glücklichwerden mit einer Autistin?

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11 Antworten

Ja, das geht.

Du solltest dir aber über Dinge wie Overload etc. im Klaren sein, um darauf Rücksicht nehmen zu können.

Stell dich schon mal darauf ein, dass ihr Körperkontakt evtl. unangenehm ist.

Danke für den Stern!

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Wir kennen die Frau nicht. Wie sollen wir beurteilen, ob ihr zueinander passt? Autistische Frauen sind wie alle anderen Frauen: Sie sind alle unterschiedlich und nicht pauschalisierbar. So wie es nicht "DIE Frauen" gibt, gibt es auch nicht "DIE Aspie-Frauen".

Es gibt viele autistische Frauen mit nicht-autistischen Lebenspartnern. Mich zum Beispiel. Und es gibt viele autistische Männer mit nicht-autistischen Ehefrauen. Das ist völlig normal und hat es immer gegeben.

Du musst also selbst ausprobieren, ob du mit ihr gut auskommst.

Genau dafür trifft man sich in unserem Kulturkreis einige Jahre, bevor man eventuell heiratet. Man muss ausprobieren, mit wem man leben kann. Also trau dich! ;-)

klar kann das was werden :) es wird manchmal schwer werden und es werden schwere zeiten kommen und gehen aber das ist in einer "normalen" beziehung auch so. ich glaube ganz ehrlich NICHT dass euch das am glücklichwerden hindert :) ihr könnt das schaffen wenn ihr euch bemüht und wenn du genug geduld hast.. klar kann eure beziehung kaputt gehen und auch daran aber es kann auch an 100 anderen sachen kaputt gehen. wie das halt so ist im leben :) ich will nciht klugscheißerisch rüberkommen aber ist einfach so :) das hindert euch nciht prinzipiell. ich wünsche ech viel glück und hoffe, dass ihr glücklich werdet :)

Das kommt wie schon gesagt auf deine und auf ihre Erwartungen an. Ich persönlich bin auch in einer Beziehung mit einem Autisten, und es klappt recht gut. (Obwohl wir beide noch nicht so erfahren sind) Die Unterschiede machen sich bemerkbar, weil wir oft anders denken - zum Beispiel haben wir in gewissen Sachen einfach andere Grenzen. Wenn du ihr einfach sagst, wenn dich etwas stört (natürlich freundlich ;)), dann sollte es eigentlich klappen - zumindest stehen eure Chancen dann nicht viel niedriger als bei einer "normalen" Beziehung.

  • Autismus kommt in verschieden starken Ausprägungsstufen.
  • Autismus ist eine Behinderung und steht einem erfüllten und normalen Sozialleben schon recht stark im Wege. Inwieweit dich das stört, musst Du selbst wissen oder erproben.
  • Ob eine Partnerschaft gelingt oder nicht, hängt von so vielen Faktoren ab... und sehr viele Partnerschaft scheitern.
  • Wenn du wirklich Gefühle entwiceklt und Dich verleibst, dann kannst Du es doch einfach probieren und schauen, wie es sich für Euch beide anfühlt. Scheitern kann eine Beziehung so oder so und in jedem Falle ist es hart, die Konsequenzen zu ziehen und sich einzugestehen, dass diese Partnerschaft nicht erfüllend ist.
  • Je nach dem, wie Du mit so einer Behinderung umgehen kannst, wie offen Du damit umgehen kannst, wie tolerant und verständnisvoll Du sein kannst, kann so etwas stark stören oder recht gut klappen. Eine Einschränkung wird es aber so oder so immer sein. Glück in der Liebe hängt aber oftmals weniger von solchen Einschränkungen ab als von den Gefühlen füreinander.
  • Besonders schwer kann es werden, falls sie nicht ihre Gefühle wie auch immer kommunizieren kann.
  • Autismus ist ein Spektrum, das sich nicht linear in stark und schwach einteilen lässt.
  • Ist nur ein "normales" Sozialleben auch ein erfülltes solches?
  • Neben der Einschränkung vermisse ich die Sicht auf die eventuelle Bereicherung. Und die Sicht des Autisten, dass zum Beispiel der Druck, ein nicht-autistisches Leben (mit-)leben zu müssen, für den Autisten ebenso stark einschränkend sein kann. Zu einseitig betrachtet, meines Erachtens.
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@Rechercheur

zu 1: Autismus lässt sich aus Sicht des Laien durchaus in "stark einschränkend" oder "weniger einschränkend" einteilen. Es geht hier um die Praxis für den Fragesteller.

