Glaubt ihr Mütter können/sollten unmittelbar nach dem Mutterschutz wieder arbeiten oder nicht?

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DAS ERGEBNIS BASIERT AUF 31 ABSTIMMUNGEN

Nur wenns finanziell gesehen gar nicht anders geht 38%
Es kommt drauf an 22%
Nein,die Mom sollte mind.1J.beim Kind bleiben 19%
Sicher,in d.heutigen Zeit kann sie sofort wieder arbeiten 6%
Nein,eine Mutter sollte nicht arbeiten 6%
Nein,die Mom sollte mind.6M.beim Kind bleiben 6%

24 Antworten

Nur wenns finanziell gesehen gar nicht anders geht

Ich finde es schon wichtig, das das Kind gestillt wird und das ist am Anfang so zeitintensiv, dass Arbeiten wirklich schwierig ist. aber mal ne andere frage.. Wo bleibt das Kind wenn du arbeiten gehst? Ist das Oma da? ich müßte es in die Krippe geben, und das ist frühstens ab 1 jahr möglich und kostenfrei wärs auch nicht

DanielsGirl 31.07.2009, 15:48

Danke für deine Antwort. Nein, der Vater würde sich kümmern, also mein Freund. Wenn das Jobangebot, das er bekommen hat, hinhaut, bleibe ich natürlich daheim. Falls das aber nicht klappt, müsste ich arbeiten und er kümmert sich um seine Tochter

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Nein,die Mom sollte mind.1J.beim Kind bleiben

ICh bin alleinerziehend und meine Kleine ist jetzt 2. Ich bin froh, dass ich die Elternzeit genommen habe, auch wenn es finanziell etwas eng wurde. Ichhabe es nicht für mich, sondern mein Kind getan. Die Zeit vergeht so rasend schnell und es passiert so viel. Du würdest es nicht mitbekommen, wenn du arbeiten gehen würdest. Die ersten Jahre sind einmalig und sehr wichtig. Ich würde es auch bei einem weiteren Kind nicht anders machen. Auch wenn deinem Freund das neue Jobangebot nicht zusagt, würde ich nicht arbeiten gehen, jedenfalls nicht vollzeit. Pass auf wegen dem Elterngeld, umso mehr du in dem Jahr arbeitest umsomehr wird es dir gekürzt. Ab besten kümmere dich ganz deinem Kind. Du hast sowiso kaum Zeit etwas anderes zu tun!!!!

DanielsGirl 03.08.2009, 11:36

Ganz sicher ist auch dein Kommentar richtig. Ist absolut nachvollziehbar für mich. Danke

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Nein,die Mom sollte mind.1J.beim Kind bleiben

Habe auch kurz darüber nachgedacht, gleich nach dem Mutterschutz wieder zu arbeiten. Aber da hat mich dann mein Chef ganz schnell davon abgebracht. Im ersten Jahr lernt dein Kind soooo unglaublich vieles. Die ersten Krabbelversuche, der erste Brei, die ersten Schritte oder Wörter. Das sollte keine Mutter verpassen. Ich persönlich möchte nicht dass diese wunderbaren Momente passieren, wenn mein Kind bei der Tagesmutter ist. Wobei ich aber auch sagen muss, dass wenn es finanziell einfach nicht anders geht uns jemand dem du voll und ganz vertraust, auf dein Kind aufpassen kann, dann kannst du auch früher wieder arbeiten. Überdenke diese Entscheidung gut und sprich dich mit deinem Partner(falls vorhanden) darüber ab. Ich weiß, eine schwierige Entscheidung aber ich wünsche dir und deinem Kind viel Glück.

