtzusammenhänge nicht verständlich sind. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass die geistige Elite des Landes, nicht in der Politik vertreten ist und sich auch nicht für das Volk einsetzt, sondern für private Organisationen arbeitet, die eben andere Ziele verfolgen. Eine weitere große Problematik besteht in der relativ kurzen Amtszeit und in der fehlenden Verantwortlichkeit. Weder, Kohl, noch Schröder oder irgendwann auch Merkel müssen i. d. R. persönliche Konsequenzen für ihre Politik tragen. Man wird lediglich einige Jahre am kurzfristigen Erfolg gemessen und verschwindet danach von der öffentlichen Bühne. Ein Politiker muss auch nicht im ursprünglichen Sinne des Volkes entscheiden, sondern in einem Sinn, den das Volk nicht verstehen muss. Es reicht vollkommen aus, wenn man übergeordnete Gründe hat, mit denen man eine Entscheidung rechtfertigen kann. Ebenfalls muß man Bürger auch nicht von diesen Gründen überzeugen, sondern sie nur so verkaufen, dass sie weiterhin ihren Platz, als Rädchen im Getriebe, ausfüllen. Deutschland hätte keinen Euro, Griechenland wäre heute nicht Teil der EU, viele Kriege wären wohl ohne deutsche Beteiligung abgelaufen usw.. Inwieweit das positiv wäre, ist eine andere Frage.

Albert Einstein hat einmal bemerkt: "Nichts in der Welt ist so gefürchtet wie der Einfluss von Männern, die geistig unabhängig sind."

Auch Henry Ford hat am Beispiel des Geldsystems treffend erkannt: "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."



"Nur der einfache Mensch kann sich nicht darüber freuen."

Der einfache Mensch würde sich auch nicht über die Konsequenzen eines Verbotes freuen. Nur die wenigsten wären wohl bereit den Preis zu bezahlen, den ein Umdenken für unsere Gesellschaft bedeuten würde. Auch der Mehrheit der Bürger, geht es in erster Linie um den eigenen Vorteil, was man an unzähligen Verhaltensweisen erkennen kann. Auf dieser Basis ist es ein Leichtes, die Leute untereinander auszuspielen.

Ein Verbot dieses Mittels würde dem Ziel der Agrarwirtschaft und etlicher Konzerne entgegen laufen. Die kurzfristigen Folgen, wären gravierende Einschnitte für die Lebensgewohnheiten der einfachen Menschen. Solange wir möglichst viel, möglichst günstig konsumieren wollen und bereit sind dies auf dem Rücken anderer und unseres eigenen zu bewerkstelligen, ist das was mit Pestiziden oder TTIP/TISA/CETA geschieht, nun einmal in unserem Interesse. Ca. 1 Mrd. Menschen in Europa und den USA akzeptieren es seit Jahrzehnten, dass auf der Erde, jeden Tag Kinder verhungern. Wir akzeptieren erfrierende Menschen in unseren Straßen genauso wie vermeidbare Umweltbelastungen. Das Fernsehprogramm, unsere Urlaubsreise, Mode u. v. m. hat für uns einen höheren Stellenwert, als humanistisches Verhalten.

Wir beanstanden empört die Welt und sind nicht bereit Verantwortung zu übernehmen. Dieses schlechte Gewissen kompensieren wir mit solchen Fragen wie du sie stellst oder mit Antworten wie ich sie gebe. Das Ziel ist nicht die Veränderung, sondern die Verdrängung unserer merkwürdigen Lebensweise, indem wir Konzernen und Politikern die Verantwortung in die Schuhe schieben. Am Ende des Tages interessiert uns das Leid der Welt reichlich wenig.

"Was interessiert es mich was in hundert Jahren ist, ich lebe jetzt." sind vielfach gelikte Kommentare, auch hier im Forum.

Warren Buffett ging noch weiter: "Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen." Mit dieser Klasse ist sicherlich nicht die Mittel- oder Unterschicht gemeint und auch nicht die Klasse der Millionäre und Multimillionäre. Es geht hier nur um ein paar Multimilliardäre, also um die großen Spieler am Parkett, zu denen sich viele mit ein paar Millionen Vermögen wähnen.


Es reicht, dass 10% von uns nicht mehr mitspielen, doch diese 10% müssten in Vorleistung gehen und das ist fast schon utopisch. Wie lange würden 50 Mio. Europäer wohl in Brüssel ausharren müssen, bis ein anderer Weg eingeschlagen wird. Was würde unsere Regierung machen, wenn 8 Mio. Deutsche ihre Arbeit niederlegen und nach Afrika aufbrechen, um vor Ort gegen Mißstände vorzugehen.

