Gleichberechtigung Mann / Frau

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11 Antworten

Schlimmer finde ich eher die tatache das Frauen in Clubs offtmals Kostenlosen Eintritt bekommen. Beispielsweise in Stuttgart gibt es einen club in den Frauen Kostenlos reinkommen, Männer mussen dabei jedoch 35 € zahlen.... und in meiner gegend gibt es viele clubs ähnlichen Angeboten für Sie.

Den Grund dafür kann ich dir sagen, die Clubbesitzer wissen, dass Männer nur kommen wenn Frauen dort sind. Also müssen sie möglichst viele Frauen in den Club bringen damit Männer auch kommen und die Bude voll ist. Das ist also eher diskriminierend für Frauen weil sie als Werbemittel eingesetzt werden. Ich als Frau würde einen solchen Club nie besuchen.

Nirvana19933 09.08.2013, 16:36

Frauen wollen Männer genau so haben wie Männer Frauen. ggf sollte man da eher sie Gegebenheit vor ort anpasen bsp durch Tanzer/innen welche was bieten.

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vogerlsalat 09.08.2013, 18:49
@Nirvana19933

Die Sache ist nur wo Mädels sind kommen die Männer wie Motten zum Licht und wenns nur zum schauen ist. Umgekehrt ist das aber nicht so. Um dem entgegen zu wirken müssten nur mal Männer einen solchen Club boykottieren. Wenn das über ein paar Wochen geht und auch funktioniert, was glaubst wie rasch es dort eine andere Lösung gibt.

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Zunächst mal regelt das Grundgesetz nicht die Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Privatrecht. Das Grundgesetz gilt gegenüber des Staates und öffentlichen Institutionen,

Die Gleichbehandlung ist im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geregelt. Dem Wortlaut nach stellen auch so Dinge wie kostenloser Eintritt in Clubs für Frauen eine unzulässige Benachteiligung von Männern dar, man kann sich durchaus mit guten Chancen einen kostenlosen Eintritt in solche Bars einklagen - was soweit mir bekannt ist noch nicht passiert ist. Das Benachteiligungsverbot gilt auch im Bildungssektor (vgl. § 2 Abs.1 Nr. 7 AGG), schwierig wird es aber, die Benachteiligung zu beweisen.

Das ist Diskriminierung in ihrer reinsten Form.

Bei mir auf der Schule wurden die Frauen auch bevorzugt, doch letztendlich bringt es ihnen nichts, da es spätestens in der Arbeitswelt wieder auf die Fähigkeiten ankommt. Dass Männer in Clubs Eintrittsgeld zahlen müssen und Frauen nicht, ist ungerecht. Solange es aber genügend Männer gibt, die das hinnehmen und für den Eintritt zahlen, wird sich daran nichts ändern. Ein Mann, der sein Gehirn benutzt und auch stark genug ist, zu seinen Prinzipien zu stehen, meidet solche Clubs.

Das Grundgesetz bindet lediglich den Staat und wirkt auf Privatpersonen nur mittelbar. Deswegen steht es einem Taxifahrer bzw Unternehmen auch frei, welche Fahrgäste er denn mitnehmen will und zu welchem Preis. Ebenso kann ein Diskothekenbetreiber frei entscheiden, für wen er Eintritt verlangt und wieviel.

Haglaz 09.08.2013, 16:58

Der Taxifahrer ist an § 22 Personenbeförderungsgesetz gebunden und kann sich eben nicht aussuchen, wen er mitnimmt und wen nicht, solange die Beförderungsbedingungen eingehalten sind.

Auch der Clubbesitzer darf nicht bestimmte Personengruppen allgemein ausschließen oder benachteiligen.

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Ronox 09.08.2013, 17:03
@Haglaz

Ich weiss, dass das AGG Letzterem gewisse Grenzen setzt, mein Posting war aber nur grundsätzlicher Natur.

§ 22 des Personenbeförderungsgesetzes war mir neu, danke.

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Club Veranstaltungen sind private Veranstaltungen und die dürfen auch ausselektieren, zum Beispiel nach Klamotten !!!, wen sie zu welchen Bedingungen reinlassen. Man darf als Club- Veranstalter z. Bsp. auf einer Mittelalterfete alle abweisen, die nicht in Gewandung erscheinen! Man darf spontan selbstbestimmte Gäste kostenlos reinlassen! In diesem Fall vielleicht die Feuerschlucker, weil sich das dann rumspricht sind die eine gute Werbung:)) sind.