DanielsGirl 31.07.2009, 15:01

Vielen Dank, D.H. Auch mein Chef ist dagegen dass ich vor 1 Jahr Elternzeit wieder zurück komme. Mein Freund, der Vater des Kindes selbst, würde sich um seine Tochter kümmern, wenn er bis dahin keine Arbeit hat. Findet er aber einen Job (ein Angebot hat er bereits), kann ich beruhigt in Elternzeit gehen

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Nur wenns finanziell gesehen gar nicht anders geht

Du machst dir viele Gedanken - musst es aber wahrscheinlich auch.... Eine Mutter sollte bei ihrem Kinde solange bleiben können (wenigstens 1 Jahr) bis es aus dem "Gröbsten" raus ist - wir haben 3 Kinder und ich hatte glücklicherweise diese Möglichkeit immer - mit der Folge aber, dass wegen neuer Arbeit eben zuerst die Kinder zu klein waren (Arbeitsgeber fürchten sich vor den Ausfällen) und jetzt mit Mitte Vierzig bin ich zu "alt" und trotz vieler Lernkurse zu lange raus.....-sagen sie. Dabei habe ich die ganzen Jahre mein Wissen immer auf den neuesten Stand gebracht.....Wenn ich hier alleine gewesen wäre, hätte ich auch über schnelles Arbeiten nachdenken müssen hinterher - schaue aber bitte immer zu, was für Fördermöglichkeiten es vom sozialen Standpunkt her gibt - lasse dich beraten. Eines muss ich noch sagen - dadurch, dass die Kinder mich oft zu Hause vorfanden, ich meist da war, wenn sie mich brauchten - glaube mir, diese Liebe hält an!!!!!! Es ist aber keine Mutter schlechter, welche aus finanziellen starken Sorgen mehr arbeiten muss und intensiver mit ihrem Kind etwas unternimmmt..... Ein Zweites: Das Kind ist nur EINMAL klein - diese Zeit kommt NIE wieder, wenn sie auch sehr arbeits- und stressintensiv ist!

DanielsGirl 03.08.2009, 11:41

Vielen Dank für diese äußerst kompetente Antwort. Ich stimme dir in jedem Satz zu. Du hast große Opfer für deine Kinder gebracht - berufsbezogen - die du aber sicher nicht bereust. Das ist halt Deutschland, an dieser Gesellschaft können wir nichts ändern und wenn wir damit nicht klarkommen, müssen wir halt auswandern. Wobei sich seit Ursula von der Leyen schon einiges geändert hat. Nur die Köpfe der Menschen bleiben gleich. Vielen Dank nochmal und ein dickes D.H.

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Nein,die Mom sollte mind.6M.beim Kind bleiben

Wobei es sowohl auf das Kind als auch auf die Mutter ankommt. Ängstliche Kinder stecken Veränderungen schlechter weg als offenere Kinder. Wichtig ist, dass das Baby vor allem Mama und Papa als Bezugspersonen hat, welches durchaus durch Oma/Opa/Tante/Onkel und später Tagesmutter ergänzt werden kann. Pauschale Antworten sind hier schwierig. Schau bitte erstmal wie Eure kleine Familie sich entwickelt.

DanielsGirl 03.08.2009, 11:35

Das ist eine sehr kompetente Antwort, vielen Dank und D.H. So hat es mir auch unsere Rechtsanwältin in etwa vermittelt, die ebenfalls vor Kurzem ihr 2. Kind auf die Welt gebracht hat. Hängt eben sehr stark von Mutter und Kind ab

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Nur wenns finanziell gesehen gar nicht anders geht

Ich finde Vater od. Mutter sollten bei den Kindern bleiben. Nur eine intakte Familie bringt das beste aus den Kindern hervor, das Beginnt schon bei Vater/Mutter Kind schwimmen im Babyalter (in dieser zeit werden die wichtigsten Synapsen für das ganze Leben gebildet). So wird auch eine wichtige Vertrauensbasis geschaffen.

Nur wenns finanziell gesehen gar nicht anders geht

Die Zeiten haben sich geändert, oft zum Nachteil für die Kleinkinder. Viele kommen nicht darum herum, wieder sofort arbeiten zu gehen. 

Sollte es finanziell verkraftbar sein, versuche mehr für das Kind da zu sein.

Wie hast Du Dich entscheiden können - heute, nach 6 1/2 Jahren?

Ich finde auch, dass es wichtiger ist, für das Kind da zu sein.

Es kommt drauf an

Ich musste bei meiner ersten Tochter (8Jahre) nach dem MuSchu direkt wieder arbeiten weil sich mein Vertrag sonst nicht verlängert hätte. Bei meiner zweiten Tochter (2JAhre) bin ich dann 1 Jahr in Elternzeit gegangen.

