Glaubte Mahatma Gandhi an Gott?

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14 Antworten

An welchen denn?

Gandhi war ein kluger Mann, und deswegen war ihm klar, dass keine Religion die Wahrheit in Händen hält, und dass keines der Gottesbilder, die sich die Religionen so gemacht haben, an das herankommt, was ein Gott sein könnte.

Im Sinne der meisten Gläubigen war er Atheist. Und wie die meisten Atheisten war er ein Suchender, der sich nie sicher sein kann. Genau das machte ihn sympathisch und brachte ihn zu echter Toleranz.

da irrst du dich gewaltig

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@Ruppi1

? Könntest du präziser sagen, was du genau meinst, und dies vielleicht auch begründen?

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@frank1968

Lies dir seine Antwort weiter unten durch und du weißt, aus welcher Ecke der Wind weht.

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@PeVau

Dass der ruppige Kommentator Gandhi adoptieren wollte, um wenigstens einen vernünftigen Christen zu den eigenen Reihen zählen zu können, war klar. Die Methode ist aber leider wenig überzeugend.

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Schwierigkeiten hatte er hingegen damit, Jesus Christus als einzigen Sohn Gottes anzuerkennen. Er könne, so der vom Hinduismus geprägte Gandhi in seiner Autobiografie, nicht glauben, „dass Jesus der einzige fleischgewordene Sohn Gottes sei und dass nur, wer an ihn glaubt, das ewige Leben haben solle. Wenn Gott Söhne haben konnte, dann waren wir alle seine Söhne. Wenn Jesus gottgleich oder selbst Gott war, dann waren wir alle gottgleich und konnten selbst Gott werden.“ [23]

Außerdem las er in dieser Zeit zum ersten Mal die Verse der hinduistischen heiligen Schrift Bhagavad Gītā (der Gesang Gottes), die ihm sein Leben lang das wichtigste Buch werden sollte, in dem er später täglich las. Er übersetzte den Text in seine Muttersprache Gujarati, schrieb Erläuterungen und widmete ihn den Armen. Überdies beschäftigte er sich mit Buddha und Mohammed, dem Religionsstifter des Islam. Er war der Meinung, dass der wahre Glaube die Angehörigen der verschiedenen Glaubensrichtungen vereint.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gandhi

