Glaubt ihr, die Menschen wissen, was sie glücklich machen würde?

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12 Antworten

Glück bedeutet natürlich für jeden etwas anders. Wenn man für sein Glück kämpft, bzw. für das, was einen glücklich macht und es schließlich auch erreicht, ist es dann nur wichtig das Ganze zu schätzen. Nicht nur sein erreichtes Ziel, auch den Weg dorthin.

Ich glaube nur, dass viele Menschen diesen "Weg" in ihr Glück nicht miteinbeziehen und ihn einfach in den Hintergrund stellen. Es verlangt, je nach dem, welches Ziel man sich setzt, aber immer Wille und Disziplin, um sich durchzusetzen. Man erlebt Höhen und Tiefen, die einem lehren und reifen. Womöglich wird man dabei auch von anderen Menschen unterstützt, bedankt sich vielleicht noch bei ihnen aber im Mittelpunkt steht bei uns Menschen immer das Ziel, das scheinbare "Glück".

Ich glaube nicht, dass einem das auf Dauer glücklich machen kann, solange man nicht weiß, was eigentlich hinter dem Ganzen steckt. Wenn es einfach "da" ist, aber irgendwie "leer", dann wird es bald an Bedeutung verlieren.

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Jeder hat eine andere Vorstellung was ihn glücklich macht. Daher gibt es kein richtig oder falsch. 

Mit dem erreichten Glück ist es auch unterschiedlich: einige wissen es zu schätzen und halten es fest, anderen wird es schnell langweilig und sie streben nach etwas Neuem.

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Definitiv: Nein.

Glücksempfinden ist generell subjektiv, und orientiert sich ausschließlich an den Wertvorstellungen des Einzelnen. Das können materielle Wünsche oder ideelle Werte sein, die im Regelfall nach deren Erreichen von der nächsten Zielsetzung abgelöst werden. Insofern ist ein anhaltendes Glücksempfinden nur in der Beschränkung auf das Wesentliche, in Verbindung mit meist sehr hohen moralischen Wertvorstellungen, möglich. Dies dürfte wünschenswert, aber unrealistisch sein.

Demnach ist auch eine vernünftige Definition des Begriffs "Glück" schwierig. Glück im Lotto ist eben etwas anderes, als darüber glücklich zu sein, dass man einige Wochen lang nicht hungern muss, in Frieden leben kann oder eine Villa am Meer geschenkt bekommen hat.

Ein Glückszustand ist möglicherweise dann erreicht, sobald sich ein hohes Maß an Zufriedenheit einstellt. Nun liegt es jedoch nicht in der Natur des Menschen, selbst über geringe Zeiträume hinweg zufrieden zu sein. Eine Zielsetzung jagt die Nächste, getrieben von Ehrgeiz, Neid, Hass und Gier. Das Erreichen selbst fragwürdiger Ziele nennen wir regelmäßig Fortschritt. Eine mögliche Zufriedenheit der Gemeinschaft wird einer Zufriedenheit der Oberschicht geopfert. Auf diesem Nährboden gedeiht kein "Glück".

Auch wenn der Einzelne ein Glücksempfinden erreichen kann, es wird nur selten von nennenswerter Dauer sein. Dafür sind die Rahmenbedingungen entweder nicht gegeben oder nicht stabil genug. Die Ursachen liegen wohl in unserem Denken und Handeln, in aufgedrängten Wertvorstellungen und in unserer festgefahrenen, menschlichen Natur.

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Aber nein, kein Mensch kann dauerhaft glücklich sein. Glück ist eine Frage des Augenblicks und kein Dauerzustand. Genausowenig, wie einen ein Leibgericht dauerhaft glücklich machen kann, nach kurzer Zeit wird es einem zum Hals heraushängen.

Und wenn ein Mensch glaubt, erst glücklich sein zu können, wennnnnnnn er etwas Bestimmtes erreicht hat, so wird er über kurz oder lang in der Ernüchterung landen, dass das Erreichte einer Droge gleichkommt, die für eine begrenzte Zeit wirkt und dann die Lust auf mehr weckt - und Unzufriedenheit und Unbehagen, bis dieses 'mehr' erreicht wurde.

Aber wenn es einem gelingt, sich die Dankbarkeit für das was man hat immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, kommt man einem dauerhaften Glück schon recht nahe. Dafür muss einem aber erstmal bewusst werden, dass man alles was man hat (einschließlich des eigenen Lebens) von jetzt auf gleich verlieren kann und das ist zuerstmal ein Oops-Erlebnis und kann auch Ängste wecken. Aber Ängste sind immer auf die Zukunft gerichtet. Wenn man sich im Augenblick hält und Dankbarkeit für das was man gerade erfährt empfindet (auch für die Herausforderungen), kommt das einem erfüllten Leben schon ziemlich nah :)

Das muss natürlich nicht für alle gelten, aber für mich funktioniert das so. Und bei denen die ich kenne und die es ebenfalls so halten funktioniert es auch :)

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Meiner Meinung nach gibt es kein dauerhaftes Glück, weil alles, woran man sein Glück festmachen will, letztlich vergänglich ist.