zu 2: Nein, keineswegs -- und ich dachte, das würde meine Antwort auch zeigen. Aber ob ein Leben als erfüllt wahrgenommen wird, wird für den Fragesteller von seinen eigenen Erwartungen und Bedürfnissen abhängen.

zu 3: Ich antworte FÜR und AUF den Fragesteller. Nicht für den Autisten. Hätte ein Betroffener die Frage gestellt, wäre ich durchaus auch auf diesen Aspekt eingegangen. Ich finde es unfair, hier Einseitigkeit vorzuwerfen, nur weil man konkret für den Fragesteller antwortet.

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@Kajjo

Zu 1: In der Praxis sollte er so eine Sichtweise aber besser nicht annehmen, das kann sonst auch fatal daneben gehen.

Zu 2: Du hattest das schon sehr absolut formuliert:

Autismus ist eine Behinderung und steht einem erfüllten und normalen Sozialleben schon recht stark im Wege.

Steht dem sehr stark im Wege, nicht könnte dem im Wege stehen, oder steht dem mitunter oder oft oder sowas im Wege, sondern ganz absolut, es steht dem stark im Wege.

Zu 3: Wenn die beiden zusammenleben wollen, sollte die Sicht des Autisten für ihn wichtig sein.

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@Rechercheur

zu 1: Was soll "daneben gehen", wenn man sich bewusst ist, dass Autismus in verschiedenen Ausprägungen auftritt?

zu 2: Es ist ein Grundsymptom von Autismus, dass das Sozialleben behindert ist. Warum sollte man das nicht offen aussprechen?

zu 3: Natürlich. Wer würde anderes behaupten? War das gefragt? Ist das nicht selbstverständlich?

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@Kajjo

zu 2: Weil das nicht einmal der Fall sein muss. Mein Freund (Autist) ist nicht behindert. Ja, er hatte früher Probleme mit Klassenkameraden, aber er ist (vor allem jetzt, war aber auch nie) nicht einsam. Er ist in einer Beziehung und hat auch Familie, mit der er sich verträgt. Wie schon gesagt hatte auch er Probleme - aber "stark behindernd" ist der Autismus nicht für ihn in diesem Bereich.

zu 3: Ich habe das Gefühl, dass ihr grade ein wenig aneinander vorbei redet. Ich denke, Rechercheur meinte es so, dass du die negativen Seiten schilderst, wodurch der Eindruck entstehen könnte, dass eine Beziehung mit einem Autisten sehr schwierig ist. Er wünschte sich wahrscheinlich, dass du auch schreibst, was "gut" für die Beziehung ist - zum Beispiel, dass die meisten Autisten sehr ehrlich sind.

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@crattie

zu 2: Da gilt dann ja offensichtlich mein Punkt 1.

zu 3: Ja, ich warne den Fragesteller. Es nützt nichts, immer nur politisch-korrekt das Positive zu sehen.

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@Kajjo

Spektrum. Natürlich sind die Ausprägungen durchaus verschieden, aber es ist ein Spektrum. Und ein Spektrum ist nicht linear einteilbar. Das versuche ich dir zu erklären. Jedes einzelne Symptom kann stärker oder schwächer ausgeprägt sein, aber wer will beurteilen, ob der Autist mit Symptom ABC stark ausgeprägt und DEF nicht so stark stärker betroffen ist als der, bei dem ADE stark ausgeprägt und BCF nicht so stark?

Ich warne damit auch vor dem, was sonst durchaus passiert: "Du hast doch nix, streng dich nur mal mehr an, du musst es nur wollen, du kannst doch auch A, dann musst du auch D können!"

Ansonsten gerade keine Kraft, den Rest noch mal zu erklären.

