Glaubt ihr das schöne Taten, Turteleien und 100 % Präsenz in jeder Beziehung über die Jahre hinweg abflachen/weniger werden ?

5 Antworten

Das kommt auf die Leute an, welche die Beziehung führen...^^

Viele Menschen leben sicher nach dem von Dir im ersten Satz skizzierten Modell. Ich habe in meinem Leben nur ein Paar kennengelernt, die noch immer wie frisch verliebt wirken und inzwischen sechs Kinder haben. Die werden sicher zusammen alt!

Aber viele Menschen gehen wohl auseinander, wenn es anfängt, schwieriger zu werden. Es kostet halt Zeit und Nerven und guten Willen und es bedarf vor allem und in erster Linie des wechselseitigen Wunsches, eine Beziehung lebendig zu erhalten! Einseitig funktioniert das nicht und führt nur zu Vorwürfen...

Für viele ist wohl auch das sich in Andere verlieben der Beziehungskiller schlechthin, nur wenige haben den Mut und das Selbstbewusstsein, eine offene Beziehung zu wagen. In einer solchen Situation 100 % zu bringen, also das Verlieben der geliebten Person mitzutragen und nicht in eine Vorwurfshaltung zu verfallen, das können sicher nur sehr wenige Menschen...

Was meinst Du denn mit "100 % Präsenz"? Zu einer wirklich guten Beziehung gehören Freiräume genau so, wie es wichtig ist, sich auf den Anderen beziehen zu können. Und zwar auch dann, wenn man gerade anderweitig verliebt ist... :) Das allerdings ist die hohe Schule der Liebe, die begegnet einem nicht sooo oft im Leben...

Ich kann da nicht für die Allgemeinheit sprechen aber ich bin zum Beispiel bald 10 Jahre mit dem selben Mann zusammen, wir haben mittlerweile 2 Kinder und hatten unsere auf und ab's aber die schönen Zeiten haben immer überwogen. Es gab Zeiten da haben wir uns mehr und in anderen Zeiten weniger angehimmelt oder "geturtelt" aber das Gefühl von Zusammenhalt war immer größer als der Wunsch sich einen anderen Partner zu suchen.

Geht natürlich nicht jedem so und es ist auch völlig okay wenn sich Wege irgendwann trennen.

Ich denke, fast bei allen lässt die schöne Spannung mit der Zeit nach, es sind der Stress beruflich und auch mit den Kindern (wenn diese auch schöne Zeiten bereiten und später die Beziehung der Eltern auch in gewissem Masse kitten). Bei uns war es so, dass ca ab dem 14. Ehejahr die Beziehung fast zum eskalieren war, die finanzielle Lage hat es nicht erlaubt dass es auseinanderging, auch wegen der halberwachsenen Kinder bin ich geblieben. Heute in der Pension sind beide ruhiger... aus der grossen Liebe ist eine Lebenskameradschaft geworden. Turteleien nicht mehr, auch sonst sehr wenig aber wir geniessen das Leben mit Ausflügen und unternehmerischen Gemeinsamkeiten aller Art (nicht Turteleien, schmusen und Sex). Ich denke dass es in jeder normalen Ehe Zeiten gibt, wo man denkt ich wirf das Handtuch, in der heutigen Zeit wird das vielfach gemacht, aber wenn Kinder da sind leiden die darunter und die finanzielle Lage beider Elternteile verschlechtert sich sicher. Ist auch nicht das gelbe vom Ei... es gibt Paare die behaupten, nie einen grösseren Streit zu haben..... kann ich mir nicht vorstellen, entweder ist einer der immer nachgibt oder die Bequemlichkeit eine Trennung zu wagen..... wie schon erwähnt, wenn man die Hürden des Lebens übertaucht hat dann lebt man kameradschaftlich und zufrieden und ist im Alter froh wenn man einigermassen gesund das Leben noch zusammen geniessen kann.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Beziehung oder Schwarm?

Hallo,

ich bin seit 6 Jahren in einer Beziehung mit meinem Freund. Die Beziehung ist sehr harmonisch, charakterlich passen wir wunderbar zusammen.. aus emotionaler Sicht würde ich diese Beziehung aber eher als klassische/pragmatische Vernunftsbeziehung beschreiben. Nein, nicht aus finanzieller Sicht, ich bin selber gut abgesichert. Die Beziehung ist sehr stabil, auch wenn ich nicht zu 100% glücklich bin, weil die emotionale Komponente teilweise doch schon fehlt. Ich bin mir sicher, dass wir noch gemeinsam bis zum Tod zusammenbleiben könnten/würden, sofern ich die Beziehung nicht vorher beende. Sie läuft einfach perfekt. Abhängigkeiten bestehen kaum, weil wir nicht zusammen leben.

Jetzt ist folgendes passiert, ein Schwarm, der mir vor 25 Jahren zum letzten Mal über den Weg lief tauchte wieder auf und triggerte Emotionen in mir, die ich so schon lange nicht mehr kannte. Ich sah ihn früher als Mann für's Leben. Seine Inhalte kenne ich allerdings nicht wirklich, doch teilweise kann ich sie schon gut einschätzen. Ich hatte damals wie auch heute das Gefühl, dass man irgendwie zusammen passen könnte und dass ER mein Mann wäre. Dieser Mann wäre frei und hat mir ein Angebot unterbreitet. Er will aber nicht in die Beziehung rein funken und fordert quasi, dass ich dann die Beziehung so schon mal beenden soll, so dass man auf gut Glück dann direkt eine Beziehung starten könnte. Ich weiß genau, dass er ähnliches für mich empfindet. Ich habe nun die Wahl, ob ich ihn nehme, oder ob ich doch lieber in dieser Beziehung bleibe. Ersteres wäre ziemlich riskant, aber ich bin mir sicher, dass er die emotionale Komponente bedienen könnte, selbst wenn die Beziehung nicht so leicht würde, hier ist mit mehr Widerstand zu rechnen, weil er schon eine starke Persönlichkeit hat. Es ist dieser perfekte Typ Mann, in den man sich einfach immer wieder verlieben könnte, falls ihr versteht, was ich meine. Ein Blick ins Gesicht reicht hier aus. Und man könnte ihm einfach stundenlang in die Augen sehen, ich bin mir sicher, dass es selbst nach 20 Jahren nie langweilig würde, falls die Beziehung so lang halten würde. Er wird mir übrigens immer öfter begegnen, da wir jetzt auch beruflich für dieselbe Firma arbeiten. Zufälligerweise. Ich kann ihn deswegen nicht wirklich meiden. Das ist problematisch. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es Liebe ist, das wäre übertrieben. Aber er geht mir nicht mehr aus dem Kopf und überschattet alles, wie auch früher.

Die Frage ist jetzt: Sicherheit, oder emotionales Abenteuer und ich fühle mich schlecht, weil ich mir diese Frage überhaupt stelle und er mich dermaßen beschäftigt. Schlecht, weil er eine 6 jährige Beziehung mit Höhen und Tiefen zum Wanken bringt und das obwohl man sich nicht mal wirklich kennt. Nur durch seine gelegentliche Präsenz.

Nun, weiß ich nicht wie ich mich verhalten sollte. Habt ihr vielleicht Ratschläge für mich, oder hatte mal jemand ein ähnliches Problem?

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