Ein Club kann auch als Verein eingetragen sein und Steuervergünstigungen nutzen.Solange der nicht gemeinnützig ist, können die Clubbetreiber frei bestimmen!!!

Da bezahlt man eigentlich auch keinen richtigen Eintritt, sondern man ist für eine begrenzte Zeit Mitglied im Club.Der Club darf entscheiden wen er zu welchen Bedingungen aufnimmt, Zutritt gewährt!!! Auch darf der an bestimmten/verschiedenen Tagen/Zeiten unterschiedliche Zielgruppen ansprechen/einladen. Die Bedingungen selbst bestimmen!!!..z.Bsp. bis 22Uhr freier Eintritt für alle + ein Freigetränk :) oder eben eine bestimmte Menschengruppe einen abendlang als kostenloses Ehrenmitglied am Clubleben teilnehmen lassen.

Fitness-Clubs umwerben auf der Basis auch Frauen mit/für den kostenlosen Besuch.

Raucher-Club's haben auch eine spezielle Zielgruppe, da darf kein Nichtraucher auf die Nichtraucherschutzgesetze bestehen :))

Zu Deinem Taxi-Beispiel das funktioniert nur wenn das ein eigenes Taxi ist, die meisten Taxis haben seit Jahren schon "Kontrollzähler" in den Sitzbänken.

Haglaz 10.08.2013, 01:17

Der Unterschied zwischen Geschlecht und Klamotten ist: die eine Benachteiligung ist von § 1 AGG umfasst und damit verboten, die andere nicht.

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himako333 10.08.2013, 09:54
@Haglaz

sollte einen Überblick über legale Ungleichbehandlungen sein & sicher :) kenne ich den Unterschied zwischen Geschlecht und Klamotten aber nett ist Dein Hinweis auf § 1, der beinhaltet aber Feinheiten, auch im Arbeitsrecht...

Klar darf darf zum Bsp. gezielt nach einem männlichen Table Dancer gesucht werden :))

und folgendes ist auch korrekt:

die Ablehnung eines männlichen Bewerbers auf einer Stelle in einem Mädcheninternat ist keine Diskriminierung"

Da sind noch viele Punkte wie Altersdiskriminierung, Behinderten-, HIV-, Weltanschauung &&&&& aber das sprengt hier den Rahmen ..

wünsche Dir ein schönes WE ;)h

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Haglaz 16.04.2014, 14:17
@himako333

Das AGG ist sehr weit gefasst und solche Einschränkungen sind meist nicht mehr vom AGG - entgegen der weitläufigen Praxis - umfasst. Mir sind Zivilrechtler bekannt, die vertreten, es sei rechtlich zulässig, sich den Eintritt in ein Frauenfitnessstudio auf Grundlage des AGG einzuklagen.

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Sehr gute Frage. Ich nehme an jetzt dreht sich der Spieß um ;) Ähnlich beim Rassismus in den USA: Damals waren Schwarze und Weiße nicht gleichberechtigt, aber heute haben Schwarze die gleichen Rechte wie die Weißen. Nur ist seit Neuem so, dass wenn ein Weißer und ein Schwarzer sich um einen Job in einem Betrieb bewerben, der Schwarze (auch wenn er etwas schlechter ist) angenommen wird. Das klingt zwar nicht glaubwürdig, ist aber so! Da gibt es eine Vorschrift dafür. Sowas nennt man auch positiven Rassismus. Rassismus, der praktiziert wird um den schlimmen Rassismus der Vergangenheit (=Schwarze wurden benachteiligt) mit Gewalt zu ersticken.

Ich glaube das mit der Bevorzugung von Frauen heute, ist im Prinzip dasselbe: Das Ziel ist es, den Frauen das Gefühl zu geben sie seien gleichberechtigt (auch wenn sie eigentlich in dem Moment nicht gleichberechtigt sind, sondern sogar besser berechtigt) wie der Mann.

