Glaubt ihr das die Bibel Gottes Wort ist? Wenn ja, warum?

27 Antworten

Hallo answersearcher,

ja, ich glaube daran und möchte das nachfolgend auch gern begründen.

Die Bibel ist zweifellos ein ganz besonderes Buch, das so gut belegt ist wie kaum ein anderes Buch des Altertums. Obwohl sie einen langen Überlebenskampf hinter sich hat (im Mittelalter war es z.B. unter Todesstrafe verboten, die Bibel zu lesen oder zu besitzen) ist sie heute das meist übersetzte und am weitesten verbreitete Buch. Die Bibel hat eine Auflage von 5 Milliarden erreicht und wurde bislang in über 2800 Sprachen übersetzt. Damit ist sie der Weltbestseller schlechthin, denn kein anderes je geschriebenes Buch hat auch nur annähernd eine solche Auflagenstärke erreicht. Spricht nicht allein das schon für ihre Glaubwürdigkeit?

Wie in einem Nachschlagewerk zu lesen ist, hat die Bibel auch einen enormen kulturellen Einfluss gehabt. Dort heißt es, sie habe "die westliche Kultur immens beeinflusst, nicht nur was Glaubenslehre und -ausübung betrifft, sondern auch was Kunst, Literatur, Gesetzgebung, Politik und zahllose weitere Gebiete angeht“ (The Oxford Encyclopedia of the Books of the Bible) . Wäre von einem Buch, das von Gott stammt, nicht zu erwarten, dass es eine solche enorme Verbreitung und einen solch gewaltigen Einfluss hat?

Was macht die Bibel denn noch zu etwas so Besonderem? Einer ihrer Schreiber, der Apostel Paulus, brachte es einmal auf den Punkt als er schrieb: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit,  damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk" (2. Timotheus 3:16,17). Was meinte der Apostel Paulus mit der Formulierung "von Gott inspiriert"? Die Bibel ist schließlich ein Werk, an dem insgesamt 40 menschliche Schreiber, die zu unterschiedlichen Zeiten lebten, beteiligt waren. Nun, Paulus gebrauchte hier das griechische Wort theópneustos, was soviel wie "gottgehaucht" bedeutet. Dieser griechische Ausdruck bringt zum Ausdruck, dass Gott der Urheber und Verfasser der Heiligen Schrift ist. Auch wenn Gott den Schreibern in den meisten Fällen nicht Wort für Wort diktierte und ihnen die Freiheit eigener Gedanken und eines eigenen Schreibstils einräumte, so ist das Ergebnis doch eindeutig göttlichen Einflusses zuzuschreiben. Dass dies keine leere Behauptung ist, zeigen einige Merkmale, die die göttliche Urheberschaft deutlich belegen.

Da ist zunächst einmal die Genauigkeit zu nennen, die die Bibel durchgehend auszeichnet, und die von einem Werk, das von Gott stammt, auch erwartet werden kann.

Hier ein Beispiel: Für Leser der Bibel ist König David kein Unbekannter; sein Name kommt darin nämlich 1138mal vor. Bis vor etwa 20 Jahren gab es jedoch keinen außerbiblischen Beweis für die Existenz dieses Davids und manche mögen ihn für eine fiktive Gestalt gehalten haben. Doch im Jahre 1993 entdeckten Archäologen unter der Leitung von Professor Avraham Biran auf einem alten Schutthügel im nördlichen Teil Israels einen Basaltblock. Auf diesem Stein standen u.a. die Worte "Haus Davids" und "König von Israel". Diese Inschrift datiert aus dem 9. Jahrhundert v.Chr. und könnte ein Teil eines Siegesdenkmals der Aramäer gewesen sein. Über diesen Fund hieß es in der Zeitschrift Biblical Archaeology Review : "Zum ersten Mal wurde damit der Name David in einer außerbiblischen alten Inschrift gefunden".