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@Rechercheur

"Autismus kommt in verschieden starken Ausprägungsstufen."

Tut nicht wirklich was zur Frage, denn ein NA kann immer mit einem Autisten glücklich werden, egal wie stark der Autismus ist (Das mit dem Spekturm steht hier ja schon). Eher die sozialen Defizite können stärker und schwächer sein.

"Autismus ist eine Behinderung und steht einem erfüllten und normalen Sozialleben schon recht stark im Wege. Inwieweit dich das stört, musst Du selbst wissen oder erproben."

Auch das muss nicht sein.

"Ob eine Partnerschaft gelingt oder nicht, hängt von so vielen Faktoren ab... und sehr viele Partnerschaft scheitern."

Hindert die meisten Menschen nicht daran, es noch mal zu veruschen.

Natürlich muss man auch das negative sehen, aber du scheinst wirklich einen Hang dazu zu haben, es als Maßstab zu verwenden, du räts auch grundsätzlich zum Abbruch von Teenagerschwangerschaften, obwohl die ja auch positive Seiten haben.

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kann ich mit ihr als NICHT-autist glücklich werden?

Das kommt auf deine Erwartungen an eine Beziehung, deine Bedürfnisse und deine Fähigkeit zu Akzeptanz, Respekt etc. und auch auf ihre Erartungen an eine Beziehung, ihre Bedürfnisse etc. an. Und auf den Kompromiss, den ihr dafür gemeinsam finden solltet.

Wichtig sind meines Erachtens Offenheit, Ehrlichkeit und Gespräche über eure Vorstellungen. Und dass das auch ernstgenommen und nicht abgetan wird, auch wenn es deinem Empfinden ggf. komplett widerspricht was sie empfindet.

" ich frage mich, ob ihr einschränkung uns am glücklichwerden hindert... "

Muss nicht sein. Kann sein, aber eine Beziehung kann immer scheitern. Wenn sie dir viel bedeutet kann es gut sein, das die Beziehung trotzdem funktioniert.

Nur das viele Autisten keine Beziehungen haben heißt nicht, das eine Beziehung am Autismus scheitern muss.

Ich bin Autistin und habe einen Nichtautisten als Freund.

Ich habe ihn gefragt und er meinte, die Frage sei "Humbug"! Ebenso könntest Du fragen, ob Du mit einer Nichtautistin, einer Bäckerin, einer Frau mit Heuschnupfen oder was auch immer glücklich werden könntest...

Meine Antwort.

Wenn ihr verliebt seid, versucht es. Ihre Diagnose hat nichts damit zu tun!

Zumindest nicht mehr, wie die Einschräkungen, die Du bei der Bäckerin hast, die um 04:00 Uhr morges aufstehen muss, der Frau mit heuschnupfen, die keine Radtouren ins Grüne mitmacht oder, oder, oder...

Alles, was euer Leben betrifft, klärt untereinander, hier beraten neben Autisten viele Laien, Menschen die keine Ahnung haben oder nur Klischeewissen.

Wie Körperkontakt und alles andere bei ihr ist, kann hier keiner wissen.

Für persönliche Anliegen wende Dich an Foren wie aspies.de, dort sind Autisten, die Dir mehr helfen können.

Du kennst sie als Mensch- versuche es doch einfach mal.

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Weil die Frage so speziell ist, wäre es sicher besser, sich in einem Chat einer Selbsthilfegruppe zu melden und dort gezielt Hilfe anzufordern.

Hier habe ich etwas gefunden: http://aspies.de/shg_liste.php

Frag immer zuerst nach, wie sie dieses oder jenes meint, und wie sie dieses oder jenes aufgefasst hat. Auch, wenn für dich noch so klar ist, dass sie es so oder so meint/aufgefasst haben muss. Und wenn sie noch so klug ist, heißt das gar nichts. Ich bin selber Autistin, mir wurde schon oft gesagt, dass ich sehr klug bin (ich will NICHT angeben), trotzdem gibt es zwischen mir und Anderen nicht selten eine Verkettung aus Missverständnissen.

Nein natürlich nicht, du musst damit klar kommen und sie auch.

Das kann man so nicht sagen

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