Nur wenns finanziell gesehen gar nicht anders geht

Ein Kind aufwachsen zu sehen ist für uns eines der grössten Erlebnisse unseres Lebens. Wenn es möglich ist, sollte man dies so lange wie eben möglich geniessen können. Nicht nur für die Mutter ist diese Zeit wichtig, ebenso für das Kind, das in dieser innig, vertrauten Zeit sein Ur-Vertrauen zur Mutter und ggf. auch zum Vater findet. Geniesse diese Zeit! Natürlich ist auch finanzielle Sicherheit Lebens-wichtig und wenn diese Basis nicht da ist, muss die Mutter eben arbeiten gehen. Aber solange es möglich ist, sollte sie sich um ihr Kind kümmern. Wenn das Kindergartenalter kommt ist es früh genug wieder ins Berufsleben einzutreten. Ich möchte die Zeit, die ich mit meinen Kindern hatte, nicht missen. Es waren mit die schönsten Jahre meies Lebens.

DanielsGirl 03.08.2009, 11:34

Vielen Dank für den schönen Text. Ich stimme da voll und ganz überein und würde auch wirklich nur arbeiten gehen, wenn alle Stricke reißen. D.H.

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Es kommt drauf an

Ich habe angeklickt, dass es drauf ankommt.

Meine Hebamme hat direkt nach dem Wochenbett wieder gearbeitet, aber sie hat ja auch eine ganz andere Arbeitsatmosphäre als jemand, der irgendwo z. B. als Altenpflegerin arbeitet.

Jemand, der unter großem Druck arbeiten muss, sollte sich so lange wie möglich Zeit lassen.

Und dann kommt es ja auch noch darauf an, ob es das erste oder ein weiters Kind ist.

Ich für mich persönlich fand es passend, mit 2 Jahren wieder arbeiten zu gehen, auch auch nur, weil das mit dem 2 Kind nicht klappen wollte. Da war das Arbeiten dann mein Plan B. Aber wenn, dann nur Teilzeit, Vollzeit-Arbeiten finde ich auch dann noch zu früh, wenn das Kind im Kindergarten ist. Da bin ich konservativ.

Es kommt drauf an

Das kommt ganz auf die Mutter an. Je nach dem was man möchte, in was für einer Partnerschaft man lebt, welche Finanzlage hat etc. Manche arbeiten gleich wieder , manche müssen es weil sie sonst kaum über die Runden kommen, andere bleiben daheim.

Ich wüsste nicht, wie ich mich entscheiden würde wenn ich in der Situation wäre. Bei (bin Erzieherin) gehen meist die mit einer festen Stelle in Mutterschutz, so zwei bis drei Jahre und manche arbeiten nebenher ein paar Stunden, um wieder in den Beruf zu kommen oder zu bleiben.

DanielsGirl 03.08.2009, 11:38

Vielen Dank für deine Antwort, D.H,

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Serafine1 19.08.2009, 14:12

Gern geschehen...

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Es kommt drauf an

Man kann es nicht so pauschal sagen. Wir haben damals nach 6 Wochen wieder arbeiten müssen. Ich denke aber, aus meiner Erfahrung heraus, dass eine junge Mutter das erste Lj. zu Hause bleiben sollte. Kinder in diesem Alter brauchen sehr viel Zuwendung und Geborgenheit. Nur, wenn es absolut nicht anders geht, weil es finanziell zu knapp wird, solltest Du mit dem Gedanken spielen gleich wieder zu arbeiten oder wenn Du zu Hause arbeiten kannst, ist das ideal.

DanielsGirl 03.08.2009, 11:37

Vielen Dank für deine Antwort

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Das kommt darauf an. Wenn eine Mutter gern arbeiten gehen möchte.....eine gute Mutter ist eine ausgeglichene Mutter. Ich persönlich habe meine Kinder 9 Monate gestillt und bin dann wieder in die Arbeit. Jeder ist da anders.