Ein anderes Beispiel ist das der in der Bibel erwähnten Stadt Ninive. Viele Jahre zogen Bibelkritiker in Zweifel, dass diese Stadt je existiert hat. Doch im Jahre 1849 legte Sir Austen Henry Layard die Ruinen des Palastes des König Sanheribs frei. Später stellte sich dann heraus, dass dieser Palast zu der alten Stadt Ninive gehörte. Interessant ist auch ein Wandrelief dieses Palastes, auf dem die Inschrift zu lesen ist: "Sanherib, König der Welt, König von Assyrien, saß auf seinem Thron und musterte die Beute aus Lachis". Dies gibt den Bibelbericht der Einnahme der Stadt Lachisch durch König Sanherib wieder, wie er in 2. Könige 18:13,14 zu lesen ist. Über seine Entdeckung schrieb Layard: "Wer hätte es vor diesen Entdeckungen für wahrscheinlich oder möglich gehalten, unter dem Erd- und Schutthaufen an der Stelle Ninives die Geschichte des Krieges zwischen Hiskia [König von Juda] und Sanherib zu finden, die — niedergeschrieben zu ebenjener Zeit, da Sanherib ihn führte — den Bibelbericht sogar bis in alle Einzelheiten bestätigt?" (Sir Austen Henry Layard, Nineveh and Babylon, 1882, S.  51-2).

Außer diesen beiden Beispielen gibt es noch viele weitere Artefakte, die den biblischen Bericht oftmals bis ins kleinste Detail bestätigen. Erwähnen möchte ich noch den berühmten, 3000 Jahre alten Mesa-Stein, der östlich des Toten Meeres gefunden wurde und heute im Louvre- Museum in Paris zu besichtigen ist. Auch hier ist die Inschrift in genauer Übereinstimmung mit dem Bericht der Ereignisse aus der Bibel (nachzulesen in 2. Könige, Kapitel 3).

Ein Beleg für den göttlichen Ursprung ist auch die Übereinstimmung der Bibel mit wissenschaftlichen Tatsachen und Erkenntnissen. Natürlich ist die Bibel kein wissenschaftliches Buch, doch wenn sie wissenschaftliche Themen berührt, dann ist sie erstaunlich genau und dem Wissen ihrer Zeit weit voraus.

Erwähnenswert sind hier ihre Aussagen auf medizinischem Gebiet. Während in Urkunden der alten Ägypter medizinische Ratschläge nachzulesen sind, die zum einen völlig unwissenschaftlich waren und zum anderen zum großen Teil auf Magie beruhten, geben einige Texte der Bibel, die aus der gleichen Zeit stammen, medizinische Anweisungen, die noch immer mit den Kenntnissen der modernen Medizin übereinstimmen. Zum Beispiel wurden im "Gesetz Mose" den Israeliten Hygienevorschriften gegeben, die auf einem Wissen beruhen, das die Menschen der damaligen Zeit einfach noch nicht haben konnten. Zum Beispiel besagte eines ihrer Gesetze, dass Exkremente außerhalb des Lagers Israels vergraben werden mussten (siehe 5. Mose 23:13). Diese äußerst sinnvolle Maßnahme war der Gesundheit aller dienlich, da es dazu beitrug, dass das Wasser nicht verseucht und der Ausbreitung von Krankheiten entgegengewirkt wurde.

Auch eine Reihe anderer Hygienemaßnahmen verhinderten, dass sich bestimmte Infektionskrankheiten massiv ausbreiteten. Wer beispielsweise eine ansteckende Krankheit hatte bzw. ein Verdacht dieser Krankheit bestand, musste in Quarantäne (siehe 3. Mose 13:1-5). Oder wer eine Leiche berührte, galt als unrein und musste sich gründlich reinigen, bevor er sich wieder anderen Menschen nähern durfte.

Worauf lassen diese genauen Reinigungsvorschriften und Hygienemaßnahmen der Israeliten schließen? Nun, Moses, durch den das Volk das Gesetz bekam, war weder Arzt noch sonst wie in medizinischen Fragen bewandert. Das Wissen, das hinter all den beschriebenen Maßnahmen stand, musste von einer höheren Quelle stammen und kann daher als ein weiterer Beleg für den göttlichen Ursprung der Schriften der Bibel gesehen werden.

Als letzten und überzeugendsten Punkt möchte ich die Prophezeiungen der Bibel erwähnen. Diese haben sich in ihrer Erfüllung stets als höchst zuverlässig erwiesen. Wenn die Bibel Voraussagen macht, dann handelt es sich dabei nicht um ungefähre Einschätzungen dessen, was kommen könnte, wie das bei Prognosen der Menschen der Fall ist. Ihre Prophezeiungen sind im Voraus geschriebene Geschichte. Das übertrifft bei weitem menschliche Fähigkeiten und Möglichkeiten!

