Glaubt ihr wirklich, die Linke auf ihre Geschichte(SED-Nachfolgerpartei) zu reduzieren ist gut für Deutschland?

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10 Antworten

Nein, das ist sicherlich nicht richtig. Es wird der Linken nicht gerecht. Man sollte es aber auch nicht vollkommen aus dem Blick verlieren.

Die Linke ist zudem vor allem im Westen Sammelbecken kommunistischer Strömungen.

Es wäre daher reichlich, mit deinen Worten naiv und dämlich, der Linken den Status einer Volkspartei zuzusprechen.

Im Übrigen ist dein Vergleich wenig zielführend. Der 2. WK ist schon ein paar Jahre länger her, als die Wiedervereinigung.

Btw. Was ist denn eigentlich jetzt aus dem SED-Parteivermögen geworden? Ein dreistelliger Millionenbetrag ist da immer noch verschollen. Die, die uns soziale Gerechtigkeit lehren wollen, haben sich die Taschen vollgestopft. Soviel zu deren Ehrlichkeit und Redlichkeit.

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Im Prinzip hast du damit Recht. Aber du musst auch die Erfahrungen von Millionen Menschen berücksichtigen, die jahrelang unter der SED gelitten haben.  Diese Leute sind einfach misstrauisch und skeptisch gegenüber einer Partei, in der immer noch ehemalige SED-Mitglieder  sind,  Und wenn du mich fragst, das  Verhalten der Linkspartei (früher PDS, noch früher SED) war nicht nur zu DDR-Zeiten fragwürdig, sondern auch noch in den ersten Jahren  nach der Wiedervereinigung. Diese Partei war doch Schuld an den grossen Problemen in den neuen Bundesländern: Arbeitslosigkeit, marode Betriebe, kaputte Umwelt.  Die   Strategie dieser Partei war aber, sich als Anwalt der kleinen Leute aufzuspielen und die Schuld für diese Misstände den regierenden Parteien in der neuen, grösseren Bundesrepublik (damals CDU und FDP ) in die Schuhe zu schieben. Ich habe mal eine Bundestagsdebatte im Fernsehen verfolgt, wo  Hans-Dietrich Genscher das ziemlich deutlich formuliert hat  Er hat an Gysi gerichtet gesagt:  Herr Gysi, wenn ich sie hier so reden höre, dann kommt mir das so vor, als ob der Brandstifter die Feuerwehr wegen zu langsamer Arbeit kritisiert.

Zu einer Partei die so unehrlich mit ihrer Vergangenheit umgegangen ist, fällt es eben schwer, Vertrauen zu fassen

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Kommentar von pasixundy
02.03.2017, 13:40

Fun Fact: Frau Merkel war SED- Treuer als Frau Wagenknecht, so durfte M. studieren und W. nicht ^^

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Kommentar von pasixundy
02.03.2017, 13:47

aber bei den Punkten: Arbeitslosigkeit, marode Betriebe spielen wirklich auch andere Probleme eine große Rolle: Abwanderung, Wirtschaftsinfrastruktur.

der BRD wurde ja auch wirklich sehr stark durch Amerika gefördert, wäre das nichts so passiert, wäre die Wirtschaftsentwicklung niemals so enorm gewesen. 

Im Gegensatz zur DDR, die von Rußland eher ausbebeutet, als unterstützt wurde.

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Es wäre zumindest nicht verwunderlich.

Denn die Linkspartei hat aus ihrer eigenen Vergangenheit nur wenig gelernt und mißt mit zweierlei Maß.

Auch du gehörst ja zu denjenigen, die auch heute noch über die böse SPD schimpfen, weil sie 2003 die Agenda 2010 verabschiedet haben und reduzierst sie damit auf ihre Vergangenheit.

Und wenn ich mir die nach wie vor latente, bedingugnslose Russlandtreue der Mitglieder der Linkspartei (Beispiel Ukraine, Syrien) nur hier anhöre (vom Bundestag und Gesprächsrunden ganz zu schweigen), dann habe ich nicht den Eindruck, dass hier auch nur versucht wird, aus der Vergangenheit zu lernen.

Von den Verbrechen der DDR mal ganz zu schweigen, hat man es nicht für Nötig befunden, die SED aufzulösen. Nein, man hat das SED-Vermögen mal fröhlich mitgenommen, zweimal den Namen geändert und schwupps trägt man keine Verantwortung mehr.

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Nichts desto trotz, kann ich nicht feststellen, dass die Linkspartei von ihren politischen Gegenern nur auf ihre Vergangenheit reduziert würde. Was gut oder schlecht für Deutschland ist, ist eine Frage des Standpunktes, wenngleich die Linkspartei ohnehin nicht die staatstragende Partei in Deutschland ist.

