Gleichberechtigung von Mann und Frau Irrtum?

13 Antworten

Gleichberechtigung ist viel mehr als nur das Bedecken oder Nichtbedecken von Teilen des Körpers.

Zu unterscheiden sind grundlegende Menschenrechte und solche Rechte, die willkürlich je nach Befindlichkeit von Teilen einer Bevölkerung festgelegt werden.

Grundlegende Menschenrechte hat jeder, Männer, Frauen und auch Kinder. Da gibt es nichts zu deuteln.

Anders sicht es mit solchen Rechten aus, die je nach Befindlichkeit innerhalb eine Politik oder eines Kulturkreises oder eine Religion usw. von Menschen definiert wurde.

Solche "Rechte" halte ich auch dann für Unsinn, wenn sie an der einen oder anderen Stelle einer Gruppe einen Vorteil verschaffen. Denn derartige Rechte haben es nahezu immer an sich, daß sie auf die eine oder andere Weise grundlegende Menschenrechte teilweise einschränken, meist mittelbar, oder daß sich bei genauer logischer Betrachtung nicht realisierbar sind.

Beispiel für mittelbare einschränkende Wirkung von Menschenrechten:

Im Rahmen von Gleichberechtigung und Gleichbehandlung haben es viele Staaten eingeführt, daß Männer und Frauen Militärdienst (Dienst an der Waffe) leisten.

Das Ergebnis ist im Fall eines Krieges, daß noch mehr Menschen sterben, also ein klarer Verstoß gegen das Menschenrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Beispiel für Unrealisierbarkeit:

Was wäre, wenn Frauen unter Berufung auf die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau einfordern, als Samenspenderin auftreten zu dürfen?

Bei genügendem Nachdenken finden sich jede Menge weiterer Beispiele.

Männer haben natürlich auch einige Regelungen.

Keine kurzen Hosen und man soll allgemein den Körper verdecken.
Bart und Mütze sind auch eine Sunnah also eine Praxis des Propheten saw. .
Und dazu gehören nicht moderne Bartarten die nur modisch sind, sondern nach der Art des Propheten.

Haare sollen beim Mann durch Mützen bedeckt sein.

Der Mann soll sein Blick auf den Boden richten, heißt keine Frauen hinterhergucken und solchen Gedanken aus den Weg gehen.
Dieser Punkt ist der problematischer und durch kaputte Kulturen wird er stark von Muslimen vernachlässigt.

Die Unterscheidung wird gemacht, da die Reize bei der Frau, deutlicher sichtbar sind.
Das kann man auch als nicht religiöser Mensch auch bestätigen.

Also ja es gibt Unterschiede und klar kann man sagen, dass die Frau in den Bereich härtere Regeln hat aber Männer haben auch die Pflicht sich vor allen schädlichen zu schützen.

Na ja.

Im Koran / Hadith / Theologie gibt es unterschiedliche Regelungen für Männer und Frauen.

Im Koran finden sich Stellen, in denen es heißt, Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Und es gibt Stellen, wo Unterschiede zwischen Männern und Frauen betont werden.  

Eine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau im modernen Sinne, etwa in der Auslegung des Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz durch das BVerfG, kann nicht die Rede sein. Das ist aber auch kein Wunder, zumal die islamischen Regeln vor deutlich über 1000 Jahren entstanden sind. (Auch christliche Vorstellungen waren damals ziemlich archaisch!)

Die islamischen Kernländer haben keine Aufklärung erlebt, so wie etwa in Europa.

Außerdem fehlt es an einer, z.B. von Lehrinstituten entwickelten Religionskritik (So wie etwa Theologielehrstühle an Universitäten).  Der Islam verschließt sich bislang einer Hinterfragung, Auslegung und Fortentwicklung.

Allgemeine Meinung in islamischer Auslegung ist:

- Erbrecht: Frauen erben nur die Hälfte

- Zeugen bei Gerichtsverfahren: Eine Zeugenaussage eines Mannes kann nur von zwei Frauen aufgehoben werden.