Als ein Beispiel möge das alte Babylon dienen. Sie war eine bedeutende Handelsstadt und galt wegen ihrer strategisch günstigen Lage und ihres doppelten Mauersystems als uneinnehmbar. Schutz bot vor allem der breite und tiefe Wassergraben, der die Stadt umgab, gespeist aus dem Fluss Euphrat. Bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. ließ Gott durch seinen Propheten Jesaja folgendes Schicksal für Babylon ankündigen: "Und ich will sie zu einem Besitztum von Stachelschweinen und [zu] schilfbestandenen Wasserteichen machen, und ich will sie mit dem Besen der Vertilgung hinwegfegen“ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen" (Jesaja 14:23). Jesaja beschrieb in seiner Prophezeiung auch, auf welche Weise Babylon besiegt werden würde. Der sogar mit Namen genannte persische Eroberer Cyrus würde die Ströme "austrocknen", so dass die Stadt leichter einzunehmen wäre. Die Prophezeiung nennt auch eine weitere bedeutende Einzelheit: Am Tag der Einnahme wären die Tore der Stadt geöffnet, was natürlich völlig ungewöhnlich war.

200 Jahre nach dieser Prophezeiung kam dann die Erfüllung: In der Nacht des 5. Oktober 539 v.Chr. nahm das medo-persische Heer unter ihrem Führer Cyrus des Großen die Stadt praktisch kampflos ein. Cyrus hatte zuvor das Wasser des Euphrat abgeleitet, so dass sein Heer wegen des gesunkenen Wasserstandes der die Stadt umgebenden Gräben bis an die Mauern vordringen konnten. Da die Bewohner Babylons in dieser Nacht ein Fest feierten und sich in völliger Sicherheit wähnten, wurden die Tore aus Nachlässigkeit offen gelassen. So konnten die Soldaten die Mauer passieren und in die Stadt eindringen. Alles spielte sich genau so ab, wie in Jesajas Prophezeiung angegeben, jedes Detail stimmte.

Welche Schlussfolgerung kann man aus all dem ziehen? Nun, ein Mensch ist nicht dazu in der Lage, solche genauen Vorhersagen über einen so langen Zeitraum zu machen. Diese Fähigkeit besitzt nur Gott, der von sich selbst sagt: "Da ist kein anderer Gott noch irgendeiner wie ich;  der von Anfang an den Ausgang kundtut und von alters her die Dinge, die nicht getan worden sind" (Jesaja 46:9,10). Somit sind die vielen erfüllten Prophezeiungen der Bibel, sowie auch die anderen hier angeführten Punkte, ein unschlagbares Indiz dafür, dass ihr Inhalt aus einer übermenschlichen Quelle stammt.

LG Philipp

Ja, das glaube ich!

Für mich gibt es für die Wahrheit dier Aussage, dass die Bibel recht hat und Gottes wahres Wort und Offenbarung für uns Menschen ist, viele Gründe, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeite ihrer Entstehung und Überlieferung, die Belege für Jesu Auferstehung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw.

Einige Beispiele für erfüllte biblische Prophetie werden z. B. hier aufgeführt: http://www.vck-web.org/erfuellte-Prophetien

Belege für Jesu Auferstehung habe ich hier einmal zusammengestellt und aufgefhürt: https://www.gutefrage.net/frage/haben-die-juenger-jesu-sich-die-auferstehung-ausgedacht-oder-haben-sie-diese-tatsaechlich--erlebt

Ich habe mich in letzter Zeit mit der Bibel auseinandergesetzt und muss sagen, dass Pornografie und Gewalt feste Bestandteile der Bibel sind. Sowas kann doch nicht von Gott kommen.

Beispiele: 

1) Lots Töchter machen ihren Vater betrunken und verkehren mit ihm.

2) Moses ist zornig, weil nicht alle Frauen getötet wurden!

"Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert, die aus dem Feldzug kamen, und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen?" (4. Mose 31,14-15)

Söhne usw....

"So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben."

(4. Mose 31,17-18)

Soll das wirklich "Gottes Wort" sein?

