"Gleicher Lohn für Männer und Frauen" warum muss man im Jahr 2016 so etwas überhaupt noch diskutieren?

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13 Antworten

Sind doch letztlich alles nur Gruppen und Lobbys, die solche "Probleme" mit ihren "Statistiken" belegen. In der Realität ist bei uns das Gender-Pay-Gap genauso existent wie der Fachkräftemangel in der IT, nämlich gar nicht.

Selbst die Studien, die sowas beweisen möchten kommen da gerade einmal auf ca. 5%. Aber auch hier muss man sich vor Augen führen, dass Männer und Frauen eben meist anders ticken.

Für Männer sind Status und Finanzen nun mal meist sehr wichtig, auch sind Männer häufiger Risikobereit. Das sind alles Sachen die auch einer Gehaltsverhandlung zur Gute kommt. Männer sind wohl meist besser dadrin logisch mit Fakten um sich zu werfen und ihnen ist das Gehalt eben wichtiger, was sich auch im Ergebnis widerspiegelt.

Sicher wird es auch Ausnahmen geben, letztlich sind Menschen verschieden. Hier und da ist ein Chef ggf. etwas konservativ, sieht in seinen Bereich Frauen nicht als eben würdig an, was die Leistungsfähigkeit in dem Beruf angeht und bezahlt schlechter.

Frage ist dann natürlich warum entscheiden Männer, was die Frauen verdienen? Nun weil 75% aller Unternehmer mit Arbeitnehmern von Männern gegründet sind und geleitet werden. Und das in Zeiten wo via Kickstarter, VCs und co. Businesses in Garagen entstehen oder aus 3 Euro One-Click Wordpressinstallationen. Da sind wir aber wieder bei der Risikobereitschaft. 

Wenn Frauen etwas ändern wollen am Pay-Gap dann ist der Weg nicht weinen und hoffen, dass irgendwer das regelt, sondern selbst mal Unternehmen aufziehen und ein paar Damen in die Führungspositionen berufen.

Leider funktioniert das in Deutschland nur zu gut. Man stellt eine Gruppe als ausgebeutet da und alle springen mit auf und Verhalten sich wie ein Käfer der auf den Rücken liegt. Mich würde nicht einmal wundern, wenn die Ganze Sache von den Unternehmen die kritisiert werden selbst ins Rollen gebracht wurde. Vor dieser Gender-Pay-Gap Diskussion gab es nämlich eine viel interessantere Diskussion, der Unterschied der Gehälter von Arbeitnehmern und dem Vorstand bzw. den Managern. Da reden wir dann nicht von 5%, sondern von bis zu 40000% und das nur wenn wir uns die gut bezahlten Arbeiter in diesen Konzern anschauen, nicht die Leiharbeiter und Zeitarbeiter.

Sicher Bildung, Qualifikation, Stress und Verantwortung sollte sich auszahlen, da steht das ganze aber in keinen Verhältnis. Das Problem haben wir aber bei Arbeitnehmern generell, wir arbeiten damit andere Leute reich werden. Da liegt es eben an jedem selbst daran was zu ändern. Bei Männern macht es hier wohl häufiger klick, wie die 75% bei den Unternehmern zeigen. Das heißt aber nicht, dass Frauen nicht gut verdienen können. In so gut wie jedem Bereich gibt es auch Frauen mit Topgehältern.

Die Frage für eine Frau im IT-Sektor sollte also nicht sein, warum der Kollege 100 Euro mehr im Monat hat, sondern warum eine Marissa Mayer 2.750.000 Euro mehr im Monat hat, obwohl sie eine arme Frau ist.

Egal ob Frau oder Mann wir sollten uns mehr auf die Sachen konzentrieren, die wir selbst ändern können. Wir klammern uns an 1-5% an irgendwelchen Stellen und schreien um Hilfe und erwarten, dass irgendwer das für uns in die Hand nimmt, anstelle selbst den Hintern hochzukriegen und was zu ändern, denn wir selbst können soviel mehr für uns zum Positiven ändern. Aber wir gehen davon aus, dass unser Glück jemanden anderen wichtiger ist als uns selbst und dieser jemand seinen Hintern hochkriegt und etwas tut damit es uns besser geht, anstelle das selbst zu tun. Das ist natürlich kein Problem, dass sich auf das Gender-Pay-Gap beschränkt ist aber ein sehr schönes Beispiel dafür.

