Glück nach Nietzsche?

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1 Antwort

Siehe dazu
www.f-nietzsche.de/Nietzsche_Glueck.pdf

Prinzipiell will Nietzsche zurück zur antiken Lebenskunst, zum antiken Verständnis von Glück als einem gelingenden Leben, für das jeder selbst verantwortlich ist. Nietzsche will weg vom christlichen Verständnis des Lebens als einer Bewährungsphase zu einem mit der Erlösung geschenkten ewigen Glück. Er ist der Meinung, dass die Miesmacherei durch das Schuldgerede und die durch Gnade gewährte Erlösung dazu führt, dass wir hier ein Leben und falscher Flagge führen und das einzige und aktuelle Leben vergeuden um einer falschen Versprechung willen.

Die gesamte antike (heidnische) Philosophie hatte immer das Gelingen des aktuellen Lebens im Blick und diskutierte in verschiedenen Schulen (Epikureismus, Stoa, Skeptizismus) unterschiedliche Wege, zu einem gelingenden Leben zu kommen. Das führte zur Entwicklung einer eigenverantwortlichen Lebenskunst, an die Nietzsche wieder anschließen will, weil er weg will vom christlichen Schuldempfinden, was die Menschen klein hält hin zu einer positiven Lebensstimmung.

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