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@answersearcher

Die Bibel zeigt schonungslos die Fehler auf, die Menschen machen. Es werden keine Helden gezeichnet, die fehlerlos durch das Leben gehen und alles richtig machen, sondern Menschen aufgezeigt mit all ihren Schwächen und Fehlern.

Die Töchter von Lot wollten Nachkommen haben, um im Alter versorgt zu sein. Anstatt zu warten und zu vertrauen, machten sie nach dem Untergang von Sodom (dort leben sie zuvor) ihren Vater betrunken und verkehrten mit ihm. Das war natürlich falsch und niemals von Gott so gewollt. Trotzdem schreibt die Bibel schonungslos die Fehler auf, die Menschen gemacht haben und zeigt sie in ihren menschlichen Schwächen.

4. Mose 31,14-15 ist durchaus keine einfache Bibelstelle. Es gibt im Alten Testament einige wenige Strafgerichte gegen Völker, die über lange Zeit schwere Sünden getan haben. Durch einmalige Strafgerichte sollten diese Völker, deren Maß an Sünden voll waren, gerichtet werden. Der Walvoord-Bibelkommentar schreibt dazu: " Als Mose das zurückkehrende Heer traf, wurde er zornig, da er die überlebenden Midianiter sah. Die midianitischen Frauen hätten nach Mose eigentlich sterben müssen, weil sie direkt an Israels Sünde mit Baal-Peor beteiligt waren. Deswegen wurden alle Frauen außer den Jungfrauen und alle Jungen getötet. Dies stellte die Auslöschung der Midianiter sicher, so daß sie nie wieder Israel verführen konnten."

Gott liebt uns und ist gnädig und barmherzig - er kann aber auch ein zorniger und gerechter Gott sein, der Sünde richtet. Die Konsequenz von Sünde sind dann Strafgerichte, Hölle usw.

Deshalb brauchen wir die Vergebung unserer Sünden (1. Johannes 1,9) und die erhalten wir nur, wenn wir an Jesus Christus glauben, der stellvertretend zur Vergebung unserer Schuld am Kreuz gestorben ist (1. Johannes 2,2), damit wir Sündenvergebung und ewiges Leben haben - weil Gott uns liebt (Johannes 3,16-18). Gott zwingt aber niemanden, an ihn zu glauben und errettet zu werden, sondern überlässt jedem die freie persönliche Wahl der Entscheidung (mit allen daraus resultierenden Konsequenzen).

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Ich glaube, dass die Bibel von Gott inspiriert, aber von Menschen geschrieben, nachgeschrieben und übersetzt worden ist - was übrigens auch für den Koran gilt.

Und wer da zugunsten des Koran meint, dass die Bibel verfälscht worden sei, dem gegenüber sei erwähnt, dass in der Frühzeit des Islam der Koran auch ''abgeschrieben'' und das Original vernichtet wurde. Na warum wohl? Eine Vernichtung wäre doch vollkommen unnötig, wenn die Abschrift dem Original entsprochen hätte. Vielmehr spricht die Vernichtung des Originals dafür, dass mit der Abschrift eine absichtliche Verfälschung durchgeführt wurde.

Aber zurück zur Bibel. Es steht nirgends in der Bibel, das Gott diese geschrieben hätte. Lediglich, dass die ersten beiden Gebotsplatten, die Mose auf dem Berg Horeb im Gebirge Sinai erhielt und die er bei der Wiederkehr zum Volk Israel, nachdem er sah, dass sie einen Götzen erschaffen und diesen verehrt hatten, zerschlagen hatte, von Gott geschrieben wurden, steht in der Bibel.

Ansonsten hat in allem von Anfang an (und das merklich) der Mensch seinen begrenzten Verständnishorizont in die Texte der Bibel einfließen lassen.

Am nächsten dem Wort Gottes entsprevhend war wohl noch das, was Gott zu Mose gesagt haben soll, was auf diesen erwähnten später zerschlagenen Platten stand und nicht zuletzt was Jesus als Sohn Gottes lehrte und vorlebte. Was von alledem noch in der Bibel aber noch enthalten ist, ist Auslegungssache, aber wer an dem noch heruminterpretiert, was noch klar enthalten ist, der schränkt zumindest potentiell diesen Gehalt des Wortes Gottes an der Bibel nur noch weiter ein.

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