Nun ihr könnt es jetzt auslegen wie ihr wollt, fest steht, dass Gandhi sein Volk von den Engländern g e w a l t s l o s befreit hat. Will das jemand verneinen ? Ok, zum nächsten Punkt. Wenn einer von euch glaubt, ich möchte jemanden zum Christen machen - wieder Fehlanzeige ! Interessiert mich N U L L . Was mich dagegen sehr stark interessiert, ist ganz einfach das - dass die Menschen nachdenken anfangen. Ich möchte auch ganz klar festhalten, dass ich bei keiner Religion bin - ich habe also auch kein Bedürfnis irgend einer Art , jemanden zu irgend einer Religion überreden oder gar überzeugen zu wollen - interessiert mich nicht. Ich hoffe, das war verständlich genug. Aber wenn ein Mensch seine Bereitschaft in die Tat umsetzt, sein Leben für eine gute Sache zu opfern, für eine Ideologie, von der er überzeugt ist, dass sie umsetzbar ist, dann gebührt diesem Menschen alle Achtung und Würdigung, zu der Menschen fähig sind. Das Gandhi auch alles von klein auf erlernen hat müssen, steht ausser Zweifel. Das Gandhi sich auch mit dem Evangelium von Jesus beschäftigt hat, steht auch ausser Zweifel. Ihr könnt jetzt allenfalls noch den Einwand bringen, dass auch in den anderen Religionen , mit denen sich Gandhi befasst hat, die Gewaltlosigkeit und Vergebung gelehrt wird - ok, dann soll Gandhi halt von denen diese Lehre übernommen haben und umgesetzt haben. Da habe ich kein Problem damit und würde mich sogar darüber freuen. Denn ein Problem gewaltlos zu lösen - zeugt von Herzensintelligenz. Ich kenne aber nur eine Religion wo die tätige Nächstenliebe sehr stark in den Vordergrund gestellt wird, und wo der " Lehrer " dafür noch gekreuzigt wurde - das ist die Christenlehre. Wenn jemand glaubt, dass Gandhi von den Hindu, oder Moslems, oder einer anderen Religion inspiriert wurde, dass er sein Volk gewaltlos in die Freiheit geführt hat, dann ist das seine Meinung, die ich voll und ganz respektiere ! Krisendetektor stellt nur die Frage, ob Gandhi an Gott gelaubt hat. M e i n e Meinung ist - ja , er muss sogar felsenfest an Gott geglaubt haben, sonst hätte er sich diese Arbeit niemals angetan. Du * frank1968 * schreibst, dass keine Religion die Wahrheit in den Händen hält. Das ist eben dein gewaltiger Irrtum. Wenn du dir die Mühe machst, und nur über das Liebesgebot, dass Jesus den Menschen gab, gründlich nachdenkst , dann könntest du mir wahrscheinlich bepflichten, dass die Menschen schon längst in einem Paradiese leben würden - tja, wenn sie sich danach halten würden. Tun sie aber nicht, weil unter anderem auch die Religionen das verhindern mit ihren Zeremonien , Ritualen, Geldeintreiberei usw. Also die Wahrheit könnte ein Blinder mit seinem Stock " greifen " . Aber man muss halt über alles nachdenken, gegebenenfalls auch das Eine oder Andere in Frage stellen, und solange nachprüfen, bis man eine Akzeptanz gefunden hat. Weiters schreibst du, dass Gandhi im Sinne der meisten Gläubigen ( deine Worte ) ein Atheist war, und wie die meisten Atheisten ein Suchender, der sich nie sicher sein kann. Das war dann eben dein nächster Irrtum. Nun , alles kann man Gandhi unterstellen, aber das nicht , dass er sich seiner Sache nicht sicher gewesen wäre !!! Also war Gandhi auf alle Fälle k e i n Atheist ! Im Gegenteil , er war von dem Gelingen seiner Idee, sein Volk gewaltlos von der Knechtschaft der Engländer zu befreien - f e l s e n f e s t überzeugt. Da gab es für ihn nicht den geringsten Zweifel ! Es mag vielleicht in allen Religionen Märtyrer gegeben haben. Aber die kaum zählbare Anzahl von Märtyrern bei den Christen stimmt schon nachdenklich. Das sind ( waren ) alles Menschen, die genauso wie Gandhi, ihr Leben für ihre Überzeugung geopfert haben. Sie haben also an etwas geglaubt, für das sie mit ihrem Leben gerade standen. In meinen Augen war das eben der Glaube an die Liebe Gottes. Nun * PeVau * weisst du, aus welcher Ecke der Wind kommt. Und ich möchte euch allen noch etwas sagen, versucht immer alles in Frage zu stellen, einfach auf andere Arten und Weisen herauszubekommen, ob das was man euch sagt, wirklich alles stimmen kann. Ihr werdet über kurz oder lang begreifen, dass wir Menschen von a l l e n Seiten belogen und betrogen werden. Es ist sehr wichtig , dass jeder Mensch versucht den Weg der Wahrheit zu finden, sonst bleibt er sein Leben lang - das Sprachrohr von anderen Menschen. Der Weg der Wahrheit ist auch der Weg der Liebe. Die Liebe ist die grösste und stärkste Macht. Und das hat auch Gandhi begriffen - deshalb konnte er sich so sicher sein, dass die Anwendung von Gewaltlosigkeit und Vergebung als Waffen der Liebe , die einzige realistische Möglichkeit sind - möglichst ohne Blutvergiessen - sein Land von der englischen Besatzungsmacht zu befreien.

Eigentlich müsste er sogar sehr fest und überzeugend an Jesus Christus geglaubt haben. Wie sonst wäre es möglich, dass er mit Hilfe der Liebe - Gewaltlosigkeit, Verständnis, Vergebung, Feindesliebe - sein Ziel erreichte ? Das sind genau jene Werte , die uns Jesus lehrte. Während seines Studiums hat er sich auch mit dem Evangelum von Jesus Christus beschäftigt. Er hat die unvorstellbare Kraft und Macht der Gewaltlosigkeit, der Vergebung und der Liebe erkannt, wenn sie nur konsequent genug angewendet wird. Bei seiner Kenntnis von mehreren Religionen, war er auch ein grosser Anhänger Jesus, der durch seinen Kreuzestod und der Vergebung am Kreuze bewiesen hat, dass die Liebe jedes lieblose Machtgefüge g e w a l t f r e i auflösen kann. Ja, sein Glaube an Gott, muss sehr stark und fest gewesen sein.

da irrst du dich gewaltig

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@Unchrist

:-)))

Ruppi, die Technik kluge Menschen auf Teufel komm raus zu Christen machen zu wollen ist recht durchsichtig. A.H. war Christ, Gandhi hingegen nicht.