Sobald die kritische Masse in der Bevölkerung erreicht ist, verändert sich die Welt. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Die Vergangenheit lehrt uns, dass wir nur aus Katastrophen lernen. In der Natur werden zu starke Unterschiede immer mit einem großen Knall aufgelöst. So weit wie viele meinen, scheint die menschliche Evolution nicht fortgeschritten zu sein, denn bisher waren wir nicht in der Lage, uns einen geordneten Übergang, zu einer nachhaltigen Lebensweise zu schaffen.

Falls ich auf diese Antwort acht Millionen Likes bekomme, fahre ich nach Berlin, Brüssel oder Afrika. Aber jetzt schau ich ertmal was heute im Fernsehen kommt, schließlich habe ich mit diesem Beitrag die Welt verbessert und es mir verdient, oder etwa nicht... ;)


Weil Glyphosat bei sach- und fachgerechter Anwendung das beste Mittel für seinen Zweck ist, das wir haben. Alternative Mittel bringen höhere Toxizität mit sich. Es ist auch ein wichtiger Punkt, dass für den Wirkstoff Glyphosat an sich bisher keine gesundheitlichen Schäden nachgewiesen wurden. Eine Schädlichkeit für Mensch und Umwelt geht nur von den Mitteln als Ganzes aus, also sind es die Beistoffen oder die Kombination von Beistoffen und Wirkstoff, da ist sicher Optimierung möglich.

Da wir hier keine gentechnisch modifizierten, glyphosatresistenten Pflanzen haben ist der Einsatz auch sehr beschränkt und kann nur vor dem Auflaufen der Kulturpflanzen angewendet werden, das minimiert auch die Entstehung von Resistenzen seitens der Ungräser/-kräuter.

Wenn du dir mal genau anschaust, wo es zu Krankheitsbildern kommt und wie die Arbeitsverhältnisse aussehen, dann sollte dir klar werden, dass dort der Zusammenhang zu suchen ist. Es hat schon seinen Sinn, dass hier allgemein die Ausbringung per Flugzeug verboten und Schutzkleidung bei direktem Kontakt vorgesehen ist.

Ich verstehe auch nicht warum Glyphosat für weitere 15 Jahre erlaubt sein soll. Studien sagen doch, dass es krebserregend sein kann. 

Man könnte es ja wenigstens erstmal nur für 5 Jahre verlängern und in der Zeit findet man was besseres oder neueres falls es das nicht schon gibt.

Aber das kennt man ja von so vielen Bereichen, dass die Gesundheit des Menschen untergraben wird.

Kommentar von Agronom
15.04.2016, 00:24

Der chemische Pflanzenschutz wird vorraussichtlich nicht mehr viele Innovationen bringen, es werden schon lange alle möglichen Verbindungen auf ihre Wirkungen "gescreent" und ein Ende ist absehbar, d.h. in naher Zukunft sind alle bekannten Verbindungen durchprobiert. 

Glyphosat ist zurzeit das beste, das zur Verfügung steht und wie schon in meiner Antwort erwähnt ist es bei sach- und fachgerechter Anwendung recht unproblematisch.

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Leider hört man immer nur Stimmen gegen Glyphosat, eine Alternative hat aber niemand. Händisches Unkraut zupfen würde unsere Nahrungsmittel immens verteuern und billige Lebensmittel ist doch das wichtigste für uns Deutsche. Zumal doch niemand in unserem Land mehr Lust hat, mit den Händen zu arbeiten.

Kommentar von NorthernLights1
14.04.2016, 06:46

aber es gibt doch sicherlich alternativen bei den Pestiziden, sprich auf naturbasis ?

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Kommentar von FooBar1
14.04.2016, 06:54

Keine guten

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Ein weiterer Punkt ist auch, dass man medizinisches Cannabis, das gegen einige Krebsarten wirksam ist, kaum bekommen kann. Gesunde Menschen bringen eben kein Geld das ist schon klar.

Kommentar von NorthernLights1
14.04.2016, 05:58

Gibt es denn überhaupt Vorteile für den einfachen menschen ? Wieso werden Sachen beschlossen, die niemanden helfen / nützen ? Sind die Menschen dann auch so dumm, dass sie nur auf den Preis gucken und sich den Pestiziden in ihrer Nahrung sich ergeben ?

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Kommentar von alphonso
14.04.2016, 12:09

Dann mach doch mal einen Gegenvorschlag. Glaubst du, der Bauer kann das Zeugs weglassen und gut ist es??

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Bei glyposhat wird viel zu viel Panik gemacht.

Kommentar von NorthernLights1
14.04.2016, 06:53

Mag sein, aber dennoch kann ich auf pestizide in der nahrung verzichten.

PS: schau dir mal videos zu dem Pestizid an. Dort werden die Nebenwirkungen von dem Mittel auf mensch ( Bauern und verbraucher ) und natur ( Nutztiere, usw) gezeigt und dass ist nicht sehr prickend.

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