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Weil es komplexer ist also du beim Tippen der Frage angenommen hast. Weil man - je nach Sichtweise - Äpfel und Birnen vergleichen muss. Da kann man sich auf den Kopf stellen, aber in der Gegenwart und absehbaren Zukunft sind Äpfel Äpfel und Birnen Birnen, also nicht gleich und jetzt behandel mal beide gleich. Anders ausgedrückt: Männer bekommen keine Kinder. Das wirkt sich aus. So, nun behebe das Problem! Es ist ja 2016, da scheint das ja kein Problem zu sein. Mom, ich drück mal eben den magic button: Oh da ist ja Lösung, mit Gen-Maiinpulationspatent #123456789 können nun auch Männer schwanger werden. Problem solved! Das Leben ist so einfach, wie man es sich macht. Oder eben auch nicht.

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Ganz offensichtlich schon, da Frauen nach wie vor für die gleiche Arbeit im Schnitt ein Drittel weniger oder so bekommen.

Daher auch der "equal pay day":

http://www.equalpayday.de/startseite/

Frauen arbeiten im gleichen Job gegenüber Männern quasi bis zum 18. März jeden Jahres umsonst.

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whabifan 06.10.2016, 18:30

Gibt es denn Tarifverträge inden explizit festgehalten ist dass Frauen weniger gezahlt bekommen? 

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Skinman 06.10.2016, 19:29
@whabifan

Das weiß ich nicht, aber de facto kriegen sie definitiv auf ganz breiter Front nach wie vor deutlich weniger Geld als Männer für die gleiche Arbeit.

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Velodogs 06.10.2016, 21:22
@Skinman

Wenn das angeblich so " de facto " und auf " ganz breiter Front " passiert, müßten sich doch reichlich konkrete Beispiele aus den unterschiedlichsten Branchen finden  lassen.....

Aber wo sind sie...?

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Velodogs 06.10.2016, 21:52
@Skinman

Was verstehst du an meiner Frage nach konkreten Beispielen nicht...?

Du verweist auf dutzende Presseartikel, die zwar alle das gleiche behaupten, in denen aber auch nirgendwo  gleichaltrige Frauen mit gleichaltrigen Männern mit jehweils identischer Berufserfahrung an einem identischen Arbeitsplatz bezüglich ihres Einkommens verglichen werden.

In welchem Unternehmen verdienen Frauen nur weil sie eben Frauen sind mit gleicher Vita, gleichen Fähigkeiten und am gleichen Arbeitsplatz weniger wie der entsprechende männliche Kollege.......?

Wo....?

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Ganz einfach, weil es leider immer noch Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau gibt, obwohl es dafür nicht die geringste Rechtfertigung gibt.

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Das wird ja eigentlich nur von einer sehr begrenzten Gruppe diskutiert, vermutlich von solchen, die mit ihrem eigenen Gehalt nicht zufrieden sind. Das Gehalt hängt aber vom Verhandlungsgeschickt ab und kann deshalb natürlich nicht von oben herab bestimmt werden.

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Keine Ahnung, zumal die Tariflöhne nicht zwischen Geschlechtern differenzieren.

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Mus es doch nicht. Zumindest in westlichen Ländern gibt es keine Lohnunterschiede zwischen Frau und Mann. Statistiken die das Gegenteil behaupten sind in der Regel anhand von Modellen entstanden die jediglich darauf ausgelegt sind dass ein entsprechendes Resultat heraus kommt.

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apfelfreundin 06.10.2016, 18:48

Unterschiede gibt es in den tollen westlichen Ländern sehr wohl, aber es hat sich einiges gebessert.

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whabifan 06.10.2016, 19:58
@atzef

Das ist ja wieder ein klassischer Artikel zum Thema. Es geht einfach um irgendeine Studie. Ich würde gerne einfach konkrete Beispiele haben. Ich weiss nicht, zb ein Kollektivvertrag oder Tarifvertrag indem drin steht dass ein Arbeitnehmer einer Frau weniger zahlen muss. Oder ein Gesetz, irgendwas aus dem Arbeitsrecht wo sowas hervorgeht. Schlussendlich steht in dem Artikel lediglich dass Frauen weniger bezahlt werden weil man in unserer Gesellschaft Frauen weniger zutraut. Das ist eine schlichte Behauptung, ohne jede Form der Begründung. Ich meine, ganz im Ernst, wenn man über das Thema diskutieren möchte, was soll man mit so einer Info anfangen?

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Weil Wirtschaft nunmal nicht das Sozialamt ist.
Im Ergebnis werden künftig alle gleich schlecht bezahlt, dann stimmt das Verhältnis.