Geld, Macht, Besitz, Ansehen, Gesundheit, Partnerschaft...all das kann von einem Moment auf den Anderen vorbei und vergangen sein. Wenn wir unser Glück von diesen Dingen abhängig machen, werden wir es über kurz oder lang verlieren.

Im Grunde genommen wird der Gedanke der Vergänglichkeit verdrängt und man macht sich bei Erfüllung eines Wunsches womöglich schnell daran, sich mit der nächsten Portion Glück "anzufixen", bevor man sich dessen bewusst wird.

Wirklich ausgeglichen kann man meiner Meinung nach dann werden, wenn man diese Vergänglichkeit akzeptiert und sein inneres Gleichgewicht nicht mehr von angenehmen Umständen ("Glücklich sein") abhängig macht.

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Oft ist es leider eher wie in einem uralten Sprichwort:

Ein erfüllter Wunsch gebiert den nächsten.

Viele Menschen neigen dazu, nie zufrieden zu sein. Sie denken, sie könnten glücklich sein wenn ???. Ist dieses Ziel dann erreicht, stellen sie fest, dass sie damit auch nicht glücklich sind.

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Hallo Mirarmor,

NEIN! Warum? Dafür gibt es vielerlei Gründe; fangen wir mal mit den gesellschaftlichen Begründungen an:

- Uns wird von Geburt an beigebracht, unseren Blick nach außen zu richten.
- Wir sind in dieser modernen, digitalen und materialistischen Welt, ständigen Versuchungen ausgesetzt.
- Wir leben in einer Leistungsgesellschaft.

Kommen wir zu den Gründen, welche evolutions bedingt sind:

- Wir haben einen Jagdinstinkt.
- Wir brauchen Luft, Nahrung und Bewegung, da diese für uns selbstverständlich sind, streben wir tagtäglich nach anderen Befriedigungen.

Weist du warum die AOK mit Werbeplakaten die Menschen zu "einfach mal innehalten" aufruft? Weil Burnout und Depression heutzutage eine Volkskrankheit darstellen.

Glücklich kann man nur sein, man kann es nicht werden! Glück ist der Weg, nicht das Ziel!

Wir müssen nach innen schauen, nicht nach außen. All das Äußerliche führt zu einem kurzen Befriedigungsmoment; für kurze Zeit, sind wir befriedigt. Doch dies wehrt nicht lange. Dauerhaftes Glück erreicht man von Innen heraus.

Wie? Gib dein Verlangen auf und schon bist du wunschlos glücklich. D.h. nicht, dass du dir nichts mehr kaufen sollst, dich nicht weiter entwickeln sollst oder deine Ziele aufzugeben; wichtig ist, das man dies nicht tut um ZWANGHAFT glücklich zu werden; "wenn ich dies und jenes nicht bekomme, bin ich unglücklich".

Eine Isländische Wissenschaftlerin sagte: "die Europäer sind so derart rational, dass Phantasie, Empathie und Spiritualität untergehen".

Deutsche sind beispielsweise nie zufrieden und daran wird sich nichts ändern, sie wissen nämlich gar nicht, dass Spiritualität glücklich macht, nur ganz wenige.

Ich liebe die asiatische Kultur: sie haben nämlich nach Arbeit und privat Leben, ihre Spiritualität! In Deutschland musst du funktionieren, deshalb ist der Blick auch nur darauf gerichtet.

Sibellchen

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Am glücklichsten sind die, welche gar nicht auf die Idee kommen, sich darüber Gedanken zu machen.  

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Nein, jeder glaubt, er weiß was ihn glücklich macht nur ,sobald er, oder sie es hat, sind sie es nicht mehr 

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Man kann im Leben nicht alles haben was man will, wenn man etwas hat was man liebt z.B. Eine geliebte Person, dann hält man die auch Sehr gut fest!

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Nein, die meisten wissen es nicht, sonst wuerde es nicht so viele unglueckliche Menschen geben.

Gerade wie du es nennst, dieses Sehnen nach etwas, steht ihrem Glueck im Wege.

Sie haben diese innere Unzufriedenheit, sich getrennt von der Welt zu fuehlen und suchen nun dort draussen etwas, was sie vollkommen gluecklich macht.

Natuerlich koennen sie es nicht ausserhalb sich selbst finden, aber das sagt ihnen niemand, weil alle ihnen etwas verkaufen wollen, damit sie endlich gluecklich sind.

Wahres Glueck kommt nur von innen, nichts ausserhalb von dir kann dich jemals gluecklich machen, so sehr du dich auch anstrengst.

Glueck wird meistens fehlinterpretiert mit "nicht Leiden muessen" oder Vergnuegen zu haben, das ist aber was anderes. Kein Leiden und man ist trotzdem nicht gluecklich und Vergnuegen ist nur Ablenkung davon.

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Es kommt immer darauf an was es ist was man meint einen Glücklich zu machen. Eine Familie die einen Liebt z.b ist viel mehr wert in den Augen von jemanden als das Ziel Reich zu sein und wieder rum ist es dann anderes.

Hoffe ich konnte dir mit dieser Antwort Helfen.

Lg


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