Gleichgewichtszustand in der chemie erklären?

3 Antworten

Hi,

dem GG-Zustand ist es völlig wurscht, was Kc ist. Völlig unabhängig davon, auf welcher Seiter oder wie stark auf einer Seite der GG-Zustand liegt, gilt im Gleichgewicht immer, daß pro Zeiteinheit gleich viele Edukte zu Produkten reagieren wie Produkte in der Rückreaktion zu Edukten reagieren. 

Das Kollisionsmodell arbeitet mit Temperatur und Freiheitsgraden, aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich die Basis deiner Frage ist. Völlig vereinfacht müsste man dann argumentieren, daß die temperaturbedingte kinetische Energie der Edukte ausreicht, um gleich viele Produkte zu bilden wie thermisch wieder zerfallen. Die hier dahinter liegende Rechnung ist aber Uni-Stoff und weit jenseits von Schule.

m.f.G.

anwesende  

Kollisionsmodell ... das klingt ja nach Autounfall!

Ich hoffe mal, dass Kc auch in diesem sonderbaren Modell die Gleichgewichtskonstante bezeichnet.

In diesem Fall hast du zwar recht, das GGW liegt auf der rechten Seite, aber so extrem schwach, dass man es vernachlässigen kann. Bei der Gleichgewichtskosntante sind die Zehnerpotenzen entscheidet, von einer Gleichgewicht, das auf Seite der Produkte verschoben ist würde ich erst ab einer Größenordnug von ungefähr 10^3 sprechen.

Deine Formulierung ist richtig. Vereinfacht kannst du auch sagen, dass die Reaktion zum Produkt schneller ist als die Rückreaktion. Aber eben nur minimal schneller, in guter Näherung kann man annehmen, das beide Reaktionen gleich schnell sind.

Das Gleichgewicht einer chemischen Reaktion wird durch das Massenwirkungsgesetz beschrieben. k ergibt sich aus dem Quotienten der Aktivitäten (Konzentrationen) der Produkte und Edukte.

Kaeselocher hat recht, eine Reaktion mit k=4 würde sich nicht unbedingt für eine Synthese mit guter Ausbeute eignen, es sei denn, man sorgt für eine Verschiebung desGleichgewichtes, z.B. durch kontinuierliches Entfernen des gewünschten Produktes oder Arbeiten mit großem Edukteüberschüssen.

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