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Schlicht und einfach deshalb, weil dieses Ziel - "gleicher Lohn für gleiche Arbeit bei Mann und Frau" in der Gesellschaft noch nicht verwirklicht ist. Und dies trotz scheinbarer "Frauenpower" in Politik und Gewerkschaften.

Es scheint das versteckte "Bremser" zu geben.

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hummel3 06.10.2016, 18:35

Edit: Es scheint "da" versteckte Bremser zu geben.

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Wenn Frauen wegen Mutterschaft oder Erziehungszeit längere Zeit aussetzen, dann sind ihre vom Dienstalter abhängigen Aufstiegsgehälter nicht so hoch wie bei den Männern. Das geschieht bei gleicher Tätigkeit im öffentlichen Dienst.

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Das ganze funktioniert ungefähr folgendermaßen:

Frauen arbeiten - aus was für Gründen auch immer - öfter in Teilzeit als Männer. Es ist bekannt, dass generell Teilzeitjobs schlechter bezahlt werden als Vollzeitjobs. Daraus kann man dann über alle in Arbeit befindlichen Frauen den (Fehl-)Schluß ableiten, dass Frauen für gleiche Leistung schlechter bezahlt würden als Männer.

Weiterhin: Frauen streben seltener in Führungspositionen als Männer. Das drückt - wieder aufs Kollektiv hochgerechnet - natürlich die Durchschnittslöhne.

Im Gegenzug haben wir aber auch folgende Fakten, über die in unserer Gesellschaft aus "politischen" Gründen nicht gesprochen wird:

- Männer sind bei der gesetzlichen Rente diskriminiert. Bei gleichem Renteneintrittsalter von Frau und Mann hat eine Frau nämlich ca. 25 % mehr durchschnittliche Restlebenserwartung. Trotzdem zahlen Männer und Frauen gleich hohe Rentenbeiträge.

- Männer produzieren aufs Leben gerechnet weniger Gesundheitskosten als Frauen. Trotzdem zahlen Männer und Frauen gleich hohe Versicherungsbeiträge in die Krankenversicherung (sowohl GKV wie PKV).

Aus meiner Sicht liegt derzeit faktisch eine Männerdiskriminierung vor, keine Frauendiskriminierung.

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atzef 06.10.2016, 19:47

Deprimierend unterinformiert. Die Lohnvergleiche werden nicht so dümmlich ermittelt, wie du dir das hier zurechtphantasierst.

Lies dich erstmal ein:

http://www.zeit.de/karriere/2016-03/gender-pay-gap-frauen-maenner-gehalt-unterschiede-studie

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dan030 06.10.2016, 20:08
@atzef

Die Glassdoor-Studie kommt "nur" auf 5.5 % und lässt den entscheidenden Faktor außen vor, dass Teilzeit-Tätigkeiten geschlechterübergreifend regelmäßig schlechter bezahlt werden als Vollzeit-Tätigkeiten.

In der Glassdoor-Studie werden Teilzeitgehälter zwar "normiert", um Vollzeitgehälter zu vergleichen. Der methodische Fehler liegt aber darin, dass dann auf den Ergebnisdaten nicht mehr der prozentuale "Teilzeit-Malus" berücksichtigt wird.

Insofern hat die Studie auf manipulative Weise Schlagseite. Und wenn dann trotz manipulativer Rechenweise "nur" 5.5 % herauskommen, dann liegt die Realität nochmal deutlich niedriger - nämlich vermutlich nahe null.

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Wenn Frauen der Überzeugung sind bei einem Halbtagsjob das gleiche Monatsgehalt wie die Vollzeit arbeitenden Männer.........Ja!

Überzeugung von Ehefrauen:

Das Einkommen des Ehemannes gehört der Familie, mein Einkommen gehört mir

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Skinman 06.10.2016, 18:24

Thema verfehlt, darum geht es überhaupt nicht.

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Russpelzx3 06.10.2016, 18:30

Das Frauen hier als total egoistisch dargestellt werden. Ist doch wohl offensichtlich

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Ursusmaritimus 06.10.2016, 18:31
@Russpelzx3

Die erste Aussage ist provozierend um die "Grenzen der Gleichentlohnung" darzulegen.

Die letzte Aussage ist leider die Regel in deutschen Familien.

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Russpelzx3 06.10.2016, 19:56

Einfach zu behaupten alle Ehefrauen würden so denken, ist sexistisch. Wenn du das anders siehst, hast du offenbar keine Ahnung was Sexismus ist

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Ursusmaritimus 06.10.2016, 20:51
@Russpelzx3

Ich bin im Besitz der Kentnisse über deinen Begriff/Vorwurf Sexismus welchen du hier ausschließlich zum Angriff auf Männer verwendest.