Sicher,in d.heutigen Zeit kann sie sofort wieder arbeiten

Kinder verblöden, wenn sie 24 Stunden mit ihrer Mutter zusammen sind. Die Mütter übrigens auch. Mich wundert es nicht, dass die Kinder heutzutage verzogene Gören sind, die von Selbständigkeit noch nie was gehört haben. Außerdem finde ich es auch interessant, dass die meisten Ehen in die Brüche gehen, sobald ein Kind oder Kinder dazu kommen. Spielt Euch nicht alle als Übermütter auf. Mir geht dieses Gequatsche langsam echt auf den Senkel.

vejaymike 03.02.2016, 20:20

Soso - ist das so? :D ;-)

Woher weißt Du das?

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KeinenDunst 13.02.2016, 22:10

Interessante Meinung, ich denke mal das Du ein schlechtes Vertrauensverhältnis zu deinen Eltern hast. Gerade in sogenannten Entwicklungsländer wo drei Generationen unter einem Dach leben  sind die Kinder sehr selbstständig, und das obwohl sie ständig von der Familie umringt sind. Gute Eltern bringen ihren Kindern was bei und lassen sie ihre eigenen Fehler unter Aufsicht machen. Das was man als Kind nicht lernt wird später sehr hart sein da die nötigen Grundlagen (und Synapsen) fehlen. Wenn Kinder verblöden liegt das wohl mehr daran das man sie sich selbst überlässt (siehe Schlüsselkinder). Diese Kinder können meist nichts richtig, die Ausdauer, Geduld... fehlen fast vollständig.
Sie sind auch nicht kritikfähig (wie auch, sie haben es nie erlernt).

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Nur wenns finanziell gesehen gar nicht anders geht

Nachdem Du eh daheim bleiben möchtest: wenn es wirklich nicht anders geht, bleibt Dir ja nichts anderes übrig, als früher wieder arbeiten zu gehen.

Daran ist nichts Rabenmutterhaftes oder Ehrenrühriges, und daher gibt es im Fall des Falles auch keinen Grund, schlechtes Gewissen zu haben.

Wenn Du das tust, solltest Du aber sehr auf die jeweilige Betreuung achten, bei sehr kleinen Kindern geht oft etwas unter, das bei größeren nicht durchginge.

DanielsGirl 31.07.2009, 14:54

Vielen Dank. Gibt ein D.H. gefällt mir deine Antwort. Wenn, dann nur weil mein Partner noch arbeitslos wäre und er sich an meiner statt um das Kind kümmern könnte. Haut aber das Jobangebot hin, das er bekommen hat, genügen die 67 % von meinem Nettogehalt, die ich dann bekomme und ich bleibe daheim

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Nur wenns finanziell gesehen gar nicht anders geht

Dann muss die Not aber schon groß und die Frage erlaubt sein, ob das Kind ein Wunschkind war? Ansonsten: Warum ein Kind bekommen, wenn man in den ersten 2 bis 3 Jahren nicht ausreichend dafür da sein kann?

DanielsGirl 31.07.2009, 14:56

Tja, die Dinge ändern sich eben. Das Kind war geplant und ist willkommen. Wir freuen uns sehr darauf und bereuen nichts, so viel steht fest. Mein Freund ist während meiner Schwangerschaft arbeitslos geworden. Leben derzeit nur von meinem Gehalt. Er hat aber bereits ein neues Jobangebot. Wenn das hinhaut, dass er bis zur Geburt Arbeit hat, reichen uns die 67 % von meinem Gehalt aus und ich kann zu Hause bleiben. Andernfalls müsste er sich um unser Kind kümmern und ich müsste arbeiten gehen

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vitessa 01.08.2009, 13:44
@DanielsGirl

Eine Garantie hat man natürlich nie im Leben und ich drück die Daumen, dass Dein Freund den Job bekommt. Wenn alternativ Du arbeiten gingest und Dein Freund zu Hause bliebe, wäre das sicher auch eine Lösung. Aus der Sicht des Kindes mag die Mutter anfangs etwas wichtiger sein, doch der Vater spielt sicher auch eine große Rolle. Hauptsache, Ihr beide als Eltern könnt Euch in den min. ersten 2 Jahren gut um das Kind kümmern. Ich wünsch Euch alles Gute!