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@frank1968

Der gute alte Krishna war eben doch ein Vorläufer von Jesus;
sag ich doch ;-))

Aber die alle Taten auf mich werfen, in mir das Höchste sehen, in Andacht, die keinem anderen gilt .. für die bin ich ein Retter aus dem Meer des Todeskreislaufs .. der ein Nichthasser aller Wesen ist, freundlich und mitleidig, gleichmütig, selbstlos, in Glück und Unglück gleich geduldig .. vor dem die Welt nicht zittert und wer vor der Welt nicht zittert .. wer mir so ergeben ist, der ist mir lieb (12. Kap Bhagavadgita in der Übersetzung von Klaus Mylius, dtv TB Verlag)

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Ghandi war meines Wissens ein Hindu und glaubte damit nicht an den Gott im christlichen Sinne. Die Hindus haben verschiedene Vorstellungen von Göttern. Auf jeden Fall haben sie ebenfalls drei Hauptgötter: Brahma, der für den Anfang zuständig ist, Vishnu, der für den Bestand zuständig ist und Shiva, der für das Ende, den Untergang zuständig ist.

Daneben gibt es noch rund 30 Millionen weiterer Gottheiten. Allerdings fühlte er sich - wie die meisten Weltverbesserer oder Genies, mit keiner Religion so fest verbunden, dass er diese für die Alleinseligmachende hielt.

mit sicherheit glaubte er an Krishna, der der Ursprung aller drei "hauptgötter" ist. die von Krishna gesprochene Bhagavad Gita war die für ihn wichtigste heilige schrift.

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@taigafee

Das vermag ich nicht zu sagen, da ich kein Hindu bin, aber von verschiedenen Indern auf meiner Indienreise ein völlig anderes Religionsbild erhalten habe, wie auch ein anderes politisches Bild. So ist, nach Aussagen dieser Inder, die angeblich gewaltlose Befreiung durch MG ein von den Engländern gestreutes Märchen um die damals anderen Kolonien, die ebenfalls gewaltsam ausbrechen wollten zu beruhigen. In indien gab es durchaus gewaltsame Befreiungsbewegungen, denen die Engländer nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Da war MG sehr willkommen mit seiner gewaltlosen Lehre. Womit er heute ja keinen Erfolg mehr hätte, weil man ihn einfach künstlich ernähren würde. ich will damit seine wertvolle Arbeit in keiner Weise schmälern.

Genauso ist es mit der Religion. ich bin kein Hindu. Krishna ist nach meinen Informationen die Inkarnation des Gottes Vishnu, des Erhalters. Und nach meinem Wissen ist von all diesen Göttern Shiva der mächtigste Gott. Aber alle diese sind nur Teil einer viel größeren Gottheit, die wiederum Brahma heißt. Nach meinem Verständnis handelt es sich bei all diesen Gottheiten um Prinzipien und nicht um Personen, wobei allerdings jede Kraft oder jedes Prinzip sich auch wieder in einer Persönlichkeit manifestiert. So war ja Krishna als Avatar nicht immer ein Mensch.

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Definitiv ja, er glaubte sehr fest an Gott, fühlte sich aber keiner bestimmten Konfesion zugehörig, sonder allen. So sagte er einmal, er sei Hindu, Muslim, Christ, Jude und Sikh.

Gandhi wuchs schon mit dem Islam auf, da der Lehrer bzw. Priester des Dorfes sowohl ausden heiligen Hindu-Texten las, als auch aus dem heiligen Koran.

LG Sherab

Eigentlich eine gute Frage. Momentan weiß ich keine Antwort darauf. Aber er hat definitiv an die Liebe an seine Mitmenschen und an die Gewaltfreiheit geglaubt. Wenn ich mir Gandhi vorstelle, dann hätte er vermutlich als Antwort gegeben: spielt das wirklich eine Rolle? :)

Ich denke ja. Er hat sich mehrfach über Religion und Gott geäußert.

Ein Zitat: Die Religionen sind verschiedene Wege, die alle zu dem gleichen Punkt hinführen. Was bedeutet es, daß wir verschiedene Pfade benützen, wenn wir doch das gleiche Ziel erreichen? In Wirklichkeit gibt es ebensoviele Religionen als Individuen.

noch eins: Diese Wahrheit ist nicht nur Wahrhaftigkeit im Reden, sondern auch Wahrhaftigkeit im Denken, und nicht nur die relative Wahrheit unseres Begriffs, sondern die absolute Wahrheit, das ewige Prinzip, das heißt Gott.

und noch eins: Doch ich bete Gott nur als Wahrheit an. Ich habe ihn noch nicht gefunden, aber ich suche ihn

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Gott hat er das woran er glaubte wohl nicht genannt, aber er glaubte an das was andere meinen, wenn sie von Gott sprechen.

Ich hätte immer gedacht er sei Hinduist gewesen.. also müsste er an mehrere geglaubt haben..

Nein, Mahatma Gandhi war Hindu.

In seiner Religion gibt es nicht denselben "Gott" wie im Christentum, sondern mehrere Götter.

Im Hinduismus sind bestimmte Tierarten wie Elefanten und Kühe heilig.

klar, mindestens an vishnu. harehare

Er war Hinduist, kein Monotheist.

viele hindus sind monotheisten.

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