Aber jetzt einmal im Ernst..... Wieviele Ehefrauen kennst du welche nicht der Überzeugung sind die Verfügungs/Verwendungsgewalt über ihre Einkünfte zu haben während sie mit gleichem Anspruch erwarten das die Einkünfte des Ehemannes "natürlich" der gemeinschaftlichen Verwendung zugeführt werden?

In meiner Generation ist dieses Verhalten (noch) der Standard. Wenn dies in deiner Generation nicht mehr gegeben ist; Gratulation ihr seid der Emanzipation näher gekommen!

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Viel mehr stellt sich mir die Frage, Wieso zB Altenpfleger einen Hungerlohn bekommen und zB Fußballspieler so unglaublich viel.

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whabifan 06.10.2016, 18:28

Ist doch ganz einfach. Die Menschen zahlen zu Millionen haufenweise Geld um dem Fussballer bei der Arbeit zuzusehen. Ist es dann nicht einfach faire dass der Fussballer auch ein wenig was davon abbekommt.

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Russpelzx3 06.10.2016, 18:32

Wow, die Rennen einem Ball nach und haben dadurch Millionen verdient? Weißt du, was Altenpfleger, Ärzte etc eigentlich tagtäglich leisten? 24/7 weil für die Menschen IMMER jemand da sein muss? Sie übernehmen die Verantwortung für Massen an Menschen, retten Leben etc. Die haben definitiv einen besseren Lohn verdient.

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whabifan 06.10.2016, 18:35
@Russpelzx3

Es spielt doch egal was die Leute tun. Menschen zahlen unmengen an Geld um denen Typen die einem Ball hinterherrennen dabei zuzuschauen. Ausserdem gibt es nur ein paar wenige Fussballer die  Millionen verdienen. 

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livechat 06.10.2016, 19:57
@Russpelzx3

@Russpelzx3

 

vor 1 Std

>>Wow, die Rennen einem Ball nach und haben dadurch Millionen verdient? [...]<<

70% der (Millionen)-Einnahmen dieser Kicker kommen von den "öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten". D. H. jeder Haushalt (auch unfreiwillig) finanziert diese "Möchtegerne".

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Russpelzx3 06.10.2016, 18:42

Es ist nicht egal was die Leute tun. Arbeite du mal einen einzigen Tag in so einem Beruf. Du kannst dankbar sein, dass es Menschen gibt, die sowas tun. Hab mal mehr Respekt!

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whabifan 06.10.2016, 19:02
@Russpelzx3

Ich weiss nicht ob du meine Beiträge nicht verstehst oder sie nicht verstehen willst. Ich habe nirgends geschrieben dass Altenpfleger kein harter Job ist. Du hast geschrieben dass du es nicht gut findest dass Altenpfleger einen "Hungerlohn" haben und Fussballer so viel mehr verdienen. Dann habe ich dir versucht zu erklären wieso einige Fussballer soviel Geld verdienen. Du versucht das dann als Angriff auf die Leute die Altenpfleger sind zu interpretieren. Dabei habe ich nicht einmal von diesen Menschen gesprochen. 

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Russpelzx3 06.10.2016, 19:54

Du hast gesagt, es wäre egal was die Leute tun. Und das ist ein Angriff

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whabifan 06.10.2016, 20:02
@Russpelzx3

Im Ernst? Lies mal die Antwort richtig. Du redest von Fussballern die nur einem Ball nachlaufen, deiner Meinung nach. Dann sage ich dass es egal ist was diese Leute tun, denn es erwirtschaftet Geld. Ich rede auch im nächsten Satz nur von Fussballern. Aber wenn du hier nur meine Worte verdrehen willst und deinen Frust ablassen willst, na dann bitte

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Russpelzx3 06.10.2016, 21:17

Wieso sollte ich Frust ablassen müssen? Ich finde diese Einstellung ganz einfach falsch, man sollte solche Dinge nicht einfach so hinnehmen!

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whabifan 06.10.2016, 21:31
@Russpelzx3

Gut wer sollte denn deiner Meinung nach das Geld bekommen was Fussballer zuviel generieren? Die Milliardäre denen die Klubs gehören? Die riesigen Werbefirmen? Die Sportartikelausstatter? Die Aktionäre von beteiligten Firmen? Ich verstehe nicht was du so schlimm an meiner Einstellung findest wenn ich sage dass solches Geld teilweise den Fussballern selbst zusteht. 

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