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DanielsGirl 03.08.2009, 11:23
@vitessa

Vielen Dank für diese tolle Antwort. Ich kann dir von meinem Standpunkt aus überall vollstens zustimmen. Danke für die lieben Wünsche :)

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Es kommt drauf an

auf die Mutter bzw. ihre Vorstellung, wie das Leben mit Kind gestaltet werden soll, vom sozialen Umfeld, vom fianziellen Rahmen...

Es kommt drauf an

für selbständige stellt sich diese frage gar nicht. wir haben eine eigene firma, in der ich das büro schmeiße. ich war sogar noch bis einen tag vor der geburt voll auf arbeit und auch gleich 2 wochen danach wieder, dann allerdings nur noch 2-3 stunden am tag und meine püppi hatte ich natürlich mit:-)

DanielsGirl 03.08.2009, 11:30

Ja sicher, für Selbstständige ist das wieder ein ganz anderer Fall. Es muss nicht unbedingt schädlich für Mutter und Kind sein so kurz vor und nach der Geburt zu arbeiten, da der Betrieb ja zur Familie gehört. Bei mir ist das aber ein anderer Fall. Ich bin froh, dass das Gesetz strikt unterbindet 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt zu Arbeiten. Diese Ruhezeit habe ich ganz dringend nötig

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Nur wenns finanziell gesehen gar nicht anders geht

Aber wenn es anders geht, dann bleibe zuhause und genieße die Zeit mit deinem Kind. Sie vergeht so schnell. :-)

Sicher,in d.heutigen Zeit kann sie sofort wieder arbeiten

warum sollte eine mutter nicht sofort wieder arbeiten gehen?`viele müssen es sogar, denn jeder monat aus dem job raus, kostet geld u. in einigen berufen viel geld. schon generationen vor uns sind direkt nach der geburt wieder arbeiten gegangen, denn das erziehungsjahr/babyjahr ist eine erfindung der letzten 30 jahre.

DanielsGirl 03.08.2009, 11:32

Danke für deine Antwort. Das ist richtig. Ich stimme deinem Argument genauso zu wie dem Argument mind. 6 Monate oder 1 Jahr in die Elternzeit zu gehen. Alles hat seine Vor- und Nachteile und für alles gibt es eine gute Begründung. Schön auch dein Kommentar zu lesen, denn das würde ein Bisschen mein schlechtes Gewissen beruhigen, sollte ich tatsächlich sofort nach dem Mutterschutz arbeiten müssen ;)

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sumsemann 13.01.2010, 00:42

Nur, weil man es früher auch so gemacht hat, heißt es nicht, dass es gut war. Früher waren die Familien auch noch größer und es gab auch noch viele Geschwister, die viel Erziehungs- und Versorungsarbeit abgenommen haben. Ebenso war es auch absolut nicht immer normal, dass die Großmütter bis ins hohe Alter berufstätig waren.

Heute ist das oft so, dass man Einzelkinder hat oder zwei, die dicht hintereinander geboren werden, aber keine familiäre Unterstützung, da ja auch viele aus beruflichen Gründen quer durch Deutschland umziehen. Viele Paare finden sich im Internet und dann zieht man mal eben locker 800 km von den Eltern und Großeltern weg.

Früher sagte man: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen, aber heute verhungern die Kinder in den Riesen-Hochhäusern der Großstädte, ohne dass es jemand bemerkt.

Für eine überforderte Mutter, die den Spagat zwischen Kinderbetreuung und Berufstätigkeit nicht schafft, fühlt sich niemand zuständig. Und am schlimmsten sind noch andere berufstätige Frauen, die sich nicht solidarisieren, sondern auch noch durch Angeberei versuchen, den Mythos der Supermutti aufrecht zu erhalten. Mal Hand aufs Herz: Wenn ich den ganzen Tag gearbeitet habe, bin ich doch abends müde. Wieviel Zeit und Lust habe ich denn dann noch, mit dem Kind zu spielen? Und wann soll dann der Haushalt erledigt werden? Abends, wenn das Kind im Bett ist? Und wenn ich abends den Haushalt mache, wann soll ich mich dann mit meinem Ehemann unterhalten, wie sein Tag war?

Wie man es dreht und wendet, es kommt was zu kurz!

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