Gleichbehandlung?

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2 Antworten

Hast Du den Eindruck, dass es Unterschiede gibt?

Ich finde man sollte Jung und Alt gleichermaßen fördern weil Arbeit ist was ziemlich wichtiges für die Psyche, schließlich möchte doch jeder Anerkennung und Lob.Aber Liebe von anderen erfährt man heutzutage sogut wie nicht mehr.

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Es kommt auf die Mitarbeiter im Jobcenter und deren Vorgesetzten an, wie die "Kunden" (wie es ja so vollmundig heißt) behandelt werden ... ob jung oder alt ...

Inge Hannemann zum Beispiel betreute im Jobcenter Jugendliche, und sie weigerte sich vielfach, diese bei Verstößen zu sanktionieren. Statt dessen traf sie sich mit ihrem Klientel und sprach ganz ruhig darüber, was los war, warum zum Beispiel nicht zum Termin erschienen wurde, warum das Bewerbungsgespräch nicht wahrgenommen wurde ... Fast immer stellte sich heraus, dass die Sache auch ohne Sanktion geregelt werden konnte.

Man verlangte von ihr, dass sie ordentlich viel sanktionieren soll. - Weil sie sich weigerte, denn es ging ja auch anders und viel sinnvoller für die Jugendlichen, wurde sie aus ihrem Job entfernt, also erstmal von ihrem Arbeitsplatz freigestellt. Dagegen hat sie geklagt. Man bot ihr einen anderen Job in der Behörde an, den sie aber nciht wollte. Sie war als Sachbearbeiterin im Jobcenter ausgebildet und sehr erfahren, und sie wollte genau die Arbeit weitermachen. - Bei Gericht kam sie damit nicht durch, sie macht nun eine andere Arbeit in der Behörde.

Inge Hannemann war für die jugendlichen "Kunden" im Jobcenter ein Goldstück, sowas kann man da wohl suchen wie eine Stecknadel im Heuhaufen.

Eine ältere Bekannte ist langzeitarbeitslos (ist bei Älteren ja nicht ungewöhnlich). Sie bewirbt sich wie blöde, und sie hat einen fairen Sachbearbeiter ... Sowas gibt's also auch.

da sieht man ganz deutlich Alter auf dem Abstellgleis..

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@sushi65

In der heutigen Zeit sind erschreckend viele auf einem "Abstellgleis". - Ich möchte heutzutage nicht jugendlich und auf der Suche nach einer Ausbildung sein.

Auch finde ich es eine Schande, dass die Politiker mit ihrer Sozialpolitik dafür gesorgt haben, dass Menschen, die Arbeit haben und unglücklich an ihrem Arbeitsplatz sind, lieber dort ausharren und sich nicht trauen, den Arbeitsplatz zu wechseln ... Das war früher nämlich viel einfacher: In der Zeitung die Stellenanzeigen durchgucken, bei der neuen Firma anrufen, sich vorstellen, Handschlag ... und schon hatte man einen neuen Arbeitsplatz, den alten musste man dann nur noch kündigen ...

Auch das Finden einer Ausbildung war früher leichter. - Ich vermute, das ist heutzutage auch deshalb schwerer, weil die Ausbildungsvergütungen doch recht hoch sind. Hat jemand eine kleine Firma, muss der es sich dreimal überlegen, ob er einen Jugendlichen ausbildet, also ob er es sich leisten kann. - Für große Firmen ist sowas ja kein Problem, für kleine Firmen und Handwerker aber schon.

So wie es heute "normal" ist, dass sich Jugendliche die Finger fransig schreiben in der Hoffnung, einen Ausbildungsplatz zu kriegen, war ein Ausbildungsplatz in meiner Jugendzeit normal. Ich glaube, ich stellte mich bei fünf oder sechs Firmen vor, und dann hatte ich meinen Ausbildungsplatz.

Was die Älteren angeht, ist das heute ja auch sowas von verlogen: Die Politiker behaupten doch kackfrech, Ältere sollen länger arbeiten, und sie würden viel dafür tun, dass Ältere länger arbieten können und arbeitslose Ältere wieder eingegliedert werden ... das ist alles Geschwafel, damit sie selbst besser dastehen, damit wollen die hauptsächlich ihren eigenen doch recht gut bezahlten Job sichern.

Google dazu mal mit

abgeordnetenentschädigung wiki

und lies die ausführliche Info. Schau Dir auch die Tabelle an.

Ja, so heißt es tatsächlich. Diese Politiker werden dafür entschädigt, dass sie ihren politischen Job machen. - Hast Du jemals das Wort gehört Arbeitnehmerentschädigung ...

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@sushi65

aber wie könnte man alles in Zukunft besser lösen ? Wenn Arbeitplätze immer mehr durch Technik verschwinden (automatisiert werden) In Japan gibt es ganze Fabrikhallen wo kein einziger Mensch mehr arbeitet.

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@sushi65

Das weiß ich auch nicht. - Ich sah das schon kommen, als ich paar Jahre im Büro für Sachbearbeiter tippte. Erst hatte jeder Sachbearbeiter eine Schreibkraft, und als der PC aufkam, tippte ich für fünf Sachbearbeiter. - Da wurde mir klar, dass durch diesen technischen Fortschritt viele Arbeitsplätze wegfallen werden.

Im Grunde müsste gefördert werden, dass Menschen sich auch mini-selbständig machen können. Gerade Arbeitslose sollten dazu Möglichkeiten haben. So zum Beispiel, wenn einer sagt: "Ich kann gut töpfern, macht mir Spaß, und ein Freund hat einen Brennofen, den ich mitbenutzen darf", dann möchte ich sowas herstellen und auf Märkten verkaufen" - Also so als Beispiel.

Sowas muss der Arbeitslose ja dann dem Jobcenter mitteilen (ist ja auch okay), und das Jobcenter genehmigt das oder nicht. Wenn es genehmigt wird, kann die Genehmigung auch wieder entzogen werden. Und dann sitzt der Arbeitslose nur wieder rum und schreibt sich weiterhin die Finger für Bewerbungen wund, und hat keine sinnvolle und ihm Freude machende Tätigkeit während dessen. (Dass er sich auch mit der Mini-Selbständigkeit weiterhin bewirbt, ist ja klar.)

Wichtig ist ja, dass die Menschen etwas tun, was ihnen Freude macht und anderen auch. Das hebt das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude. Beides geht ja bei sehr vielen Arbeitslosen flöten ... es wird ihnen mehr und mehr verwehrt, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dies auch, weil der Regelsatz zu niedrig ist.

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@cyracus

deine Antworten und Ansichten find ich wahnsinnig gut ..

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