Glaubt ihr Johanniskraut mit 15 Jahren bei einer leichten Depression ist eine gute Idee?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Johanniskraut ist schon Mal nicht schädlich, demnach ist die Einnahme in jedem Fall unbedenklich. Hast Du denn eine leichte Depression oder ist das nur eine Selbstdiagnose?

In den Kapseln mit Johanniskrautöl, die man in der normalen Drogerie kaufen kann, ist allerdings so wenig tatsächlicher Wirkstoff enthalten, dass es meistens kaum hilft. Wirklich helfen kann allenfalls ein höher dosiertes Johanniskraufpräparat - diese sind aber apothekenpflichtig.

Aber dass Du über eine Selbstmedikation mit Johanniskraut nachdenkst, zeigt ja auf jeden Fall, dass Du ein psychisches Problem oder eine Verstimmung hast, die Du gerne loshaben würdest. Dieser Wille ist gut. Hast Du denn schon Mal darüber nachgedacht, Dir professionelle Hilfe zu holen und eine Diagnose geben zu lassen, was Dir wirklich fehlt?

Das wäre ein wichtiger Schritt und im Laufe der Behandlung kann Dir der behandelnde Arzt auch ein Medikament verschreiben, dass mit Sicherheit besser hilft - da er auch besser einschätzen kann, was bei Dir tatsächlich vorliegt. 

Vor allem bei leichten Depressionen (wenn es denn eine solche ist), hilft oft auch schon eine Psychotherapie ohne Medikation gut weiter - und sie hat einen großen Vorteil gegenüber Medikamenten: Keine Nebenwirkungen. Eine Psychotherapie ist bei Depressionen - egal welcher Stärke - immer eine gute Lösung, gegebenenfalls läuft die Medikation dann noch nebenbei, um noch einen stärkeren Effekt zu erzielen.

Ich würde Dir wirklich empfehlen, Dich mal abchecken zu lassen - das tut ja nicht weh. Natürlich kostet das am Anfang ein bisschen Überwindung, aber wenn Du dann die Stärke und den Mut gezeigt und beispielsweise mit einem Psychiater zum Beispiel gesprochen hast, wirst Du Dich sicher schon viel besser fühlen.

Vor allem bei psychischen Schmerzen, die ja so gar nicht wirklich greifbar sind, bestehen oft große Hemmungen, sich an einen Psychiater zu wenden, teils, weil da oft ja auch sehr Persönliches dahinter steckt. Aber es ist definitiv die beste Lösung - wenn nichts ist und der Psychiater sagt, dass Dir Johanniskraut auch schon weiterhilft, hast Du ja auch schon etwas erreicht - nämlich Gewissheit.

Das kann jeder schaffen, auch Du! Vielleicht vertraust Du Dich einfach mal einem guten Freund oder Bekannten an, der Dich zum Psychiater begleitet oder einen Termin für Dich vereinbart. Du kannst natürlich auch Deiner Mutter sagen, dass Du gerne mal einen Termin beim Psychiater hättest - viel mehr Informationen musst Du ja auch gar nicht geben. Schlicht und einfach den Wunsch ohne Weiteres zu äußern, ist ja nicht schlimm. Oder Du sprichst mal mit einem Geschwister, wenn Du welche hast.

Es gibt viele Möglichkeiten - Du bist nicht alleine! Es gibt immer Wege, sich Hilfe zu holen.

Ich wünsche Dir alles Gute.


Johanniskraut ist schon Mal nicht schädlich, demnach ist die Einnahme in jedem Fall unbedenklich. Hast Du denn eine leichte Depression oder ist das nur eine Selbstdiagnose?

Johanniskraut ist ein potenter Induktor des CYP450 und hat zahlreiche Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten. Es ist daher nicht allgemein unbedenklich. (Bedeutet, dass die Leber mehr von dem Enzym produziert)

Insbesondere bei Arzneimitteln, welche die QT-Zeit verlängern und über enge therapeutische Breite verfügen, können gefährlich hohe Serumspiegel erreicht werden.

Darüber hinaus werden einige orale Kontrazeptiva (Pille) über CYP450 metabolisiert, weshalb es bei Einnahme von Johanniskraut zum Abfall des Wirkspiegels kommt (mehr CYP450 = schnellerer Abbau des Wirkstoffs).

Jeder Wirkstoff, der eine nachgewiesene Wirkung hat, hat auch Nebenwirkungen. Johanniskraut ist für die unterstützende Behandlung einer Depression definitiv geeignet, aber man sollte sich bei Einnahme anderer Medikamente vorher in der Apotheke beraten lassen.

Dem Rest deiner Antwort stimme ich dir zu.

Relativ gut verständliche Hintergrundinfos:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=40909

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Hallo. Ich habe schon vor ein paar Wochen mit meiner Mutter darüber geredet. Ich bin zum Arzt gegangen und mich erstmal abchecken zu lassen, dass es nichts körperliches ist. War vor 2 Wochen schon beim Psychater. Bin in den Nächsten Tagen wieder bestellt. Ich denke ich brauch keine Antidepressiva, die intensiv ins Gehirn eingreifen. Mir würde es reichen, eine leichte Stimmungsverbesserung zu erreichen mit Johanneskraut.

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@AskMrAsk

Dann besprich das einfach mit dem Psychiater. Der ist Arzt und kennt sich mit Johanniskraut und anderen Medikamenten aus. Der kann dir auch helfen.

Ansonsten einfach in der Apotheke fragen. Das sind die eigentlichen Fachleute, die haben mehr Ahnung als Ärzte, wenn es um Medikamente geht.

Vor Johanniskraut brauchst du keine Angst zu haben, aber es wäre schon blöd, wenn die Pille nicht mehr richtig wirkt, ohne dass du das weißt.

Falls du später mal nach Medikamente gefragt wirst (zum Beispiel ein Antibiotikum verschrieben bekommst), solltest du Johanniskraut immer angeben, das ist eines der weniger pflanzlichen Mittel, die wirklich relevant in den Körper eingreifen.

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Wer hat die Diagnose gestellt? 
Immerhin ist es nicht selten, daß Jugendliche in der Pubertät Symptome haben wie Leistungsabfall in der Schule, Schlafstörungen und öfters schlechte Laune. Das sind noch lange keine Anzeichen einer Depression. Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sind im Allgemeinen schwieriger zu diagnostizieren, als bei Erwachsenen. 

Weiterhin ist die Wirkung von Johanniskraut bei Erwachsenen wissenschaftlich erwiesen, bei Jugendlichen und Kindern nicht, da wird! So viel ich weiß, sind diese Studien noch nicht abgeschlossen. 

Deshalb gebe ich Dir den Rat, kein Johanniskraut zu schlucken, wenn nicht ganz eindeutig eine medizinische Indikation vorliegt und wenn es mit dem behandelnden Arzt abgesprochen ist. 

Ich würde das mit dem Arzt besprechen, denn Johanniskraut ist zwar im allgemeinen gut verträglich, aber es hat, wie alle Medikamente auch Neben- und Wechselwirkungen. Die Pille verträgt sich mit Johanniskraut z.B. gar nicht und man wird Lichtempfindlicher.

Wichtig ist auch, das man nicht die billigen Johanniskraut-Dragees aus dem Drogeriemarkt nimmt, sonder die apothekenpflichtigen Varianten (z.B. Laif).

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