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Ich lehne sie nicht wegen ihrer Geschichte ab sondern wegen ihrem Programm, ihren Politikern, ihren Forderungen und ihrer regierungsunfähigkeit:)

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Kommentar von pasixundy
02.03.2017, 12:25

nenn doch mal beispiele

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Kommentar von Benadino
02.03.2017, 12:33

selbstverständlich hat er das nicht 90 % der deutschen befassen sich nicht mit dem Parteiprogramm aber jeder ist in der Kneipe der Spitzenpolitiker des Landes

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Wer aber ist Deutschland, "Krupp oder Krause"? Mit anderen Worten für das Bürgertum isses vorteilhaft, wenn die Linke diskreditiert wird, während es für die Lohnabhängigen, Arbeitslosen, Armutsrentner ausgesprochen nachteilig ist, wenn die Linke, als ihr einziger Anwalt mit Dreck beworfen wird.

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Eigentlich reduziert aber niemand die Linkspartei auf die fraglos deprimierende und hässliche Geschichte ihrer Vorläuferorganisationen. Das macht auch die Union eigentlich nicht mehr...

Die Linkspartei wiederum bleibt weiterhin viele Antworten schuldig. So hält sie und viele ihrer Mitglieder abstrakt an einer sozialistischen Gesellschaftsalternative fest. Aber wenn man das heutzutage tut, dann kann man das nicht mehr mit der Unschuld machen wie vor dem Stalinismus... Dann müsste man vielmehr erklären, wie dieser ohne dessen verbrecherische Entartungen eigentlich aussehen und funktionieren will...

Das sie bzw. entsprechende Gallionsfiguren wie Wagenknecht das nicht tun und wohl auch schlicht nicht können, sollte sich die Partei und ihre Anhänger nicht wundern, wenn viele sie mit großer Skepsis betrachten.

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Kommentar von pasixundy
02.03.2017, 13:19

Du schreibts: wer sozialistische Gesellschaftsalternative anbietet müsste erklären, wie das ohne verbrecherische Entartungen funktionieren soll.

Aber tatsächlich vergisst du dabei, dass unsere Weltordnung eine doch schon imperialistischen/Kapitalistische ist und diese sich niemals rechtfertigen muss(te), für die Ausbeutung der Menschen und der Natur. Bestenfalls kommt es zu "einer Runde Mitleid", des eigenen Gewissens wegen.

Im Parteiprogramm wollen die Linken nun ihre Ideen für eine soziale Politik durch legitime rechtsstaatliche Mittel verwirklichen. Dafür muss sich nun die Linke deiner Meinung nach rechtfertigen, vor dem hintergund des Stalinismus? 

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Hallo.

Ob recht oder links jede Partei hat ,wenn sie demokratisch gewählt wurde das Recht auf öffentliche Meinungsäußerung soweit das Grundgesetz

dies zulässt,

Ob es noch jemand interessiert ob die  linke vorher die SED wäre, doch  egal. 
In Niedersachsen  im erstenLandtag waren 70% ehemalige Nazis. In den anderen Bundesländern war genauso.

in Bayern war die Zahl am höchsten.

Mit freundlichem Gruß

Bley 1914

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In der heutigen Zeit denke ich ist es blödsinn von SED zu reden. Aber das soll nicht heißen das sie gut sind.
Aber welche ist heut zu Tage schon gut .?!?!
Was muss man tun um ne gute partei zu sein. ?
Eigentlich hielt ich nie was von CDU aber die Politik  von Angela Merkel find ich viel besser als den Rest.
Wer könnte es in der jetztigen Situation besser machen ?
Es könnt nur viel schlechter sein .

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die Linke hat ein Parteiprogramm das für das Volk ist, allerdings weiß das Volk nicht was gut für sich selber ist, meiner Meinung nach wäre eine Koalition von SPD Linke die beste Regierung die wir haben können.

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Kommentar von Interesierter
02.03.2017, 13:04

Die Leute, die Geld in Deutschland investieren und damit Arbeitsplätze schaffen oder eben nicht, sehen das aber anders. 

Was würde denn unter Rot-Rot besser, ausser dass man das Schuldenmachen wieder anfinge?

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Kommentar von Benadino
02.03.2017, 13:06

Das kann ich dir gerne sagen,  die so genannten Leute die deiner Meinung nach Geld investieren sind auch die die das Geld horten, es würde wahrscheinlich das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich etwas gerechter verteilen

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Kommentar von Benadino
03.03.2017, 12:29

lieber Interes(s)ierter !! du musst noch viel über Wirtschaft lernen.

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Kommentar von Benadino
03.03.2017, 14:49

Volker Pispers ist ein Genie nur schade das er leider nicht mehr weitermacht, er hat es leid, die Leute verstehen es einfach nicht man sieht es ja hier auch man redet gegen eine Wand.

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Solange die Linke keine großartige Regierungsbeteiligung hat, ist das gut für Deutschland. SED an der Bundesregierung wäre international verheerend.

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