Clubs machen solche Angebote nicht Frauen, sondern Männern zuliebe (- na gut, eigentlich ihrem Konto zuliebe). Frauen sollen mit schönen Angeboten in die Clubs gelockt werden, damit es keinen Überschuss an Männern gibt. Es soll einfach nur der Bedarf an Weibchen gedeckt werden, das lockt zahlende Kunden.

Zu Bildung und Karriere. Erwiesenermaßen werden Mädchen in der Schule zwar bevorzugt, durchschnittlich erwerben sie auch gleiche oder höhere Qualifikationen als Jungen - dennoch finden sich letztendlich wesentlich mehr Männer in Führungspositionen als Frauen.

Das Verhalten des Taxi-Fahrers ist in meinen Augen eine Ausnahme. Man kann sich nicht erlauben, bei jedem netten Dekolleté den Preis zu senken.

Die Beispiele sind m. E. nicht gut gewählt, aber ich kann dich verstehen. Ein Drink hier, eine nette Geste da, einfach ein paar materielle Gefälligkeiten. Das wirkt von außen wohl klasse. - Aber bevorzugt behandelt fühle ich mich nicht, wenn er davon überzeugt ist, das spendierte Getränk müsse mit einer gemeinsamen Nacht aufgewogen werden.

Das Leben einer Frau besteht im Normalfall nicht nur daraus, die Welt zu Füßen gelegt zu bekommen. Sonst wäre der Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen ja nicht notwendig gewesen. Mal gerät man an einen schenkfreudigen Charmeur, mal an einen Chauvi. Ebenso wie Männer sowohl wild gewordenen Emanzen als auch solchen Frauen begegnen, die sich selbst demütig unter den Mann stellen.

Tu, was du für richtig hältst. Jeder hält es anders.

So wie du das schilderst, wäre das reine Willkür und hätte nichts mit dem Gesetz zu tun. Bei Clubs sind das so Aktionen wie "Lady's Night" oder keine Ahnung was.

Bei dem Taxifahrer ist es sein Ding, für wen er Miese einfährt und für wen nicht. Wenn er bei einem Kerl den vollen Preis berechnet und bei ner Frau nur die Hälfte, muss er ja die andere Hälfte drauf zahlen.

Aber ansonsten ist es halt so, dass auf die Frau als schwächeres Geschlecht eben mehr Rücksicht genommen wird und werden sollte.

Nirvana19933 09.08.2013, 16:38

Doch weil genau solche aktionen Diskreminirend sind ich habe Noch nie an einem CLub Mansnight gelesen- NIE.

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Benito0330 09.08.2013, 16:46
@Nirvana19933

Natürlich nicht. Stell dir vor, du gehst zu nem Kumpel und sagst: "Ey, lass ma heut Abend in' Club gehn, da is Men's Night!" Weißt du, was dein Kumpel da sagt? "Bist du gay?" Hehe, nee, Spaß beiseite, irgendeiner hatte doch geschrieben, dass es bei solchen Veranstaltungen darum geht, die Frauen an den Mann zu bringen, und das stimmt. Wenn die Männer umsonst hineinkämen, und die Frauen nicht, wären die Männer wohl ganz allein in dem Club, weil die Mädels bestimmt nicht dafür bezahlen, sich Anmachen zu geben. Is so. ;)

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hm.... weißt du, dir fällt nur auf, wobei du dich benachteiligt fühlst......

dabei gibt es eben so viele nachteile, eine frau zu sein......ich sage nur frau und autokauf / -werkstatt......

macht keinen sinn, sich sein leben einzurichten mit dem ständig vergleichenden blick auf andere, was die besser haben..... das reibt auf und macht auf dauer chronisch schlecht drauf......

geniesse einfach was du hast und kannst....

Nirvana19933 10.08.2013, 15:09

also beim Autokauf, oder in der Werkstatt hat es noch nie einen unterschied gemacht ob meine Freundin hingeht oder ich. Wir beide waren volkommen zufrieden und haben immer das bekommen was wir wollten. also wo soll da bitte der Nachteil sein ?

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Sehr gute Frage, das könnte man gut im Forum diskutieren.

Also, das mit der Gleichberechtigung ist so eine Sache... Frauen wurden sehr lange benachteiligt, aber jetzt ist es anscheinend langsam andersrum.

Du kannst ja mal eine Petition an den GleichstellungsbeauftragtenIn der Bundesregierung stellen

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