- Züchtigungsvers im Koran: Wenn sich die Frau gegen den Mann auflehnt, dann soll der Mann sie ermahnen, im Bett meiden und schlagen.

- bei einer Scheidung ist ein Mann erheblich bevorzugt

- die Mehrzahl von Frauen wird vom Vormund verheiratet, ohne Mitspracherecht der Frau. Der Ehevertrag wird vom Vormund unterschrieben (nicht von der Ehefrau!)

- Frauen dürfen nur einen Mann heiraten; Männer können bis zu 4 Ehefrauen haben (Ausnahme: Türkei und Tunesien, da nur eine), bei Schiiten ist eine zeitlich begrenzte zusätzliche "Genuss- Ehe" zulässig (natürlich nur für Männer)

- Frauen haben ein Recht auf Unterhalt und Wohnung, dafür hat ein Mann ein Recht auf den Körper der Frau. (Also Unterhalt gegen sexuellen Gehorsam)

- Gesellschaft: Frauen sollen zu Hause bleiben; sollen keinen Umgang mit nichtverheirateten Männern haben. Für Männer gilt das nicht.

- auch im islamischen Strafrecht gibt es merkwürdige Regeln. Wird eine Frau vergewaltigt, dann wird sie danach wegen Ehebruchs bestraft (wenn sie unverheiratet ist, mit 100 Peitschenhiebe; wenn sie verheiratet ist mit der Todesstrafe!)

Die Scharia wurde bislang in keinem islamischen Land vollständig umgesetzt. Es gelten meist nur Teile von ihr. Ansonsten gilt z.B. arabisches Gewohnheitsrecht, europäisches Recht aus der Kolonialzeit, vorislamisches Recht, ..)

Diese Kultur der Ungleichbehandlung in islamischen Ländern zieht eine Reihe von Risiken für Frauen nach sich. So wird die Zwangsheirat begünstigt, ebenso die Genitalverstümmelung, Frauen haben schlechtere Bildungschancen, etc. 

Schlechte Chancen haben namentlich Frauen, die in einer islamischen Gesellschaft ohne Vater, Ehemann oder erwachsenen Sohn, zurechtkommen müssen. Sie sind in hohem Maße entrechtet.  

Es gibt einen grundlegenden Unterschied: sehr viele Männer haben durchaus Interesse an einem flüchtigen Abenteuer. Selbst wenn eine Frau einen Mann reizvoll findet, kommt es nur in vergleichsweise wenigen Fällen vor, dass die Frau den Mann deswegen vom Fleck weg rumkriegen möchte. Das weiß eigentlich jeder, der Augen im Kopf hat und beobachten kann.

Natürlich ist es der Frau selbst überlassen , ob sie sich bedecken möchte

Das ist leider nicht überall der Fall. Letztes Jahr wurden in Pakistan Mädchen von den islamischen Sittenwächtern zurück in eine brennende Schule geschickt, wo sie verendeten, weil sie sich während der Flucht die brennenden Kopftücher heruntergerissen haben.

Seither protestieren in Pakistan Frauen gegen die Unterdrückung indem sie Kopftücher auf offener Straße verbrennen.

Die Verhüllung der Frau wurde zu einem Symbol der Unterdrückung durch den Islam.

Von "heilig" sind wir da Welten entfernt.

jedoch frage ich mich warum das nicht beim Mann auch so ist.

Weil der Mann der Besitzer ist und die Frau der Besitz. Der Frau wird nicht die Fähigkeit zugesprochen sich von einem Mann angezogen fühlen zu können, während die Verhüllung u.a. damit gerechtfertigt wird, dass die Frau den Mann ablenken und verführen würde, wenn sie nicht verhüllt wäre.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Hauptsächlich Recherchen und Forschungen
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Siehe dazu auch die Berichte von muslimischen Frauen der Hilfsorganisation Sabatina e.V. oder der eigenen Lebensgeschichte der Pakistani Sabatina James die jetzt in Deutschland wohnt, wo auch die muslimischen Gesetze die deutschen Gesetze aushebeln z.B.Zwangs-oder Kinderheirat.

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