"Gleichheit vor dem Gesetz" - Contra punkte?

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6 Antworten

Bei strenger Gleichbehandlung ungleicher Personen droht eine unfaire Behandlung des Einzelnen.

Beispielsweise eine Sportaufnahmeprüfung: Wenn für Männer wie Frauen die gleichen Hürden gelten, werden automatisch mehr Männer als Frauen bestehen.

Dem kann man entgegenwirken, indem man stattdessen eine individuelle Ungleichbehandlung durchführt, mit dem Ziel, dass alle die gleichen Chancen haben.

Auch das birgt Risiken, denn es kann Menschen mit guten Startausstattungen über Gebühr benachteiligen.

Beispielsweise seien Studiengänge für arme Studenten kostenlos plus einem Fördergeld, während reiche Studenten Strafgebühren zahlen müssen, die weit über einer angemessenen Kostenumlage liegen.

Man müsste, um echte Chancengleichheit (in finanzieller Hinsicht) zu erreichen, nach dem Robinhood-Prinzip den Reichen alles wegnehmen und auf die Armen umverteilen; Erbschaften verbieten (alle fangen bei Null an).

Die weitere - viel größere Gefahr - wäre, dass es gar keinen Ansporn zur Leistung mehr gäbe. Wer nichts hat und nichts erreicht, der kriegt Unterstützung vom Staat bis auf das komfortable Niveau der Mittelklasse. Wer viel erreicht, kriegt es sowieso wieder abgenommen, bis seine Lebensqualität der Mittelklasse entspricht. Für beide gilt dann: Warum anstrengen?

Dann gibt es nicht konkret fassbare Vorteilsunterschiede, wie Erziehung, persönliche Einstellung, soziale Gemeinschaft. Wie will man da eine adäquate Chancengleichheit herstellen?

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Die Gleichbehandlung ist ein Ziel, dass angestrebt wird. Wer sich gute Anwälte leisten kann wie z. B. Hoeneß kommt halt nach 14 Monaten wieder raus nach einem Steuerbetrug von 35 Mio €.

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Haha, was habt ihr denn für einen Lehrer... Also das Gleichheitsgebot der Grundcharta der Menschenrechte gebietet es, dass niemand aufgrund von Herkunft, Rasse, Religion, Sprache oder politischer Einstellung vor dem Gesetz benachteiligt werden darf. Ich finde hier kein Gegenargument :D Dass jemand der schonmal verurteilt wurde, auf jeden Fall die volle Härte des Gesetzes spüren sollte, während ein Ersttäter vielleicht mit einer Bewährungsstrafe davon kommt, weil man da eher an eine Änderung glaubt, wäre vielleicht was. Ich weiß aber nicht, ob so etwas gemeint ist..

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Negativ könnte man betrachten daß die gleiche Strafe (zB. Geldstrafe) einen armen Menschen härter treffen könnte.

Generell find ich es aber schon ok daß alle gleich behandelt werden.

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Kommentar von kzumollegah
07.09.2016, 16:57

Diese gleiche absolute Geldstrafe könnte man sogar eher als Ungleichheit sehen. Deswegen wird bei Strafzahlungen immer die finanzielle Situation betrachtet.

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Kommentar von koten
07.09.2016, 16:59

Deshalb wird man bei bei Gericht bei Geldstrafen zu sogenannten Tagessätzen verurteilt. Wer mehr Geld hat, dessen Tagessatz ist höher, und der bekommt daher dann eine höhere Geldstrafe.

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Der Contrapunkt besteht darin, dass diese Gleichheit durch kleine finanzielle Zuwendungen regelmäßig umgangen wird.

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Vor dem Gesetz sind alle gleich, nach dem Gesetz nicht mehr.

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